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Bin nicht geboren fürs Arbeiten! Ratlos :-(

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Mal ganz grob: Unser Staat, unsere Gesellschaft wird von zwei Seiten in die Zange genommen. Einmal von denen, die hier Steuern sparen wollen und Vermögen ins Ausland verschieben und dann von jenen, die schon früh beschließen, andere und der Sozialstaat solle gefälligst für sie sorgen.
Das ist gerade eine Unverschämtheit jenen gegenüber, die sich täglich mühen und vielleicht mit einem bescheidenen Einkommen mehr schlecht als recht über die Runden kommen.

Burbacher

Es gibt auch noch die Politiker, die nur ihresgleichen sprich Beamte schützen und den einfachen Arbeiter, der sich zu 8,50 Stundenlohn 45 Jahre krummbuckeln darf danach zum Dank in Hartz4 schicken.

Wie soll da so jemand motiviert sein, für diesen Staat unbedingt arbeiten und einzahlen zu wollen.
 
Mir geht es ähnlich, ich habe auch schon oft darüber nachgedacht ob manche Menschen einfach nicht für diese Arbeitswelt gemacht sind.

Sagen darf man das aber nicht zu laut, wie du siehst gibt es jetzt schon ordentlich Gegenwind.
Ich kenne das Gefühl, wenn man zur Arbeit muss und sich mit letzter Kraft hinschleppt, wenn man einfach so psychisch kaputt davon ist, das nichtmal der Körper mehr richtig mitmacht.

So ein "richtiges" Problem ist das für die meisten aber nicht. Kein Job = Schmarotzer lautet da meist die Devise. Nur Menschen mit sichtbarer, starker, körperlicher Behinderung kriegen da Gnade und Hilfe.

Home office wäre bestimmt eine große Befreiung für viele, aber ich denke nicht, dass man da das Gleiche erwarten kann wie in einem monotonen 10h Job (geldlich und vom Aufwand her gesehen) vor allem als Selbstständiger. Das hattest du ja schon angesprochen.


Führst du denn schon einen Blog? Du sagtest das würdest du gerne machen.
Und aus persönlicher Neugier: schickt dich das Amt gar nicht in irgendwelche Maßnahmen?
 
Zitat TE: Vor allem nervt mich das halbjährliche Erscheinen müssen beim Jobcenter, die Auflagen von denen ect. Das macht mich auch total fertig.
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Da bist du doch fein raus mit dem halbjährlichen Erscheinen. In meiner Stadt bist du mit Hartz IV 4 verpflichtet, an sinnlosen Maßnahmen teilzunehmen oder einen 40 Std-1 €-Job zu erfüllen, für den man dann ca. 160 € mehr zu Hartz IV bekommt. Man wird regelrecht jedes Monat von Beginn an mit der ARGE konfrontiert.

Du kannst ruhig mit Bedacht deine Selbständigkeit von zu Hause aufbauen. Da gibt es genug Angebote im Internet. Solange du dich in der Hartz-IV-Zone befindest und hinzu verdienst, bist du Aufstocker. Ist dein Verdienst später höher als Hartz IV, stehst du als Selbstständiger mit gutem Einkommen auf deinen eigenen Füßen. Du bist allerdings verpflichtet, deine zusätlichen Einnahmen aktuell monatlich der ARGE zu melden.
 
Ich bin auch nicht fürs Arbeiten geboren.
Aber irgendjemand muß ja so blöde sein Steuern zu zahlen für Leute, die sich erdreisten, ihre Faulheit auf Hartz4 auszuleben.
Wer nicht arbeiten kann - für den mache ich es super gerne und stehe hinter dem Sozialstaat 100% dahinter.
Für 2x zum Jobcenter hinbequemen, um Miete, Wärme, Wasser zu bezahlen und für Essen und Trinken, müssen andere ihre Nicht-Berufung, nämlich sich dem Stress und Druck und nervige Leute täglich für das Geld, was Du geschenkt bekommst, nachkommen.
An Deiner Stelle würde ich mich gewaltig schämen.
Kolya

Ich schäme mich ganz und garnicht. Kannst ja auch das arbeiten lassen, wenn es Dir nicht passt. Keiner zwingt Dich zum arbeiten.
 
Ich habe schon eine Maßnahme hinter mir, nichts gebracht. Hatte zwar einen Probearbeitstag und Vorstellungsgespräch, bin aber nicht genommen worden, weil die gemerkt haben, das die Arbeit nicht meine ist. Ich merke, das hier extrem Gegenwind kommt, aber das war mir klar. Keiner hat Verständnis. Stolz bin ich weiß Gott nicht drauf. Wenn meine Firma nicht pleite gegangen wäre, würde ich heute noch wie eine Marionette schuften gehen und mich jeden Tag zur Arbeit schleppen. Ich habe fast 20 Jahre in dem gleichen Betrieb gearbeitet und es war die Hölle. Zum Schluß habe ich mich nur noch gequält, nur noch mit Angst in die Firma gegangen, mein Privatleben vernachlässigt, kein Sport mehr gemacht aus lauter Kraftlosigkeit. Und wenn man für knapp 200 Std. im Monat arbeiten nicht mal 1000 € auf die Hand bekommt, dann ist das schon hart. Man bekommt doch später als Geringverdiener eh kaum Rente. Wofür soll ich mich so kaputt schuften? Es lohnt sich doch heute garnicht mehr. Man muß doch mal realistisch denken.
 
--- Ich merke, das hier extrem Gegenwind kommt, aber das war mir klar. ---

Die Menschen verurteilen gerne auch ohne die näheren Umstände zu kennen. Man ist dann einfach das faule A....loch das allen auf der Tasche liegt.

--- Und wenn man für knapp 200 Std. im Monat arbeiten nicht mal 1000 € auf die Hand bekommt, dann ist das schon hart. ---

Ach wo, ist doch ein "toller" Verdienst. Verstehe gar nicht wie man dem Hartz 4 vorziehen kann. 😉

Spaß bei Seite:
Ich verstehe dich sehr gut... und die Politik hat auch ihr Übriges dazu beigetragen, dass einigen Menschen die Motivation zum Arbeiten fehlt.
 
Wer ist schon für das arbeiten geboren???. NIEMAND. Aber nur weil man das nicht ist heißt es ja nicht das dafür andere für einen arbeiten müssen. Nicht in jedem Job sitzt du im Büro?. Ich sitze am Tag nicht eine Stunde im Büro und kann auch sehr Aktiv in meinen Job sein. ( muss ich sogar). Und davon giebt es viele Jobs, es giebt auch die Möglcihkeit noch spät ne neue Ausbildung sonst was zu Beginnen und sich Beruflich anders zu Orientieren.
 
Ist der Preis der Freiheit, mit dem auszukommen, was reinkommt.
Ich will auch nicht arbeiten und habe das geschafft!
Haben wir eigentlich das Recht zum Nichtstun?
Viele bedeutsame Denker und Wissenschaftler sind durch Ruhe und ein ausgeglichenes Leben zu großen Leistungen gekommen.
Hart arbeitende Menschen findet man dagegen eher im Bergwerk oder im Büro.
Auch und gerade unser deutscher Geist würdigt vor allem den grenzenlosen Fleiß und die Verantwortung gegenüber dem Rest der Gesellschaft.
Nicht nur das Zeitphänomen „Burnout“ spricht dagegen.
Wer verbessert durch seine Arbeit das Leben in der Gesellschaft denn wirklich?
Viele produzieren nutzlose Ware, verkaufen ungesunde Nahrung oder schaffen geschmacklose Unterhaltung.
Manche produzieren Waffen, andere ruinieren unsere Umwelt.
Sie alle mögen hart arbeiten.
Und sie bekommen Respekt.
Doch ich habe sie nie um diese Leistung gebeten.
Es gibt viel Arbeit, die besser nicht gemacht werden würde.
Nicht arbeiten heißt nicht, passiv zu sein, nichts zu tun für die Gesellschaft!
Viele profitieren von der Hilfsbereitschaft anderer Menschen.
Denjenigen, die unsere Alten pflegen, sich um die Kinder kümmern oder Dinge produzieren, die wir tatsächlich brauchen.
Doch warum tun sie das?
Wenn wir Spaß und Erfüllung in etwas finden und darüber hinaus ein ausgeglichenes Leben führen können – was ist dann eigentlich schlecht daran?
 
Also mal ganz ehrlich. Einige scheinen keine Ahnung zu haben, was eigentlich auf dem Arbeitsmarkt abgeht. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass eure Arbeit groß dem Gemeinwohl zu Gute kommt. Die Arbeiter, auch Sklaven genannt, schuften für ihre Sklavenhalter. Und das Meiste sackt dann dieser ein und nicht die Gemeinschaft. Das Ganze ist ein Ausbeutungssystem. Oder warum kratzen so viele an der Grenze der Existenz, obwohl der technische Fortschritt und Wohlstand unglaublich groß ist? Das ist ein reines Verteilungsproblem.
Die meiste Arbeit dient auch eher noch dazu, dieses Ausbeutungssystem am Laufen zu halten und dann ist man noch stolz darauf das man dies tut. Großartige Logik.
 

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