AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?
Wir geraten wieder in allzu bekanntes wie auch fragwürdiges Fahrwasser. Wenn sich Bibel und Glaube beweisen ließen, bedürfte es des Glaubens und des Vertrauens nicht.
Schon in meiner Jugend las ich das Werk eines fundamentalistischen amerikanischen Autors "Und die Bibel hat doch recht!"
Immer wieder versuchen bibeltreue Christen, Glauben und Vertrauen durch vermeintliche Beweise zu ersetzen. Dann braucht es den Glauben nicht, bedarf es des Vertrauens nicht.
Bei solchen Versuchen habe ich immer große Bauchschmerzen.
Burbacher
Mich regt dieser Gedanke wirklich an. Ich denke ich schreibe etwas dazu:
Mal abgesehen davon das man als (+glaubende) Person manchmal mit einer gewissen Beweislast konfrontiert wird, zumindest Fragen nach Be-und Gegenbeweisen von (Un+)Gläubigen oft genannt werden, man immer wieder mit den anscheinend so unterschiedlichen Worten "Wissen" und "Glauben" spielt und die so unterschiedlich inspirierten Menschen dem Einen zusprechen (anerkennen) will und dem Anderen nicht, ist die Grundidee Deines Schreibens wirklich gut und treffend.
Bauchschmerzen bekomme ich davon nicht, denn ich sehe (im Prinzip) alle Menschen nat. glaubend und wissend an.
Beweise im Sinne von Bestätigungen sind wichtig, doch die Beweisbarkeit ist etwas völlig anderes. Manchmal denke ich das sich manche Leute einfach nicht im Klaren sind, wie die grundlegendsten Dinge zu betrachten sind, so das sie vernünftig eingeordnet werden können und somit auch richtig verstanden werden können.
Es sind keine Unterschiede zwischen uns Menschen da, weil einer etwas glaubt, das der andere nicht glaubt oder einer etwas weiß, was der andere nicht weiß, denn der Mensch ansich bleibt davon unabhängig, in der Position Mensch, wie er geboren wurde.
Die Frage ist, was ist die Motivation, warum gibt es diesen Thread?
Es ist ein Portal zum Glauben/Religion (allgemein), auch "Göttlichen", es ist klar das genau das passieren muss, was hier geschieht. Es treffen sich virtuell die unterschiedlichsten Personen, um in dem weltumfassenden Begriff "Glaube" zu Diskutieren und zu Schreiben. Man kann hier niemanden ausgrenzen, denn es wird ohne Glauben keinen Menschen geben können, denn das Wissen ist ja nur bestätigter Glaube, für die, welche im Grunde glauben wollen und für die welche im Grunde wissen wollen, ist Glaube die ungenaue Fortführung dessen, quasi dann die schlechtere Alternative.
Muß man nun Beweise ausklammern, wenn es um den Glauben geht, damit dieser erhalten bleiben kann?
Da Frage ich euch: Was ist Liebe? Ist es nicht viel eher etwas woran man glaubt oder weiß man es mit Sicherheit?
Genau da braucht man Beweise und Bestätigungen, denn sobald diese fehlen wird man enttäuscht sein, und seien es nur die Gefühle, welche man erwartet.
Ist es nicht seltsam, obwohl man sich doch sicher ist und es einem evtl. mal gesagt wurde. Doch die liebe Liebelei geht evtl. auch mal zu Ende, dann will man doch lieber zeitnah es spüren, also bestätigt, bewiesen bekommen.
Was in einem selbst passiert, einem selbst passiert ist und wie man etwas empfindet, das beschreibt sich zwar noch gut, aber als Beweis des Glaubens oder gar Wissens kommt es nicht an. Warum eigentlich? Nunja, was bringt es dem Andern, wenn sich der Bekennde toll fühlt und etwas Dementsprechendes erlebt hat? Schließlich hat es nicht mit einem selbst zu tun, so will man selbst "gestreichelt" werden-> und genau dafür braucht es Beweise. So schreibt jemand einen Satz oder mehrere, einen Zusammenhang den man als Beweis erkennen kann/erkenn könnte...
...so steht er da, der Text und "nichts ändert sich". >Der Satz, der Text streichelt mich nicht.< Seht es an meinem 2. Zitat, Albert Einstein, ein Wissenschafts-Genie erkennt Gott, aus seiner Forschung heraus, es wird zu einem Erkenntnis/Bekenntnis. Ist das kein Beweis? Wenn das kein Beweis ist, dann gibt es keine Beweise für den Glauben, die Hoffnung an/auf Gott, denn so könnte man alles für sinnlos erklären, was dann seinerseits sinnlos sein muss, schließlich war A.E. bekannter Maßen kein religiöser Mensch.
Doch was bringt dieser Satz einem Menschen, der nichts damit anfangen kann, weil er es auch nicht will? Nichts! Was bringt dieser Satz einem Menschen der sich unsicher ist ob es Gott gibt oder nicht? Er wird darin eine ernstzunehmende Bestätigung finden, sich auf die Suche nach Gott zu machen. Ist es nicht traurig das erst Genies ernst genug genommen werden können um auf etwas hinzuweisen?
Warum musste Jesus so erfolgreich und aussergewöhnlich sein? "Gott hätte ihn auch ganz anders machen können, ängstlich und schüchtern, aufgrund seiner Lebensumstände evtl. kränklich oder mit Depressionen so sehr beschlagen, das er einfach nur untergegangen wäre." Was meint ihr, wenn er die Taten und Worte nicht hätte so tuen können, wie er sie getan hat? Wie viele von ihm begeistert wären geworden? Wieviele ihm nachgelaufen wären? "So hätte Gott uns in der Theorie alle irgendwann beschämen können, meinen Sohn habt ihr
alle nicht einmal erkannt..."
...was will ich damit sagen?
Beweise gibt es soviele wie man selbst anerkennt und annehmen will, bei mir sind es so viele, wieviele kleinste Teilchen es im Universum gibt, + alle Wörter welche je geschrieben und gesagt wurden, + die Anzahl an Menschen, welche geboren und ungeboren auf Erden, + alle Tiere, Insekten und Pflanzen welche je gelebt haben, + alle Felsen, Steine und Körner auf der Erde, + alle Wassertropfen hier, + alle Himmelskörper, welche man betrachten kann, + alle Gesetze und Gesetztmäßigkeiten, welche je gemacht und erkannt wurden, + alle Erkenntnisse welche man je gewonnen hat. Ich denke das sind mir schon Beweise genug, um zu beschreiben worunter ich Gott verstehe, allerdings nur mit folgender Klausel: nur im Gesamten, nicht einzeln, sondern das Gesamte muss man betrachten, damit daraus ein Schuh wird.
Aus meiner Sicht:
Wenn man die Beweise aus dem Glauben "sicherheitshalber" wegstreicht, dann beschränkt man sich im Gleichnis auf eine Liebe zu einem Unbekannten (Menschen)!
So unterstütze ich noch ein anderes Zitat von A.E.:
„Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“
Grüße,
peace