Das sehe ich nicht ganz so... "Lust aufeinander" hat ja durchaus verschiedene Facetten... die Lust einander nah zu sein, die Lust sich zu küssen, die Lust miteinander zu reden, die Lust miteinander etwas zu unternehmen...
Mein Mann und ich haben selten Sex, hatten unser erstes Mal nach einem halben Jahr. Wir möchten uns den Sex als ein besonderes Erlebnis bewahren und nicht als etwas das man als Paar halt so macht. Ich glaube auch, dass genau das unser persönliches Glücksrezept ist.
Wenn man zu Beginn einer Beziehung sehr viel Zeit darin investiert miteinander zu schlafen (was ja bei vielen Paaren durchaus so vorkommt) wird man dem schnell überdrüssig. Vielleicht entsteht daraus sogar ein Pflichtgefühl den Anderen befriedigen zu müssen.
Ich hatte bis ich meinen Mann kennen lernte ausschließlich Beziehungen, in denen Sexualität häufig praktiziert wurde. Aber irgendwann hat es mich schlichtweg gelangweilt, trotz dessen ich mit meinen vorigen Partnern viel experimentiert und ausprobiert habe.
In meiner Ehe hingegen finde ich es super, nicht häufig miteinander zu schlafen. Denn wenn es wieder soweit ist, ist es immer ein Genuss für uns.
Mein Mann hatte zu Beginn die Angst, dass er mich aufgrund seines Schichtdienstes, nicht ausreichend befriedigen könnte. Da habe ich ihm gleich den Wind aus den Segeln genommen und gesagt, dass mir Sex nicht wichtig ist.
Und weil wir nur ab und an miteinander schlafen, bedeutet das nicht dass wir einander nicht begehren. Ich finde ihn sehr attraktiv und er mich. Wir haben nur etwas andere Wege gefunden uns dies zu zeigen. 🙂