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Noch keine 30, aber schon genug vom Leben

Waldgeist91

Mitglied
Ich bin jetzt 27 und hatte wirklich schöne Jahre, aber irgendwie reicht es mir langsam. Das Problem ist, dass ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, was da noch kommen soll.

Ich stelle es mir so vor:
Ich suche mir eine Arbeit, die mir vielleicht sogar etwas Spaß macht. Am Abend kehre ich in eine Wohnung zurück, in der mich niemand erwartet. Vielleicht besuche ich am Wochenende mal meine Eltern, meine Schwester und meinen Opa. Ansonsten wird da wohl nicht so viel passieren.
Wenn ich daran denke, wie viele Jahre möglicherweise noch vor mir liegen, bekomme ich Angst.

Vielleicht denkt sich ja einer: "Möglicherweise findest du ja schon bald deine große Liebe."
Nein, das wird nicht passieren. Warum sollte sich eine Frau mit mir abgeben wollen? Außerdem weiß ich noch nicht mal selbst, ob ich überhaupt jemanden richtig lieben kann.

Der Tod erscheint mir gar nicht mehr so furchtbar. Eigentlich finde ich den Gedanken daran, nichts mehr tun und fühlen zu müssen ziemlich tröstlich.

LG
Waldgeist91
 
Mit 27 gibt man noch nicht auf. 10 Jahre später und an der Situation hat sich nichts geändert, kann man da schon eher drüber nachdenken. 😉
 
Was für Antworten erwartest du dir vom diesem Forum? Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass du den Thread erstellt hast.

Mit 27 Jahren hast du noch viel vor dir, glaub mir 🙂

Was machst du denn aktuell den ganzen Tag so?
 
Hallo LonelyZocka,

Was ich für Antworten erwarte?
Ich weiß es nicht genau. Vielleicht kennt jemand ja diese Gefühle.

Du fragst, was ich den ganzen Tag so mache.
Okay, also: Ich lese sehr gerne, schreibe Geschichten. spiele Videospiele. Am Nachmittag gehe ich raus - ein bisschen spazieren. So viel zu tun habe ich im Moment nicht. Vor einigen Wochen habe ich meine Bachelorarbeit eingereicht und warte jetzt auf das Ergebnis. Was ich mal beruflich machen will, weiß ich noch nicht so recht, aber dafür habe ich ja jetzt einen Beratungstermin.

Leider habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass das Leben an mir vorbeiläuft. Mit anderen Menschen kann ich irgendwie nicht viel anfangen, weshalb ich auch nicht glaube, dass ich mich mal verlieben werde.

LG
Waldgeist91
 
Habe mich jetzt extra registriert um hier zu antworten.

Ich bin über die 30. Überweg. Habe für mich alles erlebt was ich erleben wollte. Habe mich vor Jahren von meinem Umfeld getrennt und das freiwillig und lebe seit dem in der Anonymität einer Großstadt und wüsste nicht was ich nun bis zu meinem naturgemäßen ableben nun noch so anstellen soll. Hier und da mal eine Frau der Triebe wegen aber selbst mit diesen Geschöpfen kann ich nicht das meiste anfangen. Es ist immer das selbe Programm, immer die selben Gesprächsthemen, selben Aktivitäten. Ersetze Person a mit Person b und es kommt wieder das selbe bei heraus.

Irgendwie erscheint mir das alles als sinnlos. Geht das noch wem so?

Was soll man nun bis zu seinem ableben noch so anstellen? Im Endeffekt mo-freitags arbeiten, essen, schlafen und gelegentlich irgendwelche bespassung in welcher Form auch immer?

Oder kapier ich das „Leben leben“ einfach nur nicht? Worum geht es da eigentlich?
 
Ich kenne diese Gefühle.

Aber so lange man kein traumatisierter und im Umgang mit anderen stark beeinträchtigter Sozialphobier ist, gibt es doch immer Hoffnung.

Eltern und Verwandte, die einem Rückhalt geben, sind sehr viel wert. Auch wenn einem das gar nicht so bewusst ist, weil es selbstverständlich ist.

Ich tippe auch mal auf einen schönen und erfüllenden Beruf? Auch sehr viel wert. Vielleicht ergibt sch darüber mal was mit einer Traumfrau.
 
Hallo Waldgeist,

geht mir seit meinem 27. Geburtstag ähnlich wie dir. Dazu kommt noch die Angst vorm alt werden.
Ich frage mich auch ganz oft, was ich noch erwarten kann, ob da noch was kommt. Wenn ich ganz negativ eingestellt bin, denke ich, dass die besten Jahre eh hinter mir liegen und ich nur noch vor mich hinvegetieren kann.

Unsere Hobbys sind sehr ähnlich. Was spielst du denn so?
Und was für Geschichten schreibst du? Ich persönlich schreibe Kurzgeschichten, hauptsächlich im Bereich Horror angesiedelt 🙂
 
Wie du siehst, bist du mit so etwas nicht allein.

Ich stell mich mal dazu: Geht mir immer mal wieder ähnlich, solche Depressive Phasen kenne ich gut. Sind zum Glück bisher nur Phasen.
 
Ich bin jetzt 27 und hatte wirklich schöne Jahre, aber irgendwie reicht es mir langsam. Das Problem ist, dass ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, was da noch kommen soll.

Diese Gedanken habe ich Morgens oft: Was soll der Tag denn bringen?
Also vor die Tür (ggfs. zur Arbeit) und überraschen lassen....
Dann hellt sich die Perspektive fast immer auf.
 

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