G
Gelöscht 60056
Gast
Hallo,
ich (m. 51) möchte euch von meiner Nicht-Beziehung zu meiner Schwester (53?) berichten.
Meine Schwester und ich hatten eigentlich nie ein enges, vertrauliches Verhältnis. Unsere Eltern haben sich scheiden lassen als wir in die Pubertät kamen.
Ich wohnte nach der Scheidung bei meiner Mutter zusammen mit meiner Schwester, wo es mir aber gar nicht gut ging. Ich hatte Eßstörungen, Wutausbrüche und zog mich immer von der "Frauen-WG" zurück. Freunde außerhalb hatte ich auch so gut wie keine. Meine Schwester zog irgendwann aus und ich sah sie nur noch selten. Mein Vater litt zwar auch unter der Scheidung, suchte aber keinen Kontakt mehr zu uns Kindern.
1985 schaffte ich mit Ach und Krach mein Abi. Meine Mutter hatte inszwischen ihren Cousin (!) geheiratet und wollte unbedingt ein Haus, für das sie sich verschuldete.
Ich fühlte mich von meiner Mutter im Stich gelassen und mußt mein Leben allein bewältigen. Ich machte Zivildienst in einem Altenheim und begann zu studieren (Sozialwissenschaften), was mich beruflich nicht weiter brachte.
Nach dem Studium 1991 machte ich nur Hilfsarbeiterjobs, die ich gern machte, aber meine Mutter und meine Schwester, die inszwischen eine Famile mit zwei Kindern hatte, redeten meist nur abfällig über mich. Ich sollte etwas besseres machen, weil ich ja studiert hatte.
Irgendwann rief nur noch meine Mutter an, wenn ich Geburtstag hatte, meine Schwester überhaupt nicht mehr. Warum, hat sie mir nie gesagt.
Ich versuchte Kontakt zu meine Herkunftsfamilie zu halten (Anrufe, Besuche), aber es kam einfach nichts zurück, so daß ich es irgendwann aufgab. Ich hatte auch Angst allein zu sein und erhoffte, daß mich meine Mutter oder meine Schwester bei sich aufnehmen würden, wenn es mir schlecht ging.
Vor zwei Jahren starb meine Mutter an Krebs, meine Schwester erbte ihr Haus, das noch etwas verschuldet war, ich bekam nur meinen kleinen Anteil am Haus als Pflichtteil, den ich nach zwei Jahren aufgebraucht habe.
Meine Schwester vermietet das Haus und hat für sich nun eine gute Altersvorsorge.
Seit dem seit zwei Jahren haben wir keinen Kontakt mehr. Ich weiß auch nicht, wie ich den Kontakt aufbauen könnte. Ich habe auch Angst, daß der Kontakt nur von mir ausgeht und ich meiner Schwester nur hinterher laufe. Meine Schwester steht auch sozial höher als ich eigene Familie, eigenes Haus), während ich mich so durchkämpfe.
Was würdet ihr machen? Ich finde, daß es besser ist, wenn ich selbständig bin und nicht abhängig von meiner Schwester. Aber Kontakt herzustellen, nur weil sie meine Schwester ist, will ich nicht.
Wahrscheinlich wird sie nur noch von mir hören, wenn ich halb tot bin, und die Polizei oder das Krankenhaus bei ihr anruft.
Freundliche Grüße
Michael
ich (m. 51) möchte euch von meiner Nicht-Beziehung zu meiner Schwester (53?) berichten.
Meine Schwester und ich hatten eigentlich nie ein enges, vertrauliches Verhältnis. Unsere Eltern haben sich scheiden lassen als wir in die Pubertät kamen.
Ich wohnte nach der Scheidung bei meiner Mutter zusammen mit meiner Schwester, wo es mir aber gar nicht gut ging. Ich hatte Eßstörungen, Wutausbrüche und zog mich immer von der "Frauen-WG" zurück. Freunde außerhalb hatte ich auch so gut wie keine. Meine Schwester zog irgendwann aus und ich sah sie nur noch selten. Mein Vater litt zwar auch unter der Scheidung, suchte aber keinen Kontakt mehr zu uns Kindern.
1985 schaffte ich mit Ach und Krach mein Abi. Meine Mutter hatte inszwischen ihren Cousin (!) geheiratet und wollte unbedingt ein Haus, für das sie sich verschuldete.
Ich fühlte mich von meiner Mutter im Stich gelassen und mußt mein Leben allein bewältigen. Ich machte Zivildienst in einem Altenheim und begann zu studieren (Sozialwissenschaften), was mich beruflich nicht weiter brachte.
Nach dem Studium 1991 machte ich nur Hilfsarbeiterjobs, die ich gern machte, aber meine Mutter und meine Schwester, die inszwischen eine Famile mit zwei Kindern hatte, redeten meist nur abfällig über mich. Ich sollte etwas besseres machen, weil ich ja studiert hatte.
Irgendwann rief nur noch meine Mutter an, wenn ich Geburtstag hatte, meine Schwester überhaupt nicht mehr. Warum, hat sie mir nie gesagt.
Ich versuchte Kontakt zu meine Herkunftsfamilie zu halten (Anrufe, Besuche), aber es kam einfach nichts zurück, so daß ich es irgendwann aufgab. Ich hatte auch Angst allein zu sein und erhoffte, daß mich meine Mutter oder meine Schwester bei sich aufnehmen würden, wenn es mir schlecht ging.
Vor zwei Jahren starb meine Mutter an Krebs, meine Schwester erbte ihr Haus, das noch etwas verschuldet war, ich bekam nur meinen kleinen Anteil am Haus als Pflichtteil, den ich nach zwei Jahren aufgebraucht habe.
Meine Schwester vermietet das Haus und hat für sich nun eine gute Altersvorsorge.
Seit dem seit zwei Jahren haben wir keinen Kontakt mehr. Ich weiß auch nicht, wie ich den Kontakt aufbauen könnte. Ich habe auch Angst, daß der Kontakt nur von mir ausgeht und ich meiner Schwester nur hinterher laufe. Meine Schwester steht auch sozial höher als ich eigene Familie, eigenes Haus), während ich mich so durchkämpfe.
Was würdet ihr machen? Ich finde, daß es besser ist, wenn ich selbständig bin und nicht abhängig von meiner Schwester. Aber Kontakt herzustellen, nur weil sie meine Schwester ist, will ich nicht.
Wahrscheinlich wird sie nur noch von mir hören, wenn ich halb tot bin, und die Polizei oder das Krankenhaus bei ihr anruft.
Freundliche Grüße
Michael