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Flüchtlinge aufnehmen

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Ich habe Hilfe für unsere Armen gefordert.

Ich sehe das genauso, aber: Hilfe für "unsere" Armen schließt Hilfe für Flüchtlinge nicht aus. Es muss BEIDES gehen! Ein Elend kann man nicht gegen ein anderes aufwiegen. Leider wird das oft gemacht.
Ein Staat, der bereit ist, den eigenen Leuten in Not zu helfen, kann auch anderen helfen- und umgekehrt!
Davon sind wir leider meilenweit entfernt!
 
Hallo Violetta,

da hast du recht, es geht beides.
ABER wir sind nicht nur meilenweit entfernt den Flüchtlingen gerecht zu werden, wir sind auch meilenweit davon entfernt den alten Probleme, den Menschen die schon hier sind gerecht zu werden.

Wenn man wenigstens bei den alten bekannten Problemen schonmal weitergekommen wäre.

Es darf nicht der Eindruck enstehen, das die Politik sich um Flüchtlinge sorgt, die anderen Menschen in ihren Nöten aber hinten rüberkippen.
Das halte ich für sehr sehr gefährlich. Eben für den solzialen Frieden.

Ein isoliertes Beispiel: Wohnungsnot.
Der Bürger fragt sich: Wie soll das gehen?
Wohnungen für die Reichen, die gibt es.
Sozialwohnungen auch. Aber was ist mit den Normalos? Aussenbezirke?
 
Aha: Der Deutsche Staat soll also erstmal den eigenen Leuten in Not helfen, und dann den anderen.

Ich bin der Ansicht das die Beiträge von Rascas und Tobias diesbezüglich einiges mehr an Aussagekraft besaßen, als die simple Haltung: "Zuerst mal wir, dann lange nichts, dann eine Fuhre Mist - und danach alle anderen...!"

Das Problem ist die Fürsorgepflicht im allgemeinen. Die Regierung, sowie jeder einzelne von uns, kümmert sich zu wenig um diverse Zustände. Sowohl um die Probleme der Landsleute, als auch um die Belange der zugereisten Fremden.

Was ich hieraus mitnehme, besonders aus Rascas aller erstem Beitrag zu dieser Sache ist die verlängerte These die lauten könnte: Wieso nimmt man überhaupt an, das eine Gesellschaft die schon insgesamt wenig fürsorglich erscheint, plötzlich eine absolute Kehrtwende in ihrer ganzen Denke und Struktur macht, "nur" aufgrund der Tatsache das Flüchtlinge herbeikommen?


Für mich ist das der wesentliche Konsens daraus - ( bitte korrigiert mich wenn ich Falsch liege. )

Übrigens: Ich trau mich wetten, dass gerade diejenigen, die hier so vehement Hilfe für "unsere" Armen fordern, bei Diskussionen über Themen wie Mindestlohn, bedingungsloses Grundeinkommen, Erhöhung von Hartz4, nicht sofort jubelnd zustimmen werden.
Oder täusche ich mich da etwa?

Die Wette hättest du verloren. Natürlich bin ich für Mindestlohn und bedingungsloses Grundeinkommen. Gerade von letzterem, würde ich selbst auch irgendwann profitieren.
Erhöhung von Hartz IV kann ich so nicht beantworten da ich dies differenziert betrachte, unsere Regierung allerdings alle über einen Kamm schert. Das stört mich hierbei.

Nur ein Beispiel: ein 20 jähriger gesunder junger Mensch der schwer an faulenzia extremica erkrankt ist und deshalb kein Fingerchen krumm machen kann, würde von mir gar nichts erhalten und könnte meinetwegen
"Unter die Brücke 1" ziehen.

Ein 58 jähriger mit 37 Jahren Job auf dem Buckel der in diesem Alter betriebsbedingt outgesourct wurde und nur noch absagen erhält, würde von mir wesentlich mehr als den Hartz IV Satz erhalten. Und gängeln würde ich auch nicht ihn, sondern die Firma die meinte ihn auf die Straße setzen zu müssen, da Zeitarbeit problemloser scheint. Das würde bei mir alles aufhören.

Ebenso sollten chronisch Kranke mehr als die Grundsicherung erhalten. Das sind alles Dinge die sich Deutschland leisten könnte, ohne das es weh tut. Den einzelnen Leuten aber, wäre spürbar geholfen.
 
Das Problem ist die Fürsorgepflicht im allgemeinen. Die Regierung, sowie jeder einzelne von uns, kümmert sich zu wenig um diverse Zustände. Sowohl um die Probleme der Landsleute, als auch um die Belange der zugereisten Fremden.

Was ich hieraus mitnehme, besonders aus Rascas aller erstem Beitrag zu dieser Sache ist die verlängerte These die lauten könnte: Wieso nimmt man überhaupt an, das eine Gesellschaft die schon insgesamt wenig fürsorglich erscheint, plötzlich eine absolute Kehrtwende in ihrer ganzen Denke und Struktur macht, "nur" aufgrund der Tatsache das Flüchtlinge herbeikommen?

Da bin ich Deiner Meinung!
Das ist ja das traurige:
Ein Staat, der sich noch nicht mal um seine eigenen Leute kümmern kann, von dem kann man kaum erwarten, dass er Fremden angemessen helfen kann. Das ist ja das schlimme und genau die Folgen davon sehen wir ja täglich.
Jedoch bin ich der Meinung, dass man deswegen nicht einfach die Hände in den Schoß legen darf und es ganz aufgibt- im Gegenteil: Dann müssen wir halt an vielen Fronten gleichzeitig kämpfen!
Nicht warten, bis ein Problem gelöst ist, sondern alle anpacken!
Wir werden uns nicht von heut auf morgen zu sozialen Supernation entwickeln, aber man darf und muss dieses Ziel vor Augen haben. Und zwar jeder von uns.
Dann wird das auch was.
 
In bestimmten Notsituation wird der Einzelne nicht gefragt, wie hier im Forum "was hältst Du davon?".
In Notsituationen wird gehandelt....
Ich halte das für eine erstmal nur gedankliche Perspektive, die - warum auch immer - auf diese oder eine andere Art und Weise auf uns zukommen kann.
Damit sollte man dann klarkommen können.
LG, Nordrheiner

Nein, ich käme nicht damit klar, wenn man mir, ohne mich zu fragen, wildfremde Menschen zwangsweise in der Wohnung einquartieren würde.

Meine Wohnung ist mein Rückzugsraum, wo ich meine Privatsphäre habe, tun und lassen kann, was ich will, auch mal nackt rumlaufen kann, wenn mir danach ist, stundenlang auf dem Sofa gammeln kann, mit meinem Freund rumalbern... und wenn ich mir vorstelle, dass da dann ein u.U. schwer traumatisierter Flüchtling den ganzen Tag anwesend ist - ich glaube, ich würde mich in meinem eigenen Zuhause wie eine Fremde fühlen und das will ich nicht.

Und das hat auch (bevor jemand die rechte Keule auspackt) NICHTS mit Rassismus zu tun.
 
Jedoch bin ich der Meinung, dass man deswegen nicht einfach die Hände in den Schoß legen darf und es ganz aufgibt- im Gegenteil: Dann müssen wir halt an vielen Fronten gleichzeitig kämpfen!
Nicht warten, bis ein Problem gelöst ist, sondern alle anpacken!
Wir werden uns nicht von heut auf morgen zu sozialen Supernation entwickeln, aber man darf und muss dieses Ziel vor Augen haben. Und zwar jeder von uns.
Dann wird das auch was.

Wir machen u.a. jedes Jahr im Dezember mit bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton". Da soll jede Familie einen Schuhkarton mit gebrauchten, aber gut erhaltenen Spielsachen befüllen und zu einem Geschenk verpacken. Dieses erhält dann ein Kind aus ärmlichen Verhältnissen das ansonsten keinerlei Geschenke erhalten wird.

Wir packen nicht einen Schuhkarton, sondern jedes Jahr zwanzig. Wir sitzen einen Abend lang mit der gesamten Familie da. Bei zwei Kindern fallen zwar auch hier und da Dinge an die ausrangiert werden können, jedoch kaufen wir den Großteil über das Jahr hinweg, dazu. Runtergesetzte Artikel, etc.

Ich erwähne das jetzt nur aus folgendem Grund: Ich habe mich mit der Thematik nie intensiv auseinandergesetzt und in Erfahrung gebracht wohin die Kartons eigentlich gesendet werden. Ich persönlich weiss gar nicht, ob das eine internationale Sache ist, oder die Spielzeuge in Deutschland bleiben. Mir kommt es nämlich nicht darauf an, ob sich ein Kind in Usbekistan oder ein Waisenkind aus Neubrandenburg darüber freut. Wichtig ist mir lediglich, dass sich irgendwo ein bedürftiges Kind darüber freut.

Wenn ich aber hier verschiedene, schon fast radikale Meinungen lese die einzig und alleine die Belange von Flüchtlingen in den Vordergrund stellen und einen Ur-Schrei loslassen wenn jemand nur Ansatzweise die Frechheit besitzt, auf inländische Misstände hinzuweisen, zb. das auch obdachlose Einheimische in der Fussgängerzone in Deutschland erfrieren - dann kommt mir ehrlich gesagt der Kaffee hoch.

Das sind dann doch diejenigen die genau differenzieren und denen wichtig ist, dass ihre Hilfe an einer bestimmten Stelle ankommt und einen Unterschied, zb. zwischen Nationalitäten machen, wie hier mal wieder zu erkennen ist.
Und ich finde es insofern paradox, dass gerade die falschen Aufschreien und in ihrem Wahn dann andere kritisieren - und sich dann noch als die besseren Menschen verkaufen wollen...
 
Wir packen nicht einen Schuhkarton, sondern jedes Jahr zwanzig. Wir sitzen einen Abend lang mit der gesamten Familie da. Bei zwei Kindern fallen zwar auch hier und da Dinge an die ausrangiert werden können, jedoch kaufen wir den Großteil über das Jahr hinweg, dazu. Runtergesetzte Artikel, etc.

Ich erwähne das jetzt nur aus folgendem Grund: Ich habe mich mit der Thematik nie intensiv auseinandergesetzt und in Erfahrung gebracht wohin die Kartons eigentlich gesendet werden. Ich persönlich weiss gar nicht, ob das eine internationale Sache ist, oder die Spielzeuge in Deutschland bleiben. Mir kommt es nämlich nicht darauf an, ob sich ein Kind in Usbekistan oder ein Waisenkind aus Neubrandenburg darüber freut. Wichtig ist mir lediglich, dass sich irgendwo ein bedürftiges Kind darüber freut.
:blume:

Genau so sehe ich das auch: Wer Hilfe braucht, der soll sie bekommen- soweit es eben möglich ist. Kein Unterschied wo er herkommt.
Aber dieser Thread dreht sich ja eigentlich um die Frage, wie man mit Flüchtlingen vorgehen soll. Da sollte man eben auch nicht wegschauen.
Aber ich denke, wir sind da eh einer Meinung, oder? 😉
 
Nein, ich käme nicht damit klar, wenn man mir, ohne mich zu fragen, wildfremde Menschen zwangsweise in der Wohnung einquartieren würde.

Keine Sorge! DAS wird nicht passieren.

Die 12 jährige Tochter meiner Freundin ist gerade in dem Stadium auch mal stundenweise oder einen Tag alleine zu Hause verbringen zu dürfen / können.

Natürlich würde ich akzeptieren, sie mit einem wildfremden Typen der nicht mit mir in meiner Landessprache kommunizieren kann, quasi als Babysitter mit ihr alleine lassen...*vogelzeig*
 
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