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Leihmutterschaft

wenn die argumente fehlen, wird die diskussion verlagert. was hat indien mit deutschland und europa zu tun?
diese art der diskussion hat schopenhauer bereits 1830 in seiner arbeit 'eristische dialektik' entlarvt, die den bezeichnenden untertitel trägt 'von der kunst, recht zu behalten'.
es ist bereits seit langem in der soziologie und der politologie bekannt, dass sich populisten genau dieser strategien bedienen und daher streitunfähig und also auch demokratieunfähig sind. demokratie lebt davon, dass zumindest gegenargumente gehört und beim thema geblieben wird.
 
Wenn es denn für ein Paar nicht möglich ist, auf natürlichem Wege Kinder zu bekommen, warum adoptiert es nicht ein Kind, das sonst vielleicht keine Chance auf ein behütetes und umsorgtes Leben hat?
Ich fände das allemal würdevoller, ja menschlicher, so zu einer Elternschaft zu kommen als über einen anderen, meist wesentlich problematischeren Weg.
Ein schöner Gedanke - dann sollte aber mal dafür gesorgt werden, dass dieser Weg auch tatsächlich allen kinderlosen Paaren in Deutschland grundsätzlich offensteht. Denn homosexuellen Paaren ist die Adoption fremder Kinder verboten. Problematisch, allerdings.
 
Ein schöner Gedanke - dann sollte aber mal dafür gesorgt werden, dass dieser Weg auch tatsächlich allen kinderlosen Paaren in Deutschland grundsätzlich offensteht. Denn homosexuellen Paaren ist die Adoption fremder Kinder verboten. Problematisch, allerdings.

KleinerPiepmatz,

da habe ich auch Vorbehalte. Wer sein Leben nicht mit einem gegengeschlechtlichen Partner, einer Partnerin teilen kann, sollte vielleicht auch grundsätzlich vom Gedanken an Kinder Abschied nehmen.
Das gehört für mich schlicht zu der Überlegung, dass man👎/frau im Leben nicht alles haben kann.

Was mir aufgefallen ist im Zusammenhang mit Adoptionen, dass Kinder - soll ich sagen- überwiegend an gut bis sehr gut situierte Paare gegeben wurden. Es ist sicher richtig, Kinder als Finanzierungsquelle für die Hypothek zum Hausbau zu verhindern, allerdings bieten gutsituierte Paare nicht per se die Garantie dafür, dass eine Adoption auch gelingt.

Burbacher
 
Burbacher,

Was mir aufgefallen ist im Zusammenhang mit Adoptionen, dass Kinder - soll ich sagen- überwiegend an gut bis sehr gut situierte Paare gegeben wurden. Es ist sicher richtig, Kinder als Finanzierungsquelle für die Hypothek zum Hausbau zu verhindern, allerdings bieten gutsituierte Paare nicht per se die Garantie dafür, dass eine Adoption auch gelingt.
Amen. Genauso wenig wie eine Gegengeschlechtlichkeit der Partner.

Das gehört für mich schlicht zu der Überlegung, dass man👎/frau im Leben nicht alles haben kann.
Also Homosexuelle können nicht alles haben - Heterosexuelle, bei denen es nicht so klappt, sollten dagegen ruhig dem Schicksal ein Schnippchen schlagen und adoptieren? Wieso diese Ungleichbehandlung?

Ich weiß, es gehört nicht ganz zum Hauptthema, aber ich kann es so nicht stehen lassen. 😱 Die Annahme, es würde einem Kind schaden, unter der Rahmenbedingung gleichgeschlechtlicher Eltern aufzuwachsen, lässt sich meines Wissens nach überhaupt nicht mit empirischen Fakten oder Beobachtungen begründen. Mit Sicherheit wird dies nicht zu den entscheidenden Faktoren einer erfüllten Kindheit gehören, oder anders gefragt: Spielte bei den zighundert verzweifelten Threads hier über Probleme mit den Eltern jemals das Geschlecht der Eltern eine entscheidende Rolle? Waren es nicht vielmehr mangelnder Respekt, mangelnde Zuneigung, mangelnde Fürsorge?
Dass Familie zwingend "Mutter, Vater, Kind" und am besten noch "Häuschen, Hündchen, Eltern verheiratet, alle gesund, alles prima" heißen muss, ist lediglich eine althergebrachte Bilderbuchzeichnung, aber die Realität zeigt doch, dass es glückliche Familien in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen gibt.
 
Welche gründe sprechen gegen eine Leihmutterschaft? NICHT-religiöse Gründe bitte.



Warst du einemal werdende Mutter (sorry, es ist nicht erkennbar, ob du m oder w bist)? Wenn, beantwortet sich eigentlich die Frage von selbst (ich versuche gerade, Glaubensargumente außenvor zu lassen).
Denn wenn man 9 Monate ein Kind in sich getragen hat, entsteht in den meisten Fällen eine Bindung - vonseiten des Kindes, aber auch vonseiten der Mutter, gleich, ob sie das Kind zunächst nur aus Kommerzgründen zeugen ließ.

Die Konflikte sind bekannt und werden immer wieder Gegenstand zum Rechtsstreit. Es hat schon einen Sinn, dass bei uns Leihmutterschaft verboten ist.
 
Kleiner Piepmatz:

Du schreibst:

"Dass Familie zwingend "Mutter, Vater, Kind" und am besten noch "Häuschen, Hündchen, Eltern verheiratet, alle gesund, alles prima" heißen muss, ist lediglich eine althergebrachte Bilderbuchzeichnung, aber die Realität zeigt doch, dass es glückliche Familien in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen gibt."

Ich weiß um diese Vielfalt, wie ich auch weiß, dass hinter der Fassade einer gutbürgerlichen Familienseligkeit die erbärmlichsten Zustände herrschen können.
Gleichwohl sehe ich und konnte das über Jahre beobachten, dass noch ausgefallenere Modelle des Familienlebens das Familienleben nicht gerade fördern. Was das Zusammenleben von Familien mit lesbischen oder schwulen Eltern angeht, stehen wir überdies am Anfang und so sind wohl verlässliche Studien erst in ein paar Jahren zu erwarten.
Zudem habe ich ausgesprochen wenig Vertrauen in die Urteilsfähigkeit von Jugendämtern und ich habe ziemlich konkrete Vorstellungen, was etwa von Seiten der Jugendämter unternommen wird, wenn ein alleinerziehender Vater sich für eine Verbindung zu einem Mann entscheidet und die Mutter dies dann im Jugendamt anklagend vorträgt.

Ich behaupte, dass dann auch die Kinder vortragen können, wie gut sie mit Vater und dessen Partner klarkommen, hakt die verlassene Mutter beim Jugendamt nach, wird es für die betroffenen Väter schwierig.

Wunsch und Wirklichkeit klaffen da noch immer um Meilen auseinander.

Burbacher
 
Burbacher,

es ist doch schon längst eine entsprechende Studienlage vorhanden! Schnell rausgegoogelt:
Deutsches Ärzteblatt: Studie: Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern geht es gut
So sehr schaden homosexuelle Eltern ihren Kindern wirklich

Ich bin nicht sicher, ob ich deinen Punkt mit dem Jugendamt richtig verstanden habe, aber wenn Jugendämter vorurteilsbelastet gegenüber homosexuellen Eltern agieren sollten, dann ist DAS doch eher der Punkt den man anprangern sollte und nicht, dass homosexuelle Paare überhaupt Kinder erziehen.
Auf keinen Fall rechtfertigt es ein Adoptionsverbot.
 
Warst du einemal werdende Mutter (sorry, es ist nicht erkennbar, ob du m oder w bist)? Wenn, beantwortet sich eigentlich die Frage von selbst (ich versuche gerade, Glaubensargumente außenvor zu lassen).
Denn wenn man 9 Monate ein Kind in sich getragen hat, entsteht in den meisten Fällen eine Bindung - vonseiten des Kindes, aber auch vonseiten der Mutter, gleich, ob sie das Kind zunächst nur aus Kommerzgründen zeugen ließ.
Die Konflikte sind bekannt und werden immer wieder Gegenstand zum Rechtsstreit. Es hat schon einen Sinn, dass bei uns Leihmutterschaft verboten ist.
"Bei uns", aber nicht anderswo. Wenn ein leiblich ausgetragenes, wenn auch nicht blutsverwandtes Kind samt Weggabe desselben bedeutet, daß eine Frau genug Geld für ein 100%ig eigenes Kind von einem selbst ausgewählten Kindsvater und ggf. weiterer Familie haben wird (betrifft viele arme Mütter in Indien und anderen Ländern...) wird die Bindung zu dem einen Kind wohl schon nicht mehr so eng ausfallen. Zumal das Kind dann mutmaßlich auch in guten Händen ist, oder jedenfalls in Händen von Leuten, die sich das Wohlergehen und Fortkommen des Kindes auch finanziell leisten können.
Es war eben eine Dienstleistung, die mit Hilfe des eigenen Körper begangen wurde, und nicht mehr. Vergleichbar "freiwilliger", allein um des Geldes willen begangener Prostitution mit reichlich Bonusgeschenken, ohne daß ein fieser Zuhälter dahintersteht, der die Kohle dann einkassiert. Gegen freiwillige Prostitution kann auch bei uns kaum vorgegangen werden, es ist gutes Recht, wenn ein erwachsener Mensch ohne Zwang eigene sexuelle Leistungen anbietet und "verkauft".
 
Burbacher,

es ist doch schon längst eine entsprechende Studienlage vorhanden! Schnell rausgegoogelt:
Deutsches Ärzteblatt: Studie: Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern geht es gut
So sehr schaden homosexuelle Eltern ihren Kindern wirklich

Ich bin nicht sicher, ob ich deinen Punkt mit dem Jugendamt richtig verstanden habe, aber wenn Jugendämter vorurteilsbelastet gegenüber homosexuellen Eltern agieren sollten, dann ist DAS doch eher der Punkt den man anprangern sollte und nicht, dass homosexuelle Paare überhaupt Kinder erziehen.
Auf keinen Fall rechtfertigt es ein Adoptionsverbot.

Was als Studie verkauft wird, ist lediglich eine Befragung in einem Zeitraum von 2 Jahren. Die Befragung ist sicher interessant. Jedoch ist es nur eine Befragung, erstreckt sich nur über 2 Jahre und hat von daher wenig Aussagekraft.
 
"Bei uns", aber nicht anderswo. Wenn ein leiblich ausgetragenes, wenn auch nicht blutsverwandtes Kind samt Weggabe desselben bedeutet, daß eine Frau genug Geld für ein 100%ig eigenes Kind von einem selbst ausgewählten Kindsvater und ggf. weiterer Familie haben wird (betrifft viele arme Mütter in Indien und anderen Ländern...) wird die Bindung zu dem einen Kind wohl schon nicht mehr so eng ausfallen. Zumal das Kind dann mutmaßlich auch in guten Händen ist, oder jedenfalls in Händen von Leuten, die sich das Wohlergehen und Fortkommen des Kindes auch finanziell leisten können.
Es war eben eine Dienstleistung, die mit Hilfe des eigenen Körper begangen wurde, und nicht mehr. Vergleichbar "freiwilliger", allein um des Geldes willen begangener Prostitution mit reichlich Bonusgeschenken, ohne daß ein fieser Zuhälter dahintersteht, der die Kohle dann einkassiert. Gegen freiwillige Prostitution kann auch bei uns kaum vorgegangen werden, es ist gutes Recht, wenn ein erwachsener Mensch ohne Zwang eigene sexuelle Leistungen anbietet und "verkauft".

Wenn Menschen von Menschlichkeit nichts verstehen, fangen sie an, über Recht zu reden.
 

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