Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Schriftstellerin werden

Die anderen, die veröffentlichen, machen sicher nebenher noch andere Dinge. Was ja auch nicht schlimm ist- im Gegenteil!

Ich sag es dir,Vio, ich habe nun schon ein paar Mal Werke von unbekannteren Autoren gelesen und ich fand es toll. Eragon und Harry Potter z.B. waren auch toll geschrieben, keine Frage. Aber das ist mir persönlich mittlerweile ein bisschen zu Mainstream muss ich sagen.

Mich persönlich würde es freuen, wenn irgendwann mal nur ein einziges Exemplar meines Werkes über die Theke ginge. :daumen:
 
:daumen: Ich habs noch gewusst- mein alter Deutschlehrer wäre stolz auf mich!
Habe übrigens selber neben meinem eigentlichen Fach ein paar Semester NDL studiert: Das war ne ziemliche enttäuschung: Ich dachte, man würde wirklich am Text arbeiten. war aber nicht wirklich der Fall: Viel Literaturtheorie (Hermeneutik usw), dann Linguistik, usw. Also alles in allem schon sehr interessant, aber eben doch etwas anders, als man sich vorstellt.
Ich denke, es ersetzt auf keinen Fall zB einen guten Lektor: Der korrigiert ja nicht nur die Fehler, sondern sieht auch Dinge, die man aus betriebsblindheit nicht sieht. Hab ich bei meiner Diplomarbeit gesehen: Ich hab sie 1000mal gelesen, aber als ich sie dann von Freunden gegenlesen ließ, kamen Hölle viele Fehler zum Vorschein🙄.
Außerdem. Bevor man etwas publiziert, sollte man es schon mal ein paar "Testpersonen" zum lesen geben.
Und dann eben wie schon geschrieben: Im kleinen Kreis versuchen an den Mann zu bringen.
Das wäre ein erster praktischer Ansatz.
Ist es Dir denn wirklich ernst damit?

Joa - Diese Stilmittel fand ich zwar schon mit 12/13 cool, aber sie sind eigentlich Stoff der 10.Klasse.
Auf einigen Gymnasien sogar der 8.Klasse.
Ich bringe das meinen Schülern meist mit Eselsbrücken bei 🙂
Klappt meistens.
Im Studium kommen die gar nicht mehr vor, sondern werden vorausgesetzt.
NDL war mein bestes Fach übrigens.
(ÄDL hatte ich nur ein Semester, aber dann wieder abgewählt).
Nichtsdestotrotz setze ich mich auch bei Lyrik nicht hin und überlege: "Hö, welches Stilmittel verwende ich jetzt?".
Wäre ja unsinnig.
Das geht viel intuitiver.
Natürlich überlegt man hier und einmal einen kleinen Twist reinzubringen, aber bei mir geht es viel automatisierter.
Die wenigsten Maler denken zehn Stunden darüber nach was für Stilmittel sie jetzt verwenden.
Klar, vor einem Slam mache ich soetwas manchmal grob, aber ich benenne es auch nicht groß.

Nur so als Beispiel.
Als ich 5 (!) Jahre alt war schrieb ich das Gedicht:

"Herzen sind so wie Kerzen. So golden und hell und voller Licht. Doch löschen kann man Herzen nicht"

Wenn man bedenkt, dass ich da noch nicht einmal eingeschult war, ist das ganz ok.
Ich habe da nicht groß über Vergleiche oder Metaphern nachgedacht. Kam so.

Und seit ich 6 war schenkte ich oft dieses Gedicht.
Angenommen Jemand wäre 30 Jahre alt geworden:

"30 Torten würd' ich Dir gerne schenken,
Ich tu's aber nicht, denn sonst käm' ich ins Schwenken
und 30 Torten fielen Dir ins Gesicht
Drum schenk' ich dir dieses Kurzgedicht"

Das ist für 6 Jahre alt und erste Klasse auch ok.
Ja, ich habe da schon grob über a-b Reime nachgedacht und die Anzahl der Silben von allein, aber auch hier kam das einfach spontan 😉

Natürlich schreibe ich jetzt sehr anders, aber das sollten Beispiele dafür sein, dass einiges einfach "kommt" 🙂
 
Reimen ist ne coole Sache,
nur dass ich 's nicht sonderlich gut kann,
besser ist's wohl wenn ich die Fantasiewelt entfache,
die Lyrik überlass' ich Malou sodann. 😀
 
Aber jetzt mal Budda bei de Fische. Weil, malou, du redest dich um Kopf und Kragen. Du hast für alles eine Ausrede, aber willst dich auch nicht rechtfertigen, tust es aber andauernd. Für alles scheinst du zu gut zu sein. Aber... ich finde es traurig, dass du dir zu Schade bist, oder zu niveauvoll, alternative Wege zu gehen über Ebooks oder Self-Publishing, aber es als Möglichkeit in Betracht ziehst dich hoch zu f*cken. Irgendwie scheint mir da etwas anderes im Argen zu liegen bei dir.

Du hast Literatur studiert, scheinst auch viele Kontakte zu haben, aber niemanden konntest du von deinen Kontakten um Rat bitten? Nicht einmal deine Professoren an deiner Uni, die dich lobten? Ob sie einen guten Rat für dich haben, ja vielleicht Mentoren finden, die dich leiten?

Generell, glaube ich, dass du dir nicht helfen lassen willst, sondern einfach nur ein Leben erträumst, das man dir geben soll. Und deswegen wirst du all diese Schritte nie tun, weil es immernoch diese Fantasie in deinem Kopf ist. Eine Perfektion, die du zu erreichen versuchst. Du wirst diese Perfektion auch nicht mit dem größten Verlag Deutschlands erreichen. Denn schon mit dem ersten Schritt durch die Tür, werden sie dir zu verstehen geben, dass du etwas von ihnen willst, nicht umgekehrt. Und deswegen versuchst du wohl darüber nachzudenken ob du dich hochf*cken kannst. Weil sie dir vielleicht etwas schuldig wären. Weil du etwas von dir gibst, um im Gegenzug etwas zu bekommen.

Ich kann verstehen, dass es nicht schön ist und dass du dich quälst. Diesen Schmerz jeden Tag in sich zu fühlen, und es nurnoch hinausschreien zu wollen. Und vielleicht ist ein Buch ein gutes Medium dazu, es sollen viele erfahren was in dir tobt. Was in dir schreit, aber nicht gehört werden kann, weil kein Buch der Welt einen Ton von sich gibt. Nur die Gedanken. Vermutlich willst du deswegen so viele Dinge um es aus dir herauszuschreien, und als das gesehen werden was du bist. Ein Schrei im Wirbelsturm.

Ich denke, im Grunde genommen ist es nicht schwer, die Ziele die du hast. Es ist alles machbar. Es ist nur die Frage ob es von dir machbar ist. Du musst dich fragen was du bereit bist dafür zu tun. Und das ist nicht ein Buch zu veröffentlichen... sondern dir psychatrische Hilfe zu holen.


Edit: Ähhh...mit 6 habe ich eine Kurzgeschichte geschrieben, indem im Hinterzimmer eines Friseursalons ein schwarzes Loch entstand. Die Welt war schockiert, denn wer hätte denn jemals geahnt dass bei Tante Berta im Hinterzimmers ihres feinen Friseursalons ein schwarzes Loch entsteht. Selbst der Hund (kein Plan wie ich den genannt hab) war empört und hörte nicht auf zu kläffen bis das schwarze Loch ihn aufsaugte. Und so verschwand die Welt in Tante Bertas Friseursalon im Hinterzimmer. Also... ja meine Mum musste in die Schule kommen, weil die Lehrer immer Panik hatten ich wär irgendwie 'n bisschen panne in der Birne, hätte ein Trauma oder so, weil ich immer so "fantasievollen" Schmarn von mir gab. Aber ein Genie war ich dadurch auch nicht. Jetzt nur, weil du der Meinung warst dat von dir wär jetzt der Hammer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Edit: Ähhh...mit 6 habe ich eine Kurzgeschichte geschrieben, indem im Hinterzimmer eines Friseursalons ein schwarzes Loch entstand. Die Welt war schockiert, denn wer hätte denn jemals geahnt dass bei Tante Berta im Hinterzimmers ihres feinen Friseursalons ein schwarzes Loch entsteht. Selbst der Hund (kein Plan wie ich den genannt hab) war empört und hörte nicht auf zu kläffen bis das schwarze Loch ihn aufsaugte. Und so verschwand die Welt in Tante Bertas Friseursalon im Hinterzimmer. Also... ja meine Mum musste in die Schule kommen, weil die Lehrer immer Panik hatten ich wär irgendwie 'n bisschen panne in der Birne, hätte ein Trauma oder so, weil ich immer so "fantasievollen" Schmarn von mir gab

Lach... hab mit sechs auch eine Kurzgeschichte geschrieben, über ein Monster, das im Stadtwald lauert und die Seelen der Besucher frisst. 😀 Nur die drei magischen Freunde Timo, Anna und Thomas konnten es aufhalten indem sie es zu Kaffee und Kuchen einluden. Der Kuchen schmeckte so gut, dass das Monster milde gestimmt wurde. 😀
 
Das eine würde das andere doch nicht ausschließen.

Es gibt vieles, wo ich augenscheinlich Kontakte habe.
Aber ich weiß auch nicht wie man fragt und bin schüchtern.
Dieses: "Du könntest doch die und die fragen".
Joa - Habe ich aber nicht.
Und inzwischen ist es einige Jahre her und in dieser Zeit sind mir auch 1-2 unschöne Sachen passiert, weswegen einiges jetzt nicht in Angriff genommen werden konnte.

Wenn es mir dann sogar eher besser (!) geht, dann fällt mir ein: "Du wolltest im Leben doch noch dies und das!" und all diese Bereiche sind weitaus weniger Träumerei als es klingt, weil ich sehr wohl einiges mache und gemacht habe.
Mir fehlen nur so Kleinigkeiten, damit es etwas wird.
 
Lach... hab mit sechs auch eine Kurzgeschichte geschrieben, über ein Monster, das im Stadtwald lauert und die Seelen der Besucher frisst. 😀 Nur die drei magischen Freunde Timo, Anna und Thomas konnten es aufhalten indem sie es zu Kaffee und Kuchen einluden. Der Kuchen schmeckte so gut, dass das Monster milde gestimmt wurde. 😀

Haha, ja. So richtig bekloppte Stories hat man sich immer ausgedacht. Wenn ich mir das heute durchlese denk ich mir auch "Oh shi*, wie WIE bin ich nur auf sowas gekommen und wieso fällt mir heute nichtmehr sowas witziges ein?"
 
Das eine würde das andere doch nicht ausschließen.

Es gibt vieles, wo ich augenscheinlich Kontakte habe.
Aber ich weiß auch nicht wie man fragt und bin schüchtern.
Dieses: "Du könntest doch die und die fragen".
Joa - Habe ich aber nicht.
Und inzwischen ist es einige Jahre her und in dieser Zeit sind mir auch 1-2 unschöne Sachen passiert, weswegen einiges jetzt nicht in Angriff genommen werden konnte.

Wenn es mir dann sogar eher besser (!) geht, dann fällt mir ein: "Du wolltest im Leben doch noch dies und das!" und all diese Bereiche sind weitaus weniger Träumerei als es klingt, weil ich sehr wohl einiges mache und gemacht habe.
Mir fehlen nur so Kleinigkeiten, damit es etwas wird.

Naja, dann musst du aufpassen, dass du nicht in die Manie verfällst. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Ich will nicht sagen, dass es mir nicht oft ähnlich erging. Aber irgendwann muss man zu einem Mittelpunkt finden zwischen "wollen" und "tun". Ich mein ich hab auch schon Zeiten hinter mir der totalen Verwahrlosung, und in Zeiten der Besserung kommt die plötzliche Erkenntnis, wie man ein Leben an sich vorbeirauschen ließ, in völliger Apathie und Lethargie es nurnoch geschehen ließ. Und wacht man aus diesem "Knock-out" auf, bemerkt man, dass man seine Zeit vergeudet hat.

Ich kann dir wirklich nur raten, versuch erst dich selbst zu ordnen. Dich zu strukturieren. Eine gewisse Klarheit für die Realität zu entwickeln. Die Realität von dem was ist, und dem was machbar wäre. Du sagst du brauchst nur Feintuning, für mich klingt deine Fragestellung mehr nach völliger Unwissenheit von dem was zu tun ist, welche Schritte zu gehen sind.

Im Grunde, musst du nur den Schritt gehen. Sei es nun das Manuskript an Verlage zu verschicken und abzuwarten was passiert. Mehr ist es nicht. Das wurde dir schon mehrmals gesagt, auch schon vor Monaten, getan hast du es nicht. Und du wirst es auch nicht morgen tun. Also tu es heute. Setz dich für eine Weile an den Rechner, tipp das Exposé, im Internet gibt es viele Anleitungen und Tipps so etwas zu schreiben, schreib eine gute Bewerbung, stell dich und deine Idee vor. Und dann... who knows.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben