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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Ich glaube eher, daß ich ehrlich bin, weil ich einfach zu dumm zum glaubwürdigen Lügen bin. 🙄
Ehrlichkeit erfordert nicht viel Verstand. Da bin ich wie eine Pflanze, wie ein Stein, ich bin wie ich bin.
 
Da könntest Du Recht haben. Jedoch ist das nicht die einzig mögliche Erklärung für das Nicht-Lügen.
Lügen hat auch etwas mit Selbstwahrnehmung zu tun. Je nach Person ist die bewusste oder unbewusste Selbstwahrnehmung Grund für unser Handeln oder für unser Unterlassen. Wir verdrängen... und können deshalb so ehrlich sein. Klingt sicher kompliziert.
 
Wer verdrängt, ist sich selbst gegenüber nicht ehrlich. Bei manchen Menschen scheint das eine Art Automatismus zu sein, daß alles, was nicht ins gehübschte Welt- und Selbstbildnis paßt, automatisch verdrängt wird. Dummerweise bin ich dazu zu - realistisch. Die Welt ist nicht hübsch, egal wie rosa die Brille wäre, die ich mir aufsetzen könnte. Man muß in der realen Welt leben und damit umgehen können, nicht in einer rosa Traumwelt.
 
Wer verdrängt, ist sich selbst gegenüber nicht ehrlich. Bei manchen Menschen scheint das eine Art Automatismus zu sein, daß alles, was nicht ins gehübschte Welt- und Selbstbildnis paßt, automatisch verdrängt wird. Dummerweise bin ich dazu zu - realistisch. Die Welt ist nicht hübsch, egal wie rosa die Brille wäre, die ich mir aufsetzen könnte. Man muß in der realen Welt leben und damit umgehen können, nicht in einer rosa Traumwelt.

Mir fällt auf, dass Du wiederholt den Ausdruck "dumm" mit Dir verbindest. Ich empfinde dies als eine Verdrehung der Wahrnehmung, die Du von Dir hast. Mir kommt es so vor, als ob Du eher das Gegenteil ausdrücken möchtest: "wer nicht realistisch ist - ist eher dumm. Da ich realistisch bin, bin ich in Wahrheit die Kluge".

Der Verdrängungsmechanismus hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun. Er ist ein Schutzmechanismus der uns hilft uns mit den Aufgaben zu befassen, die wir denken lösen zu können und der uns davor schützt, dass wir uns an Problemlösungen versuchen, die für uns eine Nummer zu groß sind und letztendlich verzweifeln.
 
Mir fällt auf, dass Du wiederholt den Ausdruck "dumm" mit Dir verbindest. Ich empfinde dies als eine Verdrehung der Wahrnehmung, die Du von Dir hast. Mir kommt es so vor, als ob Du eher das Gegenteil ausdrücken möchtest: "wer nicht realistisch ist - ist eher dumm. Da ich realistisch bin, bin ich in Wahrheit die Kluge".

Der Verdrängungsmechanismus hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun. Er ist ein Schutzmechanismus der uns hilft uns mit den Aufgaben zu befassen, die wir denken lösen zu können und der uns davor schützt, dass wir uns an Problemlösungen versuchen, die für uns eine Nummer zu groß sind und letztendlich verzweifeln.

Es gibt mindestens eine weitere Perspektive.

Bspw. gibt es Menschen, die einigermaßen emotional, spontan, direkt, unverblümt sind - in diesem Sinne auch ehrlich und leicht einzuschätzen. Um aber sich zu verstellen, die Wahrnehmung zu verdrehen - die Eigenwahrnehmung, die Fremdwahrnehmung oder die Wahrnehmung der Welt -, dazu braucht es schon eine gewisse Intelligenz.

~~~

Unabhängig eines etwaigen Intelligenzgrades, könnte man es allerdings auch als intelligent betrachten, bei der Wahrheit zu bleiben, und als Dummheit, die Wahrheit zu verdrehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich gehe davon aus, dass Menschen gerne ehrlich und nah an der Wahrheit sind, in letzter Instanz sogar gut.

Das ganze Leben spricht aber auch davon, dass sich Menschen ganz anders verhalten.

Was denkst du, was der prädominante Grund dafür ist?
 
Ich persönlich gehe davon aus, dass Menschen gerne ehrlich und nah an der Wahrheit sind, in letzter Instanz sogar gut.

Das ganze Leben spricht aber auch davon, dass sich Menschen ganz anders verhalten.

Was denkst du, was der prädominante Grund dafür ist?

Ich gehe nicht davon aus, dass Menschen gerne ehrlich sind. Es ist meine Angewohnheit die Menschen zu beobachten und festzustellen, ob sie z.B. ehrlich sind oder nicht. Und manchmal sagen sie die Unwahrheit, weil sie die Wahrheit nicht kennen.

Weil sich Menschen oft nicht logisch verhalten und ihr Verhalten nicht immer verständlich ist, deswegen gehe ich der Frage nach: Warum tut der Mensch was er tut? Und da generalisiere ich sehr ungerne. 10 Menschen in der gleichen Situation und mit gleichem Verhalten ist für mich keine Grundlage anzunehmen, es läge bei allen der gleiche Grund vor.
 
Gehen wir einen Schritt weiter und in etwa die selbe Richtung, in der wir uns gerade befinden.

Wenn ich mich recht erinnere, hast du in diversem Kontext Authentizität als positiv deklariert. Diese Authentizität würde ich mit Ehrlichkeit übersetzen. Um die Gültigkeit geht es mir erstmal nicht.

Wenn nun aber Authentizität/Ehrlichkeit etwas Positives/Gutes sind, was hält Menschen davon ab?
 
Gehen wir einen Schritt weiter und in etwa die selbe Richtung, in der wir uns gerade befinden.

Wenn ich mich recht erinnere, hast du in diversem Kontext Authentizität als positiv deklariert. Diese Authentizität würde ich mit Ehrlichkeit übersetzen. Um die Gültigkeit geht es mir erstmal nicht.

Wenn nun aber Authentizität/Ehrlichkeit etwas Positives/Gutes sind, was hält Menschen davon ab?

Authentizität ist generell neutral. Damit will ich sagen, dass ein authentischer Mensch nicht automatisch ein moralisch guter oder ein moralisch schlechter Mensch ist. Authentizität sagt erstmal nur aus, dass Einstellung und Gedanken und Gefühle sowie Worte und Handlungen zueinander passen.

Ein Rassist hat z.B. die Einstellung, dass alle Menschen aus Mischehen kulturell auf einer niedrigen Stufe stehen.
Trifft er einen solchen Menschen, denkt er: Der ist dumm. Er fühlt, dass er diesen Menschen nicht mag. Er sagt zu ihm: Geh mir aus den Augen. Er schmeisst ihn aus dem öffentlichen Bus.
Dieser Rassist ist sehr authentisch.

Menschen sind nicht authentisch, weil z.B.
- sie ihre Einstellung oder ihre Absichten verbergen wollen
- ihre Gefühle und ihre Gedanken nicht übereinstimmen
- weil sie unsicher sind, was "jetzt" richtig ist und so ihre eben geäusserte Meinung ändern und anders handeln als sie es eben noch angekündigt haben.
- weil sie nicht genügend nachgedacht haben, keine feste Meinung haben und daher sich von ihren Gefühlen dominieren lassen
- weil sie von Natur her alles bezweifeln und somit bereit sind, alle Werte und Meinungen zu hinterfragen. Sich festlegen auf eine Meinung fällt ihnen schwer, denn woher sollen sie wissen, dass ihre eigene Meinung richtig ist?
 
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