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Leihmutterschaft

Es ist schon auffällig, wie sehr die Vertreter der Leihmutterschaft bei dieser Debatte den Blickwinkel des so entstandenen Menschen ganz augenscheinlich nicht einnehmen möchten.
Man kann sicher Eltern eines so entstandenen Kindes so zu ihrem eigenen Glück verhelfen, ob das aber auch für das heranwachsende Kind gilt, wenn es später davon erfährt, da bleiben meine Zweifel.
Burbacher
Für ein Kind ist es ziemlich egal, ob es sich seine ersten neun Monate in der Gebärmutter der eigenen Mutter, einer anderen Frau oder sogar in einer künstlichen Gebärmutter (noch Zukunftsmusik, aber gearbeitet wird dran) entwickelt hat. Wenn ein Kind alt und vernünftig genug ist, über die Umstände informiert zu werden, ist es auch schon vernünftig genug, damit klarzukommen - vorausgesetzt es stellt sich nicht jemand vor es hin und suggeriert "das wäre unnatürlich und das Kind müßte sich doch deswegen schämen und schlecht fühlen und sich für minderwertig halten". Nein, die korrekte Antwort bei Leihmutterschaft (oder künstlicher Gebärmutter) lautet einfach: "Deine Mutter konnte selber nicht, also hat man diesen Weg gewählt, weil du erwünscht warst, du bist ein echtes Wunschkind, für das man schon vor der Zeugung viele Mühen und Kosten auf sich genommen hat."
Wie sieht das aus - aus dem Blickwinkel des "so entstandenen Menschen"?
 
Leihmutterschaft und Samenspende finde ich abartig. Warum? Weil es nur aus egoistischen Gründen passiert. Jemand will unbedingt ein Kind haben und es ist denen egal, wie das später erwachsene Kind damit klar kommt, keine Eltern (auf natürliche Weise durch Vater und Mutter gezeugt zu werden). Wenn die Kinder erwachsen sind, möchten die meisten sicherlich wissen, wer der biologische Vater ist. Ein Kind muss sich mit den Eltern identifizieren können. Alles Andere wird irgendwann für das Kind ein Problem darstellen. Es wird sich irgendwie immer als Anders empfinden, denen gegenüber, die auf herkömmliche Weise Eltern haben. Und wenn ein Elternpaar zum Austragen eines Kindes eine Leihmutter braucht, ich als erwachsenes Kind würde dadurch sicherlich durcheinander kommen. Es bleibt für mich ein egoistischer Wunsch der Eltern, etwas haben zu wollen, was auf natürliche Weise nicht passieren kann.
 
Warum muss auf Teufel komm raus ein Kind in die Welt gesetzt werden? Egal wie... für mich ist klar: Kann ich auf natürlichem Weg kein Kind bekommen kann, dann hat das einen Grund. Vielleicht bin ich als Mutter nicht "vorgesehen"?
 
Hmmm... weiß nicht...
Ich bin der festen Überzeugung, dass es etwas zu bedeuten hat, wenn jemand zeugungsunfähig ist oder ein Paar aus anderen Gründen keine leiblichen Kinder bekommen kann. Bei meinem Mann und mir ist es auch so. Die Gefahr besteht, dass es zu einer Rhesus- Unverträglichkeit kommt. Deshalb haben wir den Kinderwunsch auch ad acta gelegt. Es ist schwer zu akzeptieren, dass es manchen verwehrt bleibt Kinder zu bekommen, aber ich finde es dennoch irgendwie widernatürlich das Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen. Ein Kind GEHÖRT zur leiblichen Mutter. So sehe ich es zumindest.
Eine Rhesus-Unverträglichkeit tritt doch erst bei der zweiten Schwangerschaft auf, oder? Das erste Kind wäre okay.

Ein Kind "gehört" zur leiblichen Mutter... warum? Weil es ihr Eigentum als selbstproduzierte Sache ist? Weil andere Mütter irgendwie "automatisch schlechter" wären? Weil es auch zur menschlichen Natur gehört, keine genetisch fremden "Kuckuckskinder" aufziehen zu wollen? Weil irgendeine "magische" Verbindung zwischen Mutter und Kind angenommen wird, oder wenigstens eine hormonell provozierte Bindung, die glorifiziert und heiliggesprochen wird?
Die Bindung zur leiblichen Mutter und nicht irgendwelchen anderen Frauen ist nur insofern "wichtig", als meistens nur die Frau, die das Kind geboren hat, den Milchcocktail produzieren kann, den das Kind in jeder jeweiligen Entwicklungsstufe braucht. Die Milchzusammensetzung gleich nach Geburt ist eine andere als später (insbesondere Immunstoffe), weshalb eine andere Frau, die schon länger säugt, einem Neugeborenen nicht genau das geben kann, was er braucht.
Aber bei Leihmutterschaften wird auf sowas üblicherweise geachtet, daß ein Neugeborenes auch Spezialmilch für Neugeborene erhält, ähnlich wie auch bei Frühgeburten.
 
Warum muss auf Teufel komm raus ein Kind in die Welt gesetzt werden? Egal wie... für mich ist klar: Kann ich auf natürlichem Weg kein Kind bekommen kann, dann hat das einen Grund. Vielleicht bin ich als Mutter nicht "vorgesehen"?
Oder es ist schlicht ein Fehler der Natur. Fehler der Natur passieren ständig, Mutationen oder andere Erbgutfehler die zu Down-Syndrom und anderen Erbkrankheiten führen... Blinddarmentzündungen... Eileiterschwangerschaften... Krebs in allen seinen Formen... Wenn wir uns von den Fehlern der Natur beherrschen lassen wollten, dürften wir uns überhaupt nicht mit Medizin abgeben.
 
Daoga, der von KosmischerKerl verlinkte Artikel hat mit Klonen (im Sinne von Herstellen einer genetisch identischen Kopie) glücklicherweise nix zu tun. 🙂 Es geht ja lediglich darum, aus einer nicht befruchtungsfähigen Körperzelle, wie einer Hautzelle, eine befruchtungsfähige Eizelle herzustellen. Diese kann dann mit dem Erbgut eines anderen Individuums befruchtet werden. Selbst wenn man sie mit dem Erbgut derselben Person, von der die künstliche Eizelle stammt, befruchten würde, würde kein Klon dabei herauskommen!

Ich glaube, dass die Übertragung dieser Erkenntnisse auf den Menschen im Moment reine Science Fiction ist.

Leihmutterschaft und Samenspende finde ich abartig. Warum? Weil es nur aus egoistischen Gründen passiert. Jemand will unbedingt ein Kind haben und es ist denen egal, wie das später erwachsene Kind damit klar kommt, keine Eltern (auf natürliche Weise durch Vater und Mutter gezeugt zu werden). Wenn die Kinder erwachsen sind, möchten die meisten sicherlich wissen, wer der biologische Vater ist. Ein Kind muss sich mit den Eltern identifizieren können. Alles Andere wird irgendwann für das Kind ein Problem darstellen. Es wird sich irgendwie immer als Anders empfinden, denen gegenüber, die auf herkömmliche Weise Eltern haben.
Siehst du auch bei einer Adoption so erhebliche Probleme für das Kind?
"Eltern sein" ausschließlich durch genetische Faktoren zu definieren und soziale und zwischenmenschliche Faktoren dabei völlig außer Acht zu lassen, finde ich ziemlich traurig.
 
Eine Rhesus-Unverträglichkeit tritt doch erst bei der zweiten Schwangerschaft auf, oder? Das erste Kind wäre okay.

"Damit eine Unverträglichkeitsreaktion erst gar nicht entsteht, erhalten alle Rhesus-negativen Mütter während oder nach der ersten Schwangerschaft eine sogenannte Anti-D-Immunglobulin-Spritze. Diese bewirkt, dass der mütterliche Körper selbst keine Antikörper produziert und sich somit keine Rhesusunverträglichkeit entwickelt. Diese sogenannte Rhesusprophylaxe ist allerdings nur sinnvoll, bevor Antikörper im Blut der Mutter vorhanden sind." (http://www.onmeda.de/krankheiten/rhesusunvertraeglichkeit.html)

Keine Gefahr, auch bei der 2. Schwangerschaft. Die Spritze wird normal gegen Anfang des 3. Trimesters gegeben.
 
Leihmutterschaft und Samenspende finde ich abartig. Warum? Weil es nur aus egoistischen Gründen passiert. Jemand will unbedingt ein Kind haben und es ist denen egal, wie das später erwachsene Kind damit klar kommt, keine Eltern (auf natürliche Weise durch Vater und Mutter gezeugt zu werden). Wenn die Kinder erwachsen sind, möchten die meisten sicherlich wissen, wer der biologische Vater ist. Ein Kind muss sich mit den Eltern identifizieren können. Alles Andere wird irgendwann für das Kind ein Problem darstellen. Es wird sich irgendwie immer als Anders empfinden, denen gegenüber, die auf herkömmliche Weise Eltern haben. Und wenn ein Elternpaar zum Austragen eines Kindes eine Leihmutter braucht, ich als erwachsenes Kind würde dadurch sicherlich durcheinander kommen. Es bleibt für mich ein egoistischer Wunsch der Eltern, etwas haben zu wollen, was auf natürliche Weise nicht passieren kann.
Jedem Kind kann es passieren, daß es einen oder beide Elternteile nie kennenlernt, weil sie sterben, sich irgendwann trennen, das Kind zu Pflegeeltern oder ins Heim kommt... das wäre ein Argument, überhaupt keine Kinder in die Welt zu setzen, denn all das kann immer passieren.
Zumindest bei Leihmutterschaft hat das Kind zwei Eltern, nämlich seine biologischen, von denen Ei und Samen stammen. Und ggf. sogar ein drittes Elternteil, die Leihmutter, falls die biologischen Eltern den Kontakt zu ihr aufrecht erhalten, denn diese Möglichkeit gibt es auch, auch ein ausgetragenes "Fremdkind" lebt später nicht auf einem fremden Planeten, sondern kann sich im Kindesalter mit Erlaubnis der Eltern oder spätestens im Erwachsenenalter aus eigenem Antrieb mit seinem Ursprung auseinandersetzen.
"Probleme" und "sich als Anders empfinden" kommt immer dann zustande, wenn dem Kind absichtlich oder unbewußt suggeriert wird, es "müßte doch" wegen der Art seines Entstehens Probleme und Komplexe haben und es "müßte" sich als anders und unnatürlich empfinden. Vor allem Jugendliche in der Pubertät, die sich sowieso wie Aliens auf dem falschen Planeten fühlen, sind für derartiges äußerst empfänglich und lassen sich sehr gern Dinge einreden, die sie dann unter Umständen lebenslänglich psychisch belasten - worüber ein psychisch bereits gefestigter Erwachsener dagegen meist mit pragmatischem Schulterzucken hinwegsehen würde.
Nicht, Holzrose? Würdest Du einem Kind oder beeinflußbaren Jugendlichen die Umstände seiner Entstehung um die Ohren hauen, für die er gar nix kann, würdest Du das Kind bewußt oder auch unbewußt für die Wünsche seiner Eltern büßen lassen wollen? Oder nicht?
Erforsche Dein Gewissen ... :unschuldig:
 
"Damit eine Unverträglichkeitsreaktion erst gar nicht entsteht, erhalten alle Rhesus-negativen Mütter während oder nach der ersten Schwangerschaft eine sogenannte Anti-D-Immunglobulin-Spritze. Diese bewirkt, dass der mütterliche Körper selbst keine Antikörper produziert und sich somit keine Rhesusunverträglichkeit entwickelt. Diese sogenannte Rhesusprophylaxe ist allerdings nur sinnvoll, bevor Antikörper im Blut der Mutter vorhanden sind." (Rhesusunverträglichkeit - Onmeda.de)

Keine Gefahr, auch bei der 2. Schwangerschaft. Die Spritze wird normal gegen Anfang des 3. Trimesters gegeben.
Ja, das auch. Die Angst vor der Unverträglichkeit ist beim heutigen Stand der Medizin also eine faule Ausrede. Oder die Frau, die es betrifft, hält sich aus religiösen oder anderen Gründen von Schulmedizin fern.
 
Kann ich auf natürlichem Weg kein Kind bekommen kann, dann hat das einen Grund. Vielleicht bin ich als Mutter nicht "vorgesehen"?

JEDER kann theoretisch ein Kind bekommen. Es widerspricht der (Über)lebenstheorie. Die ganze Fortpflanzungslinie wäre schon längst ausgestorben, würde das nicht gehen. Es ist der Sinn des Lebens, zu Überleben, sich Fortzupflanzen. Wenn man durch heutige Umstände (zB chemikalien) gerade zeugungsunfähig geworden ist, dann kann man durch heutige Mittel auch versuchen trotzdem ein Kind zu bekommen. Survival of the fittest - im ausgeweiteten Sinne 😀
Nimm mal dein Beispiel: du bist RHneg. Weißt du was? Deine Vorfahren, und da waren ganz sicher viele Rh-neg Mütter bei, haben sogar ohne die heutige Spritze überlebt. Sonst würdest du doch gar nicht hier sitzen 😉
Mutationen gehören ebenso zum Leben dazu.

(Leihmutterschaft würde trotzdem dem Menschenhandel Tür und Tor öffnen. Wollte es nur zufügen, falls es sich anhört als fände ich es ok, daß Leihmutterschaft legal würde)
 

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