AW: Die Musik stirbt
Denn sie wissen nicht was sie tun
Casablanca
Feuerzangenbowle
Vom Winde verweht
1. Hollywood-Massentauglichkeitsfilm
2. Rechter, deutscher Nazi-Propagandafilm
3. Hollywood-Schnulze
Alles drei für die Masse produziert und nicht der Kunst wegen.
Wenn, dann schon Bunuel oder Fritz Lang.
Ich finde es immer wieder witzig, wie Leute ankommen mit: "Warum gibt es nicht mehr richtige, gute Sachen wie..." und dann zählen sie den Massenkram oder Retortenkram ihrer Zeit auf.
In zehn Jahren kommen dann die jungen Leute von heute mit: "Warum gibt es nicht mehr gute Musik wie One Direction oder Justin Bieber?".
Die Leute vergessen, dass es auch in den 50ern, 60ern und davor ebenso geplanten Kram für die Masse gab.
Damals steckte man nur mehr Arbeit rein und die Zeit war weniger schnelllebig, sodass diese Sternchen und Werke eben länger hielten und nicht sofort verheizt worden sind für das schnelle, kurzfristige Geld.
Es gab damals genauso aufgestylte und gecastete Sängerinnen mit ihren Hits. Genauso Bands.
Ich sah einmal eine interessante Dokumentation. Die "Mamas and Papas" z.B. wurden zusammengecastet und sie sollten als Zielgruppe die weniger beliebten, weniger sportlichen Teenager haben, die eher Stubenhocker sind.
Deswegen durften The Mamas and Papas (Kennt man von "California Dreamin'") nicht oft das Haus verlassen als Anweisung, denn sie mussten blass bleiben.
Oder allein das Konstrukt Elvis Presley. Er hat im Grunde die schwarze Kultur Amerikas kopiert. Die Weißen standen schon immer auf die Musik und die Bewegungen der Schwarzen, aber man war zu der Zeit in Amerika eben rassistisch und wollte nicht so gerne schwarze Künstler sehen. Der Hüftschwung von Elvis, die nahezu soulige Art zu singen usw alles geklaut von den Schwarzen. Und man hat einen aufrechten, konservativen Muttersöhnchen-Jungen genommen, der seinem Manager nahezu hörig war und zig Anweisungen bekam.
Soetwas kann man auf zig Stars runterbrechen.
Grundsätzlich waren diese Stars auch alle Mainstream und nie wirklich das, was sie vorgaben zu sein.
Und nie wirklich die "Begründer" von Irgendetwas. Das waren immer Strömungen, die es in gewissen alternativen Szenen schon viel länger gab, aber wenn es erfolgreich in gewissen Szenen ist (Szenen, die Lieschen Müller nicht kennt), dann werden massenkompatible Leute gesucht und es so verändert, dass man es vermarkten kann und die Masse sich die Zähne daran nicht ausbeißt und dann werden diese Leute gepusht und vermarktet.
Die wirklich interessanten Künstler hat man dann eben in Künstler-Szenen, alternativen Szenen, im Studentenleben usw usw gehabt...
Gibt eben die, die sich wirklich für die Kunst als solches interessieren. Die hören dann oft kleinere, unbekanntere Sachen, die dann später kopiert werden von den Großen, von den Amerikanern.
Es ist für die Welt ja sowieso immer nur etwas relevant, wenn die USA es entdeckt. Egal in welchen Ländern es soetwas schon Ewigkeiten gab.
Habe ich in meinem Leben schon mehrfach erlebt
🙂