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DIE RENTE......das leidige Problem.....

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Stimmt! Aber schau dir die Renten mal an, die derzeitige Einzahler künftig erwarten. Wer wenig verdient hat in BEIDEN Systemen schlechte Karten, egal ob über private Vorsorge oder eine individuelle Kapitalanlage.

Dann sehe ich aber keinen Vorteil in dem von Dir bevorzugten Modell, ehrlich gesagt...
 
Wo er selber tätig werden kann um mehr zu verdienen, per Fortbildung, Berufs- oder Umgebungswechsel.

Gute Idee: Dann denken sich zukünftig alle Frisöre, Krankenschwestern und Kindergärtnerinnen auch: "Ach ja, mach ich halt was anderes- bewerbe ich mich doch als Unternehmensberater oder Programmierer."
Dann gibt es halt künftig einfach keine Krankenpfleger mehr: Who cares? (Brauchen wir dann ja auch nicht, denn man kann es sich eh nicht mehr leisten, krank zu werden)
Glaubst Du ernsthaft, Leute, die sehr wenig verdienen, wissen das nicht, bzw müssen erst durch Abschaffung der Rente auf den Trichter gebracht werden? Glaubst Du nicht, JEDER hätte gerne einen besser bezahlten Job? Wenn es nur so einfach wäre, dass man sich "mal eben überlegt umzuschulen und sich fortzubilden"
Und wenn, dann hätte trotzdem nicht jeder automatisch einen toll bezahlten Job(es sei denn, man führt endlich VERPFLICHTEND faire Löhne ein).
Irgendwie klingt mir das sehr danach: "Die Krankenschwester ist doch selber schuld, dass sie so wenig verdient: Hätte sie was ordentliches gelernt, aber sie war ja zu faul, etwas zu lernen, mit dem sie ihre Rente zahlen kann- selber schuld." Klingt nach FDP!

Frage: WER macht denn dann künftig unsere "Drecksarbeit"? Was wird aus den Leuten, die nicht die Fähigkeiten/Möglichkeiten haben, einen super Job auszufüllen? (Kranke?, Behinderte?, Alleinerziehende?...)

Eine Alleinerziehende Mutter oder ein Behinderter freuen sich sicher, wenn man ihm/ihr endlich die Gelegenheit gibt, mal nachzudenken und sie mit der Nase drauf stößt, warum er/sie denn so wenig ansparen kann oder möchte.
Da wären sie von alleine sicher NIE drauf gekommen!
Wer nichts oder kaum sparen kann - oder will - würde bei meinem System eher mal mit der Nase draufgestoßen und hätte dann Gelegenheit darüber nachzudenken, warum er denn nichts sparen kann.
 
Ich persönlich habe den Verdacht, dass man am ehesten dazu neigt, auf solche Ideen zu kommen, wenn man selbst eben nicht betroffen sein würde. Für die anderen (die vermeintlich Unwilligen, Faulen, Widerwilligen) kann man das gut fordern, weil man die daraus resultierenden Probleme selbst höchstens indirekt zu spüren bekäme (ich weiß nicht, ob es wirklich so angenehm ist, eine weit verbreitete Altersarmut überall mitzubekommen, auch wenn man selbst nicht betroffen ist. Ich persönlich lebe lieber in einer sozial ausgeglichenen Gesellschaft, in der jeder sein Auskommen hat.)
 
Wieso interessiert ihr 2 Beamten euch überhaupt so für die Rentner?

Habt ihr das Gefühl, sie sollten noch weniger bekommen?

Andreas, du schreibst von Rente abschaffen, daoga verhöhnend, dass gerade die, die wenig verdienen, selbst schuld sind, wenn sie nichts anlegen können.

Ich frage mich indess warum es dich so stört wenn ein Beamter hier etwas schreibt. Deine Vermutung ist provokativ und falsch. Ich bin der Meinung Rente sollte fairer werden und dauerhaft finanzierbar. An keiner Stelle bin ich für Rentenkürzungen.

Und man kann das Problem nicht leugnen, dass mit dem Generationenprinzip immer weniger Arbeiter für immer mehr Rentner zahlen.

Heute ist es so, dass der Staat sich an der Rentenkasse bedient und sich mit der Niedrigzinspolitik auf Kosten des kleinen Sparers entschuldet.

Ich kann natürlich nur für mich persönlich sprechen, aber wenn ICH die Wahl hätte (egal ob als Beamter oder Angestellter), ich würde die Rücklagen für Renten bzw. Pensionen lieber bar ausgezahlt bekommen und selber anlegen.

Ja das ist provokativ und vielleicht nicht bei allen Menschen machbar, Violetta hat mit ihrer Kritik auch Recht. Aber das Generationenprinzip ist auch keine gute Lösung.

Nur meine persönliche Meinung.
 
Allein der fett markierte Einschub signalisiert meines Erachtens, dass du dazu tendieren könntest, Menschen mit geringerem Einkommen einen fehlenden Willen zu unterstellen. Würden die Leute nur ordentlich wollen, dann wären sie alle viel besser situiert - oder so ähnlich?
In früheren Zeiten hat es auch schon Leute gegeben, die mit ihrem Job und Einkommen unzufrieden waren. Was haben die gemacht? Ganz einfach, wieder die Schulbank gedrückt, häufig nach der Arbeit Abendschule besucht, gebüffelt, monate- oder sogar jahrelang auf die eh knappe Freizeit verzichtet, bis es irgendwann mit dem beruflichen Aufstieg klappte.
Abendschulen gibt es heute immer noch, sogar Fernstudium per Internet ist heutzutage möglich (nicht alle seriös, aber irgendwo gibt es auch ein paar seriöse), sprich sogar wenn man in der hintersten Pampa wohnt, hat man heute Möglichkeiten, höhere Bildung mit Abschlüssen und mehr Fähigkeiten im gewählten beruflichen Spektrum zu erwerben.
Wenn, ja wenn man bereit ist, sich auf den Hosenboden zu setzen, und wenn man auch gezielte Weiterbildung macht, hinein in Berufe, wo Mangel an Arbeitskräften herrscht. Wenn eh schon 1000 Friseure arbeitslos sind, muß man nicht ausgerechnet den 1001. machen.
Aber, klar, dazu braucht es einen festen Willen, das durchzuhalten, sich durchzubeißen und auch mal Frösche in vorübergehenden unerwünschten Berufen zu schlucken. Und ich habe aus vielen Posts, die ich gelesen habe, den Eindruck, daß dieser Wille heutzutage gar nicht mehr vorhanden ist.
Viele Leute meinen anscheinend, der Staat, irgendwelche Firmen oder die Allgemeinheit wäre ihnen verpflichtet, ihnen - ohne nennenswerte Ausbildung, ohne eigenes Zutun - gutbezahlte Berufe hinterherzuwerfen.
Und so läuft es natürlich nicht.
Beamter wird bekanntlich auch nicht jeder, die haben ihre Einstellungstests mitgemacht. Wer da punkten kann, kann sich bewerben. Wer nicht punkten kann oder denkt, er will nie einen Chef über sich wie es jedem Beamten blüht, und deshalb gar nicht erst mitmacht - seine Entscheidung. Nur muß er deshalb später die Beamten nicht schlechtmachen, weil er die falsche Entscheidung getroffen hat.
 
In früheren Zeiten hat es auch schon Leute gegeben, die mit ihrem Job und Einkommen unzufrieden waren. Was haben die gemacht? Ganz einfach, wieder die Schulbank gedrückt, häufig nach der Arbeit Abendschule besucht, gebüffelt, monate- oder sogar jahrelang auf die eh knappe Freizeit verzichtet, bis es irgendwann mit dem beruflichen Aufstieg klappte.


Und ich habe aus vielen Posts, die ich gelesen habe, den Eindruck, daß dieser Wille heutzutage gar nicht mehr vorhanden ist.
DH die Krankenschwester, die Kindergärtnerin, die Alleinerziehende Mutter, der Behinderte und der Kranke müssten einfach nur mehr WOLLEN und dann würde es flutschen?
Kann ich mir gut vorstellen, dass eine Alleinerziehende Mutter Abends noch gut Zeit hat, eine Abendschule zu besuchen, wenn sie nur wollen würde.
Auch der Kranke, oder Behinderte findet sicher noch eine Möglichkeit, die Schulbank zu drücken, wenn er nur wollen würde.
Und die Krankenschwester hat nach einem langen Tag und Schichtdienst natürlich noch gut Zeit zum büffeln und regelmäßig in die Abendschule zu gehen. Und wenn sie und all die anderen Krankenschwestern dann ihren neuen tollen Abschluss in der Tasche haben, können sie endlich einen gut bezahlten Job machen: werden vielleicht sogar Beamte, oder Bänker.
Und wer macht dann den Job im Krankenhaus?
 
Die alleinerziehende Mutter kann sich berufsbezogen fortbilden. Manche Leute haben tatsächlich Arbeitgeber die Fortbildung fördern! Wenn sie arbeitslos ist, kann sie ja lernen wenn der Sprößling im Kindergarten/der Schule ist. Behinderte/Kranke die den ganzen Tag zuhause sind, können sich fernbilden, oder wer oder was hindert sie daran? Es soll sogar Gesunde geben, die Geld per Computer verdienen und deshalb den ganzen Tag zuhause sind(professionelle Gamer etc.). Wenn eine Krankenschwester den eigenen Beruf so schlecht findet, warum bitte ist sie dann überhaupt Krankenschwester geworden, waren ihr die Bedingungen etwa nicht bekannt? Und nachdem sie sie spätestens jetzt kennt - warum bleibt sie dann Krankenschwester? Von Idealismus kann bekanntlich niemand leben.
Tausend Gründe warum Fortbildung anscheinend unzumutbar ist, obwohl sie möglich wäre ...
 
Nur wenn es nach Tarif geht, was bei etlichen Krankenhausbetreibern (Kirchen... "dritter Weg" ...) leider nicht der Fall ist. Vor kurzem gab es deshalb einen ersten Streik in einem katholischen Krankenhaus. Man darf gespannt sein was daraus wird.
 
Nur wenn es nach Tarif geht, was bei etlichen Krankenhausbetreibern (Kirchen... "dritter Weg" ...) leider nicht der Fall ist. Vor kurzem gab es deshalb einen ersten Streik in einem katholischen Krankenhaus. Man darf gespannt sein was daraus wird.

Einen ähnlichen Bericht habe ich auch mal gesehen. Da hat ein Krankenhaus seine Schwestern über eine gemeinnützige Organisation bezogen, alles im Rahmen einer Personalgestellung. Nach Tarif wurde dort aber niemand bezahlt.

Das ist halt eben auch die traurige Wahrheit. Mit solchen Tricks und dem geringen Einkommen kann keine Rente wirklich auskömmlich sein. Rentenarmut bekämpfen heißt auch Lohndumping zu bekämpfen und solche "Misbrauche" zu unterbinden.
 
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