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Liebe, was ist das?

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In dieser Gesellschaft scheint es durchaus so zu sein, dass du als "wertvoller" gilst, wenn du einen Partner hast.

Ich persönlich habe es genau gegenteilig erlebt. Ich habe mich in einer Beziehung immer als halber Mensch gefühlt. Nicht als eigenständig wahrgenommen. Das beginnt schon fs wo man irgendwo in einer Runde vorgestellt wird als "das ist die Freundin von Herrn Soundso". Und nicht zum Beispiel "das ist Amory, sie kommt von Da und Da".

Alleine werde ich wahrgenommen und fühle mich Ganz.

Aber jedem das seine...
 
Liebe ist, morgens als erstes an den Partner zu denken. Wenn er vor Ort ist, ihn in den Arm zu nehmen. Liebe ist, wenn der Anblick deines Partners immer ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, und sei es nur innerlich und sogar dann, wenn er abwesend ist. Du spürst ihn. Liebe ist, den Wunsch zu verspüren, auf immer und ewig auf der Schulter deines Partners zu sitzen. Seine Gedanken, Gefühle, Erlebnisse zu teilen, auszuschmücken und darin weiter zu Träumen und diese- vielleicht, auch zu leben. Der Traum ist dabei entscheidend. Liebe ist, wenn du dich für deinen Partner in einer Extremsituation opfern würdest. Liebe ist, wenn dein ganzer Organismus aus den Fugen gerät und du es einfach nicht unter Kontrolle bekommst.. Liebe ist, wenn du immer hinter deinem Partner stehst. IMMER. Egal, wie die Lage ist. Liebe ist, sich zu streiten und sich danach wieder zu versöhnen. Liebe ist bedingungsloses (!) Vertrauen und Offenheit. Liebe ist, wenn nur dieser eine Mensch dich wirklich kennt. Liebe ist, wenn man eins ist. Liebe ist zu wissen, dass es da jemand anderen gibt. Liebe ist, den letzten Gedanken im Bett an jene Person zu richten.

Trifft die Liebe dich, wirst du es merken. Versprochen 🙂
 
Ich persönlich habe es genau gegenteilig erlebt. Ich habe mich in einer Beziehung immer als halber Mensch gefühlt. Nicht als eigenständig wahrgenommen. Das beginnt schon fs wo man irgendwo in einer Runde vorgestellt wird als "das ist die Freundin von Herrn Soundso". Und nicht zum Beispiel "das ist Amory, sie kommt von Da und Da".

Alleine werde ich wahrgenommen und fühle mich Ganz.

Aber jedem das seine...

Stimme zu, aber ja, natürlich ist das auch Geschmackssache. Ich persönlich finde es einigermaßen schrecklich, wenn einen eine Beziehung kleiner macht, anstatt größer.
 
Ich erinnere eine Frau von gestern, eigentlich mehrere, aber eine besonders. Das war wohl ein bisschen Liebe.

Um das vielleicht ein wenig zu erläutern: Wir trafen uns, verstanden uns, gingen engumschlungen durch die Berliner Nacht. Sie - groß, blond, hübsch, tough. Vielleicht zwei oder drei Stunden - ein ONS ohne Sex, wenn man so will. Neben uns her trottete ein Typ. Konnte ja nicht wissen, dass das "ihr Freund" ist. Keine Ahnung, fragt mich nicht.
 
Hatte ja zuletzt "angesagt, aber nicht ausgeführt". Also hole ich das jetzt nach. Ein Beitrag einer mir lieben Forumteilnehmerin. Vielleicht auch ein "bisschen Liebe". Nicht zwingend meine Art zu lieben, aber verstehen tue ich es doch:

~~~

(Liebe und Beziehungen)

Vielleicht weil sie unser ganzes Leben in einer kürzeren Zeitspanne repräsentieren, die Geburt, das Aufwachsen, das "Hineinwachsen", die Hoffnung, die Zuversicht, die Überforderung, das Älterwerden, das Loslassen und auch das Sterben. Vielleich ist jede Liebe wie ein kleines Leben, das das große Rahmenleben vorantreibt, als würde man durch die Gänge eines Hauses streifen.

Vielleicht ist eine Beziehung dafür da, uns neu zu erschaffen im Angesicht unseres Gegenübers. "Das Ich entsteht aus dem Du", sagte einst ein Philosoph.

Und vielleicht lieben wir auch, um die Welt eines anderen zu erweitern. Um ihn zu erweitern, zu erhöhen und ihn gleichzeitig auch seiner eigenen Macht und Kraft bewusst zu machen.

Vielleicht müssen wir auch deswegen manchmal einander verlassen: Um dem anderen die Möglichkeit zu geben, aus Verzweiflung "neu" zu werden, sich neu zu erschaffen. Ihn zu einer Morphose zu zwingen.

Aber vielleicht ist das auch großer Unsinn, vielleicht ist alles nur biologischer Unfug (der aber relativ effizient arbeitet, wenn man sich die Welt mal so anschaut) oder vielleicht wollen wir auch alle einfach nicht alleine sein, nicht alleine stehen in diesem Leben.

Es gibt viele Gründe, und gar keine.

Alles Gute, in welchem Stadium ihr euch auch befindet.

yyyyyy

P.S.

Vielleicht ist die Frage "Wofür ist die Liebe gut?" auch grundsätzlich falsch. Vielleicht steht es nicht in unserer Befähigung und in unserer Befugnis, dies zu fragen. 1. Weil die Liebe eine übergeordnete Macht ist und 2. weil wir sowieso nicht ändern können, wenn sie uns "geschieht"...somit ist die Frage, ob sie "gut" (ein sehr dehnbarer Begriff) ist, nichtig...

Die Liebe wählt uns manchmal aus, und das sollten wir schätzen, schon den Umstand an sich. Und sollten unserem Herz Mut zusprechen, dieser Liebe mit offenem Gesicht zu begegnen und zu sagen: Hier bin ich!

Wahrscheinlich haben wir gar keine Wahl, was die Liebe mit uns macht. Das Thema "Beziehung" steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt, das anders behandelt werden muss.

Ob es "gut" oder "schlecht" ist, zu lieben, steht meiner Meinung nach außer Frage. Es ist wie ein Kind, das einem in kalter Winternacht vor die Tür gelegt wird. Es stellt sich dann nicht die Frage, ob es gut oder schlecht ist, dass da ein Kind vor der Tür liegt, sondern es stellt sich die Frage, wie man nun mit dieser Aufgabe umgehen sollte.

Denn das ist die Liebe: Eine Aufgabe, die uns jemand zutraut. Die Liebe ist eine Ehre und eine Anerkennung unseres Tuns, sie ist eine Herausforderung und eine Belohnung. Sie ist ein Gast, der freundlich bewirtet werden sollte.

Meine Liebe ist mein Schnee und mein Frost, meine Liebe ist meine Jacke und meine Schuhe. Die Liebe ist mein Schmerz und meine Erlösung. Die Liebe ist mein Gegenüber, und die Liebe ist in mir. Wenn ich der Liebe ins Gesicht schaue, dann schaue ich in mich.

Die Liebe wird uns anvertraut, wir werden uns selbst anvertraut mit der Botschaft: Sei gut zu dir.
 
Ich hab die Erfahrung gemacht, das jeder die Liebe für sich anders definiert und viele deshalb gar keine Gerechtigkeit in der Liebe leben können oder wollen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das Liebe, wenn sie offen und ehrlich ind integer ist, nur von ganzw enigen Menschen begrüßt wird , weil das ja im Umkehrschluß an sie selbst, den Anspruch stellt, ihre eigene Definition von Liebe zu hinterfragen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das Liebe , wenn sie derart kompliziert und unehrlich gelebt, wenn sie ungerecht und betrügerischen Charakter hat, wenn sie vorgespielt ist oder opportunistische Züge bekommt, sehr weh tun kann. Weniger dem der trotzdem aufrichtig bleibt, mehr dem , der nachher die Suppe für sein Fehlverhalten auslöffeln wird .

Ich habe das Gefühl, das viele Menschen sich gar keine Gedanken darüber machen, ob ihre Liebe häßlich ist oder hübsch , ihre Liebe nicht pflegen oder ihre Liebe garnicht wertschätzen.

Geht man nun als authentisch, aufrichtiger Mensch durch die Welt, geht man mit dem Vertrauen auf Liebe in Vorkasse, weil man an das Gute und Richtige im Menschen glaubt, so wird man oft enttäuscht, wenn man Erwartungen stellt, die anderen seien genauso oder müßten das aufgrund irgendeiner idealisierten übergeordneten Macht erwiedern.

Ich betrachte das für mich selbst mehr von außen , es ist keine Verwerflichkeit und kein Falschverhalten, jemandem helfen zu wollen , denn das ist auch ein Zeichen von Liebe, das Mitgefühl zu bekunden, jemandem zu helfen, dem es schlechter geht.
Aber ich kann und werde es nicht ändern, wenn Menschen diese Hilfe verschmähen oder ausnutzen oder lieber gleichgesinnte Problemschaffer suchen, als sich wirklich zu ändern.

Aber ich habe erkannt, das die Liebe sich nicht gefangennehmen lässt, das sie im Grunde eine Schwester der Realität und der Freiheit ist und sich mit Glaube und Hoffnung wohler fühlt, als mit Mißtrauen und Qual.

So gibt es viele Lebensmodelle und es entstehen täglich neue, wo im Grunde die Liebe die geringste Rolle spielt , denn die Hauptrolle spielt der Egoismus, die Nebenrollen, die eigene und die Begierde des Gegenübers , die körperliche Nähe oder Vereinigung , meiner Meinung nach werden diese Nebenrollen auch noch sehr oft von schlechten Schaupielern gespielt, da hab ich dann immer das Gefühl , von Liebe keine Spur, was sich darin bewahrheitet, daß es irgendwann den großen Knall gibt und das sogenannte böse Erwachen.

Mich stört das nicht wirklich, ich beteilige mich daran nicht, ich finde es äußerst sinnlos von vielen Menschen, das Leben wegzuschmeißen in der Hoffnung sie könnten das Manko , das durch ihre Lieblosigket erzeugt wird mit Gewissenlosigkeit oder anderen Reizen füllen, es ist aber irgendwie auch wie eine Art Schwarmintelligenz einer springt aus mir unerklärlichen Gründen in das Loch der Lieblosigkeit und viele springen aus mir unerklärlichen Gründen hinterher.

Der Liebe selbst ist das nicht anzulasten, denke ich, die kann nix dafür , denn zur Freiheit und zur Realität gesellt sich noch die Unschuldigkeit, als dritte im Bunde.

Viele Erklärungsversuche ranken sich dann um die Liebe , ich denke mir , es wäre doch im Grunde viel einfacher sie zu leben, aber solange es Krieg gibt und welche hinrennen, bestätigt sich meine Meinung immer wieder aufs neue, es wäre liebevoller nicht hinzugehen.
 
Ich denke, dass es Dostojewski war, der mal sagte, dass er nicht wüsste, ob es schwieriger sei, "die Liebe seines Lebens zu finden", oder dafür bereit zu sein...

Ich persönlich denke, dass jede Art von Zwang bzw. Zwangsverhalten der Tod einer jeglichen Liebe ist. Das sollte man sich vielleicht mal hinter die Ohren schreiben.

Wenn Liebe nicht frei ist, dann sind es die damit befassten Menschen auch nicht.
 
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