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Mutter-Kind-Heim vermeiden

Wieso schreibst du nicht einfach, was du vor hast, wenn es doch so legal ist?
Naja ok. Wir haben nach einigem rumtelefonieren eine Moschee gefunden, die das nicht so ganz genau nimmt, bei der würden wir und demnächst religiös trauen lassen. Mein Freund ist hier geborener Deutscher, aber seine Familie kommt ursprünglich aus dem Libanon. Er hat auch noch die dortige Staatsbürgerschaft. Mit dem Ehevertrag könnte ich legal ohne meine Vormundin Papiere vom libanesichen Konsulat für mich und das Kind erhalten. Bevor mir das Kind also tatsächlich weggenommen wird, würde ich mit meinem Freund in den Libanon fahren und entweder das Kind dort zu Verwandten zur Pflege geben oder eine Weile dort Hausfrau mit meinem Freund spielen. Das hat halt beides riesige Nachteile, entweder werde ich eine Weile von meinem Kind getrennt, oder ich muss die Schule schmeißen, daher suche ich noch Alternativen.



Oder könntest du die nächste Zeit bei irgendeiner anderen Person aus deinem Umfeld wohnen, gegen die das Jugendamt nichts einzuwenden hätte? Großeltern, Onkel, Tante, Patentante, Eltern einer Freundin etc.? Und falls nicht... vielleicht gibt es offizielle Pflegeeltern, die einen Teenager mit Kind aufnehmen würden? Frag doch mal beim Jugendamt nach.
Das ist eine tolle Idee, danke. Wie gesagt, von der Seite meiner Familie ist keine Unterstützung zu erwarten aber die Eltern von Freundinnen oder Pflegeeltern habe ich tatsächlich noch nicht in Erwägung gezogen. Darüber werde ich mit dem Jugendamt reden. Danke.
 
Naja ok. Wir haben nach einigem rumtelefonieren eine Moschee gefunden, die das nicht so ganz genau nimmt, bei der würden wir und demnächst religiös trauen lassen. Mein Freund ist hier geborener Deutscher, aber seine Familie kommt ursprünglich aus dem Libanon. Er hat auch noch die dortige Staatsbürgerschaft. Mit dem Ehevertrag könnte ich legal ohne meine Vormundin Papiere vom libanesichen Konsulat für mich und das Kind erhalten. Bevor mir das Kind also tatsächlich weggenommen wird, würde ich mit meinem Freund in den Libanon fahren und entweder das Kind dort zu Verwandten zur Pflege geben oder eine Weile dort Hausfrau

Wenn ihr beginnt, diesen unsinnigen Plan in die Tat umzusetzen, garantiere ich dir, dass du dein Baby los sein wirst. Eine nur in der Moschee geschlossene Ehe hat vor dem deutschen Gesetz keinen Bestand. Du wirst als minderjaehrige Deutsche samt Baby das Flugzeug in den Libanon nicht besteigen.

Du bist also eher bereit, dein Baby in einem fremden Land, einer voellig fremden Kultur einer fremden Person sein Baby anzuvertrauen. Bist du dir darueber im Klaren, dass du als Frau im Libanon keinerlei Verfuegungsrechte mehr ueber das Kind haben wirst , nur der Vater das Recht hat zu bestimmen, ob das Kind wieder ausreisen darf und was sonst mit dem Kind passiert?
 
Und genau deshalb wollte ich das nicht so genau schreiben. Ich sitze jetzt seit Wochen an diesem Plan und habe mich ewig durch deutsche und libanesische Gesetze durchgelesen. Glaubt mir einfach, er ist so legal und würde funktionieren.
Trotzdem sehe ich auch die Nachteile. Und jetzt, wo ich nicht mehr in Panik bin, weil ich weiß, dass ich immer noch einen Ausweg habe, suche ich noch nach weniger abgedrehten Möglichkeiten, das Heim zu vermeiden und trotzdem das Kind zu behalten.
 
Ein Land, fuer das vom Auswaertigen Amt Reisewarnungen ausgesprochen werden, das in vielen Teilen des Landes so unsicher ist, dass man um sein Leben fuerchten muss, ein Land, in dem die schlechte medizinische Versorgung fuer ein Baby lebensbedrohlich sein kann......dieses Land siehst du als Ausweg fuer eine gute Zukunft?

Dein Plan hat zu viele Unbekannte. Er wird scheitern, schon allein wegen der Tatsache, dass du minderjaehrig bist und das Jugendamt bereits ein Auge auf eure familiaeren Verhaeltnisse geworfen hat.

Versuch doch das beste -auch fuer dich -aus der Situation zu machen. Du gehst noch zur Schule und willst alles hinwerfen? Du gehst auf`s Gymnasium, lernst also gut. Mach die Schule mit der Hilfe, die dir angeboten wird, zuende, dann hast du fuer dich und dein Baby eine gute Zukunftsperspektive aufbauen und musst dich nicht auf eine voellig ungewisse, gefaehrliche Zukunft in einem unbekannten Land einlassen.
 
Ganz ehrlich wer so unvernünftig ist und sich und sein Kind freiwillig in Gefahr begibt verdient es das ihm das kind weg genommen wird. Du hast immer noch nicht kapiert das du als Mutter eine Verantwortung trägst und in den Libanon zu reisen ist alles andere als Verantworungsvoll.
 
Naja ok. Wir haben nach einigem rumtelefonieren eine Moschee gefunden, die das nicht so ganz genau nimmt, bei der würden wir und demnächst religiös trauen lassen. Mein Freund ist hier geborener Deutscher, aber seine Familie kommt ursprünglich aus dem Libanon. Er hat auch noch die dortige Staatsbürgerschaft. Mit dem Ehevertrag könnte ich legal ohne meine Vormundin Papiere vom libanesichen Konsulat für mich und das Kind erhalten. Bevor mir das Kind also tatsächlich weggenommen wird, würde ich mit meinem Freund in den Libanon fahren und entweder das Kind dort zu Verwandten zur Pflege geben oder eine Weile dort Hausfrau mit meinem Freund spielen. Das hat halt beides riesige Nachteile, entweder werde ich eine Weile von meinem Kind getrennt, oder ich muss die Schule schmeißen, daher suche ich noch Alternativen.
Ich hoffe mal, dass du am Ende nicht genau diese zwei Alternativen hast - Libanon oder Mutter-Kind-Heim. Denn so empfehlenswert kommt mir dein Plan B auch nicht gerade vor...

Aber auf der anderen Seite finde ich es ziemlich beeindruckend, was du für einen Willen und eine Power hast. Du scheinst außerdem ziemlich clever zu sein, und du bist entschlossen, deinen Schulabschluss zu machen. Das sind doch eigentlich gute Voraussetzungen dafür, dir Unterstützung suchen und einen realistischen Plan C entwerfen und umsetzen zu können...

Wie gesagt, von der Seite meiner Familie ist keine Unterstützung zu erwarten aber die Eltern von Freundinnen oder Pflegeeltern habe ich tatsächlich noch nicht in Erwägung gezogen. Darüber werde ich mit dem Jugendamt reden. Danke.
Sei da ruhig kreativ und scheu dich nicht, auch Leute anzusprechen, die du vielleicht (noch) gar nicht so gut kennst, sondern die dir einfach nur sympathisch sind und von denen du denkst, dass sie dir vielleicht irgendwie weiterhelfen könnten. Vielleicht kommst du ja mit einer Lehrerin oder einem Lehrer von dir besonders gut aus? Mit einem Sozialarbeiter, mit dem du schon zu tun hattest? Arzt, Psychologe, Erzieher? Jemand aus dem Jugendzentrum, Sportverein etc.? Pfarrer oder kirchliche Einrichtungen wie Diakonie oder Caritas könnten evtl. auch gute Ansprechpartner sein. Ich halte es nicht für unrealistisch, dass du auf diese Weise jemand findest, bei dem du wohnen und von dem du auch die notwendige Hilfe bei der Betreuung deines Kindes erhalten kannst.

Wichtig ist, dass du dabei keinen sturen und unreifen Eindruck machst... sondern diplomatisch vorgehst und immer zeigst, dass du vernünftig und verantwortungsvoll bist, dass man dir zutrauen kann, dich auch mit nicht allzu viel Überwachung und Reglementierung zuverlässig um dein Baby kümmern zu können, und dass es dir bei alldem immer um eine gute Zukunft für dich und dein Kind geht!
 
Was wäre denn so schlimm am Mutter-Kind-Heim? Du sollst dort doch nicht bleiben, bis das Kind selber volljährig ist...

Das Jugendamt will nur, dass es dir und dem Kind gut geht. Es befürchtet, dass du das Kind alleine nicht versorgen kannst und hält auch die Familie deines Freundes nicht für das richtige Umfeld. Das Kind sofort wegnehmen wollen sie aber eigentlich auch nicht. Deshalb hätte das Jugendamt gerne, dass du vorerst in ein solches Heim ziehst. Dort können sich die Sozialarbeiter davon vergewissern, dass du die Sache wirklich im Griff hast und dir ggf. noch wichtige Dinge beibringen. Je stärker sie davon überzeugt sind, dass du auch alleine zurecht kommst, desto lockerer werden auch die Regeln.

Wenn du dich einigermaßen an diese Regeln hälst, bekommst du immer mehr Freiraum. Solange du mit deinem Freund noch zusammen bist und er auch kein rechtlicher Problemfall (z.B. Gewalt) ist, wird er dich bestimmt auch unter der Woche besuchen dürfen. Das wird von Seiten des Jugendamts sogar so gewollt sein. Denn das Ziel bleibt nach wie vor, dass du am Ende auch wieder ausziehst, gerne auch mit dem Kindsvater zusammen.

Im weiteren Verlauf würde das dann so aussehen, dass du zunächst im Heim deine eigene Wohnung bekommst und - wenn das gut läuft - anschließend (ggf. mit dem Freund) in eine komplett eigene ziehst. Anfangs noch mit Familienhilfe, dann kommt das Jugendamt immer seltener vorbei und irgendwann lassen sie dich ganz in Ruhe.

Wenn du dir im Heim jedoch gut helfen lässt und schnell lernst, was dein Kind alles brauchst, ist es gut möglich, dass sie dich mit Erreichen der Volljährigkeit oder des Schulabschlusses in eine eigene Wohnung lassen.

Ansonsten finde ich die Idee, dass du bei Freunden um Mithilfe beim Kind fragst nicht schlecht. Vielleicht gestattet das Jugendamt es, dass du bei deiner Mutter wohnen bleibst, wenn befreundete Mütter sich bereit erklären, sich um das Kind zu kümmern, wenn du in der Schule bist. Oder dass eine Vertrauenslehrerin hilft, dass du es sogar mit zur Schule nehmen kannst.

In den Libanon würde ich es aber auf keinen Fall bringen. Das Flugzeug wirst du als Minderjährige ohne Einverständnis deines Sorgeberechtigten (in dem Fall also wieder das Jugendamt) eh nicht besteigen dürfen. Und in ein Schlauchboot wie viele Flüchtlinge wirst du dich hoffentlich auch nicht setzen wollen.
 
Erstmal danke an alle! Es kamen schon ein paar gute Anregungen, die ich auch machen werde. 🙂

(und wirklich Heim ist keine Option. Der "Notfallplan" ist auch schon lange fertig gedacht, ich brauche niemand, der den auf Fehler durchsucht, die habe ich schon gefunden😉)
 
Du hast echt einen Knall, Mädel. Libanon... ich fass es nicht *Kopf schüttel* Du ziehst es lieber vor, in eine Krisenregion abzuhauen anstatt ins Mutter-Kind-Heim zu gehen?
Ich kann nur hoffen, dass du mit diesen Schwachsinn nicht durchkommst...
 

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