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Probleme mit dem Informatik Studium

Hey,

du sprichst mir aus der Seele. Ich habe jetzt in diesem Semester angefangen und frag mich gar nicht erst wie es mir geht. Ich kriege einfach so gut wie nichts hin. Ich habe jetzt schon das Gefühl, dass Informatik nicht das Richtige ist, obwohl ich so davon überzeugt war.
 
Hey,

Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe dieses Semester angefangen. Also kannst du dir ja vorstellen wie es mir geht. Ich zweifle sogar schon an meiner Intelligenz oder ob andere einfach besser sind als ich. Hab mich so auf Informatik gefreut, aber mittlerweile ist es eher eine Qual.
 
Geht bestimmt vielen so

mir geht es genauso. Vor allem ist halt krass, dass man das Gefühl hat, dass einige Dozenten nur ihre Sachen runter rattern und sich keine Gedanken machen, wie man es verständlich rüberbringen kann. Macht mich gerade auch voll fertig. Ich bin im ersten Semester und packe garnichts mehr. Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht dass es "falsche Gründe" gibt. Entweder man hat bock drauf oder nicht. Ich hab bock drauf, aber egal wie lange ich dran sitze (Hausaufgaben) habe ich nicht das Gefühl, etwas zu verstehen. Ich bin sicher man kommt auch mit auswendig lernen durchs Studium, aber ich will das Zeug ja auch verstehen.
Ich sehe das so: irgendjemand definiert ja sachen (Formeln zu einem bestimmte Zweck), aber keiner sagt mir was sich der Dude dabei gedacht hat. Wie soll ich dann verstehen, was er warum macht?
Und das bei unserem "tollen" Bildungssystem.
Ich bin aggressiv und traurig zu gleich.
 
AW: Geht bestimmt vielen so

Ich sehe das so: irgendjemand definiert ja sachen (Formeln zu einem bestimmte Zweck), aber keiner sagt mir was sich der Dude dabei gedacht hat. Wie soll ich dann verstehen, was er warum macht?
Und das bei unserem "tollen" Bildungssystem.
Ich bin aggressiv und traurig zu gleich.

Es ist auch nicht der Job des Dozenten geschweige denn der Hochschule/Uni den Studenten jede einzelne Definition mit irgendwelchen lustigen Bildchen und super aufregenden Alltagsbeispielen zu illustrieren. Das macht man vielleicht in der Mittelstufe bei 14 jährigen Realschülern, die kein Bock auf Mathe haben.

Aber an der Uni hat sowas nichts verloren. Die Uni/Hochschule ist eine wissenschaftliche Ausbildung die entweder für die Forschung oder für anspruchsvolle Jobs in Wirtschaft/Technik und Entwicklung vorbereitet.

Wer damit nicht klar kommt, sollte lieber eine Ausbildung zum Fachinformatiker oder so machen.

Sorry wenn das so hart ist aber nichts ist schlimmer als Erstis die rumheulen, dass der Prof ihnen keine Bildchen zu jeder beliebigen Definition an die Tafel malt.
 
Das sehe ich als Unidozent für Fächer an der Schnittstelle Sowi/Informatik etwas anders. Gerade in der Uni sollte man schon mal den Kontext bzw. Entstehungsdiskurs schon mal beleuchten,
dass man das am Anfang nicht macht liegt daran, dass man den STudierenden erst einen Pfad weisen möchte, an dem man sich entlang hangeln kann.
Mein Tipp:
geh` zum Dozenten in die Sprechstunde/nach der Vorlesung und frag´ ihn einfach konkret. Nicht Rundumschlag, sondern ganz gezielt. Dann erklärt er es Dir bestimmt. Oder arbeite mit youtube und Skripten vor und schließ´ dann in einem persönlichen Gespräch die Lücken. Ich bin überzeugt davon, dass die von Dir gesuchte Info sich in der vom Kollegen empfohlenen Literatur befindet, wobei diese am Anfang m.A. nach tatsächlich nicht zu verstehen ist, deswegen gibt es ja Skripte, Tutorien etc.., also aufbereitetes Material. Aber fragen kann man immer.
 
Hatte voll vergessen, dass ich hier mal geschrieben hatte, hehe.

Also wie ist mein Studium bisher gelaufen? Naja ich habe nicht abgebrochen oder den Studiengangwechselt. Nein, ich habe es weiter durchgezogen und bin aktuell im 5. Semester. Es war echt anstregend, aber wenn man nicht aufgibt und sich wichtigere Ziele setzt als "Regelstudienzeit" oder "Gute Noten", dann ist das Studium auch angenehm. Also klar, man sollte sich nicht gehen lassen, aber genießen. Mein Tipp macht vielleicht paar Module weniger als vorgesehen oder kombiniert Pflichtmodule mit Wahlpflichtsmodulen, dann ist das ganze vielleicht nicht so trocken.

Was ich bisher alles bestanden habe:
  • Analysis für Informatiker 3.7
  • Lineare Algebra für Informatiker 3.3
  • Einführung in die angewandte Stochastik 3.7
  • Fomale Systeme Automaten und Prozesse 2.7
  • Einführung in die technische Informatik 4.0
  • Betriebssysteme und Systemsoftware 4.0
  • Programmierung (Java, Haskell, Prolog) 3.3
  • Datenstrukturen und Algorithmen 3.3
  • Softwaretechnik 3.7
  • Anwendung Medizin: Biochemie 2.3
  • Anwendung Medizin: Anatomie 3.3

Wie ihr seht sind das nicht die besten Noten und ich werde vermutlich 8-10 Semester für meinen Bechalor brauchen, aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich habe aber noch einiges vor mir. Und habe enorme Probleme mit den theoretischen Sachen.

Mal sehen wie es weitergeht.
 
Hallo,

du solltest dir auch überlegen, warum du das machst.
Man wird kein besserer Mensch durch ein Informatik Studium.
Ich weiß auch nicht ob Informatiker so gesucht werden.. wie immer gesagt wird.
Es kommt immer auf die Region an.

LG
 
Und du musst bedenken, wenn du dir mit den theoretischen Sachen so schwer tust, wie soll das nur nach dem Studium werden? Als Informatiker arbeitet man zumindest am Anfagen mit Abstrakten.
 
Sehe das nicht so kritisch. Wenn man sich die Stellen anschaut, werden meist keine universitären Akademiker gesucht, sondern Leute, die was praktisch können. Algorithmik, Entwicklung, KI etc. machen sowieso eher die Mathematiker. Zudem gibt es da auch echt wenig Stellen.

Wenn der/die TE das Studium durchzieht und einige Praktika mit guten Arbeitszeugnissen absolviert, sehe ich eigentlich keine Probleme einen Job im IT-Umfeld zu finden.
In anderen Fachbereichen schaffen das nicht einmal Leute mit Top-Noten.

Also: Weitermachen.
 

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