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40 Stunden? Das soll das Leben für die nächsten 50 Jahre sein?

Kommt mir doch nicht alle mit irgendwelchen fiktiven Buchhalterstellen. Buchhaltung ist heutzutage doch genauso im Aussterben und wird sich auf Dauer nicht mehr lohnen bzw. wird zunehmend ausgerottet wie der Job von Bankern oder Steuerberatern.

Das ist ganz und gar kein aussterbender Beruf. Es werden immer welche gesucht. Meist in Vollzeit. Teilzeit ist schwieriger - geht aber auch.

Die Steuern werden immer komplizierter und die Buchhaltungsvorschriften auch. Das ist nichts für automatische Maschinenarbeit.


Ich weiß nicht wo du die Zahlen her nimmst.

Aus meiner Berufserfahrung und weil ich weiß was ich und auch einige meiner Freundinnen, die in dem Beruf arbeiten verdienen. Das sind keine fiktiven Zahlen. Das ist das was hier bezahlt wird. Halbtags in der Regel um die 1800,00 Euro brutto - Vollzeit entsprechend 3600,00 Euro und mehr.

Was sich immer lohnt sind Dienstleistungsberufe direkt am Menschen. Die sind aber beschissen bezahlt.
Altenpfleger, Friseur, Physiotherapeut.

Für nichts ewig arbeiten lohnt sich auch nicht gerade.


Ich kenne auch Selbstständife, mit Einkommen von 4000 Euro und höher. Da muss man eben Mut und Wissen vorweisen.

Auch das kann jeder tun. Da wird es aber meist auch nichts mit der 40-Stunden-Woche und 30 Tage Urlaub im Jahr.

Eher mehr Stunden und weniger Urlaub. Und das volle Risiko.
 
Man muss doch sehen, wer was zum Futter und zur produktiven Arbeit beisteuert. Das sind die "einfachen" Arbeiter, die sich 40 Std. einen abrackern. Und dann gibt es die ganzen, m.M.n. völlig überbezahlten Manager (Boni & Co) und die, die gar nichts beisteuern, sondern rein abschöpfen, was andere erarbeiten, wie Börsenspekulanten usw.. Es wird halt so viel "weggefressen", bzw. parasitär vom System gelebt. So was sollte es eigentlich nicht geben dürfen, aber ist halt Kapitalismus. Und was ermöglicht wird, wird leider auch gemacht. Meiner Meinung nach würden normalerweise 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche reichen, wenn nicht die ganzen müßigen und wenig schuldbewussten maßlosen Wegfutterer und Abschöpfer wären.
Die Wegfutterer und Abschöpfer des kleinen Mannes sind hauptsächlich der Staat (Steuern) und die Versicherungen.
So wie früher Klerus und Adel, bis man beide zum Teufel gejagt hat. Nur leisten Staat und Versicherungen heute deutlich mehr Gegenleistungen als die Abschöpfer früher, sie haben beide soziale Aufgaben, wie Rente, Hartz, Finanzierung von Schulen, Straßen, alle Arten von Infrastruktur bis einschließlich Rettungswesen (Staat) bis zur Versorgung im Krankheits- oder Berufsunfähigkeitsfall (Versicherungen). Das alles gibt es nämlich nicht zum Nulltarif, irgendwer muß diese ganzen Leistungen samt aller Arbeitsplätze, die dort existieren, erst mal finanzieren, und das ist eben wieder die Gemeinschaft aller Arbeitnehmer und Verdiener, aller Steuerzahler und Zahler von Versicherungsbeiträgen. Solidargemeinschaft halt, zum Wohl aller.

Manager und andere Heuschrecken werden über ihre Firmen bzw. über das Finanzsystem der internationalen Wirtschaft, also letztlich auch wieder über Firmen und Konzerne, finanziert, deshalb hat der offene Neid hier überhaupt keinen Zweck wenn man sagen muß, die Firmen können und wollen sich das offensichtlich leisten, denn andernfalls hätten sie diese teuren Galionsfiguren längst abgesägt und durch was billigeres ersetzt. Aber ein "wichtiger" Kopf als Leiter einer Firma ist anscheinend wichtiger als die Verdienste der Arbeitnehmer, die dafür draufgehen, aber das ist ja nix neues, der teure Schein muß ja gewahrt werden.
 
Was hier eben auch nicht bedacht wird, ist die Flexibilität. Ich würde behaupten, es gibt in Deutschland überall gut bezahlte Stellen. Man muss eben nur dafür bereit sein weg zu ziehen.
Ich kenne auch Leute in meinem Job, die in Bayern oder der Schweiz das Dreifache verdienen. Ich wohne aber nicht in der Schweiz und da ich momentan keinen Bock habe umzuziehen, habe ich eben Pech gehabt.
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Du hast es gut erkannt! Wer in in einer Gegend wohnt, in der es keine jobs gibt, kann entweder weinen oder umziehen.
 
Diejenigen, die in Bayern das Dreifache verdienen, haben aber auch dreimal so hohe Lebenserhaltungskosten. Also i.d.R. effektiv auch nicht mehr in der Tasche. Daher gibt es regional ja auch so erhebliche Unterschiede bei den Durchschnittsgehälter, eben weil die Kosten auch regional unterschiedlich sind. Wobei Durchschittsrechnungen meistens eh nur Augenwischerei und wenig aussagekräftig sind.

kasiopaja's Angaben sind nicht fiktiv sondern durchaus real. Sie hat Berufserfahrung und wird es daher wohl auch besser beurteilen können! Ich komme selber auch aus der Buchhaltung und kann ihre Angaben bestätigen. Wobei es natürlich auch drauf ankommt, was man genau macht. Es gibt ja verschiedene Bereiche; Kreditoren-, Debitoren, Anlagen-, Lohn-, Finanz- und Bilanzbuchhaltung. Das Alter spielt beim Verdienst auch eine Rolle, egal in welchem Beruf. Berufsanfänger kriegen immer weniger, als "alte Hasen" und auch je länger die Betriebszugehörigkeit, desto höher das Gehalt. Der Arbeitgeber selber ist natürlich auch ein Faktor. Kleine Firma, große Firma, Konzern, Zeitarbeit etc. Bei einer Zeitarbeitsfirma habe ich für 40 Stunden pro Woche lächerlicher 980,- Euro verdient. NETTO! Zu wenig zum leben, zu viel zum sterben. Später dann bei Festanstellung 1.850,- netto.

Das Buchhalter ein aussterbender Beruf ist, bezweifel ich auch sehr stark. Es gibt natürlich mittlerweile elektronische Möglichkeiten um Personal einzusparen, aber ganz ohne menschliche Arbeit geht es nicht und wird es auch niemals gehen.

Das alle Selbsständige soviel Geld verdienen, ist auch ein Trugschluss. Kommt natürlich drauf an, was man genau macht. Als Lebensberater des Stars oder Hundpsychologe von Paris Hilton, kann man sicherlich 'ne Mark machen. Aber beispielsweise im handwerklichen Dienstleistungsbereich hat man heute ziemlich schlechte Karten. Ich hab's ausprobiert, ich weiß wovon ich spreche. Die Leute legen für das neuste Handy oder irgenwelche Designer-Sonnenbrillen hunderte von Euros auf den Tisch, aber die Putzfrau oder der Gärtner kriegt den Mindestlohn. Wenn's geht noch weniger. Am besten alles schwarz und zur Not ist es ja in der EU auch kein Problem, sich ausländische Arbeiter zu holen.

Dann darf man nicht vergessen, das die Einnahmen aus einer Selbstständigkeit auch nicht gleich der Nettoverdienst sind. Auch ein Selbstständiger muss Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherungen zahlen. Dazu kommen Steuerberaterkosten, Betriebshaftplicht-, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung, Beiträge für irgendwelche Kammern und Innungen und der Staat will auch seinen Anteil. Die Gewerbesteuer schlägt ganz gut zu Buche (das gibt es aber regional auch erhebliche Unterschiede, da müssen sich einige Gemeinden nicht wundern, dass die Leute abwandern...) und natürlich auch die Einkommenssteuer. Da stehen viele nach dem Jahresabschluss ganz schön doof da, wenn die dicke Rechnung kommt. Nicht umsonst gehen viele in den ersten zwei Jahren pleite.

Urlaub und Freizeit hat man als Angestellter definitiv mehr. Selbständigkeit bedeutet selbst und ständig. Ich habe zwischen 50-70 (körperlich schwer) gearbeitet, PLUS die administrativen Tätigkeiten im Büro. Von Freizeit oder Feierabend konnte man da nicht wirklich sprechen. Und Urlaub ist auch keine Selbstverständlichkeit. Den muss man sich ersten mal leisten, denn a) gibt es kein Urlaubsgeld und b) währenddessen haste keine Einnahmen.

Ich hab's durch und ich würd's nicht noch mal machen. Jedenfalls nicht in einem Bereich, wo man nicht unverschämt viel Kohle scheffeln kann. Zuviel Arbeit, zuviel Risiko für zu wenig Verdienst. Und selbst wenn man viel verdient, hat man keine Zeit, die Kohle auszugeben, weil man nur am Malochen ist. Vom Tellerwäscher zum Millionär funktioniert halt in den seltensten Fällen. Dann lieber Angestellter mit geregeltem Einkommen und regelmäßig Urlaub, Wochenenden und Feierabend. Bei 40 Stunden Arbeit, bleiben trotzdem noch 128 Stunden Freizeit übrig 😉
 
Es gibt heutzutage leider kaum noch unbefristete Stellen, zumindest nicht solche, die von Anfang an unbefristet sind. Oft werden Arbeitnehmer nach 2 Jahren"entsorgt" und wieder neue eingestellt... Ich bin jetzt in meinem früher freiberuflichen Bereich (Unterricht) bei einer Institution festangestellt, befristet. Allerdings hat meine Chefin gesagt, dass eine Weiterbeschäftigung wohl geplant ist. Alle sind zufrieden mit mir. Aber ich mache mir deshalb keine Hoffnungen, weil es schon einmal nicht geklappt hat. Aber ich gehe mal davon aus dass ich da zumindest freiberuflich weiterarbeiten kann.
Es sit richtig: als Freiberufler hat man eher weniger Geld und auch weniger Urlaub. Ich würde dann nur dann Urlaub machen, wenn wir wegfahren würden, also 2 Wochen pro Jahr und eventuell zwischen den feiertagen an Weihnachten, wenn da keine Kurse stattfinden. Urlaub zu Hause als Freiberufler käme für mich nicht in Frage. Außerdem habe ich das Freiberuflerdasein eher als stressig empfunden, weil ich immer mehr Aufträge wollte.
40 Studnen emfindet nur jemand als Last, dem die Arbeit keinen spaß macht. Mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß.
 
40 Studnen emfindet nur jemand als Last, dem die Arbeit keinen spaß macht. Mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß.

Das ist ja immer so: was einem Spaß macht, macht man gern und man schaut nicht auf die Uhr. Es ist aber nun mal bei weitem nicht immer so, dass Jobs Spaß machen (schon deswegen, weil viele Jobs recht auf die Dauer recht eintönig sind). Wer einen Job hat, der ihm wirklich Spaß macht, der kann sich wirklich glücklich schätzen.

Eine Bekannte hat mal zu mir gesagt: "Wenn du einen Beruf hättest, der zu dir passt, dann wärst du wahrscheinlich ein Workoholic". Das kann sein, weil ich mich in Themen richtig reinknien kann, für die ich mich begeistere.
 
Das ist ja immer so: was einem Spaß macht, macht man gern und man schaut nicht auf die Uhr. Es ist aber nun mal bei weitem nicht immer so, dass Jobs Spaß machen (schon deswegen, weil viele Jobs recht auf die Dauer recht eintönig sind). Wer einen Job hat, der ihm wirklich Spaß macht, der kann sich wirklich glücklich schätzen.

Eine Bekannte hat mal zu mir gesagt: "Wenn du einen Beruf hättest, der zu dir passt, dann wärst du wahrscheinlich ein Workoholic". Das kann sein, weil ich mich in Themen richtig reinknien kann, für die ich mich begeistere.

Auf dauer einen Job machen, der einem keinen Saß macht, ist eine Last. Ich denke, man sollte sich etwas anderes suchen, wenn man merkt, dass man nur auf die Uhr schaut...
 
Ich würde behaupten, nicht jeder ist dafür gemacht etwas zu finden was ihm berufstechnisch Spaß macht.
Es gibt sicher gerade Frauen, die sich auch in der Erfüllung von Kinderbetreuung sehen.
Nur kann man davon nicht leben.

Ich weiß immer noch nicht, warum alle hier dauerhaft in Richtung Buchhaltung argumentieren. Nur weil man einen Buchhalter kennt, der vielleicht nach 10 Jahren Berufserfahrung gut verdient, heißt das nicht das Buchhaltung der TE liegt und das es der Traumjob schlechthin ist.

Wie hier jemand außer mir schrieb, werden auch die Buchhalter Fähigkeiten in den kommenden Jahren noch stärker ersetzt werden. Programme werden spezifischer. Irgendwann sagt man wohl wie bei der Hilfsapp Siri nur noch an was man haben will und der PC organisiert alles. Dafür kann man dann Kräfte einsparen.
Buchhaltung ist genauso am aussterben wie Buchverkäufer. Alles läuft nur noch über Amazon und die großen Online Deals. Wenn ich jetzt schon unzufrieden bin, würde ich etwas machen, dass Aussicht hat und nicht in absehbarer Zeit automatisiert wird.

Die Selbstständigkeit hat einen dicken Haken. Ich habe mir nämlich selbst bereuts überlegt, ob ich mich selbstständig mache. Das Risiko wenn mir etwas passiert wäre mir aber zu hoch.
Wenn man ausfällt für länger war es das und die Sache ist gelaufen. Man hat nie Urlaub, kann nie abschalten und kämpft immer am Existenzminimum.



[...]
 
Zuletzt bearbeitet:
Eins kann ich aus eigener Erfahrung definitiv sagen. Ab 30 wird es verdammt schwer sich neu zu orientieren.
Das geht damit schon los, dass man nicht mehr so aufnahmefähig für neues ist.
Dann geht es damit weiter, dass man schwer das Geld aufbringen kann, wenn man niemanden hat, der einen unterstützt. Sowohl bezüglich Studium als auch Ausbildung.
Es ist finanziell dann noch schwerer. Zumal man sich ja oft schon eine Existenz aufgebaut hat und wieder ganz kleine Ansprüche stellen muss.
 
Muhaha könnte man nun von sich geben, aber da stecken wir ja alle selber drin.
Wir sollten alle Umdenken, ich persönlich habe nur einen 6 Stunden Tag + 1 Stunde Pause. Das reicht mir schon oft genug. Nun mit 2 Stunden mehr bezüglich Projektmanagement. Aber mein Ziel ist es auf jeden Fall nicht 8 - 9 Stunden zu Arbeiten und das empfehle ich auch jedem den ich kenne.
Es wird in vielen Bereichen schon so umgesetzt. So soll es sich unter Ärzten in Khäusern schon durchsetzen haben und auch bei den Ärzten auf dem Land ist es auch schon so (was etwas ärgerlich ist, aber verständlich).
Holland ist ebenso ein Land, wo es immer mehr wird und über viele Berufe.

Und das mit den ... da kommen immer 10 hinterher ... naja stimmt auch schon seit einigen Jahre nicht mehr.
Die faulen und gelangweilten Auszubildenden oder die neuen Deppen von heute, die sich noch für wenig Geld abspeisen lassen, erbringen oft auch nur diese Arbeit "Fachkräftemangel".
 
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