Man müsste sich nicht mehr Vollzeit in einem Job abquälen, der einen zermürbt.
Bei Menschen, die unfreiwillig in schlechtbezahlten Jobs landen halte ich das für eine gute Idee.
Bei allen anderen: Augen auf bei der Berufswahl
Kann man nicht immer. Beispielsweise als Künstler steht man meist ziemlich brotlos da.
Man muss normalerweise das machen, was der Arbeitsmarkt verlangt.
Auch als Künstler kann man sich dem Prinzip "Angebot und Nachfrage" nicht entziehen. Zumal ein Künstler zu sein auch ein freiberuflicher Job ist.
Überhaupt hätte man mit einem BGE wieder ganz andere Energien und Zeit frei, sich sozial / ehrenamtlich zu engagieren. Bzw. könnte man seine eigenen Ideen viel besser verfolgen. Für Projekte, Weiterentwicklungen, Weiterbildungen...
Kommt drauf an, wie hoch das BGE ist und ob sich der Staat das auch leisten kann.
Ich glaube, wenn ein Mensch irgendwann merkt, dass er für das Geld, was er als Grundstock bekommt, gar nicht mehr arbeiten muss, kümmert er sich n Scheiß um Weiterbildung.
Eben. Die Sozialschmarotzer, die mit dem Mercedes zum Sozialamt vorfahren und die sich mit diversen kriminellen Machenschaften ein Luxusleben finanzieren, gibt es ja jetzt auch schon.
Eben. Und jetzt denk mal, was passiert, wenn man plötzlich bedingungslos Geld bekommen werden.
Das System wird ja schon mit Bedingungen ausgenutzt...
Ich glaub auch, dass die meisten Menschen aktiv sein wollen. Den ganzen Tag zu Hause vor der Glotze hockend, da geht man ja ein.
Solange man sich Nichtstun leisten kann, läuft das schon Mr. Pinguin.
Seine Stunden reduzieren zu können, wäre ja auch schon für viele eine große Erleichterung. Übermäßige Arbeitszeiten und ungünstige Arbeitsbedingungen können nun mal auch seelisch krank machen und zu Depression führen, oder BurnOut / BoreOut herbeiführen (Stress durch Über- bzw. Unterforderung). Ein Grundeinkommen könnte also den Krankenkassen wiederum viel Geld an Behandlungskosten einsparen.
Kein Mensch ist gezwungen, unter ungünstigen Arbeitsbedingungen zu arbeiten, wenn er sich sich diese Situation nicht selbst geschaffen hat, behaupte ich jetzt einfach mal.
Wenn ich als Jurist Karriere machen will, muss ich wohl oder übel auch, Überstunden schieben müssen. Weil es ganz einfach erwartet wird.
Wobei ich tippe, dass die meisten sowieso nichts an ihrer Arbeit ändern würden, weil sie nicht den Anerkennungsverlust verschmerzen möchten und sich ihre Karriere nicht verbauen möchten. Viele wüssten auch gar nicht, was sie mit ihrer neugewonnenen Zeit und Möglichkeiten machen sollen und ihre Sinn- und Identitätsstiftung sowieso in ihrer beruflichen Tätigkeit finden.
Eben. Das wird das Problem sein.
Erstmal wird kommen "Oh Wow ich habe eine Sicherheit" und dann kommt "Mist, was mache ich dann, wenn ich plötzlich so viel Freizeit habe"... und letztendlich werden sie genau so weitermachen wie bisher.
Wobei ich auch nicht glaube, dass BGE einem Arzt oder einem Anwalt was bringt, er wird sein Lebensstandard sehr weit runtersetzen müssen.