Hm,
also erstmal finde ich, dass es als Eltern absolut legitim ist, dass man sich wünscht, dass die Tochter mit 28 Jahren auszieht.
Aber, anscheinend haben nicht beide Eltern an einem Strang gezogen, der Papa wollte vielleicht seine Prinzessin noch ein wenig bei sich behalten, oder ist einfach zu gutmütig, das wissen wir alles nicht.
Immerhin kann die Tochter kochen, einen Haushalt führen und geht arbeiten. Soweit habt ihr das doch ganz gut hinbekommen. Auch, wenn die Tochter einen Beruf gewählt hat, der ihr nicht allzu viel Geld bringt, aber das war ihre Entscheidung, und das ist auch gut so. Ihr Beruf, ihre Arbeit macht ihr anscheinend Spaß und das ist die Hauptsache.
Was mich ein bisschen befremdet ist die Kälte, die zumindest hier im Internet von dir, Mutter 50, ausgestrahlt wird. Aber auch die Internetbeiträge sind ja nur ein kleiner Auszug aus eurer Familiengeschichte.
Die Geschichte, mit 800 Euro Miete finde ich allerdings schon krass. Das ist ganz klar Erpressung, anscheinend wusstet ihr ansonsten keine andere Option mehr.
Eure Tochter nimmt jetzt die Wohnung, die ihr eigentlich nicht gefällt. Ihre Ansprüche sind ansonsten scheinbar ziemlich hoch. Ist halt schwierig, wenn man nicht so wirklich gelernt hat, dass man nicht alles haben kann, was man sich wünscht, aber das ist anscheinend wirklich eine Generationsfrage, und es ist nicht wirklich die alleinige "Schuld" dieser Generation.
Ich hätte es schon besser gefunden, wenn ihr ihr ein halbes Jahr Zeit gegeben hättet, in diesem halben Jahr Miete und Kostgeld verlangt hättet, aber nicht 800 Euro für Miete. Und dann hätte sie wirklich gucken können, ob sie was passendes findet, sicherlich hätte sie dann auch ein paar Abstriche gemacht. Aber sie hätte es dann wirklich selbst gemacht, selbst ausgesucht, zwar auch mit Druck, aber es wäre anders gewesen.
Jetzt hat sie das Gefühl, dass sie in eine Wohnung gezwungen wird, also dass man sie kurzfristig einfach raussschmeißt. Kein guter Anfang für ein neues Leben, finde ich.