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Flüchtlinge aufnehmen

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Es ist nicht so, keinesfalls, dass ich für Sachlichkeit nicht zugänglich wäre.

Vorausgesetzt, dass es wirklich euer Ziel und euer Bestreben ist, Armut und Flüchtlinge in Deutschhland und auf der Welt zu reduzieren, was sind eure Vorschläge?

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Ich zitiere aus dem von Nicht-Konform geposteten Video: "Sollen wir das Flüchtlingsproblem lösen, indem wir sie alle am Strand umbringen?"
 
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Es ist nicht so, keinesfalls, dass ich für Sachlichkeit nicht zugänglich wäre.

Vorausgesetzt, dass es wirklich euer Ziel und euer Bestreben ist, Armut und Flüchtlinge in Deutschhland und auf der Welt zu reduzieren, was sind eure Vorschläge?---
[..]
Flüchtlinge sind heute durch wirtschaftliche Interessen von kap. Heuschrecken ausgelöst oder noch etwas höher angesiedelt, seltener aus natürlichen Ursachen, weil die bisher noch im Rahmen der jeweiligen Länder aufgefangen wurden.
Das erstere könnten und müßten wir durch unsere Weltorganisationen unterbinden können. Dem ist nicht so, weil auch in diesen Gremien eine Hirarchie herrscht, die meist analog der wirtschaflichen Stärke ihrer Entsendeländer oder eben aufgrund ihrer Lobbyarbeit stark ist.

Die Armut ist relativ, das kann und sollte man nicht grundsätzlich vereinheitlichen wollen, was jede Familie hat oder braucht. Wichtig ist, daß jeder so gut wie kostenloses (Trink-)Wasser hat, also ohne Eigentums-Interessen zugänglich ist, eine Möglichkeit seine Familie zu ernähren hat und die Unterbringung den Gegebenheiten entspricht. Wie Ihr seht ist schon der Versuch das Minimum zu formulieren problematisch ist.

Letztens sah ich einen Bericht über die Tsunamie-Hilfen 2004 , wie die verwertet worden sind. Daraus kann man leider sehen, daß trotz höchster Spendensummen nicht der nötige und mögliche Effekt eingetreten bzw. nicht entssprechend bei den Opfern angekommen ist. Daß eben wieder in bestimmten Gebieten die Eigeninteressen der dort Mächtigen einen großen schädigenden Einfluß hatten und gerade derzeit wirken, in dem die Opfer statt sinnvollerweise mit der Möglichkeit für ihr Leben selber sogen zu können, sie vom Meer zu weit weg untergebracht wurden, aber das Land am Meer einträglich für neue Hotelanlagen verwertet werden und wurden.

Also, viel Geld hilft nicht zwangsläufig viel. Es ist und bleibt alles relativ und braucht Vernunft, Umsicht, Gerech-tigkeit, Selbstlosigkeit und Gemeinschaftsinn.

FG
 
Sicher, sog. Kapitalheuschrecken fressen einen auf. Es geht um Geld und mehr Geld. Das jedoch ist auch das Ziel des gemeinen Bürgers. Insofern handeln Kapitalheuschrecken auftragsgemäß.
 
Nur mal zur Info:

Heute morgen unterhielt ich mich mit einer deutschen Frau, die eine Syrerin mit Tochter bei sich aufgenommen hat.
Wir unterhielten uns über das Thema. Sie meinte: Das Thema Flüchtlinge sei ja nicht neu. Auch nicht neu sei, dass (in so vielen Ländern, auch in Deutschland), Flüchtlingen mit Argwohn bis hin zum Hass begegnet würde.
Das hat auch etwas mit unserem Gehirn zu tun, wie ich gerade bei einem Psychologen lese.

LG, Nordrheiner
 
Nur mal zur Info:

Heute morgen unterhielt ich mich mit einer deutschen Frau, die eine Syrerin mit Tochter bei sich aufgenommen hat.
Wir unterhielten uns über das Thema. Sie meinte: Das Thema Flüchtlinge sei ja nicht neu. Auch nicht neu sei, dass (in so vielen Ländern, auch in Deutschland), Flüchtlingen mit Argwohn bis hin zum Hass begegnet würde.
Das hat auch etwas mit unserem Gehirn zu tun, wie ich gerade bei einem Psychologen lese.

LG, Nordrheiner

Ganz sicher, Nordrheiner.

Das ist etwas, was ich schon damals in der Schule aufgeschnappt und mir behalten habe. 🙂

Nennen wir es einfach "Instinkt" - und dieser arbeitet nicht immer zum eigenen Wohl, noch zum gemeinschaftlichen. Es wurde in der Schule gesagt, dass "Rassenhass" bzw. "Ausländerfeindlichkeit" zu einem gewissen Maße "natürlich" ist. Durchaus nachvollziehbar. Auch wenn wir jetzt Religion, Wohlstandsverhältnisse und Nationalität etwas in den Hintergrund schieben, so ist es doch allgemein eher so, dass der Mensch eher Angst und Argwohn vor dem/den "Fremden" hat, als vor dem/den "Eigenen".

Das lässt sich auch schön feststellen, wenn man als Einzelner einer geselligen und mehr oder weniger "eingeschworenen" Gruppe/Gemeinschaft begegnet. Das kann die Situation sein, wenn man in einem fremden Land ist, wenn man als Armer unter Reichen ist, wenn man als Reicher unter Armen ist oder wenn man in der Nacht- oder Tagwelt rumtigert und auf einen "Freundeskreis" trifft. Vielleicht ist man ja gar nicht so fremd, gar ein toller Freund, kann tolle Sachen, ist eine Bereicherung. Aber weil ich nicht Teil der Gruppe bin, herrscht jetzt und vielleicht immer der Argwohn.

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Ganz allgemein denke ich, dass man denen, die "arm" und "anders" sind, nach Möglichkeit eine Chance geben muss. Die Chance kann natürlich nur von denen gegeben werden, die es auch können, sich "leisten" können. Und das muss meines Erachtens auch in dem Sinne betrachtet werden, dass "Weggeschobenes" einem oftmals unangenehm wieder auf die Füße fällt. Und das wiederum ist international und national zu betrachten.
 
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Nehmt Flüchtlinge zuhause auf! Helft finanziell! Helft anderweitig! Werdet tätig!

PEN-Schriftstellertagung: Grass fordert private Unterbringung von Flüchtlingen | ZEIT ONLINE
Vorstoß: Deutsche sollen Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen - Politik - Inland - Berliner Morgenpost
CDU-MdB über Flüchtlingsunterkünfte:
Private Unterbringung von Flüchtlingen:
„Flüchtlinge privat aufnehmen“-Knigge: Werden Sie kein A******* - taz.de

Ich kann es nur bekräftigen! Wenn ihr irgendwie könnt, dann nehmt Flüchtlinge bei euch zu Hause auf! Oder helft finanziell, wenn die Wohnung zu klein ist. Oder falls das Geld nicht locker sitzt, leistet gemeinnützige Arbeit, damit helft ihr auch! Ihr tut damit vielen kriegsgeplagten Menschen einen großen Gefallen und einen Dient für die Menschheit. Bei den vielen Hunderttausend-Flüchtlingen, die aus dem Nahostraum und Nordafrika hierher kommen, ist die Bundesrepublik auf die gemeinnützige Hilfe ihrer Bürger angewiesen!

Deutschland ist ein reiches Land, da wird es vielen nicht weh tun, wenn sie etwas von ihrem Reichtum abgeben. Es gibt genug Haushalte in Deutschland, in denen die Frau und der Mann je 2000€ Netto nach Hause bringen, also insgesamt ein Haushaltseinkommen von 4000€ netto vorliegt. Da kann man doch problemlos 500€ bis 1000€ locker machen und damit die Flüchtlinge unterstützen. Verarmen wird man von den restlichen 3000€ netto sicherlich nicht, denn das ist noch immer viel Geld. Auch gibt es Millionen Menschen, die in großen Einfamilienhäusern nur zu zweit wohnen, viele Zimmer also leer stehen und ungenutzt sind. Wo ist dann das Problem in diesen Zimmern ein paar Flüchtlinge einzuquartieren!? Es ist ein moralisches Imperativ in solchen Fällen zu helfen, wenn die Bedingungen es erlauben! Nicht nur reden, sondern zu Tat schreiten, lautet die Devise!

Wenn man hilft, wird einen das natürlich finanziell und räumlich belasten, keine Frage, aber man muss sich immer bewusst machen, dass wir hier über einen Zeitraum von einigen Monaten bis max. 2 Jahren sprechen, es ist also nicht bis ans Ende des Lebens! Klar wird man sich etwas zurücknehmen müssen, vielleicht reicht es dann finanziell nicht mehr für den gehobenen Südseeurlaub und wöchentliche KIEZ-Touren, und auch aufs nächste Iphone/Ipad muss man verzichten, aber das ist Luxus, auf den man problemlos verzichten kann, denn im Gegenzug beglückt man existenziell bedrohte Menschen und gibt ihnen so etwas Hoffnung!

Ich kann nur an jeden appellieren, jetzt zu helfen und nicht zu lange darüber nachzudenken! In einem oder zwei Jahren ist es zu spät, geholfen werden muss JETZT!
 
Danke, Harashi, für deinen Beitrag.

Vermutlich hattest du auf der ersten Seite dieses Fadens auch meinen "60-m²-Wohnung"-Beitrag gelesen. Diesen Beitrag hatte ich jedoch gepostet, weil ein Teilnehmer nach der Fadeneröffnung es gleich in diese Richtung gedreht hatte. Keinesfalls bin ich auch dagegen, wenn jemand tatsächlich auf dieser Basis Flüchtlingen helfen kann und will.

Nur sehe ich es auch so, dass es im "Großen und Ganzen" möglichst gut "strukturiert"/intelligent ablaufen muss. Ein Privathaushalt ist nicht unbedingt in der Lage, einem Flüchtling ausreichend und sinnvoll zu helfen - so wie auch in extremen Fällen psychischer Belastung/Leiden man einen Experten in Form eines Psychotherapeuten oder Psychiaters benötigt. Sachspenden können hilfreich sein, in gewissem Maße. Bedarfe müssen abgefragt bzw. ermittelt werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich bspw., dass ich keine 20 Töpfe brauche, nicht mal 2. Ich kann mir den Topf, wenn er groß genug ist, sogar mit einem anderen Menschen teilen. Geld wiederum ist auch nur hilfreich, wenn es in der Art sinnvoll verwandt wird, dass die Nutzung der Ressourcen (Sachgüter wie auch Humankapital) nachhaltig erfolgen kann. Ein bisschen zumindest muss man da auch "unternehmerisch"/"wirtschaftlich" denken. Man kann es ein bisschen wie ein Unternehmen vorstellen, welches zugrunde geht, damit auch die ganze Belegschaft, weil nicht halbwegs vernünftig gewirtschaftet wird. Damit ist dann keinem geholfen.

Und ein Unternehmen kann man sich nicht nur als Ego oder Familie vorstellen, sondern auch als Unternehmen Deutschland, Unternehmen Europa ("Europa" = die mit der weiten Sicht) oder Unternehmen Welt.

Das war jetzt erstmal nur sehr grob dargestellt.

PS: Dass Deutschland keine finanziellen Ressourcen mehr habe/hatte, dürfte ohnehin eine Lüge sein. Bankenrettungen und Waffenexporte sind ein sehr zwiespältiges Geschäft. Betriebsräte, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen sind eine positive Errungenschaft. Deutschland selbst und alleine hat eine Menge Kapazitäten und Großmut. Alleine der Umstand, dass der Teilnehmer Nordrheiner hier, seinen ausländischen Mitbürgern mittels Sprachkursen dabei hilft, sich hier zu integrieren und ein besseres Leben für sich selbst und ihre Kinder zu haben - das alleine finde ich schon sehr wertvoll, anerkennenswert und stark.
 
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AW: Nehmt Flüchtlinge zuhause auf! Helft finanziell! Helft anderweitig! Werdet tätig!

Deutschland ist ein reiches Land, da wird es vielen nicht weh tun, wenn sie etwas von ihrem Reichtum abgeben.

Du verwechselst unsere Regierung mit den privaten Haushalten. Jeder so und so vielte Haushalt ist verschuldet. Wir haben, gerade für die starken wirtschaftlichen Verhältnisse, ein eher geringes Pro Kopf Einkommen.

Leute die ein geringes Einkommen besitzen sollten also gemeinnützige Arbeit leisten? Am Besten nach ihrem Zweitjob, oder?

Selten so einen provokanten Kitsch gelesen.
 
Außerdem ist das Unsinn, denn die Politik reagiert ja bereits auf den neuerlichen Ansturm ( der letzte war 1994 ) und baut oder errichtet Flüchtlings-Unterkünfte. Und auf Dauer ist es eh kein Problem: Selbst wenn in jedem Jahr Hundert-Zweihunderttausend kämen - im Jahre 2050 ist die BRD um ( Statitisches Bundesamt ) auf jeden Fall um 12 Millionen Bürger ärmer. Und dieser Wohnraum wäre dann zu großen Teile auch da.
 
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