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Sex vor der Ehe aus biblischer Sicht

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Sowohl das Eine wie das Andere ist ausserhalb des von Gott Gewollten. Scheidung ist nicht Gott gewollt.

Menschen verändern sich. Nur weil man sich vor der Hochzeit super verstanden hat, ist das keine Garantie, dass es nach der Hochzeit immer so bleibt. Dies betrifft auch die Sexualität. Auch diese kann sich verändern. Würden wir jedesmal zur Scheidung raten, weil es jetzt - egal auf welchem Gebiet - nicht mehr passt, erfüllen wir nur die "Philosophie" einer Wegwerfgesellschaft. Und ja, das ist schlimm.

Also hat man dann einfach Pech gehabt?
Sexualität ist ist ein wichtiger Teil der Ehe, der Partnerschaft. Wenn dieser Teil nicht richtig funktioniert, dann ist für Beide frustrierend. Das die Ehe dann schief geht ist schon vorprogrammiert. Soll man dann den Rest seines Lebens unglücklich sein?
 
Ja, da gebe ich Dir Recht. Freiheit zu tun, was man will, ist gegeben. Jedoch würde ich darum bitten zu berücksichtigen:

wenn jeder es hält wie er will, bedeutet das nicht, dass man auch Gottes Einverständnis unterstellen darf. Ich erinnere an das Gebet von Jesus, in dem er sagte: "Nicht mein Wille geschehe, sondern Deiner"

Da nirgends steht , dass Sex vor der Ehe nicht erlaubt ist, kannst Du doch gar nicht wissen, was Gott will. Es gibt ja noch nicht mal eine direkte Textstelle in der Bibel, die das untersagt.
 
Sowohl das Eine wie das Andere ist ausserhalb des von Gott Gewollten. Scheidung ist nicht Gott gewollt.

Menschen verändern sich. Nur weil man sich vor der Hochzeit super verstanden hat, ist das keine Garantie, dass es nach der Hochzeit immer so bleibt. Dies betrifft auch die Sexualität. Auch diese kann sich verändern. Würden wir jedesmal zur Scheidung raten, weil es jetzt - egal auf welchem Gebiet - nicht mehr passt, erfüllen wir nur die "Philosophie" einer Wegwerfgesellschaft. Und ja, das ist schlimm.

Sex ist nicht gottgewollt? Wie pflanzen sich dann Gläubige fort, durch Nasenpopel? 🙄 Sorry, der mußte jetzt sein. Klar, die Kirche sagt, Sex zur Fortpflanzung gut, nur zum Vergnügen böse. Aber die Kirche ist nie Jesus gewesen. Und schon gar nicht der alttestamentarische Gott, die können wir eh streichen.

Und wenn Ehen von Menschen geschlossen werden, nicht von irgendeinem Gott (denn der würde es "unfehlbar" hinkriegen...),
und irren bekanntlich menschlich ist, vor allem wenn Augen und Verstand durch die rosarote Liebes-Brille verkleistert sind (Liebe im Frühstadium entspricht psychisch einer geistigen Unzurechnungsfähigkeit...),
dann ist Scheidung genauso menschlich und natürlich.
Früher gab es deshalb auch längere Wartefristen zwischen Verlobung und Hochzeit, die eingehalten werden mußten, um den reinen Schwärmerei-Effekt und das Rosarote-Brille-Syndrom auszuhebeln und den beiden Partnern Zeit zu geben, noch mal ausgiebig über die Sache nachzudenken, bevor sie den (damals noch) unauslöschlichen bis daß der Tod sie scheidet-Ehebund eingehen...
 
Die Ehe, speziell die Monogamie, ist zudem eine Lebensgemeinschaft, wie sie die Menschen in biblischer Zeit gar nicht kannten. Wir müssen nur mal ins Alte Testament sehen, um zu lesen, dass ein Mann mehrere Frauen hatte und haben durfte. Hier lässt sich also kaum etwas 1🤐 auf die Gegenwart übertragen.

Burbacher
 
Verständlich. Aber die meisten Christen die ich kenne, interessieren sich für ihr Christentum nur an einer Stelle: Wenn es darum geht kirchlich zu heiraten, weil es ja "pompöser" ist. Da ist man mal 2-3 Monate vor der Kirche "christlich" und danach ist der "Quatsch" wieder egal.

Bei denen gibt es kein Tischgebet, Gebete am Abend, etwas karitatives oder sonst was. Also ganz normale egoistische Menschen. Als strenger Christ würde mich mehr stören, wer sich heute alles als "Christ" schimpft, aber gar keiner (wirklich) ist?

Da stimme ich Dir zu. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es für Herrn X schon ausreicht, dem Pfarrer den Kanarienvogel abzukaufen, um sich deshalb Christ zu nennen. Die Bezeichnung Christ ist ja nun wirklich nicht geschützt, anders als Berufsbezeichnungen wie Notar oder Arzt.

Ich leite Christ von Christus ab und nicht von christlicher Kirchenmitgliedschaft. Was mich massiv stört, ist z.B., wenn Theologen auf der Kanzel wischiwaschi predigen, die Zuhörer verbilden anstatt über Grundlagen des christlichen Glaubens zu bilden.

Als Anmerkung: Mich interessieren die Standpunkte hierzu wirklich und ich finde das Thema durchaus interessant. Gerade weil viele immer sagen Deutschland wäre z.B. ein christliches Land, davon habe ich mein ganzes Leben nur kaum bis nie etwas mitbekommen, zumindest wenn man auf die normale Bevölkerung schaut.

Ich denke auch nicht, dass Christsein eine Massenbewegung ist. Auch eine Kirche, über die der Begriff "christlich" steht, denkt und handelt nicht zwangsläufig immer christlich. Dass Aussenstehende verblüfft sind, was sich manchmal in der Kirche abspielt, verwundert mich nicht. Ich kann nur sagen: Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.

Aber um mir ein Urteil zu erlauben, halte ich schon persönliches intensives Beschäftigen mit dem Thema Glauben für erforderlich.
 
Also hat man dann einfach Pech gehabt?
Sexualität ist ist ein wichtiger Teil der Ehe, der Partnerschaft. Wenn dieser Teil nicht richtig funktioniert, dann ist für Beide frustrierend. Das die Ehe dann schief geht ist schon vorprogrammiert. Soll man dann den Rest seines Lebens unglücklich sein?

Klar. Weil Masochismus auch zum Christentum gehört. Spaß am Leiden, am Unglücklich-Sein. Am eigenen (Masochismus) oder an dem von anderen, von denen das eingefordert wird (Sadismus).
Ist so eine richtig typische S/M-Religion. Ralf König, König der schwulen Knollennasen, hat dazu ein paar echt entlarvende Sachen geschrieben. 😀
 
Also hat man dann einfach Pech gehabt?
Sexualität ist ist ein wichtiger Teil der Ehe, der Partnerschaft. Wenn dieser Teil nicht richtig funktioniert, dann ist für Beide frustrierend. Das die Ehe dann schief geht ist schon vorprogrammiert. Soll man dann den Rest seines Lebens unglücklich sein?
Das ist ja wohl das mindeste, oder? 😀

Aber ehrlich: Wir diskutieren hier darüber, was in der Bibel steht oder vielleicht auch nicht und wie man es deuten könnte oder auch nicht: Wie wäre es mal, wenn man konkret darüber diskutieren würde, was das für das LEBEN des jeweiligen Einzelnen bedeuten würde, bzw was es bedeutet.
OK, wir haben inzwischen kapiert, für Nordreiner steht in der Bibel, Sex vor der Ehe ist nicht OK- das war jetzt nicht so schwer zu erraten. Interessant wäre doch eine Diskussion, wie man dann mit dieser Feststellung ganz persönlich umgeht.
Wenn man nun der meinung ist, Sex vor der Ehe ist nicht gut: Was tut man dann, wenn man es doch getan hat? Was tut man, wenn man geschieden ist? Wie geht man damit um, bzw wie geht der einzelne User hier damit um?
DAS wäre mal interessant, anstatt irgendwelche theoretischen Diskussionen zu fahren, die Theologen sowieso viel besser können.
Also Nordreihner: Wie gehst du denn damit um, wenn Du in dieser Hinsicht verfehlungen begangen hast: Ich gehe jetzt einfach mal ganz frech davon aus, dass auch Du es nicht immer zu 100% so geschafft hast, wie Du es eigentlich gerne gewollt hättest. Was hat der ein oder andere Fehler für eine Bedeutung für Dich? Wie sollten andere damit umgehen?

Wie sollte man mit dem Zwiespalt umgehen, dass man ZB auf der einen Seite schon Sex vor der Ehe hatte, aber es eigentlich besser fände, man hätte verzichtet.
Wo genau ziehst Du persönlich die Grenzen? ZB heutzutage: Wäre es für Dich noch OK, wenn ein paar zwar vor der Ehe Sex hatte, dann aber heiratet und niemals mit jemand anderem Sex hatte, als dem späteren Ehepartner?
Was macht ein Mensch, nach einer Scheidung?
Wie soll er Deiner Meinung nach damit umgehen- bzw wie würdest DU damit umgehen.

DAS sind doch die interessanten Fragen die sich auftun, wenn man das Thema aus heutiger Sicht bespricht.

Ich meine: Klar, wenn jemand für sich der Meinung ist: Sex vor der Ehe ist OK, dann tun sich auch keine weiteren Fragen auf, aber wenn jemand das NICHT ok findet, tun sich schon allerlei Folgefragen auf.
 
Warum Sex vor der Ehe früher für die Frauen (die Männer fanden immer irgendwo eine Prostituierte, um "erste Erfahrungen" zu sammeln) tabu war, ist nicht schwer zu erraten: weil natürlich immer die Gefahr bestand, daß sie ein unerwünschtes Kuckuckskind, ob schon geboren oder noch "im Ofen", mit in eine Ehe brachte. Das ging natürlich gar nicht.
Bei haremsbildenden Tieren, etwa Löwen und Gorillas, besteht die erste Amtshandlung eines neuen Paschas darin, den gesamten noch säugenden Nachwuchs seines Vorgängers umzubringen, um selber möglichst schnell zum Schuß kommen zu können, er muß sich ranhalten, weil die Konkurrenz riesig ist und sein Nachfolger genau das gleiche mit seinen Kindern machen wird, sobald er im Konkurrenzkampf unterliegt.
Und da auch für den Menschenmann eher der Harem williger Weibchen als eine traute Nur-Zweisamkeit das Ideal ist (siehe AT, mit den ganzen Haupt- und Nebenfrauen), steckt auch dem Menschen diese Neigung in den Genen, noch von unseren äffischen Vorfahren her. Gab sogar mal eine Untersuchung dazu, daß Stiefkinder ein deutlich höheres Risiko haben, mißhandelt oder getötet zu werden, als leibliche Kinder des jeweiligen Mannes.
Und in biblischen und auch noch in römischen Zeiten war es das Recht eines Mannes, ein Kind, bei dem er an der Vaterschaft Zweifel hatte, als Sklaven zu entsorgen oder sogar umzubringen. Weil zumindest Kleinkinder bis zu einem gewissen Alter keine eigenen Rechte hatten, sondern als reine Sachen betrachtet wurden.
Für die Frau war deshalb das "Mitbringen" eines unehelichen Kindes in eine Ehe völlig witzlos, da es nicht erbberechtigt war und obendrein der Willkür des neuen Ehemannes hilflos ausgeliefert.
 
Letztlich geht es ja darum, ob ein Verbot von Sex vor der Ehe in der Bibel steht oder nicht.

Das tut es nicht.

Insofern kann jetzt der TE alles auslegen, wie er will.

Fakt ist, dass eben nichts darüber drin steht.
 
Klar ist der Akt christlich, aber dadurch doch nicht der Mensch? Das würde ja bedeuten, man dürfte saufen, morden, huren, etc. und wenn man einfach mal eben christlich heiratet ist man ein reiner Christ und war es auch immer?

In meinen Augen ist sowas scheinheilig.

Deswegen interessiert es mich ja, wo so jemand wie Nordrheiner seine Grenzen zieht und sagt "bis hierhin bist du ein Christ und ab da nicht mehr".

Das versuche ich mal kurz zu verdeutlichen.

Zu den Grundlagen meines Lebens zählen Aussagen von Jesus wie z.B. "was nennt ihr mich Herr, Herr.... und tut doch nicht was ich euch sage?" sowie der Begriff der Nachfolge.

Nachfolge:
Bsp.: Joh. 8,12: Wer mir nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben." Der Begriff "nachfolgen" kommt vielleicht 50 mal im NT vor. Dieser Begriff wird von unterschiedlichen Seiten aus beleuchtet. Im einen Fall bedeutet er "sein Kreuz auf sich zu nehmen", dann wieder "liebe Deinen Nächsten wie dich selbst" dann wieder " Liebe Gott mit ganzem Herzen, mit vollem Verstand und mit ganzer Kraft" und dann wieder "wer meine Gebote hält...." und dann wieder wird von Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter genannt. Und damit habe ich ganz sicher nicht alle Aspekte genannt, die zur Nachfolge gehören.

Aber jeder Aspekt führt mich zu der Aussage, die Jesus in seinem Gebet zu Gott machte: "Nicht mein Wille geschehe, sondern Deiner" An dieser Stelle entscheidet sich für mich, ob der Mensch zu Gott gehören möchte, Jesus nachfolgt, oder nicht. (zu diesem Gebet gehört natürlich auch das dazu passende Tun)

Christsein auf die 10 Gebote zu beschränken oder auf "meine" Mitgliedschaft zu einer Kirche zu begründen, halte ich für einen schweren Irrtum. Auch das Herausfiltern nur eines einzigen Aspektes der Nachfolge ist in meinen Augen nicht hilfreich. So sind "Liebe Deinen Nächsten..." und die Aufforderung "sei wie ein barmherziger Samariter" enorm wichtig, aber nur Teilaspekte. Lieb zum Nächsten und barmherzig kann auch ein Nicht-Christ sein. Und manchmal ist ein Nicht-Christ in dieser Disziplin vorbildlicher, als es dieser oder jener Christ ist.

Schuld
Es ist leider eine Realität, dass auch sehr gläubige Christen Schuld auf sich laden. Das gilt auch für mich. Auf keinen Fall würde ich einem Menschen das Christsein absprechen wollen, weil er "jetzt" schuldhaft gehandelt hat. Entscheidend ist, wie er mit dieser Schuld umgeht. Er kann sie leugnen, Ausreden suchen "es ging nicht anders" oder "die anderen machen noch viel schlimmere Sachen" - eben sich so verhalten, wie es jeder Nicht-Christ eben auch tun könnte.
Hier halte ich es für christlich, wenn "ich" mein schuldhaftes Verhalten einsehe und Vergebung suche. Die Vergebung befreit mich nicht zur Wiederholung , sondern zu der Umkehr. Jesus vergab der Ehebrecherin - aber er sagte auch: "Tue das nicht mehr". In diesem Sinne ist Vergebung sowohl "von etwas" als auch "zu etwas": Umkehr! Umkehr ist keine einmalige Entscheidung, sondern ein ständiger Prozess.


Liebe und Freude
Ich weiß nicht, ob ich heute noch Christ wäre, wenn ich nicht durch meinen Glauben ganz stark Liebe und tiefe Freude erlebt hätte und immer und immer wieder erleben würde.

Würde ich einen Christen treffen, der zu mir sagt "so ein Mist. Schon wieder so ein schwere Regel. Wie soll ich das denn schaffen?" dann wüsste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

LG, Nordrheiner
 
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