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Mein Leben auf dem Abstellgleis

Warum nabelst Du Dich nicht endlich von Deiner Mutter ab ?

Du fragst Dich, wo Du falsch abgebogen bist, Du bist in meinen Augen nicht falsch abgebogen, sondern falsch behandelt worden.

Aus der Fehlerziehung , die Du genossen hast resultieren allerdings Muster und denen folgst Du , ohne wirklich zu erkennen, wie sie Dich niederdrücken.

Ich kann Dir nur den Rat geben, Dich wirklich auf die eigenen Füße zu stellen, auch mit 44 ist das möglich.

Mit den Narben aus der Vergangenheit wirst Du leben müssen, aber deshalb die Zukunft zu negieren, ist in meinen Augen der falsche Weg, denn er führt nicht zu einem glücklichen und harmonischen Leben.

Die ganze Systemverbundenheit macht es aber sehr schwer sich abzunabeln.

Sie läßt den Raum, die eigenen Empfindungen falsch zu verstehen.

Der Trott in den der Mensch verfällt bezüglich seines Altags ist ähnlich, wie der gedankliche Trott.

Ein Bekannter, dem es ähnlich ging, der hatte die Idee in die Natur zu gehen , um mit sich sozusagen alleine zu sein, einen klaren Kopf zu bekommen, Back to the Roots sozusagen, 6 Wochen Australien....Tagesablauf ...

Wasser holen, Essen besorgen, Nachtlager bereiten, abschalten, keine Autos , keine Flugzeuge, kein Eletrosmog, er sagt , hätte er vorher gewußt ,wie er funktioniert, also als Mensch, hätte er sich ne Menge Tharapieen sparen können.

Wenn ihn heute die Depression wieder begrüßt, grüßt er zurück und sagt tschüß, an Dir habe ich keinen Bedarf.
Du kannst gehen.
Ich habe keine Zeit, mich um Dich zu kümmern.

Vieles sieht er heute anders. Die Einstellung zum Leben hat sich geändert, das Essen bereien ist etwas wichtiges geworden, das Wasser wird bewußt getrunken, der Kreativität hat es gut getan, der Psyche auch, die Freundin sagt, ein neuer Mensch, nach einem schweren Kampf.

Ich denke hier ist das viel schwieriger , für ihn war es jahrelang nicht möglich , sich abzunabeln aus der gedanklich neuronalen Autobahn der depressiven Niedergedrücktheit , weder mit Medikamenten, noch mit irgendwelchen Therapien. Da war es gar keine Frage, sondern Tagesablauf, man muß Durst haben um Wasser zu schätzen, man muß Hunger, haben um Essenszubereitung zu werten und je weiter die Gedanken vom eigentlchen Überlebenswichtigen Handeln abschweifen um es zu verhindern, desto mehr merkt man dann wie sehr man sich selbst im Weg steht, holt man kein Wasser , hat man keines. Macht man kein Essen , ißt man nicht, das geht maximal 1,5 Tage gut, dann geht man los und beginnt zu leben...so sagt er das heute.

Jetzt tut er nicht anderes und es ist für ihn schwer zu verstehen, warum er das Glück hatte herauszufinden, wo doch die innerliche Verankerung der Vergangenheit sagt, er sei es nicht wert.
Da denkt er heute nicht mehr, die hat woh recht, sondern sagt Hallo und Tschüß . für Dich habe ich grade keine Zeit, denn ich habe etwas besseres zu tun.

Hallo Zebaothling,

das was Du über Deinen Bekannten schreibst, ist ja ein gutes Beispiel dafür, Selbstwirksamkeit zu erfahren - das Gefühl, dass man einen Einfluss auf seine Situation und sein Leben hat. Menschen die zufrieden sind, fühlen sich selbstwirksam, sie haben das Gefühl ihr Leben mitsteuern zu können. In unserer Gesellschaft ist das zunehmend schwer zu erfahren, weil wir in enge Gefüge und Verstrickungen eingebunden, die uns bestimmen.

Ich muss in diesem Zusammenhang an den Begriff erlernte Hilflosigkeit denken. Wenn man wie ich unter einer narzistischen Mutter aufgewachsen ist, hat man kein stabiles und gesundes Selbstbild, kein Selbstwertgefühl, weil man nicht gespiegelt, sondern manipuliert und emotional missbraucht wurde. Erlernte Hilflosigkeit ist das Gefühl, sowieso nichts an der Situation ändern zu können, weil man glaubt hilflos zu sein. Ein Bild dafür ist der Elefant im Zirkus, der an einen kleinen Pflock angebunden ist, und man fragt sich, warum er sich nicht losreisst - der Pflock ist so klein, er könnte ihn mühelos aus der ERde ziehen. Die Antwort ist: Der Elefant wurde bereits als Baby angefpflockt und hat gelernt, dass er den Pflock nicht aus der Erde ziehen KANN. Er weiss nicht dass er sich verändert hat und es jetzt mühelos schaffen könnte.Was ich gerade mache, ist gegen die Hilflosigkeit anzukämpfen. Das Abnabeln fällt nicht leicht, ich mag meinen Vater zb sehr, auch wenn er nicht so ganz versteht was da alles vor sich geht. Und dann ist es natürlich auch schwer, weil ich auch gute Situationen mit seiner Mutter hatte und ich mir oft selbst nicht glaube, dass sie wirklich auch all das Schlimme gemacht haben kann. Ich denke dann: " Das kann nicht sein. Du irrst Dich. Du bist falsch". Auch ein wesentlicher Punkt wenn man so aufgewachsen ist: man traut seinen Gefühlen nicht. Man denkt immer eher, man selbst sei falsch, als dass jemand anderes falsch ist.
 
Halo Nordrheiner,

ich glaube ich weiss ungefähr worauf Du hinaus willst, aber es ist mir alles etwas sehr verkopft. 😉

Zur Sinnhaftigkeit des Lebens: all das Schlimme was ich erlebt habe, ordne ich nicht in sinnvoll oder sinnlos ein - sondern es ist einfach passiert. Das Leben ist Chaos. Die Umstände haben mich geformt, ob ich das wollte oder nicht und ob ich das sinnvoll finde oder nicht. Es geht jetzt einfach darum, mit den Karten, die mir ausgeteilt wurden, zu spielen, denn andere bekomme ich nicht mehr.

Dieser Teil passt aus meiner Sicht gut zu

Das Leiden ist eher ein Zeichen dafür, dass man wider seiner wahren Natur lebt, dh dass man seine Natur und die Natur der Umstände um einen herum nicht erkennt. Na, auch wieder ein weites Feld.

Es ist also aus meiner Sicht der falsche Ansatz, z.B. all das Schlimme in sinnvoll und sinnlos einzuordnen.
Da fühle ich mich missverstanden.

Im zweiten Absatz steht ein aus meiner Sicht wichtiges Verb: Erkennen

Deine Situation, Dein Befinden, so möchte ich es ausdrücken, ist derzeit mehr von Nicht-Erkennen geprägt.
Dass Du erkannt hast, was Deine Mutter alles falsch machte und wie böse sie war, ist schon gut und wichtig. Es reicht nur nicht. Noch nicht genügend Erkenntnis.
 
Hallo Vienna

Es ist als Außenstehender, der selbst das noch nicht erlebt hat, sehr schwer hinein zu versetzen. Deine innere Leere lässt sich mit Gelähmt sicher gut beschreiben. Man fühlt sich nicht wahrgenommen und geschätzt. Das ist meine Erfahrung mit der Erkrankung damals. Ich würde Lügen würde ich sagen das wird schon von alleine wieder werden.
In deinem Falle hat es sicher nicht nur die Traumatischen Erfahrungen dazu geführt das dein Körper und Geist am Limit fährt oder?.
Ich bin dankbar das es solche Foren gibt wo du ehrlich und Offen sein kannst, und dafür danke ich/wir dir. In deiner Situation so Offen mit Fremden dadrüber zu reden, ist einer der wichtigen schritte auch um sich Verstanden zu fühlen.
Kurz zu mir, weil du auch so offen damit umgehst, habe mehrmals vor dem Sozialen und Psychischen aus gestanden. Durch schwere Unfälle und Erkrankungen.Von Querschnittsgelähmt bis Diagnose Krebs alles dabei.
Eine schwere Depression durch zu stehen ist nicht leicht aber es geht. Du bist ganz sicher ein Liebenswerter Mensch, ein Mensch mit vielen Geschichten, Viele Bilder die dein Leben Geschrieben haben bis her. Sich frei zu machen von Leistungserwartungen anderer und Gesellschaft ist denke ein guter Anfang, um deine Geschichte weiter zu schreiben, dein Leben auf neue Leitwände zu bringen. Meine Therapeutin war sehr sehr gut, weswegen ich mut gefunden habe auch anderen zu helfen.
 
Das mit der erlernten Hilflosigkeit ist, denke ich, der springende Punkt, eben genau das war ja auch der Ansatz, weshalb der Therapeut meinem Bekannten das geraten hat.

Größtenteils hat er die Reise selbstfinanziert, in der letzten Woche war es ihm möglich, auf der Farm mitzuarbeiten, was die Reisekosten etwas minimierte.

Ich denke mir grade mal ganz frei raus , dem Elefanten geht es besser, wenn er an dem Pflock bleibt, denn sonst wird er wahrscheinlich erschossen.
Wie weit der das zu begreifen in der Lage ist, kann und will ich nicht beurteilen.

Denn hier geht es ja um Dich, das Du Dich mit der Situation schon weitestgeend auseinandergesetzt hast, zeigt Deine Sichtweise, die Erkenntnis ist auch eher gut, als behindernd, doch die Erkenntnis beeinflußt nicht immer die Gefühle, die mal als Handlungsmotivatoren bewußt einsetzen kann, besonders dann nicht, wenn man sich emotional in Frage stellt.

Sich aber emotional in Frage zu stellen , ist meines Erachtens ein frundlegender Faktor , der durch die Falschbehandlung zu Stande kommt, Dir Sicherheit in Form von Selbstsicherheit zu vermitteln, wäre kotrapruduktiv gewesen, weil das möchte kein Narzisst.
Der zieht lieber an den Fäden selbst, damit die Marionetten tanzen.

Was ich Dir sagen möchte ist, soöange Du versuchst, an Deinen eigenen Fäden zu ziehen, bleibst Du aber eine Marionette.Auch, wenn Du sie noch so gut zu bewegen in der Lage bist.

Erst wenn Dir klar ist, das Du ein freier Mensch bist, der sich gedankenlos alle die Fäden oder sind es Fallstricke, abschneiden kann, hast Du Dich abgenabelt, ich weiß ist so ein krasses absolutes Beispiel, den Faden zu Deinem Vater möchtest Du garnicht abschneiden und den Faden zu den guten Erlebnissen mit der Mutter ebenfalls nicht, warum auch , sind ja gute Fäden, sagst Du Dir .

Hm dann bist Du also damit zufrieden, daß die guten Fäden da sind, bist fast sogar glücklich darüber , weil Du es als Angriff betrachten würdest, schnitte die einer ab , wie als wenn Dir einer das bißchen Halt im Leben noch nähme ? So wie der Elefant sich über den Pflock freut, den Halt in seinem Leben ?

Na vielleicht äußert der Elefant das Ertragen seiner Situation dadurch, das er gestört einen Schritt nach vorne macht und einen wieder zurück, dabei mit dem Kopf hin und her wackelt und ziemlich traurige Augen macht.

Beim Menschen ist es vielleicht ähnlich, der findet seinen Halt dann in der Hilfslosigkeit.Gut er wird dann auch depressiv und bildet Muster aus , aber was ist, wenn ihm das klar wird, wenn er genug Erkenntnis dafür hat , daß ihm das klar wird ?

Ergibt er sich dann seinem " Schicksal" oder nabelt er sich ganz aktiv und ganz bewußt ab, weil ihn das Abenteuer endlich frei zu sein, doch so neugierig macht, wie das Fernweh das verhindert, daß einer am Ort bleibt, der sich zu mehr berufen sieht ?

Was denkst Du dazu ?
 
Sich aber emotional in Frage zu stellen , ist meines Erachtens ein frundlegender Faktor , der durch die Falschbehandlung zu Stande kommt, Dir Sicherheit in Form von Selbstsicherheit zu vermitteln, wäre kotrapruduktiv gewesen, weil das möchte kein Narzisst.
Der zieht lieber an den Fäden selbst, damit die Marionetten tanzen.

Was ich Dir sagen möchte ist, soöange Du versuchst, an Deinen eigenen Fäden zu ziehen, bleibst Du aber eine Marionette.Auch, wenn Du sie noch so gut zu bewegen in der Lage bist.

Erst wenn Dir klar ist, das Du ein freier Mensch bist, der sich gedankenlos alle die Fäden oder sind es Fallstricke, abschneiden kann, hast Du Dich abgenabelt, ich weiß ist so ein krasses absolutes Beispiel, den Faden zu Deinem Vater möchtest Du garnicht abschneiden und den Faden zu den guten Erlebnissen mit der Mutter ebenfalls nicht, warum auch , sind ja gute Fäden, sagst Du Dir .

Hm dann bist Du also damit zufrieden, daß die guten Fäden da sind, bist fast sogar glücklich darüber , weil Du es als Angriff betrachten würdest, schnitte die einer ab , wie als wenn Dir einer das bißchen Halt im Leben noch nähme ? So wie der Elefant sich über den Pflock freut, den Halt in seinem Leben ?
...

Ergibt er sich dann seinem " Schicksal" oder nabelt er sich ganz aktiv und ganz bewußt ab, weil ihn das Abenteuer endlich frei zu sein, doch so neugierig macht, wie das Fernweh das verhindert, daß einer am Ort bleibt, der sich zu mehr berufen sieht ?

Was denkst Du dazu ?

Liebes Zebaothling,

danke, da waren sehr kluge Gedanken drin.
Zum einen: Ja, ich ertappe mich dabei nach den guten Erinnerungen zu suchen, denn nichts wäre mir lieber, als dass ich mich irre und dass ich eigentlich falsch bin und nicht meine Mutter. Das ist ganz schön krank, oder? Aber spricht Bände. Sich von seinen Eltern abzunabeln wenn man Jahrzehnte unter deren Fuchtel gestanden hat hat etwas sehr Traumatisches. Normale Menschen lösen sich normal von ihren Eltern, und nicht auf so traumatische Weise. Ich fühle mich gerade so, als hätte ich gar keine Eltern mehr, oder als wären es Schauspieler, die sich nicht mehr für mich interessieren als für irgendeinen Bekannten ( Das soll jetzt nicht selbstmitleidig klingen, ich frage mich das wirklich). Da der Bruch erst 4 Wochen her ist, habe ich auch noch nix verarbeitet, sondern wundere mich nur, dass die Welt noch nicht untergegangen ist.

Der Elefant ist noch unentschlossen. Freiheit ist ziemlich beängstigend. Naja, da wir schon mal Nietzsche gestreift haben: Der würde sagen: "Angst ist nichts weiter als der Schwindel angesichts der unbegrenzten Möglichkeiten der Freiheit." - hat offensichtlich niemals meine Mutter kennengelernt 😉 Ich versuche mir aber auch zeit zu geben um das zu verarbeiten, es ist ja noch nicht so lange her, dauert vielleicht einfach etwas bis der Elefant sich entschieden was er tun will.

Ich denke auch: irgendwie ist es jetzt auch befreiend. ich muss gerade gar nix mehr. Wenn ich das Spiel meiner Mutter nicht mehr mitspielen will, steige ich da jetzt einfach aus. Das Schlimmste hat sie mir schon angetan, was soll sie machen? Ich bin ihr einziges Kind, ausser mir besucht sie dann später niemand im Altenheim. Und beruflich: Wenn sich niemand für meine Arbeit interessiert, brauche ich auch nicht mehr zu versuchen zu gefallen, dann kann ich auch machen was ich will. ( letzteres ist natürlich nicht so ganz richtig, zb bekommt man keine Gelder, wenn die Arbeiten nicht gefallen. Aber als theoretischen Ansatz nicht schlecht 😉

Danke Dir auf jeden Fall für die kluge Einsicht. Sehr clever auch der Absatz, dass es für einen Narzisten kontraproduktiv wäre, dem anderen Selbstbewusstsein zu vermitteln. So einfach kann es sein.

Viele liebe Grüße,
Vienna
 
Deine Situation, Dein Befinden, so möchte ich es ausdrücken, ist derzeit mehr von Nicht-Erkennen geprägt.
Dass Du erkannt hast, was Deine Mutter alles falsch machte und wie böse sie war, ist schon gut und wichtig. Es reicht nur nicht. Noch nicht genügend Erkenntnis.

Lieber Nordrheiner,

diese Aussage finde ich ziemlich vermessen. Du kennst mich nicht und hast keine Ahnung davon wieviel Erkenntnis ich bereits erlangt habe. Wie Zebaothling so schön schreibt: " die Erkenntnis beeinflußt nicht immer die Gefühle, die mal als Handlungsmotivatoren bewußt einsetzen kann, besonders dann nicht, wenn man sich emotional in Frage stellt." Oder um es anders zu sagen: Verstehen ist (noch) nicht fühlen und fühlen ist (noch) nicht handeln.

Viele Grüße,
Vienna
 
AW: Hallo Vienna

Es ist als Außenstehender, der selbst das noch nicht erlebt hat, sehr schwer hinein zu versetzen. Deine innere Leere lässt sich mit Gelähmt sicher gut beschreiben. Man fühlt sich nicht wahrgenommen und geschätzt. Das ist meine Erfahrung mit der Erkrankung damals. Ich würde Lügen würde ich sagen das wird schon von alleine wieder werden.
In deinem Falle hat es sicher nicht nur die Traumatischen Erfahrungen dazu geführt das dein Körper und Geist am Limit fährt oder?.
Ich bin dankbar das es solche Foren gibt wo du ehrlich und Offen sein kannst, und dafür danke ich/wir dir. In deiner Situation so Offen mit Fremden dadrüber zu reden, ist einer der wichtigen schritte auch um sich Verstanden zu fühlen.
Kurz zu mir, weil du auch so offen damit umgehst, habe mehrmals vor dem Sozialen und Psychischen aus gestanden. Durch schwere Unfälle und Erkrankungen.Von Querschnittsgelähmt bis Diagnose Krebs alles dabei.
Eine schwere Depression durch zu stehen ist nicht leicht aber es geht. Du bist ganz sicher ein Liebenswerter Mensch, ein Mensch mit vielen Geschichten, Viele Bilder die dein Leben Geschrieben haben bis her. Sich frei zu machen von Leistungserwartungen anderer und Gesellschaft ist denke ein guter Anfang, um deine Geschichte weiter zu schreiben, dein Leben auf neue Leitwände zu bringen. Meine Therapeutin war sehr sehr gut, weswegen ich mut gefunden habe auch anderen zu helfen.

Hallo Lifecoach,

danke für Deinen Beitrag. Ich bin auch sehr dankbar dafür, dass ich mich hier im Forum mit anderen austauschen kann. Es tut mir sehr leid zu hören dass Du mehrmals vor dem Aus gestanden hast, und dann auch noch in diesen Dimensionen....( Ich sage ja immer: mit der Psyche ist es wie mit einem Tonkrug: wenn er einmal zerbrochen ist, kann man ihn zwar wieder kleben, aber es wird immer etwas wasser herauslaufen, und wenn man zuviel reinfüllt, geht er wieder kaputt *seufz* ich finde es aber toll dass Du Deine Erfahrungen, so schlimm sie auch sind, einsetzt, um anderen zu helfen, das zeigt mir dass Du auch Wege für Dich gefunden hast mit Dir ins Reine zu kommen. Du hast so ein hartes Schicksal nicht verdient, aber Du hast die Größe entwickelt, anderen zu helfen. Danke Dir dafür. Du bist ein sehr liebenswerter Mensch.

Liebe Grüße,
Vienna
 
Klar die Selbstbewertzung ist ein weiterer Grundpfeiler des Abnabelungsversuches, die Frage darf ich das ? Ist das richtig ? Steht mir das überhaupt zu ?
Steht im Gegenzug zu dem Gedanken, bin ich dann nicht genauso kalt , dem Hoffen ich wünschte, ich hätte Unrecht.

Die selbstauferlegte Sparflamme, das Runterfahren der eigenen Möglichkeiten Entwicklung zu erfahren, das sich selbst eingrenzen, sind oft Denkmuster Folgen, die dann bei der Depression auch zum Tragen kommen, der jahrelang latente Leidensdruck, fordert letztendlich seinen Tribut.

Waaaaasss mit 40 / 50 noch mal alles umkrempeln ???

Von mir ein klares Ja. Das aus folgendem Grund.

Den Selbstquälungs- und Kasteiungsvertrag hast Du nicht persönlich unterschrieben- oder ?

Den Wunsch geliebt zu werden, mildgesonnen, freidfertig, sicher, unterstützend/ erbauend, den gibt es schon länger - oder ?

Ich sag dann immer, es ist nie zu spät, sich den selbst zu erfüllen, nie zu spät die Verantwortung zu Übernehmen, oft gelingt das aber erst nach Jahrzehnten.

Um mal auf das Beispiel des Eingangspostes zurückzukommen ....Abstellgleis....da am Ende gegen den Prellbock gefahren...sozusagen...und nun zischt die Lock noch ab und zu....ist also noch Leben drin, aber steht eben....
da wäre , so denke ich, das Lokdrehwerk die beste Lösung, besser als Rückwärtsfahren des gesamten Zuges, den Wagons ist es egal in welche Richtung sie rollen....also die Lok aufs Drehwerk fahren, dazu muß man natürlich die Weichen stellen...dann auf dem Nebengleis am gesamten Zug vorbeifahren ( wenn Du so willst, Verarbeitung des bisher Erlebten ) wieder ankoppeln und nach Zielfindung und eindeutiger Zielprüfung, wieder auf die Reise gehen aber sicherstellen, diesmal stellt man selbst die Weichen.

Na und wenn man dann da angelangt ist, steht man natürlich wieder auf dem Abstellgleis, ist wohl die Bestimmung eines Zuges...es sei er fährt im Kreis....:erschrocken::kopfgegenwand:

Nun das kann es also auch nicht sein, aber ich denke mir dann immer, den Zug verkaufen, nen Hubschrauber mieten und drauf hoffen, daß das Ding nicht abstürzt oder wenn, den Fallschirm nicht vergessen.....:jubel:.

Na und um es mit Nietsches Worten zu sagen....sich nicht selbst den eigenen Meisenhorst bauen !!!!

Meisenhorst ????? Wassn Dass ????

Na das guckst Du hier ....mach Dir nen Kaffee und nimm Dir Zeit ...ggg

https://www.youtube.com/watch?v=ue5fNhSKihg
 
Lieber Nordrheiner,

diese Aussage finde ich ziemlich vermessen. Du kennst mich nicht und hast keine Ahnung davon wieviel Erkenntnis ich bereits erlangt habe. Wie Zebaothling so schön schreibt: " die Erkenntnis beeinflußt nicht immer die Gefühle, die mal als Handlungsmotivatoren bewußt einsetzen kann, besonders dann nicht, wenn man sich emotional in Frage stellt." Oder um es anders zu sagen: Verstehen ist (noch) nicht fühlen und fühlen ist (noch) nicht handeln.

Viele Grüße,
Vienna

Liebe vienna,

auf keinen Fall möchte ich mir anmaßen, Deine Tiefe und den Umfang Deiner Erkenntnisse beurteilen zu können.
Aus Deinen Beiträgen verstehe ich die Mitteilung, dass Du leidest (z.B. an Deiner aktuellen Situation, unter der negativen Perspektive, unter den schlimmen Erlebnissen der Vergangenheit).

Und dann bringe ich das zusammen mit Deine Mitteilung - siehe unten:


Ich sehe auch im Elend keinen Sinn. In der Hinsicht bin ich eher Taoist als Buddhist. Ich denke nicht dass man sich durch das Leiden hindurcharbeiten muss damit es einem irgendwann besser geht. Das Leiden ist eher ein Zeichen dafür, dass man wider seiner wahren Natur lebt, dh dass man seine Natur und die Natur der Umstände um einen herum nicht erkennt. Na, auch wieder ein weites Feld.


Daraus habe ich lediglich einen Mangel an Erkenntnis abgeleitet. War das wirklich falsch? Verspürst Du also derzeit gar kein Leid?

LG, Nordrheiner
 
Liebe vienna,

auf keinen Fall möchte ich mir anmaßen, Deine Tiefe und den Umfang Deiner Erkenntnisse beurteilen zu können.
Aus Deinen Beiträgen verstehe ich die Mitteilung, dass Du leidest (z.B. an Deiner aktuellen Situation, unter der negativen Perspektive, unter den schlimmen Erlebnissen der Vergangenheit).

Und dann bringe ich das zusammen mit Deine Mitteilung - siehe unten:




Daraus habe ich lediglich einen Mangel an Erkenntnis abgeleitet. War das wirklich falsch? Verspürst Du also derzeit gar kein Leid?

LG, Nordrheiner



Lieber Nordrheiner,

ich weiss Du meinst das nur gut, aber wir denken in der Hinsicht einfach sehr unterschiedlich. Natürlich leide ich, aber Erkenntnis ist nicht das Einzige was brauche um das Leid zu beenden. Wie schon gesagt, der Erkenntnis (rational gesehen) muss das emotionale Verstehen folgen, und dem emotionalen Verstehen muss ein neues Handeln folgen. Man könnte auch sagen: ich habe die Karte vor mir liegen und weiss wie das Gebiet aussieht (Erkenntnis), aber ich habe noch kein Reiseziel gefunden (emotionales Verstehen) und bin noch keine Reise angetreten (neues Handeln) geschweige denn irgendwo angekommen.

Viele Grüße,
Vienna
 

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