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Sind Kreationisten päpstlicher als der Papst?

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Ich weiss nicht ob Nordrheiner Homosexuelle für schlechte Menschen hält. Ich persönlich glaube, dass es gar keine durch und durch schlechten Menschen gibt, nur massenweise mehr oder weniger Verwirrte. Ich nehme mich dabei auch nicht aus. *g* Und ich finde, dass die meisten Menschen viele Dinge viel zu verkrampft und angstbeladen angehen. Aber das ist ein ganz anderes Thema fürchte ich.

Auch das verstehe ich. Danke.

Nordrheiner sieht es entsprechend den katholischen Richtlinien so, dass ein homosexueller Mensch zwar nicht per se schlecht ist, aber sobald er Sex hat, er ein Sünder ist.
 
Nordrheiner sieht es entsprechend den katholischen Richtlinien so, dass ein homosexueller Mensch zwar nicht per se schlecht ist, aber sobald er Sex hat, er ein Sünder ist.

Nach den katholischen Richtlinien ist das so, das ist richtig. Nun ist es aber auch so, dass nach diesen Richtlinien ein Sünder jemand ist, der nicht per se schlecht ist, sondern eher jemand, der auf einem Irrweg wandelt und im Sinne einer weiteren Regel, nämlich der der Nächstenliebe, jederzeit als Aufruf und Aufgabe zu betrachten ist, für einen guten Christenmenschen. Nämlich im Sinne dessen, diesen Sünder einzuladen, mit geöffneten Armen und in aller Freundlichkeit, gleich dem verlorenen Sohn, zurückzukehren in die Gemeinschaft. Die Bibel ist voll von solchen Anregungen. Besonders Jesus wird dort als eine Person dargestellt, der die Sünder nicht verurteilt, sondern im Gegenteil sinngemäß sagt: "Was Du einem Geringeren tust, das hast Du mir getan." Damit meint er Sünder, Arme, Kranke etc.

Soviel zur religiösen Seite. Erwähnte ich bereits, dass ich nicht religiös bin? Ich habe mich lediglich etwas eingehender damit beschäftigt und finde, dass die Bibel ein ziemlich kluges Buch ist. Sie ist voll mit Denkanstößen und einige Passagen sind regelrecht rührend. Das Hohelied der Liebe ist reine Poesie, eine Liebeserklärung an die Liebe, wenn auch eine sehr alte, so zeigt sie doch, dass selbst die Menschen vor tausenden Jahren bereits dieses Glühen kannten, dass uns ggf. über uns hinauswachsen lässt. Ich mag die Bibel, auch wenn ich sie nicht wörtlich auslegen würde, so habe ich doch vieles in ihr entdeckt, das ich tief in mir als stimmig und weise empfinde. Als wissenschaftlich relevant im Sinne einer Chronologie würde ich sie jedoch in keinem Falle bezeichnen wollen. Das würde ihr meiner Ansicht nach auch gar nicht gerecht.
 
Keine Dieser Fragen war an dich gerichtet.

Zudem werfe ich nicht alles in einen Topf aber bestimmte Dinge lassen sich nun mal vereinfacht darstellen und, dass Armut und mangelnde/fehlende Bildung in der Bevölkerung zu höherer Religiosität führen ist eben ein Fakt. Was gibt es da noch groß zu differenzieren bzw. inwiefern würde dies das Ergebnis ändern?

Die Annahme von welchem Wissen verweigere ich denn?

Nimm einfach mal Deinen Beitrag 156:
Junge ich schrieb von Hexerei und das auch nur weil ich Zauberei und Magie schon so oft benutzt habe. Beschreibt alles das Selbe. Das ist alberne Wortklauberei. 🙄
Zudem habe ich von aktueller Hexen/Zauberer/Magierverfolgung gesprochen und diese Dinge findet man eben nur in den in jeder Hinsicht ärmsten und unterentwickeltesten Ländern.
Zudem war meine Verwendung von Exorzismus auch eher allgemein gemeint. Und irgendetwas aus irgendwem ausgetrieben mit irgendwelchen Mitteln hat man früher eben fast überall. Da hat das Christentum kein Patent drauf.

Wenn Du ohne Differenzierung mit Begriffen um Dich wirfst, führt das Zwangsläufig zu berechtigtem Widerspruch.
Mit Bemerkungen, wie "das ist alberne Wortklauberei" lehnst Du das Wissen über Sprache bzw. Kommunikation ab. Es ist eben nicht alles da Selbe. Diskussionen haben den Sinn, andere Standpunkte kennenzulernen. Das funktioniert nur, wenn die Sprachbedeutung sowie die sachliche Zuordnung von Begriffen klar = unmissverständlich ist.
Ich könnte jetzt schreiben: Wir sind alle der Meinung, dass Hexen verbrannt werden müssen.
Das würde Widerspruch hervorrufen. Daraufhin schreibe ich, dass ich Hexen nicht „so“ und verbrannt „anders“ gemeint habe und mir zu widersprechen sei im übrigen ein Zeichen von Stumpfsinnigkeit und der Widersprechende soll erstmal beweisen, dass ich Unrecht habe.

Also schreib doch zuerst Dein Weltbild, deinen klaren Standpunkt, Deine Werte – dann lässt sich eine andere Meinung dazu abgrenzen. In der Folge lässt sich über „dafür“ und „dagegen“ argumentieren. Bis jetzt weiß hier sicher niemand „wo Du stehst“ und welchen Standpunkt Du vertrittst – und warum.
Wir wissen nur, dass Du dagegen bist.

Da Begriffe mit unterschiedlichem Inhalt gefüllt werden, z.B. Christentum.
Schreib doch bei Deinem Sachbeitrag gegen das Christentum was Du unter diesem Begriff verstehst.
Dann wird auch klarer, warum Du dagegen bist. Man kennt Dein Weltbild, Deine Werte und Deine Argumente = Deine Position.

Habe ich verständlich geschrieben, was ich meine, wo das Problem der Diskussion liegt?

LG; Nordrheiner
 
Nach den katholischen Richtlinien ist das so, das ist richtig. Nun ist es aber auch so, dass nach diesen Richtlinien ein Sünder jemand ist, der nicht per se schlecht ist, sondern eher jemand, der auf einem Irrweg wandelt und im Sinne einer weiteren Regel, nämlich der der Nächstenliebe, jederzeit als Aufruf und Aufgabe zu betrachten ist, für einen guten Christenmenschen. Nämlich im Sinne dessen, diesen Sünder einzuladen, mit geöffneten Armen und in aller Freundlichkeit, gleich dem verlorenen Sohn, zurückzukehren in die Gemeinschaft. Die Bibel ist voll von solchen Anregungen. Besonders Jesus wird dort als eine Person dargestellt, der die Sünder nicht verurteilt, sondern im Gegenteil sinngemäß sagt: "Was Du einem Geringeren tust, das hast Du mir getan." Damit meint er Sünder, Arme, Kranke etc.

Soviel zur religiösen Seite. Erwähnte ich bereits, dass ich nicht religiös bin? Ich habe mich lediglich etwas eingehender damit beschäftigt und finde, dass die Bibel ein ziemlich kluges Buch ist. Sie ist voll mit Denkanstößen und einige Passagen sind regelrecht rührend. Das Hohelied der Liebe ist reine Poesie, eine Liebeserklärung an die Liebe, wenn auch eine sehr alte, so zeigt sie doch, dass selbst die Menschen vor tausenden Jahren bereits dieses Glühen kannten, dass uns ggf. über uns hinauswachsen lässt. Ich mag die Bibel, auch wenn ich sie nicht wörtlich auslegen würde, so habe ich doch vieles in ihr entdeckt, das ich tief in mir als stimmig und weise empfinde. Als wissenschaftlich relevant im Sinne einer Chronologie würde ich sie jedoch in keinem Falle bezeichnen wollen. Das würde ihr meiner Ansicht nach auch gar nicht gerecht.

Dafür, dass du nicht religiös bist, verteidigst du die Homophobie recht gut. Wir werden sehen.

Im Übrigen bemerke ich, dass die heutigen Christen irgendwie ihren Weg verloren haben. Treten Minderheiten auf den Schlips und wollen die Evolution widerlegen. So wird das nichts. Eher landet man so im Gefängnis, als im Himmel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dafür, dass du nicht religiös bist, verteidigst du die Homophobie recht gut. Wir werden sehen.

Erklärst Du mir bitte einmal, wo ich die Homophobie verteidigt habe? Prostitution ist auch eine Sünde, laut christlicher Definition. Selbstmord, Lügen etc. pp. alles Sünden. Ich habe versucht, Dir zu erklären, dass ein Sünder, laut christlicher Definition, eben keine verlorene Seele, sprich schlechterer Mensch ist. Es geht um das allgemeine (oft als Verurteilung missinterpretierte) Konzept der Sünde, nicht um Homophobie oder sonst irgendeine spezielle Eigenart. Ich mag hier nicht über Homosexualität diskutieren, das ging an anderer Stelle bereits in die Hose. Es ist unsinnig, jedem der sich nicht gleich als Fan von Homosexualität outet als homophob zu verunglimpfen. Mit der gleichen Logik könnte man jedem Homosexuellen eine Heterophobie unterstellen. Was soll so etwas bringen außer Zwietracht?

Mir geht es hier vorrangig darum, ein paar verfestigte Missverständnisse, die sich jedoch hartnäckig halten, womöglich etwas aufzuweichen. Vieles was über Religion und Christentum als allgemeingültiger Konsens fabuliert wird, ist so einfach nicht richtig.
 
Erklärst Du mir bitte einmal, wo ich die Homophobie verteidigt habe? Prostitution ist auch eine Sünde, laut christlicher Definition. Selbstmord, Lügen etc. pp. alles Sünden. Ich habe versucht, Dir zu erklären, dass ein Sünder, laut christlicher Definition, eben keine verlorene Seele, sprich schlechterer Mensch ist. Es geht um das allgemeine (oft als Verurteilung missinterpretierte) Konzept der Sünde, nicht um Homophobie oder sonst irgendeine spezielle Eigenart. Ich mag hier nicht über Homosexualität diskutieren, das ging an anderer Stelle bereits in die Hose. Es ist unsinnig, jedem der sich nicht gleich als Fan von Homosexualität outet als homophob zu verunglimpfen. Mit der gleichen Logik könnte man jedem Homosexuellen eine Heterophobie unterstellen. Was soll so etwas bringen außer Zwietracht?

Mir geht es hier vorrangig darum, ein paar verfestigte Missverständnisse, die sich jedoch hartnäckig halten, womöglich etwas aufzuweichen. Vieles was über Religion und Christentum als allgemeingültiger Konsens fabuliert wird, ist so einfach nicht richtig.

Okay, du magst halt homosexuelle Menschen nicht. Lassen wir das einfach so stehen.

---

Wenn du aber über das Christentum auflklären möchtest, was gibt es darüber, was wir nicht alle schon wissen?
 
Okay, du magst halt homosexuelle Menschen nicht. Lassen wir das einfach so stehen.

Das ist nicht wahr. Ich mag sie sogar ziemlich gerne. Einige zumindest. Lange Zeit war eine herrlich tuckige Transe meine engste Vertraute. Gerade darum weiss ich auch so gut, dass sehr viele Menschen zwar vorgeben tolerant zu sein, es jedoch in letzter Endkonsequenz nicht sind. So kommt auch meine Meinung zum Adoptionsrecht zustande - ich kenne die Kesseltreiben, die Homosexuelle mitunter erdulden müssen. Aber das ist doch gar nicht das Thema. Ja - lassen wir es damit dann bitte mal so stehen. ;-)

Wenn du aber über das Christentum auflklären möchtest, was gibt es darüber, was wir nicht alle schon wissen?

Das ergibt sich hier ja nun im Gespräch. Siehe das Sündenkonzept und die daraus entstehenden Missverständnisse. Aufklären möchte ich im Übrigen nicht. Sondern lediglich mich einklinken und richtigstellen, so mir etwas auffällig wird und ich gerade Lust zum Schreiben habe. Also das, was im Grunde jeder Mitschreiber einer virtuellen Diskussionsrunde tut. Und jetzt gehe ich erst einmal schlafen. Gute Nacht.
 
Nordrheiner



Nehme dich beim Wort. Wie sieht es mit Sachinformationen und Sachargumenten bezüglich eines Gottes aus?

Sachinformationen gibt es haufenweise. Siehe AT und NT.
Aus der Kenntnis dieser Informationen ergeben sich Schlußfolgerungen. Eine Schlußfolgerung unter vielen ist, dass der hohe Wert der Moral auf Gott hinweist.
So bei Immanuel Kant in seinem moralischen Gottesbeweis nachzulesen. Kennst Du diesen moralischen Gottesbeweis?

Dann gibt es historische Sachinformationen, deren Wahrheitsgehalt unbestreitbar ist. Daraus wieder ergibt sich die mögliche Schlußfolgerung, dass auch andere Sachinformationen wahr sind.

Die Sachinformationen unterteile ich in 2 Gruppen: „nachweisbar richtig“ und „nicht nachweisbar“.
Daraus zu ziehende Schlußfolgerungen können als Einstieg zu einem Glauben an Gott führen – sowie andere ebenfalls mögliche Schlußfolgerungen zur Ablehnung.

Im Endeffekt liegt es am einzelnen Menschen, welcher Schlußfolgerung er den Vorzug gibt. Und da wird es nach meiner Meinung spannend. Es stellt sich die Frage, warum er dieser oder jener Schlußfolgerung den Vorzug gibt?
Ist es ein Empfinden?
Ist es ein (Nicht-) Verstehen?
Ist es der Wille, sich Gott (nicht) unterordnen zu wollen?
Ist es sowas wie ein dynamischer Gruppeneffekt (ich verhalte mich so, wie sich die Menschen in meiner Umgebung verhalten)? Oder genau umgekehrt: Ich will mich gegensätzlich zu den Menschen meiner Umgebung verhalten.

Was ist es bei Dir, was zu Deiner Entscheidung oder Nicht-Entscheidung den Ausschlag gab?
Das ist eine Frage, die sich evt. nicht immer spontan beantworten lässt. Diese Frage lässt sich für manche Menschen genauso schwer (spontan) beantworten, wie z.B. die Frage „warum hast Du die X Phobie?“ Aber ich halte es für wertvoll, für jeden, dieser Frage nachzugehen.

LG, Nordrheiner
 
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