Man wär im Niedriglohnsektor ja schön blöd, wenn man sich fürs quasi gleiche Geld in einer 40 Std. Woche abquält.
Der AG müsste halt schon noch was dazugeben.
Unkomplizierte Möglichkeit zur Stundenreduzierung wäre sicher auch noch ein guter Anreiz.
:kerzeanzuend:
Hier wird gerne gesagt, daß das BGE dazu führen wird, daß für unbeliebte Arbeiten sehr viel mehr Lohn als bisher bezahlt werden müßte, damit sie überhaupt noch jemand macht.
Dummerweise müssen aber Unternehmer national und international konkurrenzfähig bleiben, und das geht nicht über massiv gesteigerte Löhne, nur weil die Deutschen BGE-verwöhnt sind.
Da wandern sie eher in Niedriglohnländer aus und heuern sich dort billigere Arbeitnehmer an, China, Bangladesch, Rumänien oder sonstwo, oder wenn es in Deutschland ansässige Kleinfirmen sind, die nicht so leicht ausweichen können, sagen wir der Friseur vor Ort, bei denen kann man dann drauf wetten, daß sie sich zukünftig lieber Arbeitnehmer aus dem Nicht-EU-Ausland anheuern, weil die genauso gut (oder in BGE-Zeiten sogar besser und williger) arbeiten als die Deutschen und dabei viel weniger kosten.
Siehe heute schon die Bauern mit ihren zuverlässigen Saisonarbeiten aus Polen oder Rumänien, die jedes Jahr wieder angeheuert werden, weil sich Deutsche zu fein sind für knochenschindende Feldarbeit. Als die Behörden mal versuchten, den Bauern deutsche Arbeitslose aufzuzwingen, ging das fürchterlich in die Hose.
Das stelle man sich mal ab sofort im Großformat in zahlreichen Berufszweigen vor, überall Ausländer, weil die Deutschen zu teuer kämen. Und auch der Regierung muß klar sein, daß Firmen nicht unbegrenzt Löhne zahlen können, ohne daß die Produkte überteuert verkauft werden müßten, um die Kosten wieder hereinzuholen, und somit international unverkäuflich wären.