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Leihmutterschaft

Indien ist ein gutes Beispiel für die Entwicklung von Leihmutterschaft, die sich dort zunächst völlig frei entwickeln konnte. Andere Probleme des Landes sind hier nicht das Thema.
 
Wenn man junge Mädchen wie in Indien zwingt, Kinder auszutragen, ist das ein Verbrechen.

Es gibt aber nicht nur schwarz weiß.

Eine Leihmutter kann auch ein Segen sein für ein Paar, wo die Frau das Kind nicht austragen könnte.

Es gibt durchaus Leihmütter, die sagen, dass es ihnen selber Freude macht, Paaren zum Kinderglück zu verhelfen,

und es gibt Frauen, die keinen Verlust empfinden, wenn das Kind dann weg ist nach der Geburt. Aber finanziell hat ihnen diese Leihmutterschaft geholfen, ihre eigene Familie durchzubringen.

Es ist ein bisschen ähnlich wie bei der Prostitution. Die eine kann es ohne psychischen Schaden davonzutragen, für die nächste wäre es das Schlimmste überhaupt.
Wobei der Vergleich hinkt. Mit einer Leihmutterschaft kann man einem Paar Gutes tun, bei letzterem werden nur Männertriebe befriedigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil das einer neuen Art von Ausbeutung (hilfloser) Frauen inkl Menschenhandel Tor und Tür öffnen würde.

Gibt's doch schon ewig, nur eben in anderen Ländern- betrifft uns dann ja nicht! 😀
Und hier gibt es das auch, nur eben nicht legal. Umso sinnvoller sind dann auch Gesetze, die die Mütter und Kinder schützen!

Eine sehr schöne Geschichte fand ich, dass eine Mutter ein Kind für Ihre Tochter ausgetragen hat, weil diese sehr unter der Kinderlosigkeit litt.
Die Oma Freut sich über die Enkelin und gut ist.

Nicht alles ist teuflisch 😉

Die Frage war, was dagegen spricht. Nicht ob es teuflisch ist. 😉 Sicher hats seine guten Seiten.
Wie toll man mit Gesetzen aber die Menschenhändler in Schach hält, sieht man ja an der Prostitution. "Unterschreibe hier, daß du das freiwillig machst! Sonst erschieße ich deine Schwester!"
 
Wenn man junge Mädchen wie in Indien zwingt, Kinder auszutragen, ist das ein Verbrechen.
In Indien werden keine Frauen und Maedchen gezwungen, Babys auszutragen, die Frauen stehen Schlange, von dem beauftragenden Paar ausgewaehlt zu werden, denn das bedeutet 1 Jahr beste medizinische Betreuung, gutes und genuegend zu essen und schliesslich fuer die Geburt viel Geld, mit der man wiederum seine Familie ernaehren kann.

Es gibt durchaus Leihmütter, die sagen, dass es ihnen selber Freude macht, Paaren zum Kinderglück zu verhelfen,
Generell ist Leihmutterschaft ein knallhartes Geschaeftsmodell und kein "ich helf dir mal kostenlos. Eine Geburt ist kein Spaziergang.

Wie viele Frauen in Deutschland gibt es, die die Buerde und die Gefahren einer Schwangerschaft und Geburt fuer eine wildfremde Frau auf sich nehmen wuerden? Was waeren das fuer Frauen, die anderen Frauen zu einem "eigenen" Baby verhelfen wuerden? Wuerden Rechtsanwaeltinnen oder Aerztinnen fuer eine Kollegin oder fuer eine Putzfrau das Austragen eines Kindes uebernehmen? Wohl kaum.

Leihmutterschaft ist ueberall auf der Welt ein knallhartes Geschaeft. Das Baby ist die Ware, die verhoekert wird bzw. die man zu kaufen und geliefert wuenscht wie manche Reiche meinen, man koenne alles kaufen. Wird Leihmutterschaft zu einem neuen Geschaeftsmodell fuer Arme / Arbeitslose, wenn es zugelassen wuerde? Wie praktisch. Es koennten also die Reichen das laestige Kinderkriegen den Armen "ueberlassen", Arme koennten sich dann immer noch keine eigenen Kinder leisten.



Die Leihmutter will ueberall auf der Welt viel Geld sehen. Schliesslich steht sie bis zur Entbindung unter Kontrolle, muss die vereinbarten Vorschriften genauestens befolgen, darf ihr gewohntes Leben nur bedingt weiterleben.

Ueber die Risiken einer Geburt darf man dann gar nicht erst genauer nachdenken. Wenn man so viel bezahlt hat, will man 1A Ware sehen. Geburten gehen schief, Babys kommen gehandicapt auf die Welt. Andere entwickeln sich nicht so, wie die Eltern es sich wuenschen. Gibt es da ein Rueckgaberecht des Babys an die Leihmutter, wenn das Kind nicht "funktioniert"? Und was ist, wenn die austragende Frau waehrend der Geburt stirbt? Ein bedauernswerter Kolleteralschaden? Was ist, wenn es zur Fehlgeburt kommt?
 
Ich weiß, dass ich an dieser Stelle gut reden kann. Bei uns kamen die Kinder damals, und wir haben gegen mehrere Verhütungsmethoden, die als recht zuverlässig gelten, gesiegt.
Ich lernte dagegen Paare kennen, die sich nahezu unmenschlichen Versuchen ausgeliefert haben und dennoch erfolglos blieben. Insofern muss ich mich in Bescheidenheit üben und darf nicht den Stab brechen über den Versuch von Paaren, die unbedingt auf jede erdenkliche Art und Weise ein Kind bekommen möchten.
Gleichwohl steht für mich und aus meiner Sicht hinter diesen Anstrengungen vieler Paare ein Gedanke, den ich ansprechen möchte. Manchmal bekommen wir nicht, was wir unbedingt haben möchten. Menschen können wirtschaftlich und beruflich erfolgreich sein, gesellschaftlich geachtet. Alles passt, alles läuft. Aber Eltern werden können sie nicht. Ich kann diese demütigende Erfahrung verstehen. Und dennoch: Gehört es nicht auch zum Leben, dass wir nicht alles haben können, alles erreichen, was wir uns sehnlichst wünschen?
Wenn es denn für ein Paar nicht möglich ist, auf natürlichem Wege Kinder zu bekommen, warum adoptiert es nicht ein Kind, das sonst vielleicht keine Chance auf ein behütetes und umsorgtes Leben hat?
Ich fände das allemal würdevoller, ja menschlicher, so zu einer Elternschaft zu kommen als über einen anderen, meist wesentlich problematischeren Weg.

Burbacher
 
Manchmal bekommen wir nicht, was wir unbedingt haben möchten. Menschen können wirtschaftlich und beruflich erfolgreich sein, gesellschaftlich geachtet. Alles passt, alles läuft. Aber Eltern werden können sie nicht. Ich kann diese demütigende Erfahrung verstehen. Und dennoch: Gehört es nicht auch zum Leben, dass wir nicht alles haben können, alles erreichen, was wir uns sehnlichst wünschen?

Ach, von der Natur auferlegter Verzicht ist doch von vorgestern. (Vorsicht, Ironie.) Und wenn eine Adoption nicht möglich ist oder nicht infrage kommt und es somit sich zur Verfügung stellende Frauenkörper für die Produktion neuer, "eigener" Menschen ("eigene Kinder") bedarf, dann muss das eben auch auf diese Weise erledigt werden dürfen, um den eigenen Willen in jedem Fall durchzusetzen und zu erreichen. So what? ^^
 
Ach, von der Natur auferlegter Verzicht ist doch von vorgestern. (Vorsicht, Ironie.) Und wenn eine Adoption nicht möglich ist oder nicht infrage kommt und es somit sich zur Verfügung stellende Frauenkörper für die Produktion neuer, "eigener" Menschen ("eigene Kinder") bedarf, dann muss das eben auch auf diese Weise erledigt werden dürfen, um den eigenen Willen in jedem Fall durchzusetzen und zu erreichen. So what? ^^

warum muß das auf diese Weise erledigt werden dürfen?
gibt es keinen anderen Maßstab, als den des eigenen Willens?
Spielen für Dich Ethik und Moral keine Rolle?
 
warum muß das auf diese Weise erledigt werden dürfen?
gibt es keinen anderen Maßstab, als den des eigenen Willens?

Weil das in der heutigen Zeit eben so zu sein hat, und nein, für Manche ist das eigene, unbedingte Habenwollen eben der Maßstab mit der höchsten Priorität...

Ich kritisiere das in diesem Fall und finde es teilweise so absurd, dass ich nicht anders konnte, als ironisch zu schreiben - ich dachte, das wäre anhand meiner Wortwahl offensichtlich gewesen. Ist mir wohl nicht gelungen 😱 - mein Fehler.
 
Die Entscheidung des Europarates samt ganzer Diskussion wurde unter anderem angeheizt durch einen Fall, wo ein Paar Zwillinge per Leihmutter bekam, aber dann einen Zwilling wegen Down-Syndrom zurückließ und nur das gesunde Kind mitnahm, so daß die Leihmutter auf dem behinderten Kind quasi sitzen blieb. Der Fall ging durch die Medien (was auch zu Spenden für Leihmutter und unerwünschtes Kind führte) und hat Vorschub für entsprechende gesetzliche Änderungen in verschiedenen Ländern geleistet. Man hat politisch erkannt, daß das Erstellen von Richtlinien für solche Fälle nötig war.
 

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