AW: Gedanken sind Taten und Pornoschauen ist Ehebruch!
Klar steckt darin viel wahres. Hinterher ist die Moral stets zur Stelle, wenn das Kind in den Brunnen fiel. Nütz aber auch nix mehr.
Dein Mann hat sich über Jahre in seine Sucht hinein gesteigert, so sehr, dass sie sich manifestiert hat. Ganz typisch für: Sucht sucht.
Dein Selbstbild wurde zerstört. Aber warum hat Dich das so sehr getroffen? Hat hier etwa schon längst etwas in Dir gekeimt, weil Du nun mal nicht mehr sooooo frisch bist?
Seine Pornosucht, unterstreicht sie stellvertretend Dein schon längst vorhandenes negatives Selbstbild?
Wenn Du ihm verziehen hast, gegen wen kämpfst Du/Ihr nun? Gegen die Zeit/das Altern? Oder anderst gefragt, wieso wird noch gekämpft? Der Weg ist doch hier das Ziel.
Das er mit seinem Aussitzen, wie Du es nennst, alles nur noch schlimmer macht, scheint er nicht zu sehen.
Aber was ist, wenn er der Situation gegenüber völlig hilflos gegenüber steht? Kann doch auch sein.
Seine Angst rückfällig zu werden, die ist doch bestimmt da? Redet ihr darüber?
Kann sein das ich das überlesen habe. Hat er Dich denn um Verzeihung gebeten?
Männer = Porno und nur junge Frauen gewollt. Das ist mein Eindruck von Deiner Denke.
Wäre er einer Droge verfallen, könnte er auch nur auf Entzug gehen. Dabei würdest Du ihm problemlos helfen können. Das dauert nun mal die Zeit die es braucht.
Das nur als Kurzfassung, damit Du siehst wie ich darüber denke!
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Viel interessante ist, was denn passieren muss, damit sich a) Eure Situation entspannt und b) ob es Dir trotzallem möglich wäre ein gemeinsames WE an einem neutralen Ort zu verbringen? Zum abschalten! Ihr könnt doch bspw. gemeinsam den Wald anschreien. So vielleicht... scheiße ich liebe Dich doch!!!
Manchmal braucht es einen Umweg um (s)eine "Bremse" lösen zu können. 😉
Worum ich kämpfe? Damit uns so etwas nie wieder passiert. Dafür war es einfach alles zu schlimm und vor allem sehr unnötig. Ich habe sein Herz, seinen Körper. Aber darf ich auch teilhaben an seinem Geist? Gedanken sind frei. Ich will wissen, ob es wirklich eine Sucht war. Ob er noch oft daran denkt und vor allem, was er denkt. Will wissen, wenn er im TV Silvie Meis sieht, ob er sich an die Bilder erinnert, ob sie ihm fehlen, und wie seine Gedanken waren. Er schildert, wenn überhaupt, sehr "schöngeistig" von seinen Pornos. Niemals ordinär, das käme nie über seine Lippen. Obwohl vieles der Filme mehr als ordinär waren, auch die Frauen.
Ich habe in einem Sexforum (habe ich mich angemeldet um Antworten über die Sexualität eines älteren Mannes zu erfahren) einmal nachgefragt, was sich Männer so vorstellen bei den Bildern. Die Antworten waren ganz interessant. Mit fehlt ja da ein wenig die Erfahrung, mangels Gelegenheit in den letzten Jahren...ich habe es meinem Mann auch gesagt. Der war geschockt und verärgert. Da würden nur Primaten sich tummeln und mit ihm hätte sowas nichts zu tun. Für ihn hat Sex mit Liebe und Zuneigung zu tun. Schön, aqber was sagt mir das? Hat er die Pornodarstellerinnen alle geliebt oder was?
Die Männer in diesem Forum gaben ihr Kopfkino ungeschönt Preis. So in der Art hatte ich es auch erwartet und denke, bei meinem Mann ist das ähnlich abgelaufen. Aber er streitet es ab. Über meine Frage in dem Forum, was ein Mann denkt, wenn er sich zu Bildern von Gesichtern von Teenies / Schauspielerinnen befriedigt bspweise. Die gaben an, sie würden sich vorstellen, denen ins Gesicht oder in den Mund zu spritzen z.B. Mein Mann bestreitet dies, bei ihm wäre das nicht so. Aber wie, sagt er auch nicht.
Auf meine Frage, warum so viele Bilder über Analsex, ob er ihn auch möge, kam ein entrüstetes Nein. Mit ihm niemals. Er ist mit all dem was wir praktizieren sehr zufrieden. Hä? Neue Fragen...
Ich reite so auf diesem Sexthema rum, weil es uns vor 22 Jahren auseinander gebracht hat. Und ich finde, dass man auch darüber richtig reden muss. Und nicht wegen meines ach so schlimmen Selbstwertgefühls. Vielleicht ein bisschen deswegen.
Und ich habe Angst, dass er es immer noch nutzt, den Pornokram oder wieder damit beginnt. Ich habe kein Problem, wenn er ehrlich wäre und einfach sagen würde: Schatz, ich sammle nicht mehr aber ab und an schaue ich eben Pornos. Damit könnte ich leben. Fände es zwar nicht gut, würde es aber akzeptieren.
Er behauptet ja auch, er würde sich nicht mehr selbst befriedigen. Kann ich auch nicht so wirklich glauben. Ich habe kein Problem damit, täte er es. Aber würde er eine Sucht überhaupt zugeben? Oder eine Therapie machen? Niemals.
Es ist eben manchmal sehr schön mit ihm und manchmal ist er mir sehr fremd und ich weiß nicht, wen ich vor mir habe. Dieser Zustand ist dann sehr schlimm für mich. Ich will ja und tue alles was ich kann. Ich kämpfe um unsere Liebe.
Ich plane gerade wieder ein paar schöne Tage für uns.Mache ich öfter, damit wir Zeit nur für uns haben...