_Tsunami_
Urgestein
Dennoch bleibe ich bei der Auffindung des Widerspruchs, der sich allerdings nach Deiner Beschreibung nicht in eine Ambivalenz sondern maximal in eine Transformation auflösen läßt - früher <> jetzt.
Hmm... Würde sagen, dass die Ambivalenz oftmals der Beginn der Transformation ist, oder man verbleibt eben in der Ambivalenz, respektive Nicht-Ambivalenz.
Etwas konkreter meine ich, dass allgemein und auch in Sachen Liebe bzw. Liebesverhalten Vieles im weitesten Sinne von Zeit, Ort, gesellschaftlichen Konventionen und Denkweise abhängt. Dem unterliege ich selbstverständlich auch. Womöglich mehr als viele oder zumindest mancher andere.
Keine Ahnung, was dieser Kurswechsel in der Diskussion für einen Hintergrund hat. Vermute mal, Du hast Erfahrungen mit Asiaten gesammelt, mit Europäern aber nicht?
Würde das Ganze jetzt nicht als Kurswechsel bezeichnen, eher als Erweiterung um einen Aspekt, der nicht ganz unwichtig ist, aber gerne mal ausgeblendet wird. Damit meine ich insbesondere den Charakter und/oder die Mentalität einer Person, einer Gruppe, eines Landes oder eines Kulturkreises.
Mir ist das insofern vermutlich etwas auffälliger/bewusster, als dass ich als Migrant zweiter Generation, der hier in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, immer noch substantiellen Bezug und damit verbundene Einstellungen zu meiner sehr großen Verwandtschaft in Taiwan aufweise. Wenn man so will, dann bin ich schon mein ganzes Leben lang auf Identitätsfindung. Dabei habe ich mir verschiedene Charaktere und Mentalitäten, welche mir kunterbunt und en Masse über den Weg kamen, relativ genau betrachtet. Und das wiederum hat nicht nur Implikationen in Bezug auf Wertsysteme und Lebenskonzepte, sondern eben auch auf Liebesvorstellungen und -verhaltensweisen einzelner Personen.
ganz kurz:
- biologisch kompatibel, genetisch ähnlich (trotz deutlicher Unterschiede in der körperlichen Erscheinung - aber Rassen gibt es ja angeblich nicht lt. politischer Verlautbarung, (politisch korrekte) Wissenschaftler fanden bisher keine genetischen Unterschiede - irgendwo muß die andere Haut-, Haarfarbe, durchschnittliche Körpergröße und die deutlich abweichende Physiognomie aber doch her kommen);
- gesellschaftlich ähnlich, wobei ich glaube, daß Asiaten geselliger und gastfreundlicher sind;
- sozial verschieden (Emanzipation in Europa).
Mir liegt irgendeine "Rassenideologie" fern. Sehe ich mich doch eher als Planetarier, als irgendwas anderes, obwohl man mich via Schublade auch einfach als "halber Deutscher, halber Taiwanese" bezeichnen könnte. Mir geht es einfach nur darum, dass es charakterliche und Mentalitätsunterschiede gibt, die man auch gerade in Sachen Liebeseinstellung und Liebesverhalten nicht unterschätzen sollte.
Liebe ist schön - immer. Nur die Menschen sind oft nicht "schön" miteinander.
Dazu später vielleicht/vermutlich/wahrscheinlich mehr.
Viele Grüße
Gleichfalls.