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Gast
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Hallo hier im Forum
...viel über mich will ich vorerst nicht preis geben. Seid über 10 Jahren kenn ich nun meine liebe Frau. Seid 6 Jahren sind wir veheiratet. Vor meiner Frau hatte ich erst einmal eine Partnerschaft, in der meine Vorlieben und Neigungen fast kein Problem waren. In meiner Ehe waren sie gar keins...ich durfte ich sein und muste mch nicht schämen, ablehnen, oder beschimpfen lassen.
Kurz...es war rundum gut! Meine devoten Anteile trafen auf einen Gegenspieler und alles schien problemlos. Auch "Verkehr" ohne "Neigungsanteile" gab es gut und reichlich. Ansonsten haben wir alle Herausforderungen zusammen angepackt und einen oft großen Haufen Mist vor uns her geschoben...bzw. ihn abgebaut, oder gelernt ihn ins Leben mit einzubauen. Leicht hatten wir es in den meisten unserer Jahre nicht...trotzdem gabs ein wir, in allen Belangen...mit Platz für das jeweilige Ich.
Nun ist meine Frau in den letzten Jahren immer weiter erkrankt, körperlich...das gesamte Krankheitsbild ist desaströs und die teils hilflose und dumme Art der Ärzte auch. Zwar ist meine liebe Frau knallhart zu sich selber und immer tapfer, ihre Libido hingegen ist schlicht - weg- .
Mittlerweile leben wir wie ein Geschwisterpaar. Wir bestreiten den Alltag, zahlen Rechnungen, gehen zusammen schlafen und stehen zusammen auf. Auch haben wir genug Gemeinsamkeiten...aber halt keine Sexualität mehr.
Ich habe nun eigentlich nen doppelten Verlust...alles was ich nun eine Zeit lang endlich ausleben durfte ist weg und die Körperlichkeit in Gänze auch...wobei eine sachte 0815 Romantiknummer noch nie meine Art war, aber selbst die gibts nicht mehr.
Symptomatisch ist meine Frau leider eine Ansammlung von Missbefindlichkeiten...so ziemlich von A-Z. Nicht nur, das ich ihr nicht helfen kann ( was Phasenweise schon so elendig hart ist), denn was das angeht, kann ich einfach nichts machen...ich kann ihr aber auch kein gutes Gefühl mehr vermitteln. Was liebes, nettes, oder gar ein Kompliment...wird mit - " nett das du es sagst, aber ich habe Augen im Kopf...danke...und ich fühle mich auch nicht so, wie du mich zu sehen scheinst" - erwidert. Ich lasse es mittlerweile einfach. Mal ne Massage...oder ohne Erwartung im Rahmen der Möglichkeiten verwöhnen wollen...geht nicht mehr. Ja...ich habe auch Spaß dran gehabt...selber nicht zwingend am Ende happy zu sein...wenn sie es denn dann mal war.
Oft haben wir in früher Vergangenheit darüber geredet. Ich kann total verstehen, das sie keine Lust mehr hat. Das kreide ich ihr auch definitiv nicht an. Zumal es immer in die Hose geht, wenn ich was versuche. Dabei kommt am Ende heraus, das ich doch folgendes verstehen müsste:
- es ist für sie schon schwer genug, selber zu merken, das sie keine Libido mehr hat
- das es doppelt belastet, wenn ich dann "quängle"...weil dann wegen meiner noch ein schlechtes Gewissen dazu kommt
Ich habe ihr dagegen erläutert, wie scheisse es für mich ist...von 100% auf 0 zu reduzieren...und vermutlich damit leben zu dürfen, das es wohl so bleiben wird. Eine Genesung wird es nicht geben...und somit wohl kaum ein Aufleben dessen, was ich vermisse. - wir haben diese Gespräche eingestellt...es ist einfach kein Thema mehr.
Ich komme mir derzeit vor, als stünde ich an einem Bahngleis...und Winke einem Zug hinterher...der einfach schon lange abgefahren zu sein scheint und bei dem klar scheint, das er nicht umkehren wird.
Dazu kommt, das auch ich mich verändert habe. Vor einigen Jahren musste ich mich beruflich neu orientieren, es gab auch ein paar richtig derbe Tiefschläge auf meiner Seite...diese und der neue Lebens und Arbeitsabschnitt haben erfordert, das auch ich abhärte, härter geworden bin. Ich habe immer öfter den Wunsch, auch dominante Anteile ausleben zu wollen. Zumindest halt mehr als Früher. Es mag auch daran liegen, das "meine Sexualität" nur noch mit mir selber und allein in meinem Kopf statt findet. Devote Anteile hatte meine liebe Frau aber schon nicht, als sie noch fit war...als ab und an noch was ging und ich es versucht habe, hat sie immer nur lächelnd angemerkt, das ich aber früher wesentlich devoter gewesen sei...
Irgendwann sagte sie einmal zu mir, wir bekamen grade erst wieder tolle Nachrichten vom Arzt, sie könne nicht mehr...und wenigstens einer müsse starkt bleiben...das war die Raektion darauf, das ich einfach heulen muste...weil ich mich einfach so hilflos gefühlt habe. - seit dem scheine ich härter zu werden...! Das Topping war dann ein Gespräch, in dem sie mir freistellte mir zu überlegen...ohne sie weiter gehen zu können, sie würde es verstehen. Sie wolle nicht zusehen, das ich eventuell daran zu Grunde gehe...wenn es so weiter geht mit iherer Gesundheit. Ich war stinksauer...damit hat sie alles in Frage gestellt...was ich bis dahin gelebt habe und mich direkt mit. Darüber reden wir auch nicht mehr.
Bis vor Kurzem haben sich meine Gedankenspiele noch immer um die einst gemeinsame Spielereien gedreht...waren Kern der Sache, wenn ich "Zeit für mich und mit mir" hatte...- auch das verändert sich im Moment. Es wird Sommer...und ich komme kaum noch durch den Tag...ohne Jagdgedanken...- was gegen meine Überzeugung und den Wunsch nach Treue und Monogamie steht. Auch damit fühle ich mich schlecht und teils schuldig...
Nun habe ich 40 Lenze durch...und fast alles erlebt, was es zu erleben gibt, positiv und negativ...ich durfte mich finden und ich sein...in allen Bereichen! Im Körperlichen allerdings, darf ich nun entsexualisiert leben. Mir fehlt das alles...- und es fängt an, das es mir damit schlecht geht. Zwar kann ich mir ohne schlechtes Gewissen Filmchen anschauen, die die Fantasie beflügeln und allen Neigungen und Wünschen entgegen kommen - das ist aber wie Fastfood, es macht nicht lange satt. Das Leben der Sexualität, am besten mit dem Partner der Wahl, hat für mich und hatte für mich schon immer eine höhere Qualität.
Es ist soweit, das ich vor kurzem überlegt habe, ob es medizinische Wege gibt, meine Begehren und Triebe...sowie die daraus resultierende Lust los zu werden. Damit wäre das Problem gelöst...keiner muss sich mehr schlecht fühlen - wegen der verdammten Vögelei...
Ich glaube aber, das dieser Gedanke grosser Mist ist...das kann und wird nicht des Problems Lösung sein.
Eheberatung lehnt sie ab! Fremdgehen kann ich einfach nicht und will ich nicht. Professionelle sind ebenfals keine Option...
Beides würde mir im Nachgang ehr schlechte Befindlichkeit verschaffen und ihr garantiert das Herz brechen.
...alles ständig zu unterdrücken wird auf Dauer für mich aber auch nicht gut gehen.
Warum ich mich hier anonym auslasse? Mit wem soll ich noch reden...- mit Freunden und Bekannten, die um unsere Situation wissen, will ich es nicht...ich habe Angst meine Frau damit zu diskriditieren...ich möchte vermeiden, das irgendwer sie deswegen anders sieht...
Gibt es hier irgendwen, der sich in einer ählichen Situation befindet?
Wie geht ihr, wie geht man, Mann, Frau...damit um?
Gruss,
OhneAusweg
...viel über mich will ich vorerst nicht preis geben. Seid über 10 Jahren kenn ich nun meine liebe Frau. Seid 6 Jahren sind wir veheiratet. Vor meiner Frau hatte ich erst einmal eine Partnerschaft, in der meine Vorlieben und Neigungen fast kein Problem waren. In meiner Ehe waren sie gar keins...ich durfte ich sein und muste mch nicht schämen, ablehnen, oder beschimpfen lassen.
Kurz...es war rundum gut! Meine devoten Anteile trafen auf einen Gegenspieler und alles schien problemlos. Auch "Verkehr" ohne "Neigungsanteile" gab es gut und reichlich. Ansonsten haben wir alle Herausforderungen zusammen angepackt und einen oft großen Haufen Mist vor uns her geschoben...bzw. ihn abgebaut, oder gelernt ihn ins Leben mit einzubauen. Leicht hatten wir es in den meisten unserer Jahre nicht...trotzdem gabs ein wir, in allen Belangen...mit Platz für das jeweilige Ich.
Nun ist meine Frau in den letzten Jahren immer weiter erkrankt, körperlich...das gesamte Krankheitsbild ist desaströs und die teils hilflose und dumme Art der Ärzte auch. Zwar ist meine liebe Frau knallhart zu sich selber und immer tapfer, ihre Libido hingegen ist schlicht - weg- .
Mittlerweile leben wir wie ein Geschwisterpaar. Wir bestreiten den Alltag, zahlen Rechnungen, gehen zusammen schlafen und stehen zusammen auf. Auch haben wir genug Gemeinsamkeiten...aber halt keine Sexualität mehr.
Ich habe nun eigentlich nen doppelten Verlust...alles was ich nun eine Zeit lang endlich ausleben durfte ist weg und die Körperlichkeit in Gänze auch...wobei eine sachte 0815 Romantiknummer noch nie meine Art war, aber selbst die gibts nicht mehr.
Symptomatisch ist meine Frau leider eine Ansammlung von Missbefindlichkeiten...so ziemlich von A-Z. Nicht nur, das ich ihr nicht helfen kann ( was Phasenweise schon so elendig hart ist), denn was das angeht, kann ich einfach nichts machen...ich kann ihr aber auch kein gutes Gefühl mehr vermitteln. Was liebes, nettes, oder gar ein Kompliment...wird mit - " nett das du es sagst, aber ich habe Augen im Kopf...danke...und ich fühle mich auch nicht so, wie du mich zu sehen scheinst" - erwidert. Ich lasse es mittlerweile einfach. Mal ne Massage...oder ohne Erwartung im Rahmen der Möglichkeiten verwöhnen wollen...geht nicht mehr. Ja...ich habe auch Spaß dran gehabt...selber nicht zwingend am Ende happy zu sein...wenn sie es denn dann mal war.
Oft haben wir in früher Vergangenheit darüber geredet. Ich kann total verstehen, das sie keine Lust mehr hat. Das kreide ich ihr auch definitiv nicht an. Zumal es immer in die Hose geht, wenn ich was versuche. Dabei kommt am Ende heraus, das ich doch folgendes verstehen müsste:
- es ist für sie schon schwer genug, selber zu merken, das sie keine Libido mehr hat
- das es doppelt belastet, wenn ich dann "quängle"...weil dann wegen meiner noch ein schlechtes Gewissen dazu kommt
Ich habe ihr dagegen erläutert, wie scheisse es für mich ist...von 100% auf 0 zu reduzieren...und vermutlich damit leben zu dürfen, das es wohl so bleiben wird. Eine Genesung wird es nicht geben...und somit wohl kaum ein Aufleben dessen, was ich vermisse. - wir haben diese Gespräche eingestellt...es ist einfach kein Thema mehr.
Ich komme mir derzeit vor, als stünde ich an einem Bahngleis...und Winke einem Zug hinterher...der einfach schon lange abgefahren zu sein scheint und bei dem klar scheint, das er nicht umkehren wird.
Dazu kommt, das auch ich mich verändert habe. Vor einigen Jahren musste ich mich beruflich neu orientieren, es gab auch ein paar richtig derbe Tiefschläge auf meiner Seite...diese und der neue Lebens und Arbeitsabschnitt haben erfordert, das auch ich abhärte, härter geworden bin. Ich habe immer öfter den Wunsch, auch dominante Anteile ausleben zu wollen. Zumindest halt mehr als Früher. Es mag auch daran liegen, das "meine Sexualität" nur noch mit mir selber und allein in meinem Kopf statt findet. Devote Anteile hatte meine liebe Frau aber schon nicht, als sie noch fit war...als ab und an noch was ging und ich es versucht habe, hat sie immer nur lächelnd angemerkt, das ich aber früher wesentlich devoter gewesen sei...
Irgendwann sagte sie einmal zu mir, wir bekamen grade erst wieder tolle Nachrichten vom Arzt, sie könne nicht mehr...und wenigstens einer müsse starkt bleiben...das war die Raektion darauf, das ich einfach heulen muste...weil ich mich einfach so hilflos gefühlt habe. - seit dem scheine ich härter zu werden...! Das Topping war dann ein Gespräch, in dem sie mir freistellte mir zu überlegen...ohne sie weiter gehen zu können, sie würde es verstehen. Sie wolle nicht zusehen, das ich eventuell daran zu Grunde gehe...wenn es so weiter geht mit iherer Gesundheit. Ich war stinksauer...damit hat sie alles in Frage gestellt...was ich bis dahin gelebt habe und mich direkt mit. Darüber reden wir auch nicht mehr.
Bis vor Kurzem haben sich meine Gedankenspiele noch immer um die einst gemeinsame Spielereien gedreht...waren Kern der Sache, wenn ich "Zeit für mich und mit mir" hatte...- auch das verändert sich im Moment. Es wird Sommer...und ich komme kaum noch durch den Tag...ohne Jagdgedanken...- was gegen meine Überzeugung und den Wunsch nach Treue und Monogamie steht. Auch damit fühle ich mich schlecht und teils schuldig...
Nun habe ich 40 Lenze durch...und fast alles erlebt, was es zu erleben gibt, positiv und negativ...ich durfte mich finden und ich sein...in allen Bereichen! Im Körperlichen allerdings, darf ich nun entsexualisiert leben. Mir fehlt das alles...- und es fängt an, das es mir damit schlecht geht. Zwar kann ich mir ohne schlechtes Gewissen Filmchen anschauen, die die Fantasie beflügeln und allen Neigungen und Wünschen entgegen kommen - das ist aber wie Fastfood, es macht nicht lange satt. Das Leben der Sexualität, am besten mit dem Partner der Wahl, hat für mich und hatte für mich schon immer eine höhere Qualität.
Es ist soweit, das ich vor kurzem überlegt habe, ob es medizinische Wege gibt, meine Begehren und Triebe...sowie die daraus resultierende Lust los zu werden. Damit wäre das Problem gelöst...keiner muss sich mehr schlecht fühlen - wegen der verdammten Vögelei...
Ich glaube aber, das dieser Gedanke grosser Mist ist...das kann und wird nicht des Problems Lösung sein.
Eheberatung lehnt sie ab! Fremdgehen kann ich einfach nicht und will ich nicht. Professionelle sind ebenfals keine Option...
Beides würde mir im Nachgang ehr schlechte Befindlichkeit verschaffen und ihr garantiert das Herz brechen.
...alles ständig zu unterdrücken wird auf Dauer für mich aber auch nicht gut gehen.
Warum ich mich hier anonym auslasse? Mit wem soll ich noch reden...- mit Freunden und Bekannten, die um unsere Situation wissen, will ich es nicht...ich habe Angst meine Frau damit zu diskriditieren...ich möchte vermeiden, das irgendwer sie deswegen anders sieht...
Gibt es hier irgendwen, der sich in einer ählichen Situation befindet?
Wie geht ihr, wie geht man, Mann, Frau...damit um?
Gruss,
OhneAusweg