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Die weltbewegende Musik stirbt

AW: Die Musik stirbt

Nennt mir doch mal irgendeinen aktuellen, jungen Musiker, der die Welt berührt? (Nicht Dich, sondern ganz, ganz viele Menschen auf der Welt)

Wer gerade die Welt bewegt, lässt sich eigentlich immer ganz gut an den Super Bowl halftime shows bemessen.

2018: Justin Timberlake
2017: Lady Gaga
2016: Coldplay
2015: Katy Perry, Lenny Kravitz
2014: Red Hot Chili Peppers, Bruno Mars
2013: Beyoncé
2012: Madonna
2011: Black Eyed Peas
2010: The Who
 
AW: Die Musik stirbt

Wer gerade die Welt bewegt, lässt sich eigentlich immer ganz gut an den Super Bowl halftime shows bemessen.

2018: Justin Timberlake
2017: Lady Gaga
2016: Coldplay
2015: Katy Perry, Lenny Kravitz
2014: Red Hot Chili Peppers, Bruno Mars
2013: Beyoncé
2012: Madonna
2011: Black Eyed Peas
2010: The Who

und wer davon ist Neu? ......mal ganz abgesehen davon, dass für mich der Super Bowl kein Kriterium ist 😉
 
AW: Die Musik stirbt

und wer davon ist Neu?
Es sind aktuelle Künstler in den Charts.

......mal ganz abgesehen davon, dass für mich der Super Bowl kein Kriterium ist
Es ging nur darum, aufzuzeigen, wer momentan erfolgreich und weltweit bekannt ist. Das hattest du doch gefragt, oder nicht?


Dazu übrigens noch ein Gedanke:

Es gibt ja eigentlich immer diesen Effekt in der Kunst, dass erst mit zeitlichem Abstand erkannt wird, welche Künstler herausragend waren und welche nicht. Diesen Filter hat die Musik der vorangegangenen Generation bereits durchlaufen, dadurch haben wir nur die besten und bekanntesten Musiker in Erinnerung. An den ganzen talentlosen Müll, der damals ebenso erfolgreich produziert wurde wie heute, erinnert sich hingegen niemand mehr.

Diese Trennung von Spreu und Weizen steht für die aktuelle Musik noch aus. Dafür haben wir momentan noch nicht den nötigen Abstand, und wahrscheinlich hat man dadurch leicht den Eindruck, dass die Qualität abgenommen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Die Musik stirbt

Es gibt ja eigentlich immer diesen Effekt in der Kunst, dass erst mit zeitlichem Abstand erkannt wird, welche Künstler herausragend waren und welche nicht. Diesen Filter hat die Musik der vorangegangenen Generation bereits durchlaufen, dadurch haben wir nur die besten und bekanntesten Musiker in Erinnerung. An den ganzen talentlosen Müll, der damals ebenso erfolgreich produziert wurde wie heute, erinnert sich hingegen niemand mehr.

Diese Trennung von Spreu und Weizen steht für die aktuelle Musik noch aus. Dafür haben wir momentan noch nicht den nötigen Abstand, und wahrscheinlich hat man dadurch leicht den Eindruck, dass die Qualität abgenommen hat.

Kann ich nur so unterschreiben. Nirvana hat damals einfach den Grunge geprägt. (Wobei man anmerken muss, textlich waren die jetzt aber auch nicht so weltbewegend. Lithium und Moist Vag*na? Die Welt hielt den Atem an vor Ehrfurcht.)

Das waren alles einfach die Vorreiter ihrer Subgenres. Gibts auch heute noch. Natürlich finden die sich nicht so in den Charts. Vorallem wo die Profitmaschinerie immer weiter ihrem Höhepunkt zusteuert.
Bach oder Mozart zum Beispiel. Es gab aber abertausende Klassikinterpreten dessen Namen wir never ever jemals wissen werden. Aber hatten die ihre größte Bekanntheit während ihrer Lebzeit? Die waren innerhalb der "Szene" sehr bekannt, populär, aber den größten Erfolg hatten sie erst viele Jahre nach ihrem Ableben. Findet sich in vielen Kreativschaffendenbereichen. Literatur oder Kunst z.B.

Aber wenn man mal jemandem aus der Klassikzeit, bzw. Renessaince mal vor ein Nirvanakonzert gestellt hätte, dann hätte der auch gesagt "Musik ist gestorben. Das ist ja nur Krach und Lärm, ohne Sinn und Ästhetik."

Wie Seneca schon sagte "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Jede Generation findet die nächste Generation für völligst lausig - damit auch ihre Musik.
 
AW: Die Musik stirbt

.......ist Euch das mal aufgefallen? 🙁

Junge Leute kennen Nirvana, John Lennon oder The Doors nicht. Künstler sind völlig egal, Hauptsache der Song ist cool......mehr zählt nicht.

Gibt es denn heute noch aktuelle neue Musiker, die die Welt umhauen? Neue Musikrichtungen?


Alles nur noch irgendso ein Brei, der nix halbes und nix Ganzes ist.

Das macht mich sehr, sehr traurig 🙁

Das kann man doch überhaupt nicht pauschalisieren.
Es gibt und gab in jeder Generation immer junge Leute, die nur Aktuelles oder nur Chart-Hits kennen
und solche, die auch anderes kennen. Natürlich gibt es auch junge Leute, die Nirvana, Lennon oder andere
kennen.

Wieso sollte der "Künstler" denn wichtig sein, wenn das Lied berührt?
Inwiefern soll dieses eine zu kritisierende Ansicht sein?

Ja, es gibt neue und großartige Künstler und auch neue Musikrichtungen.
Nur findet man dieses nicht (und fand es auch nie!) im Mainstream-Bereich.
Man findet es eher im Indie-Bereich, im Kultur-Bereich und auf kleineren Festivals.
Schau z.B. mal die Sendung "Tracks" auf Arte.

Deine "Kritik" ist für mich so ein typischer "Die Jugend von heute!"-Wischiwaschi, den Leute ab einem bestimmten Alter immer wieder von sich geben und womit sie einer Generation unrecht tun mit ihrer Pauschalisierung.

Das ist so als würde man proklamieren, dass die Kunst gestorben sei, weil sich viele Menschen nur dekorative Wälder und Blumen in die Wohnung hängen. "Kunst ist tot! Die Menschen hängen sich nur abgeschmackte Blumenbilder zum Wohlgefallen an die Wände!".
Joa. Das ist eben Mainstream-Massengeschmack der seinen Zweck erfüllt und den es immer geben wird.
Wer einmal auf Kunstfestivals oder in moderne Ausstellungen geht wird sehen, dass es natürlich auch heute interessante und kritische Künstler gibt.

Übrigens sind Nirvana und John Lennon (The Beatles) aus deinen Beispielen auch nicht wahnsinnig originell.
Nirvana hat im Grunde den Seattle-Stil kopiert und natürlich kursierte Grunge bereits vor Nirvana in Seattle und es gab diverse Bands, die ähnliche Musik machten.
Warum wurde Nirvana groß? Weil man sich dazu entschied Nirvana groß zu vermarkten.
Und The Beatles sind im Grunde die One Direction ihrer Zeit. Mag man nicht hören, aber natürlich handelt es sich hier ja auch um eine gepushte und vermarktete Band, die ablenken sollte. Ja, es gibt (besonders in der Phase, in welcher The Beatles mit Substanzen experimentierten) einige interessante Texte, aber letztendlich haben The Beatles auch nur alles kopiert, was es in sämtlichen Studentenbewegungen und was es in der Jugendkultur gab.
The Beatles sind für mich eine Popband. Popkultur, ja. Als Hamburgerin würde ich ungern ernsthaft etwas gegen sie sagen, aber dennoch: Überbewertet, da eine der ersten ihrer Art.
 
AW: Die Musik stirbt

Schau z.B. mal die Sendung "Tracks" auf Arte.

Genau diese Sendung habe ich geschaut, als ich auf dieses Thema gekommen bin. 😉


Das kann man doch überhaupt nicht pauschalisieren.
Es gibt und gab in jeder Generation immer junge Leute, die nur Aktuelles oder nur Chart-Hits kennen
und solche, die auch anderes kennen. Natürlich gibt es auch junge Leute, die Nirvana, Lennon oder andere
kennen.

Wieso sollte der "Künstler" denn wichtig sein, wenn das Lied berührt?
Inwiefern soll dieses eine zu kritisierende Ansicht sein?

Ja, es gibt neue und großartige Künstler und auch neue Musikrichtungen.
Nur findet man dieses nicht (und fand es auch nie!) im Mainstream-Bereich.
Man findet es eher im Indie-Bereich, im Kultur-Bereich und auf kleineren Festivals.
Schau z.B. mal die Sendung "Tracks" auf Arte.

Deine "Kritik" ist für mich so ein typischer "Die Jugend von heute!"-Wischiwaschi, den Leute ab einem bestimmten Alter immer wieder von sich geben und womit sie einer Generation unrecht tun mit ihrer Pauschalisierung.

Das ist so als würde man proklamieren, dass die Kunst gestorben sei, weil sich viele Menschen nur dekorative Wälder und Blumen in die Wohnung hängen. "Kunst ist tot! Die Menschen hängen sich nur abgeschmackte Blumenbilder zum Wohlgefallen an die Wände!".
Joa. Das ist eben Mainstream-Massengeschmack der seinen Zweck erfüllt und den es immer geben wird.
Wer einmal auf Kunstfestivals oder in moderne Ausstellungen geht wird sehen, dass es natürlich auch heute interessante und kritische Künstler gibt.

Übrigens sind Nirvana und John Lennon (The Beatles) aus deinen Beispielen auch nicht wahnsinnig originell.
Nirvana hat im Grunde den Seattle-Stil kopiert und natürlich kursierte Grunge bereits vor Nirvana in Seattle und es gab diverse Bands, die ähnliche Musik machten.
Warum wurde Nirvana groß? Weil man sich dazu entschied Nirvana groß zu vermarkten.
Und The Beatles sind im Grunde die One Direction ihrer Zeit. Mag man nicht hören, aber natürlich handelt es sich hier ja auch um eine gepushte und vermarktete Band, die ablenken sollte. Ja, es gibt (besonders in der Phase, in welcher The Beatles mit Substanzen experimentierten) einige interessante Texte, aber letztendlich haben The Beatles auch nur alles kopiert, was es in sämtlichen Studentenbewegungen und was es in der Jugendkultur gab.
The Beatles sind für mich eine Popband. Popkultur, ja. Als Hamburgerin würde ich ungern ernsthaft etwas gegen sie sagen, aber dennoch: Überbewertet, da eine der ersten ihrer Art.

Ach Du, ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. So wie Du schreibst, hätte ich mich bis vor kurzem auch noch ausgedrückt. Ich kann Dir nicht mal Unrecht geben, weil Du irgendwie Recht hast...................ABER das ändert trotzdem nix an meiner Aussage: Heute gibt es nicht mehr sowas Großartiges, was so berührt (und sei es Deiner und anderer Meinung noch so erlogen und erstunken).
 
AW: Die Musik stirbt

und wer davon ist Neu? ......mal ganz abgesehen davon, dass für mich der Super Bowl kein Kriterium ist 😉

......die Frage sollte auch lauten - wer davon kann wirklich singen ?

irgendwie immer das gleichte rumgeplärre technisch frisiert - meist hören sich die Songs des gleichen Interpreten sehr ähnlich an, ein paar Noten verändert - ein paar Spielereien mit dem Rhytmus, etwas nackte Haut und schon jault die Fangemeinde mit
 
AW: Die Musik stirbt

Hm. Ich würde nicht sagen, dass die Beatles die One Direction ihrer Zeit waren. One Direction ist ja schon wieder im Sumpfland des Vergessens geraten. Die Beatles konnten ihre Popularität über mehrere Generationen halten und werden es auch noch weiterhin.

Kann da nur sagen, als sie in den 60ern zu Zeiten des Vietnamkriegs ihr Album Revolver rausbrauchten, dann war es nicht nur "Hype". Das war Originalität der vorher so nie da war. Die Beatles waren vorher auch nur eine Coverband wie jede andere, coverten Chuck Berry usw. - aber mit Revolver hatten sie etwas völlig neues rausgebracht, das man auch heute noch nicht wirklich kopieren konnte. Klar war es dann genau das richtige für die Ohren der Proteststudenten, die das rauf und runter hörten. Mit dazu kam dass sie eine Verruchtheit, unnahbares hatten und dennoch hätten sie der beste Freund an der Stammkneipe sein können. Elvis war damals so groß geworden weil er mysteriös war. Beatles weil sie einfach Coolness und Zeitgeist ausstrahlten. Sie waren der Zeitgeist.

Aber ja, sie waren originell, produzierten und schrieben ihre eigene Musik aber machten es auch im Sinne von Profit (3-4 Songs pro Monat. Heute unvorstellbar.). Aber sie machten nur Hits, bzw. Songs die einschlagen werden. Es gab keine Ausreißer. Keine Füllsongs, die eingängig sind und nur die Singles umrahmen sollten. Jeder Song war eine eigene Singleplatte.

Das hat die Beatles halt dann auch so groß gemacht. Der sozialkulturelle Umstand der Vietnamzeit, ihre Arbeitsmoral, ihr Imageauftritt. Wirds so vermutlich nie wieder geben. One Direction war das aber nicht. Das war schon mehr.

Der Beatleshype ist aber auch schon lange vorbei und da kommt keiner mehr so richtig ran. Das gabs aber auch davor nie in dem Ausmaß. Da haben einfach so viele Sachen gleichzeitig zusammengepasst und am Ende gilt "Du hättest dabei sein müssen." - War ja aber auch nicht dabei und kann mich da nur auf Erzählungen anderer stützen.
 
AW: Die Musik stirbt

Dem ganzen aktuellen Geblärre aus den Charts fehlt einfach die Seele. Dieser Ohren Krebs ist wie essen bei Burger King.

Musik für die Masse halt, oberflächliche Einheitsmenschen.
 
AW: Die Musik stirbt

Ach Du, ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. So wie Du schreibst, hätte ich mich bis vor kurzem auch noch ausgedrückt. Ich kann Dir nicht mal Unrecht geben, weil Du irgendwie Recht hast...................ABER das ändert trotzdem nix an meiner Aussage: Heute gibt es nicht mehr sowas Großartiges, was so berührt (und sei es Deiner und anderer Meinung noch so erlogen und erstunken).

Meinst du, dass es keinen Musik-Künstler mehr gibt, der eine Jugendkultur prägt?
Meinst du das?

Du schreibst: "sei es noch so erlogen und erstunken" d.h. vermarktete und gepushte Stars, welche Jugendbewegungen nur kopieren zählen für dich mit dazu.

Nun, das kann ich dir erklären: Früher hatten Jugendliche noch nicht so viel, womit sie sich identifizieren konnten. Es gab nicht so viele Subkulturen und Jugendgruppen. Höchstens spaltete es sich auf in "angepasste Popper/Schlagerfans" und rebellierende Rocker, vielleicht noch Hippies/Studentenbewegungen.
In den 80ern gab es noch Michael Jackson und Madonna, die 90er hatten noch Nirvana und Techno.
Und was passierte dann?

Kann ich dir sagen, was dann passierte: Internet. Und es gab eben allgemein nicht mehr den Bedarf sich allein aufgrund einer Musikrichtung abzugrenzen, zu organisieren oder zu rebellieren.

Heute gibt es so vieles, das nicht mit Musik zu tun hat, aber das man trotzdem zur Jugendkultur zählen kann:
Animes/Manga, Serien, Computerspiele/Konsolenspiele, Internet/Soziale Netzwerke, Sport, meinetwegen auch soetwas wie Spirituelles oder Religionen (z.B. bei jungen Muslimen oder jungen Christen, die ihre Gruppen und Freundeskreise dort haben) oder z.B. auch bei mir soetwas wie Veganismus oder oder oder...

Heute gibt es dann noch soetwas wie Youtube-Stars oder eben die verschiedenen sozialen Netzwerke.
Manchmal unterhält man sich mit Gleichaltrigen: Wisst ihr noch, als es noch Myspace gab? Wisst ihr noch, als es noch Studivz/Meinvz gab und da alle waren? Wisst ihr noch ganz, ganz früher: Knuddels? Netlog? AOL-Chats?
Wisst ihr noch früher MSN oder ICQ? etc etc...
Und die heutige Jugend verbringt Zeit auf Snapchat oder Instagram und schreibt auf Whatsapp.

Es hat sich eben alles verlagert. Musik ist nur Untermalung und versetzt in Stimmung und man kann kurzfristig ein bisschen Geld abgreifen, aber Jugendliche sind zu heterogen alsdass man mit einer Band oder einem Künstler die ganz große Masse erreichen könnte.
 

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