Jaaaaa, Beth Ditto find ich genial! :herz: Sie macht klasse Musik und steht dazu, wie sie ist.
Blöd finde ich nur, dass ihr Song "All about that bass" im aktuellen "Release" vom Body-Pump vorkommt... das führt die Botschaft ja dann wieder komplett ad absurdum.
In anderen Sachen schwimme ich sehr gern und oft gegen den Strom, warum ich es bei dem Thema nicht schaffe... keine Ahnung. 😕
Vielleicht, weil Frauen ganz besonders an ihrem Gewicht und ihrem Äußeren gemessen werden.
Die Buch-Autorin Susanne Fröhlich wurde ja, nachdem sie nach ihrem Buch „Moppel-ich“ wieder zugenommen hatte, massivst beschimpft, da fielen im Internet Sätze wie „Kann bitte mal jemand diese Frau umbringen?“ und Pierce Brosnan muss sich ja auch regelmäßig dafür rechtfertigen, dass er mit einer dicken Frau verheiratet ist und es schafft, seinen „Lieblings-Wal“ (ß Zitat der Zeitung mit den 4 Buchstaben) auch noch zu lieben. 🙁
... die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter ... Ja lass doch die anderen messen, egal, ob Gewicht, Busen, Augen, Haare, Beine, Po ... was weiß ich. Wenn Menschen mit dem Finger auf andere zeigen, vergessen sie immer, dass mindestens 3 Finger auf sie selber zeigen ...
Stimmt, das mit Susanne Fröhlich habe ich auch mitgekriegt und von Pierce Brosnan auch ... wer eigentlich kann sich denn anmaßen, Maßstäbe an andere anzusetzen? Ich kenne keinen, dem das zustünde.
Die Zeit hat schon so viele Dinge hervorgebracht, dass Menschen glaubten, es wäre schön: das Doppelkinn in der Zeit der Renaissance, die Verkrüppelung der Füßchen in China, die Verlängerung des Halses durch Ringe, selbst die gebräunte Haut, die früher mal Zeichen der Armen war, wurde als Schönheit entdeckt, als die Reichen anfingen, ans Mittelmeer zu reisen, da war die weiße Haut auf einmal out. Historisch gesehen, war in Zeiten der Nahrungsmittelknappheit oder des -angebots ein fülliger Mensch das Ideal, jetzt, in Zeiten des Überflusses ist in unserer Welt der schlanke Körper ein Luxus. Denk mal dran, wie sah Marilyn Monroe aus, war doch auch kein Hungerhaken, noch heute ist sie ein Sexsymbol. Und den Menschen, die diesem heutigen Ideal nicht vermeintlich entsprechen, wird einzig und allein der Makel des eigenen Versagens, mangelnder Disziplin u. a. zugeschrieben. Dabei ist der Mensch doch einfach ein einmaliges Wesen, warum eifert er dann immer dem angeblichen Ideal hinterher? Wer sich gut fühlt, soll doch so leben, warum misst Du Dich an solchen Aussagen, wie Du oben schreibst? Egal, ob ein Mensch dünn, dick, groß, klein ist, was sagt das über den Menschen an sich aus - nichts. Ohne viel nachzudenken und geknechtet von den Medien und der Modeindustrie, dazu noch bis zum Erbrechen
🙄 (gefällt mir richtig gut, dieses Wortspiel) angelockt von den vielversprechenden Absurd-Diäten und damit geblendet vom Idealbild meistens junger Models rennen Frauen in Massen ohne groß nachzudenken, diesem vermeintlichen "Idealbild" hinterher. Und die meisten davon erleben dann das, wovon Du, Acromantula schreibst. Ist es denn das wirklich wert? Ich meine nicht. Ich rede jetzt natürlich nicht vom bedrohlichen (krankmachenden) Übergewicht, aber es sind vor allem die Medienmacher, die das Ideal des dünnen Nichts erfunden haben. Und davon lebt inzwischen (wie auch in der Kosmetikindustrie vergleichbar) eine Riesenmasse von Konzernen, angefangen von den Diätpulvern, -pillen, Diätmärchen, von Therapeuten und Ärzten ... Ist sicherlich ein unglaublich einträgliches Geschäft ... sonst würde es nicht so schillernde Blüten treiben ... und fast jeder will dabei sein, auf der einen wie auf der anderen Seite. Haben die Menschen denn keine anderen Probleme? Wer sich selbst kasteien will, bitte, soll er doch tun, aber die anderen dürfen auch tun, was sie wollen.
Ich kenne bis jetzt auch keine Studie oder verlässliche Angaben, dass Menschen mit mehr Gewicht als dem vorgegebenen Idealmaß der Gesellschaft, weniger leistungsfähiger, mehr krank sind.
Streiche diese Art der Beeinflussung von Deiner Umgebung aus Deinem Kopf, lass doch die anderen machen ... mach Du Dein Ding ...