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arbeit mit dem inneren kind

S

stbm2014

Gast
auch wenn es sich hiebei um die arbeit mit dem inneren kind handelt, wollte ich dennoch beim lesen vor möglichen triggern warnen.


...












ich bin zur zeit mit meinem inneren kind beschäftigt und habe hierzu eine frage. wenn mir mein inneres kind beispielsweise signalisiert, dass es angst vor einem mann hat, wie arbeite ich mit dieser angst? muss ich sagen:

a) mein liebes inneres kind! du musst keine angst vor dem mann haben. ich bin bei dir und passe auf dich auf. dir wird nichts passieren...

oder

b) ich muss keine angst vor dem mann haben. ich bin ja jetzt erwachsen und kann mich im vergleich zu früher verteidigen.

bisher bin ich immer direkt auf mein inneres kind eingegangen und habe mit ihr gesprochen.
aber mittlerweile zweifle ich daran, dass mich dies weiterbringt und frage mich, welcher ansatz nun wirklich effektiver ist?
 
Ich finde es albern, sich selbst als kleines Kind anzusprechen und würde Möglichkeit b) wählen.

Ja, das klingt wirklich komisch. Aber ich rede sehr viel mit meinem Inneren Kind. Ich bin auch immer davon ausgegangen, dass es richtig so ist, wenn ich auf mein Inneres Kind eingehe, mit ihr rede, ihr Dinge erkläre und sie beruhige.
Meine Therapeutin meinte mal, dass ich nicht mein Inneres Kind therapieren soll und sie mit der Erwachsenen arbeitet.
 
Hallo stbm2014,

Ich versuche es immer indem ich mir innerlich sage. Du brauchst keine Angst mehr zu haben, du bist nicht mehr alleine.
Du bist nicht mehr hilflos. Ich dein Erwachsen Ich bin bei dir und passe auf uns auf.
 
Hallo stbm2014,

Ich versuche es immer indem ich mir innerlich sage. Du brauchst keine Angst mehr zu haben, du bist nicht mehr alleine.
Du bist nicht mehr hilflos. Ich dein Erwachsen Ich bin bei dir und passe auf uns auf.

Hallo Vogelfrei!

Also du nutzt praktisch beide Varianten.
Hast du auch Probleme damit, heraus zu filtern, welchen Gedanken und Gefühle vom Erwachsenen und welche vom Inneren Kind, folglich früher, kommen?
Ich ertappe mich oft dabei und überlege erst kurz, ob ich etwas sage oder nicht.
 
Ist halt so eine Modewelle. Meine Nachbarin "arbeitet" seit sieben Jahren mit ihrem "inneren Kind" und ist genauso kaputt wie am Anfang. Ich würde eine klassische, psychoanalytisch orientierte Gesprächstherapie bevorzugen.
(Wie soll ein aktuell kaputter Erwachsener ein damals kaputtes Kind überhaupt heilen? 😕 Völlig unlogisch.)

Mag vielleicht unlogisch klingen, aber wie soll es denn sonst funktionieren, wenn nicht so?
Und die Arbeit mit dem Inneren Kind ist keine Modewelle, sondern sehr harte Arbeit und dauert nun mal seine Zeit. Das Innere Kind umfasst die Gefühlswelt und Vergangenheit eines Menschen. Jeder Mensch hat ein Inneres Kind, auch du.
 
komisch ich assoziieren inneres kind immer mit das kind das in einen noch steckt von früher das man ab und zu raus läst und blödsinn macht. naja lag ich wohl total falsch 0o
 
komisch ich assoziieren inneres kind immer mit das kind das in einen noch steckt von früher das man ab und zu raus läst und blödsinn macht. naja lag ich wohl total falsch 0o

Nein! So falsch liegst du gar nicht. Was du beschreibst, gehört mit zum Inneren Kind. Vom Inneren Kind soll ja unter anderem die Kreativität, die Neugierde etc. ausgehen. Aber wenn man früher beispielsweise keine Liebe erfahren hat, strebt man meistens im Erwachsendasein um so mehr danach. Abhängigkeiten bzw. Süchte gegenüber anderen Menschen können Folge sein und werden vom Inneren Kind ausgelöst. Und dann muss man mit dem Inneren Kind arbeiten.
 
Wie soll ein aktuell kaputter Erwachsener ein damals kaputtes Kind überhaupt heilen? Völlig unlogisch.

Doch, Pepita, das geht. Es heilen beide. Kommt aber vielleicht auch auf die Reife des "Erwachsenen" an, weiß ich nicht so genau. Der Erwachsene müsste so was wie die Mutterrolle annehmen.

Liebe stbm 2014

a) mein liebes inneres kind! du musst keine angst vor dem mann haben. ich bin bei dir und passe auf dich auf. dir wird nichts passieren...

oder

b) ich muss keine angst vor dem mann haben. ich bin ja jetzt erwachsen und kann mich im vergleich zu früher verteidigen.

bisher bin ich immer direkt auf mein inneres kind eingegangen und habe mit ihr gesprochen.
aber mittlerweile zweifle ich daran, dass mich dies weiterbringt und frage mich, welcher ansatz nun wirklich effektiver ist?

Ich kann Dir nur sagen, wie es bei mir funktioniert, mein Kind ist schwer ansprechbar, vertraut nicht so einfach. Und da würde ich an Deiner Stelle erst mal schauen, ob das Kind überhaupt vertraut. DIR vertraut. Bei mir hat es lange gedauert, bis ich es erreicht habe und es mir überhaupt auch zuhören wollte.

Wäre das jetzt mein Inneres Kind, es würde sich nicht angenommen fühlen mit Deiner Variante a. Sondern einfach nur abgebügelt. Kind, Du musst doch keine Angst haben... Hat das bei irgendwem schon mal wirklich geholfen? Wenn ich Angst habe, möchte ich erst mal auch so angenommen sein und es nicht weggeredet bekommen. Mein Inneres Kind würde sich so nicht ansprechen lassen, eher noch mehr Angst bekommen, weil es allein gelassen wird. Die Vertrauensbasis zu meinem Kind wird noch immer erst mal ohne Worte erreicht. Ich als Erwachsene darf erst mal nur da sein. Sie dann in den Arm nehmen und da sein. Ansprechen lässt sie sich erst später und dann muss ich ihr die Situation erklären. Was ist da gelaufen, wodurch diese Angst verursacht, welche Gefühle hat das Kind noch (Schuld, Trauer...) All das mit einbeziehen. Und erst, wenn sie soweit ist, sag ihr und vor allem zeige es ihr auch, dass Du als Erwachsene in der Lage bist, mit dieser Situation heute umzugehen und wirklich für das Kind da zu sein und es zu beschützen. Du kannst ihr auch sagen, Du hast auch noch Angst. Dann fühlt sich das Kind angenommen und verstanden. Du kannst dann zwar nicht helfen, aber da sein. Das Kind hat dann nicht auch noch Verlassenheitsängste. Als Erwachsene musst Du dann aber an der Situation, Angst, arbeiten.

Variante b geht ja nur, wenn es wirklich nur die Erwachsene betrifft und es keine unbearbeitete Angst von früher ist. Dann kann es reichen, wenn man sich immer wieder sagt, es ist heute anders, ich brauche keine Angst haben, es ist eine andere Situation, ich kann mich wehren.... Es eben üben.

Also, das ist MEIN Weg. Vielleicht findest Du eine Idee darin, Du suchst ja etwas, das anders ist, weil so wie Du es machst und beschreibst, es wirkt ja nicht richtig, wie Du sagtest.

Liebe Grüße, kiablue
 
Meine Nachbarin ... ist genauso kaputt wie am Anfang.

So, so. Wieviel Projektion wohl in dieser Aussage steckt?

Genau solche Aussagen braucht absolut KEIN Mensch. Niemand!

Deine arme Nachbarin. Nachdem sie dir so Persönliches anvertraut, ist es billiger Hohn, wenn du so von ihr denkst und das auch noch hier breit trittst!
 
Doch, Pepita, das geht. Es heilen beide. Kommt aber vielleicht auch auf die Reife des "Erwachsenen" an, weiß ich nicht so genau. Der Erwachsene müsste so was wie die Mutterrolle annehmen.

Liebe stbm 2014



Ich kann Dir nur sagen, wie es bei mir funktioniert, mein Kind ist schwer ansprechbar, vertraut nicht so einfach. Und da würde ich an Deiner Stelle erst mal schauen, ob das Kind überhaupt vertraut. DIR vertraut. Bei mir hat es lange gedauert, bis ich es erreicht habe und es mir überhaupt auch zuhören wollte.

Wäre das jetzt mein Inneres Kind, es würde sich nicht angenommen fühlen mit Deiner Variante a. Sondern einfach nur abgebügelt. Kind, Du musst doch keine Angst haben... Hat das bei irgendwem schon mal wirklich geholfen? Wenn ich Angst habe, möchte ich erst mal auch so angenommen sein und es nicht weggeredet bekommen. Mein Inneres Kind würde sich so nicht ansprechen lassen, eher noch mehr Angst bekommen, weil es allein gelassen wird. Die Vertrauensbasis zu meinem Kind wird noch immer erst mal ohne Worte erreicht. Ich als Erwachsene darf erst mal nur da sein. Sie dann in den Arm nehmen und da sein. Ansprechen lässt sie sich erst später und dann muss ich ihr die Situation erklären. Was ist da gelaufen, wodurch diese Angst verursacht, welche Gefühle hat das Kind noch (Schuld, Trauer...) All das mit einbeziehen. Und erst, wenn sie soweit ist, sag ihr und vor allem zeige es ihr auch, dass Du als Erwachsene in der Lage bist, mit dieser Situation heute umzugehen und wirklich für das Kind da zu sein und es zu beschützen. Du kannst ihr auch sagen, Du hast auch noch Angst. Dann fühlt sich das Kind angenommen und verstanden. Du kannst dann zwar nicht helfen, aber da sein. Das Kind hat dann nicht auch noch Verlassenheitsängste. Als Erwachsene musst Du dann aber an der Situation, Angst, arbeiten.

Variante b geht ja nur, wenn es wirklich nur die Erwachsene betrifft und es keine unbearbeitete Angst von früher ist. Dann kann es reichen, wenn man sich immer wieder sagt, es ist heute anders, ich brauche keine Angst haben, es ist eine andere Situation, ich kann mich wehren.... Es eben üben.

Also, das ist MEIN Weg. Vielleicht findest Du eine Idee darin, Du suchst ja etwas, das anders ist, weil so wie Du es machst und beschreibst, es wirkt ja nicht richtig, wie Du sagtest.

Liebe Grüße, kiablue

Hallo kiablue!

Ich danke dir für deinen Beitrag. Du hast recht, mit meiner bisherigen Vorgehensweise bin ich nicht zufrieden.
Aber aus deinem Kommentar meine ich zu entnehmen, dass ich das Kind nicht mit oberflächlichen Aussagen "abspeisen" soll, sondern sie in den Arm nehmen und zudem ihr die Situation erklären soll. Mein Problem ist nur, wie nehme ich mein Inneres Kind in den Arm? Indem ich mich selber einfach umarme? Ich bin ehrlich, ich bin mit der Arbeit mit dem Inneren Kind noch unerfahren und folglich überfordert. Dies zeigt sich dann leider auch darin, dass ich sauer werde und sie das spüren lasse. Ich bin jedenfalls für sie Mama 2. Derzeit äußert sie verstärkt den Wunsch, zu ihrer echten Mama zu wollen. Ich kann ihr den Wunsch leider nicht erfüllen. Sie wohnt weit weg und der Kontakt ist nahezu bei Null. Ich versuche ihr dann immer zu erklären, dass unsere Mama mit sich zu kämpfen hat, wir beide nun erwachsen sind und wir unsere Mutter nicht mehr so brauchen wie früher. Ist sicherlich auch der falsche Weg, aber ich weiß mir derzeit nicht anders zu helfen. 🙁
 

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