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Frauen werden weiterhin diskrimiert...

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Aber man weiß doch bei manchen Dingen vorher, dass man nicht reich damit werden wird.

Wenn man es trotzdem tut, dann muss man es eben in Kauf nehmen.
ist halt die Frage, ob unsere Gesellschaft das weiter so handhaben will: Also dass so wichtige Jobs wie Pflege eigentlich nur von Leuten gemacht werden, die sich nicht von Unterbezahlung abschrecken lassen. Eigentlich sollten wir sie fürstlich bezahlen, denn so gut wie jeder von uns braucht sie irgendwann. Und wir sollten keinesfalls darauf setzen, das sich "schon irgendein Depp findet, der blöd genug ist, das für diesen Hungerlohn zu machen"
Ich finde, es spricht nicht für eine Gesellschaft, wenn sie nur dann funktioniert, wenn sie die Jobs, die es unbedingt braucht quasi über den Tisch zieht und hinterher sagt: Naja, bist ja selber schuld, dass Du den Deppenjob machst.
Eigentlich sollten wir FROH über jeden einzelnen sein, der diese Arbeit macht und sollten das auch entsprechend honorieren.
Das wäre doch nur logisch: Jobs OHNE die es nicht geht sollten auch die nötige Bezahlung und den nötigen Respekt bekommen.
Also ich kann die Haltung nicht vertreten, dass ich zB einer Pflegekraft sage: Ja pfleg mich bitte, aber nei: Wenn Du mich unbedingt pflegen willst, bist Du selber schuld: Hättest du lieber mal Mathe studiert.
Das geht irgendwie nicht mit meinem Verständnis von sozialer Gesellschaft zusammen.

Wer beispielsweise Geisteswissenschaften und Literatur studiert, findet das bestimmt toll, weiß aber vorher, dass die Chancen und Verdienste im Job eher unterirdisch sein werden.

Dann hat man das aber bewußt in Kauf genommen und muss halt damit leben.
Bei solchen Jobs sehe ich das ein bißchen anders: Denn da hat jeder ja die Möglichkeit, etwas völlig anderes daraus zu machen und die Gesellschaft bietet auch Platz für diese völlig unterschiedlichen Ausprägungen: Man kann als Germanist reich werden oder bettelarm: Man hat die Wahl- zumindest hat man unterschiedliche Möglichkeiten die man durch Einsatz beeinflussen kann.
Aber ein Pfleger? Der wird eigentlich immer mies bezahlt und das obwohl wie diese Menschen so dringend brauchen. Eigentlich sollten die einen deutlich höheren "Marktwert" haben, als so mancher hochbezahlte Job. Computerfachmänner gibt es zB wie Sand am Meer und Pfleger sind rar: Angebot und Nachfrage bestimmen hier eindeutig NICHT den Preis: Sondenr es ist eine willkürliche Zuschreibung, die uns eben dazu führt, den Pfleger weniger zu honorieren, als den PC-Typen: Aber eigentlich ist das willkürlich! Aber es hat sich eingebürgert und die Frage, warum das so ist sollte man mal ganz intensiv bedenken.

Ich kenne beispielsweise einen PC Fachmann, der bekommt 120 Euro netto die Stunde. Warum? Gibt es so wenig PC-Leute? ist er SOOO ein Spezialist? Ist seine Arbeit so viel schwerer als die eines Pflegers? Ist seine arbeit so viel wichtiger?
Nein- es ist einfach eine gesellschaftliche Entwicklung (bei der eben auch die Geschlechterfrage mit reinzuspielen scheint), die nie hinterfragt wurde: Zumindest nicht ernsthaft!
mal fies gesagt. Wenn der PC kaputt ist, ist uns das schon 120 Euro die Stunde wert, aber wenn die Oma "kaputt" ist und Pflege braucht, dann muss der Mindestlohn die Stunde reichen?
Sehe ich einfach anders.
 
Zuletzt bearbeitet:
Violetta, Du vertrittst den klassischen marxistischen Standpunkt, der aber eben in der Sowjetunion gescheitert ist. Ein Ingenieur wird nicht Jahre lang studieren, wenn er das Gehalt eines Pflegers bekommt. Genauso kann man einem Pfleger kein Ingenieursgehalt zahlen. Wenn Du das machst wirst Du es schwer haben jemanden zu finden der Ingenieur wird.

Genauso, wenn der Mann auf der Bohrinsel so viel verdient wie eine Putzfrau, wird niemand mehr auf einer Bohrinsel arbeiten. Das gewisse Berufe sehr schlecht bezahlt werden und besser bezahlt werden sollten, keine Frage. Und da hat sich letzlich eben herausgestellt, das bei "klassischen" Frauenberufen die Löhne steigen, je mehr Männer dort beschäftigt sind. Anscheinend weil Männer forscher sinf bei Gehaltsverhandlungen. Ansonsten bestimmt eben der Markt den Preis. Wenn 50 Erzieher anstehen für 1 Stelle dann ist das halt ungünstig.
 
Oder vielleicht guckt man sich mal an, wie sich das alles mal ursprünglich entwickelt hat. Es gab mal eine Zeit, da durften Frauen gar keine Berufe erlernen, später nur, wenn es der Ehemann erlaubte. Da Frauen aus diversen Gründen nicht als gleichwertig angesehen wurden, wurden sie natürlich auch viel schlechter bezahlt. Das ist bis heute nicht vollständig ausgemerzt und besonders spürbar in "Frauenberufen".
 
DAS ist immer mein allerliebstes Lieblingsargument. Schlüsseln wir das mal auf.

Warum bringen sich Männer öfter um als Frauen?
- Männer unterdrücken ihre Gefühle
- Männer suchen sich keine Hilfe
- Männer müssen immer den Starken abgeben
- Männer sprechen nicht oder kaum über ihre Gefühle

Warum ist das so?
Jungen werden von klein auf herangezogen, mutige, starke Helden zu sein. Ein Indianer kennt keinen Schmerz! Jungs weinen nicht! Haben sicher alle mal gehört. Das ist eine höchst destruktive Erziehung, die dazu führt, dass Männer keinen guten Umgang mit ihrer Gefühlswelt erlernen und ihre Gefühle permanent von sich wegschieben. Vom Mann wird erwartet, dass er alles (allein) schaukelt, ein Hauptversorger ist, alles im Griff hat. Bloß keine Schwäche zeigen. Die ersten sexuellen Erfahrungen sind nicht selten damit begründet, endlich mal ein Mädel "flachzulegen", Liebe und dieser ganze Kitsch sind nichts für Jungs.

Das ist furchtbar, schlichtweg grausam. Es ist eine Objektifizierung von Mann und Frau, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen für beide Geschlechter schädlich und belastend. Der Feminismus verlangt eine Erziehung, die beide Geschlechter bemächtigt stark zu sein, aber auch Gefühle haben zu dürfen.

Ein Mann, der will, dass Männer Gefühle ausleben dürfen, schwach sein dürfen, Hilfe holen dürfen, der kann gar nicht anders, als sich für die Gleichbehandlung von Jungen und Mädchen, von Männern und Frauen einzusetzen. Denn nur dann kann man solche Zahlen senken.

Ich sehe da noch andere Gründe
Kuck Dir mal an:
Vor allem, das ihm nicht geholfen wurde, was bei Männern oft der Fall ist.

Gibt auch verschiedene Experimente:
Auf offener Strasse kleines Mädchen als Eltern anschreien->sofort mischt sich jemand ein; Jungen anschreien->nichts; Mann schlägt Frau, alles stürmen von Biergarten zu Hilfe; Frau schlägt Mann, grinsen, nichts tun.

Die Gesellschaft will sich nicht gerade gern mit Männern auseinander setzen, die nicht stark sind. Zu dieser Gesellschaft gehören aber auch die Frauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder vielleicht guckt man sich mal an, wie sich das alles mal ursprünglich entwickelt hat. Es gab mal eine Zeit, da durften Frauen gar keine Berufe erlernen, später nur, wenn es der Ehemann erlaubte. Da Frauen aus diversen Gründen nicht als gleichwertig angesehen wurden, wurden sie natürlich auch viel schlechter bezahlt. Das ist bis heute nicht vollständig ausgemerzt und besonders spürbar in "Frauenberufen".

hm... von welchen Frauenberufen sprechen wir jetzt eigentlich?

Gib mal Beispiele die Du meinst.

Erzieherin?
Pflegerin?
....

nur um mal konkret zu werden, was die Frauenberufe sind.

Also nach dem WWII wurden z.B. Politessen schon belächelt und waren erst mal lange nur schlechter bezahlte Hilfspolizisten, das stimmt. Aber die Zeiten sind ja vorbei.
Die Frage ist welche Berufe sind "historisch" gewachsene FRauenberufe, die DU meinst, die daher schlecht bezahlt werden.
 
Ich sehe da noch andere Gründe
Kuck Dir mal an:
Vor allem, das ihm nicht geholfen wurde, was bei Männern oft der Fall ist.
Kannst du bitte erklären, worum es dir hier genau geht und was du damit aussagen willst?
 
hm... von welchen Frauenberufen sprechen wir jetzt eigentlich?

Gib mal Beispiele die Du meinst.

Erzieherin?
Pflegerin?
....

nur um mal konkret zu werden, was die Frauenberufe sind.

Also nach dem WWII wurden z.B. Politessen schon belächelt und waren erst mal lange nur schlechter bezahlte Hilfspolizisten, das stimmt. Aber die Zeiten sind ja vorbei.
Die Frage ist welche Berufe sind "historisch" gewachsene FRauenberufe, die DU meinst, die daher schlecht bezahlt werden.
... hast du doch schon aufgezählt. Was willst du jetzt von mir? Ist das für dich eine Beschäftigungstherapie hier?
 
... hast du doch schon aufgezählt. Was willst du jetzt von mir? Ist das für dich eine Beschäftigungstherapie hier?

Also die Zwei? Meine Frage war, welche Du meinst. Also die beiden? Gut, das
wollte ich wissen. . Wenn Du von "Frauenberufen redest die historisch ...und so weiter" möchte ich halt wissen, worüber wir genau sprechen, welche Du damit meinst. Kann ja nicht so schwer sein das zu beantworten und es zu definieren.

Nein, das ist keine Beschäftigungstherapie, ich will nur sichergehen das wir alle vom gleichen reden. Dazu gehört eben auch zu wissen, welche Berufe Du speziell meinst.


Da Frauen aus diversen Gründen nicht als gleichwertig angesehen wurden, wurden sie natürlich auch viel schlechter bezahlt. Das ist bis heute nicht vollständig ausgemerzt und besonders spürbar in "Frauenberufen".

Was vergleichst Du mit was? So wie Du es schreibst heisst es wortwörtlich das ein Pfleger mehr verdienen würde als eine Pflegerin, was Quatsch ist. Du solltes besser definieren was Du meinst.
Ausser einem allgemeinen "Frauen verdienen generell weniger", was im Zeitalter von Tarifverträgen ebenfalls Quatsch ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? 🙂

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster wenn ich sage, dass ich bei vielen sozialen Berufen eine niedrigere Bezahlung gerechtfertigt finde im Vergleich zu technischen Berufen.

Ja auch der Erzieherberuf ist ehrenwert und wichtig. Ich bewundere aber einen Ingenieur mehr - völlig unabhängig davon ob es ein Ingenieur oder eine Ingenieurin ist.

Schön, dass du einen Ingenieur mehr bewunderst.
Ich denke, dass du u. a. spätestens dann wenn du bettlägrig im KH liegst und darauf angewiesen bist, dass man dich entsprechend versorgt, die Bettpfanne unter dich schiebt und dir den Hintern abwischt, dich wäscht, weil es selbst gerade nicht geht, vielleicht auch noch füttert, wirst du anders denken über Berufe im sozialen Bereich.

Nur weil man aufgrund dessen, dass Frauen auch Mütter werden können, denkt, das müssen sie nicht lernen, "liegt ihnen ja im Blut oder in den Genen" und deshalb kann man diese Berufe niedriger einstufen und noch niedriger bezahlen. Das finde ich diskriminierend.
 
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