Wenn es so belanglos ist, frage ich mich, wieso sich die Leute hier darin überbieten, die kreativsten Lügen zu finden. Dann lässt man halt eine Lücke im Lebenslauf und gut. Vorschläge wie der, dass die Fragestellerin eine Fehlgeburt vortäuschen soll, sind nicht nur ohne Ende zynisch und respektlos, sondern in meinen Augen fast schon abartig. Vor allem, wenn sich dieselben Leute dann darüber aufregen, was sich die "bösen" Arbeitgeber so alles rausnehmen und wie unfair sie sich gegenüber ihren Angestellten verhalten. Aber eine vorgetäuschte Fehlgeburt geht in Ordnung? Ist klar.
Mag sein, dass es dir als AG egal ist, ob dir ein Bewerber was vormacht, aber dann bist du in der Hinsicht sicherlich nicht repräsentativ. Den meisten AG dürfte es alles andere als egal sein, weil der Bewerber damit einfach das in ihn gesetzte Vertrauen untergräbt. Ist doch irgendwie bezeichnend, dass es in Deutschland zig Gesetze und Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmer gibt (BGB, KSchG, BetrVG, AGG etc. pp.), aber so gut wie jede fristlose Kündigung, bei der der AG nachweisen kann, dass der AN das in ihn gesetzte Vertrauen missbraucht hat, einer gerichtlichen Prüfung standhalten wird. So ganz "lächerlich und übertrieben" ist dieser Punkt demnach wohl nicht...
Die Frage, ob der AG nicht vielleicht in die organisierte Kriminalität verwickelt sein könnte usw., ist jetzt auch ein bisschen weit hergeholt, sorry.