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Krankenversicherung ohne Einkommen

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Gast

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Guten Tag!

Ich bin ein 30 jähriger Mann, ledig, lebe in Niedersachsen, keine Arbeit, keine Wohnung, und beziehe keine Sozialleistungen.

Derzeit lebe ich bei einem Rentnerpaar und helfe dafür im Haushalt, führe Reperaturen durch und was sonst noch so anfällt. (Wesentlich erfüllender, als im Büro zahlen hin und her zu schieben.)

Daran könnte ich mich gewöhnen, allerdings hab ich dabei einen riesigen Dorn im Auge: Die Krankenversicherung.

Ansich hatte ich geplant, einfach keine mehr zu haben, weil ich eine abgeneigte Einstellung zum Leben hab und keine Probleme damit hätte, morgen zu sterben. Allerdings muss man nach meinem derzeitigen Kenntnisstand in DE versichert sein. Dem Gesetzgeber ist egal, ob man Geld hat. Wenn nicht, kriegt man einfach automatisch Schulden. Passt doch.

Kann ich das irgendwie umgehen? Und wenn nicht, kann ich mit die Versicherung vom Staat bezahlen lassen? Ich will kein Sozialschmarotzer sein. Wirklich nicht. Aber bei soner Gesetzgebung bin ich dann doch bereit dazu. (Bei der GKV. Darüber hinaus möchte ich kein Geld!)
 
Wie du bereits erkannt hast, besteht in Deutschland die Pflicht zur Krankenversicherung.

Wahrscheinlich hast du bereits jetzt Schulden daraus angehäuft - wie lange bist du denn schon nicht versichert?

Du hast die Möglichkeit, ALG II zu beantragen. Dann wärst du versichert, bekämst die Kosten der Unterkunft, soweit im angemessenen Rahmen und vorhanden, und den Regelsatz von knapp 400 Euro.

Alternative: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung suchen oder dir einen kleinen Job organisieren, der die Kosten für die Versicherung (etwa 160 Euro) abdeckt.
 
Guten Tag!

Ich bin ein 30 jähriger Mann, ledig, lebe in Niedersachsen, keine Arbeit, keine Wohnung, und beziehe keine Sozialleistungen.

Derzeit lebe ich bei einem Rentnerpaar und helfe dafür im Haushalt, führe Reperaturen durch und was sonst noch so anfällt. (Wesentlich erfüllender, als im Büro zahlen hin und her zu schieben.)

Daran könnte ich mich gewöhnen, allerdings hab ich dabei einen riesigen Dorn im Auge: Die Krankenversicherung.

Ansich hatte ich geplant, einfach keine mehr zu haben, weil ich eine abgeneigte Einstellung zum Leben hab und keine Probleme damit hätte, morgen zu sterben. Allerdings muss man nach meinem derzeitigen Kenntnisstand in DE versichert sein. Dem Gesetzgeber ist egal, ob man Geld hat. Wenn nicht, kriegt man einfach automatisch Schulden. Passt doch.

Kann ich das irgendwie umgehen? Und wenn nicht, kann ich mit die Versicherung vom Staat bezahlen lassen? Ich will kein Sozialschmarotzer sein. Wirklich nicht. Aber bei soner Gesetzgebung bin ich dann doch bereit dazu. (Bei der GKV. Darüber hinaus möchte ich kein Geld!)

Hallo Gast,

du hörst dich so an, als hättest du dich selbst aufgegeben. Du schreibst, du hast eine abgeneigte Einstellung zum Leben. Das kommt bestimmt nicht einfach so von heute auf Morgen. Bestimmt musstest du negatives erlebt haben oder über dich hergehen lassen. Das du derzeit keine Arbeit, keine Wohnung hast ist natürlich nicht die idealste Lage die es gibt. Aber in erster Linie musst du versuchen dich wieder am Leben festzuhalten. Dann kommt der Rest auch von alleine, zb Arbeit/Wohnung. Du bist noch sehr jung. Mit 30 ist es für nichts zu spät. Du kannst von vorne Anfangen. Das gilt für dein Job und auch alles private. Deshalb sehe ich die Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit gerade nicht so drastisch, bzw vorübergehend. Das alles bekommst du auf die Reihe, wenn du DICH auf die Reihe bekommst.

Warum ist es dir egal wenn du morgen stirbst? Wieso gönnst du dir das Leben nicht? Das Leben sollst du dir egal was passiert gönnen, in jeder Lage, auch wenn Misserfolg oder Trauer besteht. Das Leben ist ein GESCHENK an DICH! Das sollst du bedingungslos an Dich selbst annehmen und es dir selber gönnen!

Der Mensch ist eigentlich so konzipiert, dass er es nie zulässt unterzugehen. Also dagegen immer ankämpft. Kämpfe und geb dich nicht auf. Du bist so wertvoll, dass sich jeder Kampf auch ein von vornherein zum scheitern verurteilter Kampf sich lohnt! Denn das ist für Dein Leben gedacht und sonst für niemand. Stärke dein Selbstwertgefühl. Es soll dir nicht egal sein, ob du morgen stirbst oder nicht. Das ist überhaupt gar nicht egal!

Klar bezieht keiner gerne Geld vom Staat, bis auf einige Ausnahmen. Aber in deiner Lage, beziehe doch wenigstens Sozialgeld. Das ist übrigends ein RECHT, das jeder hat und haben soll. Damit kannst du immerhin deine Krankenversicherung zahlen. Es gibt so viele Leute die Sozialgeld beziehen vorübergehend in einer schwierigen Lage, wieso du nicht? Deine Gesundheit ist es Wert eine Krankenversicherung zu haben. Eine Krankenversicherung gehört nunmal zu den Lebensgrundlagen und hierfür ist Sozialgeld mehr als gerechtfertigt.

LG und alles gute
 
Hallo Gast,

eine Gesellschaft, die eine Daseinsfürsorge bereit hält, lebt natürlich vom Mitmachen.

Wenn du dich entscheidest nicht mitzumachen, dann musst du eben auch die Konsequenz daraus beachten.
Was beklagst du also die Gesetzgebung, wo du doch die Allgemeinheit betrügst?
Denn deine Arbeit ist Schwarzarbeit. Zudem müssten "deine Rentner" dich krankenversichern.

Du wirst also eines Tages auf Kosten des Staates leben oder ärztlich behandelt werden müssen... Also ist es müßig zu bekunden, du möchtest kein "Sozialschmarotzer" (wie ich das Naziwort hasse!) sein. Faktisch wirst du es sein.

Mit deinem Lebenswandel, als junger Mensch nicht fürs Alter und Gesundheit vorzusorgen, setzt du doch eine spätere, die kann schon morgen sein, Bedürftigkeit voraus.

Zu deiner Frage:

Wie Rauhfusskauz richtig darstellte, wäre der Gang Hartz zu beantragen richtig. Doch das möchtest du nicht.
Bleibt also nur die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse... (etwa 133 € pro Monat plus Zusatzbeitrag)
Diese kommt aber auch nicht in Frage, weil du dann bis vor spätestens drei Monaten in einer g. Krankenversicherung Mitglied sein musstest. Was ich jetzt nicht annehme.

Also bleibt dir nur die Möglichkeit erst einmal zum Amt zu gehen und darüber Mitglied zu werden...
Danach könntest du dich beim Amt abmelden und weiterhin "freiwilliges Mitglied" bleiben, wobei du natürlich den Beitrag bezahlen musst.

 
In Deutschland hat das der Staat schon ganz clever gemacht, man kann nicht einfach sagen, ich brauche überhaupt kein Geld, ich will vom Staat nichts haben und er soll mich im Gegenzug bitte in Ruhe lassen, ich pflanze mein eigenes Gemüse an, davon lebe ich oder ziehe mit einem Zelt in den Wald und wenn ich krank werde, dann ist das meine Sache. Nein. So geht das natürlich nicht. Jeder wird zwangsversichert, ob er will oder nicht. Und wenn man nicht zahlt und doch irgendwann in die Gesellschaft zurückmöchte, sich einen Job sucht, dann hat man einen Berg Schulden für etwas, was man überhaupt nicht wollte und nie in Anspruch genommen hat. So ist das in Deutschland.

Die einzige Lösung ist auswandern oder sich ins System einfügen. In deinem Fall ist das entweder ALG 2 oder mindestens einen 450,01€ Job suchen (Gleitzone; müsste alles so sein, aber selber nochmal informieren). Du kannst in Deutschland nicht machen was du willst. Der Staat weiß eben einfach besser, was gut für dich ist.
 
Jeder wird zwangsversichert, ob er will oder nicht. Und wenn man nicht zahlt und doch irgendwann in die Gesellschaft zurückmöchte, sich einen Job sucht, dann hat man einen Berg Schulden für etwas, was man überhaupt nicht wollte und nie in Anspruch genommen hat. So ist das in Deutschland.

Na, überleg doch mal: Wenn die Krankenversicherung freiwillig wäre, würde sich kaum ein Mensch zwischen 18 und 40 darauf einlassen (außer evtl. für den Zeitraum einer Schwangerschaft oder so). In diesen Jahrzehnten zahlt man normalerweise zigmal mehr ein, als man herausbekommt, für den Einzelnen lohnt sich das nicht. Dann werden wir älter und fragiler, entwickeln womöglich eine chronische Krankheit, Lungenkrebs oder Diabetes, und werden schnell Mitglied. Natürlich für maximal ein paar hundert €/Monat. Und haben ab sofort Anspruch auf beste medizinische Versorgung.

Wie sollte das funktionieren?
 
Auf die Argumentation habe ich gerade gewartet. Komischerweise war es bis zum 1. Januar 2009 nicht so. Uups. Hat es bis dahin also auch so funktioniert. Wer denkt, dass es jetzt angeblich halt nicht mehr funktionieren würde, dem ist halt nicht zu helfen.
 
Auf die Argumentation habe ich gerade gewartet. Komischerweise war es bis zum 1. Januar 2009 nicht so. Uups. Hat es bis dahin also auch so funktioniert. Wer denkt, dass es jetzt angeblich halt nicht mehr funktionieren würde, dem ist halt nicht zu helfen.

Es hat funktioniert, weil es bis dahin die Allgemeinheit für unsolidarisches und asoziales Verhalten zahlen musste...
Für meine Begriffe geht das Gesetzt noch nicht weit genug... Weil ein Missbrauch immer noch möglich ist.

Zudem dürften hier einige den Begriff Solidargemeinschaft gründlich missverstehen... Dagegen den Begriff Egoismus zu gut!
 
Hallo Rhenus,

wenn man keine Ahnung hat, einfach mal nichts schreiben. Ist besser für alle und "eigentlich" will man will sich ja auch nicht ständig blamieren (habe es mal in "" gesetzt, weil ich denke bei manchen ist das genau das Ziel und das klappt ja dann auch regelmäßig).

Du kannst ja mal einem Obdachlosen erklären, wie er so unsolidarisch, asozial und egoistisch sein kann unter der Brücke zu wohnen. Das ist natürlich ein großer Gewinn für den deutschen Staat und bezeugt sowohl Intelligenz wie Weitsicht, dass so jemand nun auf einmal auch jeden Monat mindestens 150€ Schulden anhäuft die er sowieso nie zahlen kann, aber es könnte ja sein, dass er IRGENDWANN doch mal zu Geld kommt und dann hält man gerne die Hand auf. Schließlich hat er ja auch immer von der Solidargemeinschaft profitiert, die Brücke unter der er schläft, wurde schließlich mit Steuergeldern gebaut usw. usw., da wäre ein bißchen Dankbarkeit auch mal angebracht.

Aber das reicht natürlich nicht, da gibts natürlich dann immer noch welche - so wie du - , denen das Gesetz nicht weit genug geht. Da kann die ganze Welt ja froh und dankbar sein, dass du nichts zu entscheiden hast.
 

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