Hallo zusammen,
ich arbeite jetzt seit einigen Monaten in einer Kanzlei als Bürokauffrau. Der Job sagt mir ohnehin nicht besonders zu, da ich hier ständig nur irgendwelche "Drecksarbeit" erledigen muss, die mit meinem Job nichts zu tun hat, darunter auch viel körperliche Arbeit. Ich denke es liegt daran, dass ich hier weder Steuerfachangestellte noch Buchhalterin bin, sondern "nur" eine einfache Bürokauffrau, die man oft und gerne als Depp vom Dienst missbrauchen kann.
Gestern hatte nun der Geschäftsführer seinen 70. Geburtstag. Er arbeitet eigentlich schon lange nicht mehr, kommt aber ca. einmal die Woche vorbei und schaut nach dem "Rechten". Jedesmal wenn er hier aufschlägt machen alle ein riesen Tamtam, als käme gleich der Kaiser persönlich hier reingeschneit, von wegen "Heute kommt der Herr X, da muss alles sauber sein und wir brauchen einen ganz bestimmten Kaffee, er trinkt nämlich nur den! Weißt du dem muss man alles rechtmachen, sonst wird er böse!"
Einen Tag vor seinem Geburtstag rief er mich dann an und sagte "Frau M., ich feiere morgen meinen Geburtstag und brauche ca. 50 Teller, haben wir so viele in der Kantine?" Ich bejahte und fragte, ob er sonst noch etwas brauche, die Antwort war "Nein das ist alles."
Am folgenden Tag kommandierte er mich dann gleich ab, um ihm beim Tragen seines Essens zu helfen, das er mitgebracht hatte, auch wurde von mir verlangt, dass ich das Brot aufschneide etc.pp. und den Leuten dann das Essen rausschöpfe. Allein das empfand ich schon als massiv dreist, doch das war noch nicht alles.
Es stellte sich heraus, dass wir zwar ausreichend Teller, aber viel zu wenig Besteck hatten, das nur für etwa 30 Leute ausreichte. Gut, einerseits hätte man sagen können, dass das mein Fehler war. Andererseits hatte er nunmal nicht danach gefragt.
Nunja, jedenfalls wurde er extrem sauer und herrschte mich an, warum ich mich nicht darum gekümmert hätte. Ich sagte in ganz ruhigem Ton, dass er mich nur nach Tellern gefragt hätte und ich davon ausging, dass er sich um das Besteck kümmert. Er rollte nur mit den Augen und ließ mich stehen.
Als dann alle am Tisch saßen und mit Essen beschäftigt waren, stand er auf und sagte, er wolle eine Ansprache halten, bedankte sich dann erst, dass die Kollegen so zahlreich erschienen sind und es täte ihm leid, dass manche hier nun "hungern" müssten, er hätte mir extra aufgetragen, mich um alles zu kümmern und ich hätte diese leichte Aufgabe nicht hinbekommen, daher solle man sich bei mir und meiner Unfähigkeit bedanken, dass nicht genügend Besteck vorhanden sei.
Ich wurde in dem Moment so wütend, dass ich in ziemlich lautem Ton und gut hörbar für jeden sagte "Dann hätten Sie das einfach klar kommunizieren müssen und davon abgesehen bin ich hier nicht die Küchenhilfe!"
In der ganzen Kantine wurde es mucksmäuschenstill und keiner sagte etwas, auch nicht der feine Herr Geschäftsführer, aber sein vernichtender Blick sprach Bände. Ich frage mich nun, ob das Ganze irgendwelche Konsequenzen für mich hat. Zumindest kamen hinterher einige Kollegen total entsetzt auf mich zu, von wegen wie ich es hätte wagen können, diesem Halbgott zu widersprechen.
Ich sehe das nicht so. Ich finde nicht, dass ich für diese Aufgaben überhaupt zuständig bin und selbst wenn, kann ich doch genauso erwarten, mit Respekt behandelt zu werden wie jeder andere auch, oder sehe ich das falsch?
ich arbeite jetzt seit einigen Monaten in einer Kanzlei als Bürokauffrau. Der Job sagt mir ohnehin nicht besonders zu, da ich hier ständig nur irgendwelche "Drecksarbeit" erledigen muss, die mit meinem Job nichts zu tun hat, darunter auch viel körperliche Arbeit. Ich denke es liegt daran, dass ich hier weder Steuerfachangestellte noch Buchhalterin bin, sondern "nur" eine einfache Bürokauffrau, die man oft und gerne als Depp vom Dienst missbrauchen kann.
Gestern hatte nun der Geschäftsführer seinen 70. Geburtstag. Er arbeitet eigentlich schon lange nicht mehr, kommt aber ca. einmal die Woche vorbei und schaut nach dem "Rechten". Jedesmal wenn er hier aufschlägt machen alle ein riesen Tamtam, als käme gleich der Kaiser persönlich hier reingeschneit, von wegen "Heute kommt der Herr X, da muss alles sauber sein und wir brauchen einen ganz bestimmten Kaffee, er trinkt nämlich nur den! Weißt du dem muss man alles rechtmachen, sonst wird er böse!"
Einen Tag vor seinem Geburtstag rief er mich dann an und sagte "Frau M., ich feiere morgen meinen Geburtstag und brauche ca. 50 Teller, haben wir so viele in der Kantine?" Ich bejahte und fragte, ob er sonst noch etwas brauche, die Antwort war "Nein das ist alles."
Am folgenden Tag kommandierte er mich dann gleich ab, um ihm beim Tragen seines Essens zu helfen, das er mitgebracht hatte, auch wurde von mir verlangt, dass ich das Brot aufschneide etc.pp. und den Leuten dann das Essen rausschöpfe. Allein das empfand ich schon als massiv dreist, doch das war noch nicht alles.
Es stellte sich heraus, dass wir zwar ausreichend Teller, aber viel zu wenig Besteck hatten, das nur für etwa 30 Leute ausreichte. Gut, einerseits hätte man sagen können, dass das mein Fehler war. Andererseits hatte er nunmal nicht danach gefragt.
Nunja, jedenfalls wurde er extrem sauer und herrschte mich an, warum ich mich nicht darum gekümmert hätte. Ich sagte in ganz ruhigem Ton, dass er mich nur nach Tellern gefragt hätte und ich davon ausging, dass er sich um das Besteck kümmert. Er rollte nur mit den Augen und ließ mich stehen.
Als dann alle am Tisch saßen und mit Essen beschäftigt waren, stand er auf und sagte, er wolle eine Ansprache halten, bedankte sich dann erst, dass die Kollegen so zahlreich erschienen sind und es täte ihm leid, dass manche hier nun "hungern" müssten, er hätte mir extra aufgetragen, mich um alles zu kümmern und ich hätte diese leichte Aufgabe nicht hinbekommen, daher solle man sich bei mir und meiner Unfähigkeit bedanken, dass nicht genügend Besteck vorhanden sei.
Ich wurde in dem Moment so wütend, dass ich in ziemlich lautem Ton und gut hörbar für jeden sagte "Dann hätten Sie das einfach klar kommunizieren müssen und davon abgesehen bin ich hier nicht die Küchenhilfe!"
In der ganzen Kantine wurde es mucksmäuschenstill und keiner sagte etwas, auch nicht der feine Herr Geschäftsführer, aber sein vernichtender Blick sprach Bände. Ich frage mich nun, ob das Ganze irgendwelche Konsequenzen für mich hat. Zumindest kamen hinterher einige Kollegen total entsetzt auf mich zu, von wegen wie ich es hätte wagen können, diesem Halbgott zu widersprechen.
Ich sehe das nicht so. Ich finde nicht, dass ich für diese Aufgaben überhaupt zuständig bin und selbst wenn, kann ich doch genauso erwarten, mit Respekt behandelt zu werden wie jeder andere auch, oder sehe ich das falsch?