@primechecker
Das sind interessante Ansichten die Du vertrittst.
Ja es gibt da auch einiges an Literatur, wo man das auch nachlesen kann. Aber wie gesagt. Ich finde, dass man das auch als Gesellschaft (eher im kleinen Rahmen) dann probieren müsste. Von großen Gesellschaftsexperimenten halte ich eher nichts. Und es sollte eben freiweillig sein.
Die Theorie von meiner Seite ist halt u.a., dass allein durch den freien Markt viele Güter erwirtschaftet werden, die sehr erschwinglich sind. Gerade was Grundbedürfnisse der Menschen angeht, da diese ja besonder viel nachgefragt werden. (Mehr Wettbewerb, Preise werden gedrückt)
Nischenbedürfnisse sind dagegen teurer und kann sich sozusagen nur die reiche Oberklasse leisten. Ich probiere das ja selbst an mir. Und ich bin eigentlich sehr zufrieden, mit dem was ich an Grundbedürfnisse durch den derzeitigen Markt abdecken kann. Auch wenn der nicht wirklich frei ist. Das Problem am Sozialismus und der Umverteilung ist ja auch, dass die einfache Arbeiterklasse viel zu viel von den erwirtschaftenden Werten abgeben muss. Somit kann sie sich dann auch ergo weniger leisten. In einem System ohne Steuern, hättest du dann viel mehr vom Erwirtschafteten. Falls eine Gesellschaft oder sagen wir einige Menschen das Bedürfnis zur Solidarität und Unterstützung von Schwachen haben, so wären sie auch bereit etwas von ihrem Vermögen abzugeben. Als Beispiel für eine liberale Form von Sozialismus. So die Theorie. (Meine Vorstellung.)
Die absolut sozial Schwachen, die also gar nicht arbeiten können (z.B. durch Krankheit), müssten durch die wertschaffende Gesellschaft unterstützt werden. Das hängt aber eben von der Gesellschaft selbst ab, ob sie das möchte oder nicht oder vielleicht auch einzelne. Diese Bereitschaft sollte eben nicht erzwungen werden durch irgend einen Herrscher, sondern von den Menschen in der Gesellschaft selbst kommen.
Anders ausgedrückt ist es denkbar, dass Menschen andere kranke und unfähige Menschen dennoch als wertvoll erachten und diese in irgend einer Form unterstützen wollen. Muss natürlich nicht so sein.
Beispielsweise würde ich es als persönlich fraglich ansehen, jemand noch künstlich am Leben zu halten, der womöglich nur noch leidet und vor sich hinvegetiert.
Ich vermute mal, Menschen, die arbeiten möchten, werden genug verdienen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, da diese ja in der Regel sehr günstig sind (in einem kapitalistischen freien Markt). Zudem werden sie auch eher Arbeit finden, da Unternehmen auch viel niedrigere Löhne bezahlen können, da es bspw. keinen erzwungen Mindestlohn gibt. Du hast viel mehr vom Lohn, da du keine Abgaben an den Staat zahlst. (Alles Theorie)
Aber so genau kann ich das nicht sagen. Da müsste man sich selbst einen Kopf machen, dazu sich belesen, testen etc.
Dieses Werte-Bild gab es schon einmal, wer ist Krank und wer ist nützlich.
Ein Autist z.B. wer entscheidet ob wert oder unwert, da manche Softwarefirmen diese Gruppe bevorzugen, da sie bessere Leistungen bringen können als Normalos.
Wer maßt sich an das entscheiden zu können.
Soll man bei den Diabetikern oder anderen Kranken weitermachen, die sich ihre Medikamente nicht mehr leisten können oder auch keine Lebensmittel mehr, weil z.B. wie in England mit den null Stunden Arbeitsverträgen kein ausreichendes Einkommen möglich ist. So viel zu Deinen Vermutungen.
Lassen wir die dann alle qualvoll Verhungern?
Das würde mal wieder Massenmord in Deutschland bedeuten.
Gewisse Unfreiheiten werden wir vermutlich leider immer haben. Der Tod führ vermutlich? eher zur Unfreiheit. Das sind aber die naturgegebenen Unfreiheiten, denen wir schwer entkommen können. Die von Menschen auferlegten könnten wir aber evtl. selbst bestimmen.
Ich vermute mal, dass du eine schwere seltene Krankheit durch ein freies Marktsystem eher nicht heilen kannst an einem sozial Schwachen (also nicht vermögend), da es zu viel kosten würde, funktionierende Behandlungen zu entwickeln, um diese seltene Krankheit zu heilen. Es würden v.a. dort die Kosten sinken, wo eine große Nachfrage besteht, sprich bei oft auftretenden Erkrankungen.
Wenn Menschen nicht genügend Geld haben, um sich gesunde Lebendsmittel leisten zu können, weil sie z.B. nur prekär beschäftigt werden, dadurch Krankheiten entwickeln, dann ist das nicht naturgegeben sondern etwas auferzwungenes.
Das Harz System zwing den Menschen auf, die prikäre Arbeit anzunehmen.
Das hat mit einem Liberalen System nichts zu tun.
Es ist eine erzwungene Armutsfalle!
Hmm ok. Wie gesagt. Es ist Theorie. Und wie es so mit Theorien ist, kann es in der Praxis ganz anders aussehen. Wir wissen ja vermutlich nicht, wie die Welt wirklich funktioniert. Und es ist auch so, dass jeder Mensch auch ein anderes Verständnis und eine andere Vorstellung von der Welt hat. Deswegen sehe ich ein Zwangssystem auch als fragwürdig an, da ja jeder anders ist und auch bisschen was anderes braucht.
Was meine H4 Situation angeht. So bin ich momentan da drin, durch persönliche Schicksale wie Krankheit, Wertvorstellungen, Unzufriedenheit, usw.
H4 ist eine interessante Erfahrung, überhaupt sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, auf die man so sonst nie treffen würde. Ich weiß nicht, ob das alles ein bestimmtes Schicksal ist, das man durchleben soll? Das sind Wege, die man eigentlich nicht so gehen wollte, aber man kann es manchmal schwer ändern. H4 ist im Grunde mehr oder weniger ein BGE, zumindest für einige. Ich sehe es aber nicht als gut an. Aber die Situation ist sehr verfahren in unserem Gesellschaftssystem. Deswegen ist Hartz 4 möglicherweise für einige die bessere Option.
Nach dem was Du hier geschrieben hast, sehe ich das ähnlich wie "Der Realist"
@primechecker
"Was meine H4 Situation angeht. So bin ich momentan da drin, durch persönliche Schicksale wie Krankheit, Wertvorstellungen, Unzufriedenheit, usw."
Hört sich jetzt nicht so an als könntest du nicht von H4 wegkommen, es fehlt mehr der Wille.
Wertvorstellungen und Unzufriedenheit dürfen kein Grund in h4 zu verbleiben.
Ich glaube du machst es dir gerade "bequem" mit h4.
Damit schadet du dir selbst am meisten, weil du dir keine eigenständige Lebensperspektive schaffst.
Und du schadest den wirklich bedürftigen, da du über Gebühr die Sozialsysteme in Anspruch nimmst.
Motiviert dich und nimm eine Arbeit auf und such nicht nach Ausflüchten.
Du brauchst Dir keine Arbeit suchen, denn Du meintest ja, Du würdest auch ohne Arbeit und Harz zurechtkommen.
Demnach gäbe es jemanden der Dich unterstützen würde. Warum nimmst Du die Chance dann nicht an, um nicht mehr vom Amt abhängig zu sein?
Teile Deinem Amt mit, das sie Dir die Leistungen nicht mehr zahlen brauchen.
Das wäre doch also die Gelegenheit für Dich, Deine Theorie des Liberalen Systems in der Praxis zu testen und Selbstverantwortung zu tragen.
Da Du gegen Steuerfinanziertes bist, dürftest Du keine öffentlichen Wege und Straßen benutzen bzw. auch nichts darüber anliefern lassen. Was kein Problem darstellen sollte, da man ja seinen Helikopter im Vorgarten hat oder sich das Flugtaxi bestellen kann oder alles per Flugdrohne liefern lässt.
Berichte uns, wie Dir die Umsetzung gelingt.
PS: Das Liberale Wertesystem, das wenn einer nicht mehr Arbeiten kann, das privat zu tragen ist, gibt es schon länger. Es ist in Ehen oder Lebensgemeinschaften der Fall. Eine Situation die schwierig werden kann, wenn beide Einkommen nötig waren.