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Wird Überqualifizierung mitgeteilt?

G

Gast

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Hallo,

Meine Frage ist folgende. Sagen die Arbeitgeber auch offen zu einem bzw schreiben es, dass man nicht genommen wird weil man überqualifiziert ist? Steht sowas dann im Ablehmungsschreiben klar drin?

Oder üblicherweise nicht?

Liebe Grüße!
 
Also "Überqualifizierung" gibts eigentlich garnicht wirklich... wenn du Biochemiker bist und dich als MTA bewirbst nehmen die dich üblicherweise trotzdem... es sei denn du verlangst das Gehalt eines Biochemikers 😀

Zu mindest ist mir noch nie ein Fall untergekommen in dem eine höhere Quali als verlangt wird als ausschlusskriterium geführt wurde.
 
Seit diverse Arbeitgeber verklagt wurden, weil sie angreifbare Punkte in die Absage geschrieben hatten, schreibt normalerweise keiner mehr irgendeinen Grund rein.
 
Hallo,

Meine Frage ist folgende. Sagen die Arbeitgeber auch offen zu einem bzw schreiben es, dass man nicht genommen wird weil man überqualifiziert ist? Steht sowas dann im Ablehmungsschreiben klar drin?

Oder üblicherweise nicht?

Liebe Grüße!



Vielleicht unterschiedlich; meinem Sohn wurde es mitgeteilt.
 
Es ist tatsächlich unterschiedlich. Es gibt Firmen, die einem in einem Telefonat die Gründe mitteilen. Und es gibt Firmen, die bereits schlechte Erfahrungen mit Klagen gemacht haben und aus diesem Grund niemals Gründe für eine Ablehnung nennen werden - weder schriftlich noch mündlich. Es kommt immer ganz darauf an. Aber mir ist aufgefallen, dass vor allem kleinere Firmen ehrlicher sind und, wenn man nett fragt, eine Antwort erhält, warum es nicht geklappt hat. Aber wegen Überqualifizierung wird man selten abgelehnt, es sei denn, wie bereits erwähnt, man verlangt ein deutlich zu hohes Gehalt, was für diese Stelle nicht vorgesehen ist.
 
Nicht unbedingt, mein Sohn hat gar keine Gehaltsforderung gestellt, es reichte, dass er eben überquali war. Man fasst es eigentlich nicht, aber leider ist das heutzutage de Usus.
 
Überqualifizierung als Ablehnungsgrund kann vorkommen und ist nachvollziehbar. Der Arbeitgeber möchte eine Stelle dauerhaft besetzen und befürchtet, dass sich eine deutlich überqualifizierte Person schneller weiterentwickeln möchte und die Stelle in z.B. 1-2 Jahren kündigen wird. Auch ist es möglich, dass die hochqualifizierte Person in eine Abteilung käme, deren Abteilungsleiter geringer qualifiziert ist - und mit einer höher qualifizierten Person schlecht umgehen kann.

Beide o.g. Gründe beruhen auf Annahmen und Vermutungen. Mir ist verständlich, dass ein Arbeitgeber diese Gründe nicht mitteilt.

LG, Nordrheiner
 
Aber wegen Überqualifizierung wird man selten abgelehnt, es sei denn, wie bereits erwähnt, man verlangt ein deutlich zu hohes Gehalt, was für diese Stelle nicht vorgesehen ist.

Ich glaube das passiert eher sehr häufig. Zum einen wissen die Firmen, dass sich Überqualifizierte oft aus der Not heraus bewerben und bei der nächsten Gelegenheit weg sind oder sich schnell langweilen und auf der Arbeit dann motivationslos sind. Außerdem spielt da auch der soziale Gedanke mit, wenn die überqualifizierten jetzt schon in die Jobs unterhalb ihrer Qualifikation gehen, was machen dann die Leute, die nur die geringere Qualifikation haben?
Das Problem sieht man doch heutzutage schon bei den Ausbildungsplätzen, wofür vor 10 Jahren der hauptschulabschluss benötigt wurde, wollen die UN heutzutage schon Realschule, teilweise sogar Abitur.

an den TE: Woran es liegt wird aus Angst vor dem Antidiskreminierungsgesetz meist nicht mitgeteilt, dennoch soll dich das doch nicht davon abhalten, dich auf solche Jobs zu bewerben. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Arbeitssuche!
 
Mir wurde bei einer Stelle mitgeteilt, dass ich überqualifiziert sei. Ich wollte als Büroangestellte arbeiten, studierte aber nebenbei Wirtschaftspsychologie an einer Fernuni. Der Arbeitgeber sagte mir aber nur im Telefonat, dass sie befürchten, dass ich nach Ende des Studiums wieder kündige, weil der Job zu langweilig werden würde.
Aber schriftlich bekommt man es nicht.
 

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