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Depression komplett heilbar?

An einem Gott zu glauben,..
oder an Gott zu Glauben und sich nach Gott und Jesus alltäglich zu Richten und nach seinen Geboten zu Leben, sind zwei Paar Schuhe..und erhebliche Unterschiede.

Entschuldige bitte, aber damit tust du genau das was du mir vorwirfst.

Du sprichst gerade mir und allen Nicht-Christen ab, dass wir richtig glauben. Das ist anmassend und beleidigend.

Kann nicht jeder glauben wie und an was er will ohne eine Wertung? Woher wollt ihr Wissen, dass das Christentum richtig ist? Richtig vllt für euch, aber doch nicht für die Menschheit.

Was denkt ihr euch denn? Soll ein Jude nun auch sagen "Na an Jesus glauben oder nur an einen wahren Gott sind ja zwei paar Schuhe und nicht zu vergleichen"

Sehr fies und arrogant von euch
 
Also ich muss mich echt über diese Diskussion wundern: Im Grunde gibt es doch dazu nur zu sagen: Glaube KANN bei der bewältigung von depressionen helfen- MUSS aber nicht! kann man es damit nicht gut sein lassen und sich auf das Anliegen der TE konzentrieren: Wenn überhaupt, dann sollten wir doch diskutieren, wie SIE in ihrer Situation vorankommt (mit Hilfe ihres Glaubens, mit Therapie und was auch immer) aber allgemeinde Diskussionen, wer hier wie glaubt, und wer richtig oder flasch glaubt, gehen doch am Thema vorbei, bzw gehen am Anliegen der TE vorbei. Was soll ihr das helfen, wenn ihr euch hier kappelt und über den Glauben (bzw die Qualität des Glaubes) anderer urteilt?
 
Entschuldige bitte, aber damit tust du genau das was du mir vorwirfst.

Du sprichst gerade mir und allen Nicht-Christen ab, dass wir richtig glauben. Das ist anmassend und beleidigend.

Kann nicht jeder glauben wie und an was er will ohne eine Wertung? Woher wollt ihr Wissen, dass das Christentum richtig ist? Richtig vllt für euch, aber doch nicht für die Menschheit.

Was denkt ihr euch denn? Soll ein Jude nun auch sagen "Na an Jesus glauben oder nur an einen wahren Gott sind ja zwei paar Schuhe und nicht zu vergleichen"

Sehr fies und arrogant von euch

Ich lese von Dir: "Soll ein Jude nun auch sagen "Na an Jesus glauben oder nur an einen wahren Gott sind ja zwei paar Schuhe und nicht zu vergleichen" Ja, das kann und sollte er unter Umständen sagen. Es kommt eben auf das jeweilige Gottesbild an. Was soll daran fies oder arrogant sein? Es gehört zur Realität, dass Gottesbilder verschieden sind. Lediglich der Umstand, dass "alle" von "Gott" reden, verdeckt, dass die Gottesbilder verschieden sind oder sein können.

Ja, jeder kann und darf glauben, was er will. Auch ohne Wertung, wenn der Mensch das schafft, was ich bezweifle. Eine Wertung ist zuzulassen, denn werten tun wir Menschen immer, ob wir wollen oder nicht. Und ja, das Christentum ist absolut, ähnlich wie es auch der Islam ist. Ist es nicht auch das Judentum? Eine Absolutheitsaussage bedeutet den Ausschluß anderer Religionen. Das ist eben so. Das ist auch mit manchen Medikamenten so. Die Einnahme eines Medikaments verbietet die Einnahme eines anderen. Ob es hilfreich ist, ist dabei noch eine andere Frage.

Ich denke, das sind wir uns Menschen schuldig, herauszufinden, welcher Absolutheitsanspruch gerechtfertigt ist oder nicht. Unser Glaube hilft uns gesund zu sein und zu bleiben - oder nicht. Fachleute vergleichen den Wirkungsgrad von Medikamenten. Das sollten wir auch bei Religionen tun.
 
Also ich muss mich echt über diese Diskussion wundern: Im Grunde gibt es doch dazu nur zu sagen: Glaube KANN bei der bewältigung von depressionen helfen- MUSS aber nicht! kann man es damit nicht gut sein lassen und sich auf das Anliegen der TE konzentrieren: Wenn überhaupt, dann sollten wir doch diskutieren, wie SIE in ihrer Situation vorankommt (mit Hilfe ihres Glaubens, mit Therapie und was auch immer) aber allgemeinde Diskussionen, wer hier wie glaubt, und wer richtig oder flasch glaubt, gehen doch am Thema vorbei, bzw gehen am Anliegen der TE vorbei. Was soll ihr das helfen, wenn ihr euch hier kappelt und über den Glauben (bzw die Qualität des Glaubes) anderer urteilt?

Zustimmung. Da nun mal Greenchic an Jesus glaubt, ist eben dieser ihr Glaube in die Gesamtbetrachtung einzubeziehen. Da würde ich u.a. der Frage nachgehen wollen, inwieweit ihr Glaube helfend oder störend sein kann, um gesund zu werden.
 
Wenn es gestattet ist, möchte ich das Thema nochmals aufgreifen. Und dabei verneine ich die Frage, ob Depressionen/eine Disposition zur Depression komplett heilbar sind. Ich spreche nicht von einer vorübergehenden Depression, die in mehr oder weniger ausgeprägter Form jeden Menschen mal heimsuchen kann.
Ich erinnere mich des ersten Auftretens von Depressionen bei mir beim Eintreten in die Pubertät und redete mir damals genau das ein, war ich doch so belesen, dass ich da gewisse Zusammenhänge sah.
Im Grunde jedoch sind mir meine Depressionen treu geblieben.
Im Laufe der Jahre, und insbesondere meiner letzten zehn Jahre habe ich, dafür bin ich dankbar, ein eigenes Handling entwickelt, mit meinen Depressionen so umzugehen, dass sie mich nicht mehr belasten als unbedingt nötig.
Ich schrieb bereits, dass ich schon lange ohne Antidepressiva, ohne therapeutische Unterstützung lebe. Zu der Strategie gehört für mich auch, bestimmte kritische Situationen bewusst zu meiden.
Ich vermeide es deshalb auch, mich mit religiösen Forderungen auseinanderzusetzen, die mich belasten könnten. Solche Erfahrungen prägten meine frühen Jahre und ich kenne die Mechanismen, die da wirken.
Zudem -und das erlebe ich hier ja leider auch immer wieder- sollte man nicht immer wieder Dinge ineinander rühren, die nicht (unbedingt) etwas miteinander zu tun haben.
Meine religiösen Fragen, meinen theologischen Standort habe ich geklärt, vielleicht verdanke ich es auch einer langsam einsetzenden Altersweisheit, einer wachsenden Geduld gerade mit mir selbst, dass ich Dinge gelassener betrachte. Ich bin im Grunde ein glücklicher, gelassener Mensch heute.

Burbacher
 
Wenn es gestattet ist, möchte ich das Thema nochmals aufgreifen. Und dabei verneine ich die Frage, ob Depressionen/eine Disposition zur Depression komplett heilbar sind. Ich spreche nicht von einer vorübergehenden Depression, die in mehr oder weniger ausgeprägter Form jeden Menschen mal heimsuchen kann.

Ich freue mich, wenn und das es Dir soweit gut geht.

Wann ist eine Depression (oder eine andere Krankheit) vorübergehend? Dauert eine vorübergehende Depression nur ca. 3 Wochen oder auch 3 Monate oder auch 3 Jahre oder auch z.B. 30 Jahre? Woran kann es liegen, dass eine psychische Krankheit diesen oder jenen Menschen betrifft und nicht geheilt wird - in anderen gleichartigen Fällen eine Heilung eintritt?

Ist eine Disposition gleichzusetzen mit der Krankheit selbst?

Ergänzend dazu folgende Überlegung: Es gibt religiöse Menschen (A), die davon ausgehen, dass Gott von "da oben" lediglich zuschaut und alles geschehen lässt, warum auch immer. Und es gibt Menschen (B), die ein Eingreifen in das einzelne Schicksal nicht nur für möglich halten, sondern behaupten, dies erlebt zu haben. Sprechen beide Menschen, A und B, die Wahrheit oder befindet sich einer von beiden im Irrtum, täuscht sich selbst, Einbildung etc etc. ? Spielt der Glaube also (k)eine Rolle in dem erfolgten oder nicht erfolgten Heilungsprozess?

Ich selbst glaube nicht, dass man ein Gebet benutzen kann wie eine 2 Euro Münze, die ich oben in den Automaten einwerfe und mir unten das gewünschte Ergebnis herausziehe. Jedoch sprechen aus meiner Sicht viele Indizien mit großer Wahrscheinlichkeit dafür, dass Gott nicht einfach nur zuschaut sondern heilend eingreift. Nur eben können wir über Ihn nicht verfügen, wie über einen Hausangestellten oder einen Automaten.
 
Ich freue mich, wenn und das es Dir soweit gut geht.

Wann ist eine Depression (oder eine andere Krankheit) vorübergehend? Dauert eine vorübergehende Depression nur ca. 3 Wochen oder auch 3 Monate oder auch 3 Jahre oder auch z.B. 30 Jahre? Woran kann es liegen, dass eine psychische Krankheit diesen oder jenen Menschen betrifft und nicht geheilt wird - in anderen gleichartigen Fällen eine Heilung eintritt?

Ist eine Disposition gleichzusetzen mit der Krankheit selbst?





Ergänzend dazu folgende Überlegung: Es gibt religiöse Menschen (A), die davon ausgehen, dass Gott von "da oben" lediglich zuschaut und alles geschehen lässt, warum auch immer. Und es gibt Menschen (B), die ein Eingreifen in das einzelne Schicksal nicht nur für möglich halten, sondern behaupten, dies erlebt zu haben. Sprechen beide Menschen, A und B, die Wahrheit oder befindet sich einer von beiden im Irrtum, täuscht sich selbst, Einbildung etc etc. ? Spielt der Glaube also (k)eine Rolle in dem erfolgten oder nicht erfolgten Heilungsprozess?

Ich selbst glaube nicht, dass man ein Gebet benutzen kann wie eine 2 Euro Münze, die ich oben in den Automaten einwerfe und mir unten das gewünschte Ergebnis herausziehe. Jedoch sprechen aus meiner Sicht viele Indizien mit großer Wahrscheinlichkeit dafür, dass Gott nicht einfach nur zuschaut sondern heilend eingreift. Nur eben können wir über Ihn nicht verfügen, wie über einen Hausangestellten oder einen Automaten.

Ach, lb Nordrheiner, wir wissen doch beide, dass die WHO dazu Kriterien festgelegt hat, die den Unterschied zwischen einer ausgewachsenen Depression und einer depressiven Episode beschreiben. Danach werden für die Episode zwei Wochen genannt. Dauert sie jedoch länger, geht man von einer behandlungsbedürftigen Depression aus.

Warum sie bei dem einen geheilt wird, bei dem anderen jedoch nicht, liegt sicherlich an vielen Faktoren. Die psychosozialen Rahmenbedingungen, in denen ein Mensch lebt, machen da einen erheblichen Unterschied aus.
Nicht zuletzt spielt auch das soziale Umfeld eine Rolle, das zur Stabilität eines Menschen erheblich beitragen, wie sie auch gefährden kann.

Was den Glauben angeht, ja, er kann eine Depression vermeidende, wie auch eine die Depression fördernde Wirkung haben. Ob Gott in jedes Leben und in allen Lagen eingreift, vermag ich nicht zu sagen. Ich denke gerade an Anne Frank oder auch an Menschen der Gegenwart, die durch Terror und Gewalt zu Schaden kommen.

Da sehe ich- offen gesagt- wenig Indizien dafür, dass er eingreift, was mich manchmal zweifeln lässt und was den Glauben an einen liebenden und barmherzigen Gott nicht leichter macht. Da hilft mir die Geschichte von Elie Wiesel, der von der Hinrichtung eines Knaben im KZ berichtet. Während der Knabe am Strang baumelt, mit dem Tode ringt, fragt ein Häftling nach Gott und Wiesel lässt einen anderen Gefangenen antworten: "Da, da hängt er am Galgen."

So beten wir ja dann auch im Vater-Unser: "Hinabgestiegen in das Reich des Todes."
Wir hatten ja diese Diskussion schon mal, die Frage, ob Gott an seiner Welt auch leidet, und ich verwies seiner Zeit auf jenen jüdischen Theologen und Rabbi, der in diesem Zusammenhang davon spricht, dass Gott selbst an seinen Geschöpfen leidend, ohnmächtig zusieht.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob Gott in jedes Leben und in allen Lagen eingreift, vermag ich nicht zu sagen. Ich denke gerade an Anne Frank oder auch an Menschen der Gegenwart, die durch Terror und Gewalt zu Schaden kommen.

Da sehe ich- offen gesagt- wenig Indizien dafür, dass er eingreift, was mich manchmal zweifeln lässt und was den Glauben an einen liebenden und barmherzigen Gott nicht leichter macht. Da hilft mir die Geschichte von Elie Wiesel, der von der Hinrichtung eines Knaben im KZ berichtet. Während der Knabe am Strang baumelt, mit dem Tode ringt, fragt ein Häftling nach Gott und Wiesel lässt einen anderen Gefangenen antworten: "Da, da hängt er am Galgen."

So beten wir ja dann auch im Vater-Unser: "Hinabgestiegen in das Reich des Todes."

Ist die Antwort "Da hängt er am Galgen" nicht gemeint im Sinne von "Gott ist tot" oder mit anderen Worten "Das unendliche Leid hier im KZ ist der Beweis dafür, dass es keinen Gott gibt"? So würde ich diese Antwort interpretieren. Nach dem Motto: Wenn das Leben so richtig heftig zuschlägt, wird jeder Realist.
 

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