Nach den katholischen Richtlinien ist das so, das ist richtig. Nun ist es aber auch so, dass nach diesen Richtlinien ein Sünder jemand ist, der nicht per se schlecht ist, sondern eher jemand, der auf einem Irrweg wandelt und im Sinne einer weiteren Regel, nämlich der der Nächstenliebe, jederzeit als Aufruf und Aufgabe zu betrachten ist, für einen guten Christenmenschen. Nämlich im Sinne dessen, diesen Sünder einzuladen, mit geöffneten Armen und in aller Freundlichkeit, gleich dem verlorenen Sohn, zurückzukehren in die Gemeinschaft. Die Bibel ist voll von solchen Anregungen. Besonders Jesus wird dort als eine Person dargestellt, der die Sünder nicht verurteilt, sondern im Gegenteil sinngemäß sagt: "
Was Du einem Geringeren tust, das hast Du mir getan." Damit meint er Sünder, Arme, Kranke etc.
Soviel zur religiösen Seite. Erwähnte ich bereits, dass ich
nicht religiös bin? Ich habe mich lediglich etwas eingehender damit beschäftigt und finde, dass die Bibel ein ziemlich kluges Buch ist. Sie ist voll mit Denkanstößen und einige Passagen sind regelrecht rührend.
Das Hohelied der Liebe ist reine Poesie, eine Liebeserklärung an die Liebe, wenn auch eine sehr alte, so zeigt sie doch, dass selbst die Menschen vor tausenden Jahren bereits dieses Glühen kannten, dass uns ggf. über uns hinauswachsen lässt. Ich mag die Bibel, auch wenn ich sie nicht wörtlich auslegen würde, so habe ich doch vieles in ihr entdeckt, das ich tief in mir als stimmig und weise empfinde. Als wissenschaftlich relevant im Sinne einer Chronologie würde ich sie jedoch in keinem Falle bezeichnen wollen. Das würde ihr meiner Ansicht nach auch gar nicht gerecht.