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Brexit - und dann?

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Für mich ist nicht ganz klar aus welchen Abkommen sich England lossagen möchte. Schließlich gibt es diverse Vereinbarungen, siehe auch mit der Schweiz, die Unabhängig von der Mtigliedschaft in der EU getroffen wurden bzw. werden können. Auch können sie ja Gesetze, welche die EU entwirft, die ihnen Gefallen trotzdem so übernehmen, auch ohne Mitglied im Verein zu sein.
Sie könnten auch, selbst wenn sie eine eigene Währung einführen, diese an einen festen Wechselkurs mit dem Euro koppeln. Dann wäre es auch "der Euro", hieße nur anders. Vermutlich könnte man dann dort auch problemlos mit Euros bezahlen, man kann ja jederzeit zum festen Kurs wechseln. In etwa so wie es damals mit Kronen und der DM war.

Allerdings müssten sie nichts mehr, vor allem wären sie wohl aus der Haftungsgemeinschaft entlassen. Ebenso wären sie davor sicher in allen möglichen, eigentlich rein nationalen Belangen, überstimmt zu werden.

Wobei eine Kopplung an den Euro eher nicht so clever wäre, da ja gerade die mangelnde Möglichkeit zur Auf- oder Abwertung die ganzen Verwerfungen verursacht. Wenn sie eine eigene Währung an die tatsächliche Wirtschaftsleistung bzw. an ihre Bedürfnisse anpassen wäre es möglich diese neben der Schweizer Franken, der Australischen Währung etc. als Ankerwährung zu etablieren. Zumal gerade London ja einen großen Finanzdistrikt hat, der das auch stemmen und verwalten könnte.
Ökonomisch wäre das natürlich ein großer Vorteil, schließlich hat sich die Finanzwelt ja inzwischen weitestgehend von der Realwirtschaft entkoppelt. Auch wenn es sicherlich keine so dramatische Aufwertung geben würde wie das bei einer deutschen regionalen Währung mit Sicherheit der Fall wäre.

Was die Mehrheit der Britten an dem Tag möchte, und wie das Referendum ausgeht sind meines Erachtens zwei verschiedene Fragen.

Letztendlich können gerade wir Jüngeren nur hoffen dass das mit der EU möglichst bald wieder vorbei ist. Je länger der EU Wahnsinn andauert, desto schlimmer wird das Ende werden. Die Frage ist, ob man dann noch jung genug ist um sich danach etwas Neues aufzubauen.

// Edit: Seltsam dass ich irgendwie darauf gekommen bin dass sie den Euro hätten. Dabei hab ich erst kürzlich was über dsa sinkende Pfund, im Verhältnis zum Euro, gelesen und wie schlecht daher die Exportmöglichkeiten sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man sollte vielleicht Wetten drauf abschließen, ob England nicht schon lange vor der EU auseinanderfliegt. Die Schotten....
 
Ich glaube, dass der Brexit für Großbritannien unterm Strich negativ wäre.

Die Britten machen die EU für alles negative der letzten Jahre verantwortlich, aber es ist naiv zu glauben, dass ohne EU alles besser wäre.

Beispiel Fischfangquoten:
Für brittische Fischer gelten nach EU Recht strenge Fangquoten, viele Fischer haben inzwischen aufgegeben, manche Küstenstädte sind trostlos geworden.
Die Fangquoten dienen aber dem Erhalt von Fischbeständen und das ist dringend notwendig. Im Grunde sind die Quoten sogar noch viel mild.
Fischereipolitik in Europa - WWF Deutschland

Beispiel Richtlinien zum Energiesparen:
Vor ein paar Tagen erst habe ich einen Londoner im Fernsehen tönen hören, man habe ihm doch nicht seinen starken Staubsauger zu verbieten. Die EU mische sich überall ein.
Tatsache ist, dass moderne Staubsauger mit weniger Energieverbrauch heute mehr Leistung erbringen. Die EU Richtlinie bringt uns keine schlechteren Geräte, sondern sie zwingt Unternehmen nur andere Wege zu gehen. So sind heutige Geräte besser abgedichtet und am Ende spart mir so ein Gerät sogar Strom und damit Geld.

Beispiel Zölle:
Die EU Zollfreiheit ist für Unternehmen extrem wichtig. Warenverkehr kann schneller und günstiger abgewickelt werden. Klar, MUSS man dafür nicht in der EU sein, aber außerhalb der EU muss man das auf einem Vertragswege erstmal erreichen. Kann sich GB darauf verlassen nach dem EU Austritt Zollfreiheit auf dem Verhandlungstisch zu erreichen? Vermutlich, aber die ganzen offenen Fragen sind Gift für die brittische Volkswirtschafft.

Beispiel Banken:
Der Finanzsektor ist vor allem für die London Stockexchange und die damit verbundenen Arbeitsplätze wichtig. Bereits jetzt reibt man sich in Paris unf Frankfurt die Hände, denn viele Bankgeschäfte werden bei Brexit nicht mehr über London laufen. Das wird vermutlich tausende Arbeitsplätze in London kosten und sehr viele Einnahmen. Naja immerhin können die Fischer beim Brexit wieder rausfahren ...

Für viele Briten ist Ihr "Reich" etwas besonderes, die Insel, das Imperium mit großer Geschichte. Während in Ländern wie Frankreich der europäische Gedanke sehr stark ist, empfanden Briten Europa immer auch als eine Last. Im derzeit ist nationales Denken ja voll im Trend. Nur geht`s Großbritannien im Moment erstaunlich gut, die Wirtschaft wächst, der Finanzsektor ist stark. Mal ehrlich, die Briten wollen nicht aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen raus aus der EU, sondern weil sie sich bevormundet fühlen. Die vermeintliche Freiheit könnte aber teuer erkauft werden...
 
Für EU Gegner wäre es ohnehin besser sie bleiben drin, so lange man selbst noch in der EU ist. Sonst besteht der Laden fast nur noch aus blinden "Ja" Sagern.
 
ich versteh ja immer noch nicht, wieso soviele Nasen sich den Brexit herbeiwünschen.... ich bin noch neu in meinem Job, das letzte was ich brauche wäre ne Wirtschaftskrise wo wieder alle (insbesondere die Neulinge) in Zeitarbeit reingedrückt werden. Denken die eigentlich, ihre Jobs wären nach einem Brexit bombensicher? (-_-)
 
"Die" Engländer - ein Teil davon - wünscht sich das, weil sie sich bevormundet fühlen. Das ist auch kein Wunder bei der Vergangenheit, als man mal groß war und auf der Welt noch was zu sagen hatte.
Bei einem Austritt gäbe es auf jeden Fall wirtschaftliche Vor-und Nachteile, und zwar für beide Seiten. Nur - die EU wird das viel besser wegstecken.
 
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