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Hallo _Tsunami_,
schau mal hier: Eigene Schuld - fremde Schuld. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Gut, da stimme ich dir zu, Nordrheiner.
Was sind die drei größten Motivationskräfte des Menschen?
Lasse dir mit der Beantwortung ruhig Zeit.
"Konformität" ist nur ein Wort dafür, daß die Grundbedürfnisse bei allen Menschen die gleichen sind. Jeder will was zu essen, was anzuziehen, eine Behausung, soziale Kontakte nach Wahl, eine ansprechende Aufgabe im Leben... Individualität ergibt sich aus den kleinen Unterschieden, ob jemand lieber Hausmannskost oder chinesisch ißt, ob er Rock oder Hose trägt, welche Musik, welcher Sport, welche Hobbys ihm liegen, welchen Familienstand er wählt (die Familie, aus der man kommt, kann man sich ja nicht aussuchen - wohl aber, wie man als Erwachsener damit umgeht), wo man wohnen und leben will, was man arbeiten will... längst nicht jeder individuelle Wunsch geht in Erfüllung, weil irgendwelche Umstände dagegen oder man sich selbst im Weg steht, aber das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof. Und manche finden eben Erfüllung darin, mit der Herde mitzulaufen, während andere eher die Einzelgänger sind, die bewußt oder aus Notwendigkeit ihr eigenes Ding drehen. Einfacher ist das Leben als Mitläufer, der sich notfalls hinter anderen ducken kann, aber ggf. auch mit dem Rest der Herde in einen Abgrund springt. Der einsame Wolf muß für sich selber kämpfen, muß dafür aber auch nicht jeden Schwachsinn anderer mitmachen. Jedem nach seinem Geschmack.Die meisten Menschen sind sich ihres Bedürfnisses nach Konformität nicht einmal bewusst. Sie leben in der Illusion, sie folgten nur ihren Ideen und Neigungen, sie seien Individualisten, sie seien aufgrund eigenen Denkens zu ihren Meinungen gelangt und es sei reiner Zufall, dass sie in ihren Ideen mit der Majorität übereinstimmen. Im Konsens aber sehen sie den Beweis für die Richtigkeit ihrer Ideen. (S. 24 u. 25).
Sorry, das ist so widersinnig, daß es eine psychische Krankheit beschreibt. Nur jemand mit sehr starken Wahrnehmungsstörungen kann annehmen, daß die Außenwelt verschwinden würde, weil er sich wie ein kleines Kind die Augen zuhält bzw. total zurückzieht.Eine andere Ersatzlösung ist die Flucht in die Einsamkeit.
"Das panische Entsetzen vor einer völligen Isolation ist nur dadurch zu überwinden, in dem man sich so völlig von der Außenwelt zurückzieht, dass das Gefühl des Abgetrenntseins verschwindet, und zwar weil die Außenwelt verschwunden ist." Ebenfalls nach Erich Fromm, die Kunst des Liebens;
Sorry, das ist so widersinnig, daß es eine psychische Krankheit beschreibt. Nur jemand mit sehr starken Wahrnehmungsstörungen kann annehmen, daß die Außenwelt verschwinden würde, weil er sich wie ein kleines Kind die Augen zuhält bzw. total zurückzieht.
Wer sich total zurückzieht, hat vielmehr panische Angst vor der "feindseligen" Außenwelt, nicht vor der Isolation.
Wer Angst vor Isolation hat, klammert sich krampfhaft an andere Menschen, oft gegen deren Willen, oder macht sich für andere zum Affen und läßt sich in jeder Hinsicht mißbrauchen, nur aus Angst vor dem Alleinsein.
Einschlägige Beispiele gibt´s hier im Forum ("Ich", "Gewalt" etc.) genug.
Ein erwachsener, normal denkender Mensch ist nicht der Sklave seines Unterbewußtseins. Er muß doch selber merken, wenn er sich unnatürlich zurückzieht - oder seine Umgebung merkt es, wenn er es aufgrund beginnender Krankheit nicht mehr kann.Einerseits ist dieses Verhalten Ausdruck einer psychischen Krankheit oder zumindest Merkmal des Anfangsstadiums einer psychischen Krankheit, andererseits ist das ein Prozess, der im Unterbewusstsein abläuft.
Ganz im Gegenteil, ich entwirre sie. Oder welche Lösung würdest Du welchem Grundproblem zuordnen? Daß man der Isolation nicht durch bewußtes Isolieren entrinnen kann, sollte eigentlich logisch sein, oder? Das ist, als wolle man einen unfallbedingten Beinbruch verhindern, indem man sich bewußt das Bein bricht - widersinnig und erfüllt keinerlei Nutzen. Denn zur zwangsweisen Isolation ist kein freier Mensch verpflichtet oder verdammt.Nach meinem Verständnis vermischst Du hier verschiedene Lösungsmodelle, der Angst zu entrinnen.
Ein erwachsener, normal denkender Mensch ist nicht der Sklave seines Unterbewußtseins. Er muß doch selber merken, wenn er sich unnatürlich zurückzieht - oder seine Umgebung merkt es, wenn er es aufgrund beginnender Krankheit nicht mehr kann.
Ganz im Gegenteil, ich entwirre sie. Oder welche Lösung würdest Du welchem Grundproblem zuordnen? Daß man der Isolation nicht durch bewußtes Isolieren entrinnen kann, sollte eigentlich logisch sein, oder? Das ist, als wolle man einen unfallbedingten Beinbruch verhindern, indem man sich bewußt das Bein bricht - widersinnig und erfüllt keinerlei Nutzen.
So widersinnig es klingen mag, doch, da ist ein möglicher Nutzen erkennbar: Der Mensch entrinnt seiner Angst vor dem Beinbruch. Die Angst vor dem Beinbruch wird von diesem Menschen als größer empfunden als der Beinbruch selbst.
Denn zur zwangsweisen Isolation ist kein freier Mensch verpflichtet oder verdammt.
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