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Wie lebt ihr mit euren Depressionen?

Hallo,

gerade in Umbruchsphasen wie einer Ausbildung benötigt man bei Depressionen oft Unterstützung. Wenn es irgendwie möglich ist, dann versuche, weiterhin in Therapie zu gehen. Ich habe auch während eines Vollzeitsjobs eine Weile meine Therapie weitergeführt. Richtig bergab ging es erst, als ich diese verfrüht abbrach.

Was Tabletten betrifft, so können diese sehr wohl helfen. Sie helfen aber nicht jedem und natürlich muss auch erst einmal das richtige Medikament gefunden werden. Da braucht es eine/n kompetente/n Psychiater/in, der sich Zeit für ein ausführliches Gespräch nimmt.

Wichtig ist es, nicht alleine zu bleiben.

Ich habe durch die Depression auch Probleme gehabt, beruflich Fuß zu machen. Nun arbeite ich 30 Stunden in einem beruflichen Umfeld, mit dem ich zurechtkomme.

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg!
 
Es macht schon einen großen Unterschied zu wissen, auf was die Depressionen beruhen. Also ob sie psychischer oder physischer Natur sind.

Also lass dir den Schwachsinn hier nicht einreden, dass Tabletten nicht helfen. Jemand der physisch nicht in der Lage ist, seine Hormone und Neurotransmitter in ein gesundes Gleichgewicht zu kriegen, dem hilft kein Yoga, ein heißes Bad, Tagespläne und die beste Kuschel/Beruhigungsmusik.

Ansonsten kann ich dir den Rat geben, dich nicht auf deiner Diagnose "auszuruhen". Das meine ich nicht mal so negativ wie es vielleicht klingt, du solltest lediglich die Diagnose nicht ständig wie ein Damoklesschwert über dich schweben haben und ihr für alles negative die Schuld geben. Mach dich doch nicht zum Sklaven dieser Krankheit.

Je nach schwere kannst du es beim Lernen für deine Ausbildung zum Beispiel mit autogenem Training versuchen. wenn es zu schlimm ist solltest du dich nicht dafür schämen wieder eine Therapie und evtl. Medikamente in Betracht zu ziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin ja schon ein paar Semester älter und stehe seit knapp 20 Jahren im Berufsleben. Ich leide schon spätestens seit meinem Abitur (vielleicht schon eher) an Depressionen. Ich muss leider sagen, dass ich sie nie wirklich los geworden bin. Ich nehme seit 12 Jahren Medikamente gegen Depressionen und gegen mein ADHS. Mit den Medikamenten ist es wie eine Hassliebe: Ich mag sie nicht, aber es geht nicht ohne.
Im Beruf bin ich unauffällig, denn eins lernt man in 20 Jahren: Sich nichts anmerken zu lassen. Karrieretechnisch habe ich es daher geschafft, aber glücklich wird man dadurch nicht. Allerdings wäre es ohne Job schlimmer. Immerhin lenkt es ab und durch das Geld kann man ein ordentliches Leben führen. Ab und zu bekommt man sogar Anerkennung. Insofern sage ich mir immer, dass der Job mit Struktur gibt und daher strenge ich mich an und lasse mir nichts anmerken. Meine Leistungen sind gut. Ich habe gelernt zu lachen - auch wenn mir nicht danach ist und mit Kunden zu interagieren, selbst wenn ich mich am Liebsten verkriechen würde. Wenn man diese Hürden gemeistert hat und sich selbst zurückstellen kann, dann wird man auch trotz Depression (und in meinem Fall auch noch ADHS) erfolgreich sein können.
 
Depressive verdrängen oft ihre unangenehmen Gefühle.
Depressive identifizieren sich mit ihren negativen Gedanken.
Depression ist nicht etwas, was du hast, sondern etwas, das du tust.
Medikamente helfen bei Depression nur begrenzt um erst mal aus dem Loch der Unfähigkeit zu Handeln raus zu kommen.
Nicht über Jahre um eine Änderung herbeizuführen.
Bei vielen helfen die überhaupt nicht:
Dann beginnt die Arbeit an sich selbst, die Änderung am Denken um das Verhalten zu ändern.
Die Therapie ist nur der Anstoß, das muss nach den Therapiestunden im Leben geschehen.
Das können viele nicht, liegt aber dann nicht am Therapeuten.
Psychotherapie gelingt nur mit Ihrer Mitarbeit | therapie.de
Erste Hilfe Strategien für den Umgang mit einer Depression (palverlag.de)
 

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