Für ein Kind ist es ziemlich egal, ob es sich seine ersten neun Monate in der Gebärmutter der eigenen Mutter, einer anderen Frau oder sogar in einer künstlichen Gebärmutter (noch Zukunftsmusik, aber gearbeitet wird dran) entwickelt hat. Wenn ein Kind alt und vernünftig genug ist, über die Umstände informiert zu werden, ist es auch schon vernünftig genug, damit klarzukommen - vorausgesetzt es stellt sich nicht jemand vor es hin und suggeriert "das wäre unnatürlich und das Kind müßte sich doch deswegen schämen und schlecht fühlen und sich für minderwertig halten". Nein, die korrekte Antwort bei Leihmutterschaft (oder künstlicher Gebärmutter) lautet einfach: "Deine Mutter konnte selber nicht, also hat man diesen Weg gewählt, weil du erwünscht warst, du bist ein echtes Wunschkind, für das man schon vor der Zeugung viele Mühen und Kosten auf sich genommen hat."Es ist schon auffällig, wie sehr die Vertreter der Leihmutterschaft bei dieser Debatte den Blickwinkel des so entstandenen Menschen ganz augenscheinlich nicht einnehmen möchten.
Man kann sicher Eltern eines so entstandenen Kindes so zu ihrem eigenen Glück verhelfen, ob das aber auch für das heranwachsende Kind gilt, wenn es später davon erfährt, da bleiben meine Zweifel.
Burbacher
Wie sieht das aus - aus dem Blickwinkel des "so entstandenen Menschen"?