machen wir uns nichts vor: das dasein als unattraktive frau - bei männern sieht die sache meist völlig anders aus - ist von verachtung, spott, desinteresse und ignoranz geprägt.
Das unterschreibe ich so nicht.
Das ist zwar rein oberflächlich aber man kann immer etwas an seinem Aussehen ändern. (Kleidung, Makeup, Haare, Zähne, Gesicht- und Körperpflege. Körper auch aber je nachdem.)
Und sich um sich selber zu bemühen hat nicht nur den optischen Effekt sondern man merkt eben ob sich jemand selbst etwas wert ist und sich pflegt und sich eben nicht verwahrlosen lässt.
Im Alter hat der Lebensstil deutlichere Spuren hinterlassen. Aber auch da kann man bis zu einem gewissen Punkt gegenarbeiten.
Menschen die viel spotten und lästern werden immer etwas an einem finden was ihnen nicht passt. Das kann auch nur das "eine" Oberteil oder die "falsche" Haarfarbe sein.
Man muss wissen was man wert ist und sich nicht runterziehen lassen. Ob komplette Ignoranz anderen gegenüber der richtige Weg ist wage ich zu bezweifeln. Selbstbestimmung ist der Weg. Man muss sich bewusst dazu entscheiden in Konfrontation zu gehen, zu sich zu stehen und dann blöde Leute hinter sich lassen. Ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken löst den Konflikt nicht. Dann bleibt man das Opfer das alles mit sich machen lässt.
Im Endeffekt ist es deren Problem wenn sie sich dauernd an anderen Leuten stören.
Weil ich selber meine Probleme habe habe ich den Drang mich mit anderen zu vergleichen. Das ist aber auch ganz normal.
Und ich war auch lange Zeit damit beschäftigt Makel zu finden und einzuordnen. Und ich bin häufig eher zum Gedanken gekommen "Eigentlich ist sie doch gar nicht besonders hübsch. Aber das Gesamtbild stimmt trotzdem. (Ich wünschte ich würde so aussehen.)" Und dann habe ich mir Gedanken gemacht wieso ich fast jede andere Frau mit ihren Makeln und ausgefallen Kleidungsstilen so super finden kann und an mir alles schlechtrede.
Es ist eine Sache der inneren Haltung.
Zuerst braucht man die innere Bereitschaft etwas zu tun. Und wenn man etwas tut kann man Stolz und Zufriedenheit mit sich gewinnen. Und je zufriedener man mit sich ist, desto mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen gewinnt man und der Umgang mit anderen fällt einem leichter und und und...
Wenn man depressiv und kraftlos ist sind die ersten Schritte schwer aber sobald man in Gang kommt wird es einem von Woche zu Woche leichter fallen sich um sich zu kümmern.
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Lipödeme sind übrigens nicht nur ein optisches Problem durch "dicke Beine" sondern führen auch zu Blutergüssen, Besenreißern und Schmerzen. Dafür ist eine Operation auch oft erstrebenswert.
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TE braucht bei ihren Sorgen sicherlich mehr als ein Makeover. Ein Gang zur psychologischen Beratungsstelle, zum Psychologen oder zum Hausarzt zwecks der Lebensmüdigkeit und Traumata wäre eine super Sache.
Das kann ich nur empfehlen.