Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Verkäuferin im Erotikladen - Lebenslauf

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Vielleicht erwähne beides einfach nicht weder den Studienabbruch noch den Verkäuferjob im Erotikladen. Ich weiß ja nicht wie lange das alles ging aber ich denke ca. ein Jahr. Da würde mir eine Möglichkeit einfallen. Sag einfach du wurdest kurz nach dem Abitur schwanger und du konntest somit nicht arbeiten gehen und kurz vor der Geburt des Babys hattest du eine Fehlgeburt. Das kann auch kein Arbeitgeber nachprüfen, denn Ärzte haben Schweigepflicht 😉 .
 
Danke für eure Antworten.

Also, wäre es grundsätzlich besser einfach zu sagen, ich hab da in der Zeit nichts gemacht was von beruflicher Relevanz wäre? Und was würdet ihr vorschlagen, soll ich dann in den Lebenslauf schreiben?
Ist halt schwierig, wenn man nun mal Lücken hat und aber einen sog. lückenlosen Lebenslauf einreichen soll..
Tja, dieser Erotikladen hat einen sehr bekannten Namen (B..U..), den kennt wirklich jeder. Ich steh halt an der Kasse und berate die Leute. Ist ja an sich nichts Verwerfliches, aber ich möchte mich in der Versicherungsbranche bewerben, wo man für so etwas sicher kein Verständnis hat.
Und die Lücke mit einer (leider erfundenen) Weltreise schließen und sagen, man hätte zB auf einer Plantage gearbeitet im Land XY? Kann mir doch sicher keiner nachweisen.. Ich möcht jetzt gar nicht als so unheimlich unehrlich rüberkommen, aber mir ist das einfach unangenehm..

Ich würde tatsächlich schreiben, dass du ein Semester länger studiert hast. Es wird doch wohl niemand deine letzte Immatrikulationsbescheinigung verlangen. Du schadest doch niemanden damit.

Ich finde es traurig, dass wir in dieser Leistungsgesellschaft nötig zu haben altenative Fakten anzugeben, aber eine andere Wahl hat man wohl kaum, weil ein Arbeitgeber stets Leistung erwartet. Dabei st es doch nicht schlimm, als junger Mensch nicht sofort nach der Schule seine Berufung zu finden. Das Schulsystem erleichtert es SchülerInnen auch nicht unbedingt. Da trifft man schon Mal die falsche Wahl.
 
Vielleicht erwähne beides einfach nicht weder den Studienabbruch noch den Verkäuferjob im Erotikladen. Ich weiß ja nicht wie lange das alles ging aber ich denke ca. ein Jahr. Da würde mir eine Möglichkeit einfallen. Sag einfach du wurdest kurz nach dem Abitur schwanger und du konntest somit nicht arbeiten gehen und kurz vor der Geburt des Babys hattest du eine Fehlgeburt. Das kann auch kein Arbeitgeber nachprüfen, denn Ärzte haben Schweigepflicht 😉 .

Meinst du diesen unmöglichen Quatsch tatsächlich ernst?!
 
Ich zitiere an dieser Stelle einfach von dieser Seite: Bewerbung: Falsche Angaben, Lügen & Folgen | karrierebibel.de

"(...) wenn die Vorspiegelung falscher Tatsachen für die Einstellung keine Rolle spielte, kann man dem Arbeitnehmer wegen der Täuschung so schnell nicht kündigen. Eine außerordentliche Kündigung ist dann allerdings immer noch möglich - etwa, weil das Vertrauensverhältnis durch die Lüge unüberbrückbar beschädigt wurde. Die Wahrscheinlichkeit ist also so oder so hoch, dass derjenige den Job verliert. Falschaussagen im Lebenslauf, Anschreiben, generell in Bewerbung und Vorstellungsgespräch sind also tickende Zeitbomben. Womöglich nutzt sie der Arbeitgeber nicht sofort gegen den Mitarbeiter. Aber falls einmal Stellen abgebaut werden müssen, liefert man damit eine Steilvorlage für einen günstigen Abgang: fristlose Kündigung, keine Abfindung und ein zerstörter Ruf sind die Folgen."


Lücken im Lebenslauf: 8 Tricks dagegen | karrierebibel.de"Lücken sind ok - Lügen nicht

Von allen Varianten, die Brüche im Lebenslauf aufhübschen sollen, ist Lügen die schlechteste Wahl. Der Schuss geht fast immer nach hinten los: Wer hierzu etwa Tätigkeiten oder Weiterbildungen erfindet und dann im Jobinterview danach gefragt wird, gerät nicht nur in Erklärungsnot, sondern verspielt seine Reputation endgültig.

Falschangaben im Lebenslauf sind ein Kündigungsgrund - fristlos, auch nachträglich. Im Bewerbungsgespräch bedeuten sie daher das sofortige Aus.

Auch das sogenannte Schminken von Lebensabschnitten ist eine schlechte Tarnung. Manche Berater empfehlen ernsthaft, den verlängerten Australien-Trip als "interkulturelle Bildungsreise" zu pimpen oder die Zeit der Arbeitslosigkeit mit allerlei Wortgeklingel vom Typ "Phase der intensiven Potenzialanalyse" zu überpinseln.

Im Ernst: Für wie doof halten Sie den Leser Ihrer Bewerbung? Und wenn Sie ihm tatsächlich einen IQ von Toastbrot unterstellen: Warum wollen Sie dann noch für ein solches Unternehmen arbeiten? Eben."



Ich halte es für komplett daneben, der Fragestellerin hier zu raten, was sie dem Arbeitgeber vorlügen soll. Mag sein, dass ihr euch selbst der möglichen Konsequenzen nicht bewusst seid, aber gebt bitte anderen nicht solche Tipps.
 
Wie schon geschrieben wurde: Lügen haben oft kurze Beine, und wer etwas gegen Dich anführen will, wird alles irgendwie drehen und wenden.

Sieh es von der anderen Seite: Du hast Dich getraut, einen Job anzunehmen, für den sich viele zu fein und zu feige waren. Das sticht aus der Masse heraus und Deine Unterlagen landen auf dem Stapel "zu bearbeiten". Und wer als Personalsachbearbeiter lieber seine überkommenen und vorurteilsbeladenen Vorstellungen pflegt, nun ja, das lässt sich nicht verhindern. Vielleicht ist es besser, nicht in einer solchen Firma zu arbeiten.

Zudem ist ein "auf Hochglanz polierter Lebenslauf" eher verdächtig. Warum nicht auch einmal eine Auszeit? Aus meiner heutigen Sicht bedauere ich es eher, nicht dem Mut und das Geld gehabt zu haben, mir eine solche Auszeit zu nehmen. Wenn Du diese Zeit genutzt und GELEBT hast, warum nicht? Ich würde das eher positiv sehen. Es sind nicht alle verstaubte und im Geiste ausgemergelte Zombies auf der Welt und in den Firmen.

Sei freundlich und mutig und vieles wird sich finden.
 
@sheldoncooper:

Ich finde nicht, dass man den AG für dumm hält, wenn man sein abgebrochenes Studium um ein Semester im Lebenslauf verlängert. Das interessiert doch einen Schwamm, ob sie zwei oder drei Semester studiert hat. Abgebrochen ist abgebrochen. Warum sollte der AG überhaupt bei so einer Nichtigkeit Verdacht schöpfen?

Hier die Karrierebilbel zu zitieren, ist doch auch bezeichnend. Sie ist auch nicht gerade seiös und ein zuverlässiger Ratgeber. Sorry, das ist alles sehr einseitig betrachtet: der AN soll sich für den AG nackig machen, weiß aber aus dem Leben des AG (Gründer der Firma) keine Details. Weißt du, ob er AG Steuern hinterzieht oder mit organisierter Kriminalität Geschäfte macht? Gar nicht so unüblich z.B. im Bau - und Immobiliengewerbe.
Das ist im Grunde wie im alten Griechenland, nur etwas verdeckter, aber praktisch Sklaverei.

Klar würde ich der TE nicht gerade zu einer Urkundenfälschung raten, aber bei so einer Kleinigkeit finde ich dieses Moralaposteltum einfach nur lächerlich und übertrieben. Vor allem, der Ruf sei ruiniert - Entschuldigung, der AG hat eine Schweigepflicht und kann allerhöchstens eine Kündigung aussprechen, die Lügen zur Anzeige bringen oder die Kripo einschalten, aber an die Schweigepflicht muss er sich schon halten! Und glaube mir, ich bin selbst eine AG, niemand wird eine Kündigung wegen so einer Nichtigkeit aussprechen, weil es einfach keinen juckt und geprüft wird, ob und wie lange sie nun ihr Studium fortsetzte!

@GrayBear:

Ich habe eher die gegenteilige Erfahrung und zwas immer wieder gemacht: Ehrlichkeit wird in diesem System bestraft, gut getarnte Lügen hingegen belohnt!

Wer gut bluffen kann, kommt in diesem System am Weitesten. Sieht man doch auch in der Politik und Wirtschaft (Plagiate und Steuerhinterziehung). Selbst wenn sie aufgeflogen sind, tut es der Macht dieser Betrüger keinen Abbruch, siehe U. Hoeneß, K. von zu Guttenberg u.W.
Verstehe mich nicht falsch, ich finde so etwas auch schäbbig. Aber verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass unsere Gesellschaft solche Straftaten nicht schlimm findet, solange die Täter wohlhaben und einflussreich sind. Aber dann hier wegen so einer kleinen Beschönigung einer jungen anzugehenden Azubi solchen Wellen schlagen? Hmm, irgendwie kommt hier Doppelmoral zur Anwendung. Findest du nicht?
 
Wenn es so belanglos ist, frage ich mich, wieso sich die Leute hier darin überbieten, die kreativsten Lügen zu finden. Dann lässt man halt eine Lücke im Lebenslauf und gut. Vorschläge wie der, dass die Fragestellerin eine Fehlgeburt vortäuschen soll, sind nicht nur ohne Ende zynisch und respektlos, sondern in meinen Augen fast schon abartig. Vor allem, wenn sich dieselben Leute dann darüber aufregen, was sich die "bösen" Arbeitgeber so alles rausnehmen und wie unfair sie sich gegenüber ihren Angestellten verhalten. Aber eine vorgetäuschte Fehlgeburt geht in Ordnung? Ist klar.

Mag sein, dass es dir als AG egal ist, ob dir ein Bewerber was vormacht, aber dann bist du in der Hinsicht sicherlich nicht repräsentativ. Den meisten AG dürfte es alles andere als egal sein, weil der Bewerber damit einfach das in ihn gesetzte Vertrauen untergräbt. Ist doch irgendwie bezeichnend, dass es in Deutschland zig Gesetze und Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmer gibt (BGB, KSchG, BetrVG, AGG etc. pp.), aber so gut wie jede fristlose Kündigung, bei der der AG nachweisen kann, dass der AN das in ihn gesetzte Vertrauen missbraucht hat, einer gerichtlichen Prüfung standhalten wird. So ganz "lächerlich und übertrieben" ist dieser Punkt demnach wohl nicht...

Die Frage, ob der AG nicht vielleicht in die organisierte Kriminalität verwickelt sein könnte usw., ist jetzt auch ein bisschen weit hergeholt, sorry.
 
Wenn es so belanglos ist, frage ich mich, wieso sich die Leute hier darin überbieten, die kreativsten Lügen zu finden. Dann lässt man halt eine Lücke im Lebenslauf und gut. Vorschläge wie der, dass die Fragestellerin eine Fehlgeburt vortäuschen soll, sind nicht nur ohne Ende zynisch und respektlos, sondern in meinen Augen fast schon abartig. Vor allem, wenn sich dieselben Leute dann darüber aufregen, was sich die "bösen" Arbeitgeber so alles rausnehmen und wie unfair sie sich gegenüber ihren Angestellten verhalten. Aber eine vorgetäuschte Fehlgeburt geht in Ordnung? Ist klar.

Mag sein, dass es dir als AG egal ist, ob dir ein Bewerber was vormacht, aber dann bist du in der Hinsicht sicherlich nicht repräsentativ. Den meisten AG dürfte es alles andere als egal sein, weil der Bewerber damit einfach das in ihn gesetzte Vertrauen untergräbt. Ist doch irgendwie bezeichnend, dass es in Deutschland zig Gesetze und Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmer gibt (BGB, KSchG, BetrVG, AGG etc. pp.), aber so gut wie jede fristlose Kündigung, bei der der AG nachweisen kann, dass der AN das in ihn gesetzte Vertrauen missbraucht hat, einer gerichtlichen Prüfung standhalten wird. So ganz "lächerlich und übertrieben" ist dieser Punkt demnach wohl nicht...

Die Frage, ob der AG nicht vielleicht in die organisierte Kriminalität verwickelt sein könnte usw., ist jetzt auch ein bisschen weit hergeholt, sorry.

Na wenn du das sagst... Du stehst auf der Seite des braven ANs und hinterfragst kaum. Damit kommst du natürlich auch nicht weiter als ein AN zu bleiben und wirst dein Leben lang für irgendwen arbeiten, der evtl. selbst Kriminell ist.
Ich weiß ganz sicher, dass ich als AG nicht zu der unterpräsentativen Minderheit mit meiner Denkweise gehöre. Bei schwerwiegendem Vertrauensmissbrauch, wie Urkundenfälschung würde wohl jeder AG Schritte einleiten. Das ist klar, aber nicht bei so einer Minisache, wie ein Semester länger angegeben als tatsächlich studiert, vorallem bei einem Studienabbruch.
Lässt sie hingegen die Lücke im Lebenslauf, verbaut sie sich Chancen auf einen Ausbildungsplatz, da der AG Leistung sehen will und diese Lücke eine tüchtige Arbeitseinstellung untergräbt.

Der Vorschlag, eine Fehlgeburt vorzutäuschen ist natürlich beschränkt. Darüber müssen wir doch gar nicht diskutieren. Die TE würde den Vorschlag bestimmt auch nicht beherzigen.
 
Soo, danke für eure Antworten. Dacht ich gar nicht, was ich hier für eine Welle lostrete.

Den Vorschlag mit der Fehlgeburt ignoriere ich jetzt einfach mal.

Also mal vorweg, ich hätte jetzt von meiner eigenen Moralvorstellung kein Problem damit zu sagen, dass ich ein Semester länger studiert habe. Wären dann 3 statt 2. Vorteile davon hätte ich nicht, nein. Was mir dabei nur Sorge machen würde, wäre, dass jemand mal möchte, dass ich das nachweise, zB eine Immatrikulationsbescheinigung oder eben die Exmatrikualtionsbescheining haben möchte. Vielleicht noch eher die Exmat., weil man doch nicht gleichzeitig studieren und ne Ausbildung machen kann. Als Student hat man ja diverse Vorteile, sprich Semesterticket usw.. vielleicht auch wegen der Krankenkasse oder was weiß ich denn. Von daher würd ich das lieber nicht machen. Aber wenn eine Lücke an sich eh kein soo großes Problem darstellt..

Ich hatte damals tatsächlich eine depressive Phase, aber sowas kannst ja nem AG auch nicht sagen, bist ja gleich unten durch, nicht belastbar usw pipapo.
Ich hab durch viele Probleme in der Vergangenheit eh schon einen ziemlich chaotischen Lebenslauf, bin auch schon fast Mitte 20 und wär halt froh, wenn ich jetzt mal wo unter komme und die Chance bekomme, etwas in meinem Leben auf die Reihe zu kriegen.
Gut, da war jetzt die Stelle mit dem Sexshop vielleicht nicht die beste Wahl, aber das war halt mal was anderes als Kaffee servieren oder Gurkengläschen einsortieren 😉

Naja, also es sind jetzt viele unterschiedliche Meinungen zusammengetragen worden. So richtig weiß ich immer noch nicht, wie ich das nun machen soll..
An sich sollte der AG oder die Gesellschaft froh sein, dass ich arbeiten gehe und dabei einen Job mache, den sonst kaum einer wollen würde. Tjaja.
 
Hallo Gast,
nun möcht ich auch meinen Senf dazu geben.
Ginger Red und L3yRO haben schon gute Ansätze gegeben.
Zur Orierientierungsphase möcht ich fragen ,hast du denn wirklich garnichts getan ?
Weitere Versuche was anderes zu studieren?
PC Kurs,eine Omi gepgflegt, o.ä.
Im Ausland gewesen, Selbststudium Fernschule ?
Oder warst du gar Krank..?
Praktika ?
Recherche ?
Vielleicht ist ja doch etwas dabei...das du anbringen kannst und darfst
Gruß
Sanfte Schlange

Es gibt im Internet gute Fragenkataloge von Arbeitgebern, so bist du vielleicht auf Fragen gut vorbereitet, denn alles dürfen sie nicht fragen.
Oder lass dir helfen, beim Lenbenslaufschreiben,- es gibt auch da stellen,- Bewerbungstraining? Wär das was für dich ?
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Hilfe mein Lebenslauf Beruf 30
Puppycat Schlechtes Realschulabschlusszeugnis und Lücke im Lebenslauf Beruf 37

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben