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Gescheiterte Ehe, bevor sie überhaupt begann

ImmerMeer

Mitglied
Ich frage mich, warum ich nicht oder nur so schlecht verarbeiten kann, was passiert ist.

Vor einem reichlichen Jahr habe ich geheiratet ... wir hatten viele Pläne ... haben gemeinsam eine Wohnung gemietet, in die ich eingezogen bin und mein Mann nachkommen wollte - das hat er nie getan. Ich wurde geplant schwanger ... er wollte gern ein Kind mit mir - hat er zumindest immer gesagt ... aber er hat sich immer mehr zurückgezogen ... hat mich bei nichts unterstützt. Eheberatung usw. habe ich vorgeschlagen, haben wir teils auch versucht ... aber irgendwie meint er, ich wäre sein größter Feind, weil ich von ihm erwartet habe, dass ich nicht ewig allein die Miete für die gemeinsame Wohnung zahlen muss ... und mich allein ums Kind kümmern. Das Baby ist jetzt 5 Monate ... er hat immer gesagt, er wolle sich um den Kleinen kümmern ... aber er tut es nicht ... sieht ihn höchstens 1x/Monat. Er sitzt seit 2 Jahren an zwei Hausarbeiten, die noch zum Studienabschluss fehlen ... eine hab ich irgendwann für ihn geschrieben ... die andere schreibt er nicht. Obwohl er eine abgeschlossene Ausbildung hat, sucht er sich keine Arbeit. Nicht einmal nen Nebenjob.

Ich habe mich im Februar von ihm getrennt ... seitdem geht es mir besser. Mein Selbstbewusstsein ist wieder gestiegen - ich mache viel mit Freunden usw. Halte nach einem neuen Partner Ausschau.

Aber es tut unendlich weh.

Habe mir jetzt vorgenommen, 2 Monate keinen Kontakt zu ihm zu haben - bis Ende Juli noch. Ständig bin ich in Versuchung, ihn zu kontaktieren - obwohl ich so gelitten habe, unter der Beziehung. Heute kam ein Schreiben für ihn, dass ein Nachsendeauftrag für ihn vorliegt. Das hat mich wieder so tief getroffen. Ich weiß nicht, warum. Er hat hier niegewohnt und nie Post hinschicken lassen ... eigentlich gibts also keinen Grund für so einen Auftrag. Ich hab ihn bhlöderweise per Mail kontaktiert, obwohl ich das ja eigentlich gar nicht mehr wollte. Hab ihn informiert, dass diese Auftragsbestätigung hier angekommen ist.

Er hat die ganze Zeit viel Geld für sich ausgegeben ... aber ich musste hier alles alleine stemmen ... auch die Erstausstattung fürs Kind - Unterhalt zahlt er auch nicht, das läuft nun übers Jugendamt. Irgendwie verkrafte ich das alles nicht ... ich hoffe immer, dasss ich irgendwann aufwache - und alles gut ist. Aber ich weiß, dass es nicht passieren wird. Nur wünscht mein Herz es sich so sehr. Diesersinnlose Nachsendeauftrag ist wieder rausgeworfenes Geld ...

Er hat mich die ganze Zeit übergangen, auf mein Befinden keine Rücksicht genommen ... Ständig kommt das wieder hoch.

Jeden Tag sehe ich meinen Mann in unserem gemeinsamen Sohn. Und ich sehe, wie er uns von Anfang an im Stich gelassen hat - mich seit der Hochzeit - das Kind auch schon vor seiner Geburt.

Wie kann ich lernen, zu akzeptieren, wie es ist? Wann wird es aufhören, dass ich ständig weinen muss, wenn ich (mit dem Kind) allein bin?

Jetzt schaue ich wieder ständig in mein Mailfach und warte auf eine Antwort von ihm ... sie wird nicht kommen ... genausowenig wie das zugehörige Wunder, das ich erwarte ... warum kann ich nicht umdenken?
 
Tut mir Leid, aber solche Tipps nutzen mir irgendwie nichts.

Ich schrieb doch schon, dass ich versuche, ihn nicht zu kontaktieren. Und dass ich nach jemand Neuem Ausschau halte ... aber das ist ja nichts, was einfach mal so schnell passiert ...

Mein Problem liegt nicht darin, dassich nicht weiß, wie es weitergehen soll - das weiß ich! Es liegt darin, dass ich nicht weiß, wie ich mit dem Schmerz umgehen soll.
 
Schonmal eine Aggressionstherapie angesehen?
Oder Kickboxen?
Irgendwas wo du richtig loslassen kannst und wütend sein darfst?

An sich kann man dazu nur sagen "Pain demands to be felt."

Auch würde ich an der Beziehung, bzw deiner Haltung gegenüber deinem Sohn arbeiten. Wenn du jetzt schon in ihm seinen Vater siehst, das wird sich in ein paar Jahren verschlimmern. Ich musste das selbst miterleben. Und es ist nicht schön, wenn die eigene Mutter das Versagen und den Schmerz deines leiblichen Vaters in dir sieht. Ich wünsche es keinem.
Ich möchte dir damit keine Vorwürfe machen, nur damit du verstehst wie sich das auf dein Kind auswirken kann irgendwann. Dein Kind ist eine Person, die für sich steht, wenn du etwas in ihn projezierst dessen Schuld er nicht trägt, wird er es mitbekommen. Kinder kriegen auch mehr mit als man meint, und irgendwann wird er diese Schuld selbst tragen.

Du musst da nicht nur an dich denken, in dieser Situation, sondern auch an deinen Sohn. An die Stabilität die du ihm da geben musst, die er wohl von seinem Vater nicht bekommen kann.

Ansonsten wäre es ratsam zu lernen zu verzeihen. Nicht, dass du wieder in seine Arme springst, aber es hinter dir lässt, ihm vergibst und nun dein Leben lebst, ohne ihn. Leben ist keine kontinuierliche Abfolge von Beständigkeiten, Leben bedeutet auch eine Menge Rückschläge und Schmerzen in Kauf nehmen zu können, aber immer weiter zu gehen. Und du bist nicht alleine, nie. Du hast einen Sohn. Du wurdest also nicht allein gelassen, bzw verlassen. Du hast jemanden in deinem Leben der nun für den Rest deines Lebens Teil von diesem sein wird. Das ist nicht vergleichbar mit einer partnerschaftlichen Beziehung. Das ist eine Bindung für's Leben.

Es wäre gut, wenn du nicht komplett den Kontakt zu ihm abbrichst, vorallem wenn das Kind irgendwann von selbst Kontakt zu ihm sucht. Muss nicht sein, aber halte diese Möglichkeit offen. Dass man sich zumindest noch in die Augen schauen kann, auch wenn es nur ein "Hallo." ist, ohne sich gleich in Streitereien verfallen zu lassen ode rmit Händen und Füßen kämpft. Sei ein gutes Beispiel für deinen Sohn.
 
Hast du denn schon die Scheidung eingereicht?
Denn, ich würde mich nicht drauf verlassen, dass er nicht noch Schulden macht, wenn er ständig Dinge kauft und du am Ende dafür auch noch zahlen stehen kannst.
Mir ist dein Beitrag nicht kraftlos vorgekommen, ich denke du kannst es schaffen, dass du für dich ein Wunder vollbringen kannst. Aber dazu musst du meiner Meinung nach mit ein paar Dingen anfangen:
1. Aufhören, auf ein Wunder durch andere zu warten. Nicht andere Menschen sind für dein Glück und deine Zufriedenheit verantwortlich, sondern allein du.
2. deinen Sohn mehr Halt geben. In dem du ihn nicht (un-)bewusst verantwortlich machst, was dir dein ex-Mann angetan hat. Dein Sohn ist das beste, was aus dieser Ehe hervorgegangen ist und dein kleines Kind wird dich immer lieben und brauchen. Willst du ihm also auch die Mama sein, die er verdient und du eigentlich auch bist?
3. Ich würde dir zu einer Therapie raten, oder zumindest einer Selbsthilfegruppe. Such dir ein soziales Netz, in dem du neue Menschen kennenlernst und vor allem Anschluss
4. Keinen Kontakt mehr zu deinem Ex, es sei denn es muss sein. Geh doch mal zu einer Beratungsstelle, ProFamilia, Die Caritas, vielleicht weiß das Jugendamt noch eine Anlaufstelle?
Wie sieht es mit deiner Familie aus? Hast du die Möglichkeit den Kleinen mal wegzugeben, dass du Zeit für dich hast? Es ist einfach wichtig, dass du mal etwas anderes siehst. Mal einen freien Abend, ausgehen. Ein Hobby.
 
Ich würde mich erst einmal nicht nach jemand Neuem umschauen. Warum? Erst einmal, weil Du die alte Beziehung noch nicht verkraftet hast, und dann, weil - es Männer gibt, die deine "Notlage" ausnützen könnten und gezielt nach alleinstehenden Frauen mit Kind suchen --- weil sie ---
pädofil sind.
Mein Mann arbeitet bei der Kripo, und er hat mir davon erzählt, dass es so etwas gibt, dass in einschlägigen Foren Tips ausgetauscht werden, wie solche Leute schreiben, man sollte sich an frisch getrennte Alleinerziehende mit Kind/ern heranmachen, die hätten besonders Angst wieder verlassen zu werden. Solche Frauen könnte man leicht täuschen und dann das Kind mißbrauchen.
ich will Dir jetzt keine Angst machen, nur sagen - pass auf Dich auf, es sind nicht alle Männer schlecht, es gibt sie aber.

Halt die Ohren steif. Es wird schon wieder, die Zeit heilt Wunden, und sei froh, dass Du so einen Mann nicht mit durchs Leben schleppen mußt, der keine Verantwortung tragen will. Es gibt Bessere, auch für DICH, ganz bestimmt. Ich drück Dir die Daumen.
 
Aggressionstherapie ... hm ... ich hab nicht das Gefühl, dass ich viel Aggression in mir habe ... eher Traurigkeit ... Unverständnis für sein Verhalten ... Ich glaube, ich könnte damit umgehen, wenn es gescheitert wäre, weil wir nicht miteinander zurechtkamen, im Zusammenleben ... aber dass er alles schon beendet hat, bevor wir überhaupt mal die Ehe leben konnten, bevor wir überhaupt ein gemeinsames Leben begonnen haben, tut weh. Noch dazu kann ich mit seiner schlimmen Ambivalenz nicht umgehen - er sagte immer, er würde mich lieben und die Ehe wollen ... und keine Scheidung - aber er hat trotz all meiner Bettelei, dass sich was ändern muss, weil ich kaputtgehe, nichts geändert. Er hat sich immer mehr hängen lassen - und alle schuld auf mich geschoben und mich immer widerlicher behandelt - aber bis zuletzt gesagt, dass er die Scheidung nicht will.

Also - Aggressionstherapie ... ist nicht das, was ich mir wünsche - ich hab keine überschüssige Kraft für sowas - und bin nicht wütend. Und es wäre opraktisch nicht umsetzbar, weil ich ein 5 Monate altes Baby habe - und niemanden, dem ich es mal geben kann.

Ich möchte gern wieder mal schwimmen gehen, aber auch das ist schwer umzusezen, praktisch. Dazu muss der KLeine erstmal noch etwas älter sein ...

Als ich schrieb, dass ich meinen Mann in meinem Sohn sehe, meinte ich nicht, dass ich die Erfahrungen mit ihm auf mein Kind übertrage - aber ich erinnere mich eben oft an all das Schmerzhafte, wenn ich ihn ansehe. Auch daran, dass mein Mann erzählt, sein Sohn wäre ihm wichtig und er wolle ihm ein Vater sein - aber sich völlig gegensätzlich dazu verhält und ihn einfach nicht besucht.

Aber ja - das Trauern raubt mir Kraft - die ich eigentlich für das Leben mit dem Kind bräuchte. Nur wie daran arbeiten? Genau das ist ja meine Frage: wie leiste ich effektive Trauerarbeit - damit das bald ein Ende hat?

Ja, verzeihen ... das ist wohl der Punkt, an dem es hängt ... ich kann es ihm nicht verzeihen, dass er mir so viel Schmerz bereitet hat und bereitet - dass er mich so betrogen hat. Und dass auch unser gemeinsames Kind nun so einen schweren Start ins Leben hatte. Ich hab immer das Gefühl, er müsste es wiedergutmachen ... ich weiß, dass er es nicht tun wird - aber ich bringe Gefühle und Gedanken nicht zueinander.

"Leben ist keine kontinuierliche Abfolge von Beständigkeiten, Leben bedeutet auch eine Menge Rückschläge und Schmerzen in Kauf nehmen zu können, aber immer weiter zu gehen." - Schöän gesxchrieben ... ja, da liegt mein Problem ... ich sehe das, was passiert ist, als mein Scheitern an. Und ich kann das nicht akzeptieren ...

Für mich war immer klar, dass eine partnerschaftliche Beziehung - wenn ich mich voll und gabnz dafür entscheide - auch fürs Leben ist ... dass mein Partner da nicht mitspielen könnte, damit habe ich nicht gerechnet ... Dass ein Mensch so sehr lügen kann.

Ich hätte gern friedlichen Kontakt zu ihm - aber er kann das momentan nicht. Er bricht jedes Gespräch ab - schon seit langem ... macht mich immer nur schlecht ... und investiert eben seine Kraft, mir (auf Kosten des Kindes) zu schaden. Ich würde mir sehr wünschen, dass wir einfach sachlich miteinander umgehen können. Ich habe immer darum gebettelt, dass er eine Beratung mit mir in Anspruch nimmt, damit wir lernen, wieder fair miteinander zu reden ... wollte er nicht. Selbst als das Jugendamt uns eine Trennungsberatung ans Herz gelegt hat. Er bricht eben einfach den Kontakt ab, wenn ihm etwas nicht passt. Und dann besucht er auch sein Kind nicht. Ich will gern, dass er eine gute Beziehung zum Kind hat ... ich will nicht mehr streiten ... aber er hat so viel Hass in sich ...

Die Scheidung kann ich erst Ende des Jahres einreichen, da ja das Trennungsjahr erst begonnen hat. Seine Schulden fallen aber so oder so nicht auf mich zurück.

Ich tu schon sehr viel, um mein Leben wieder gut in den Griff zu bekommen. Ich hab mir hier am neuen Wohnort viel aufgebaut - für die kurze Zeit. Ich gehe zur Krabbelgruppe, zum Rückbildungskurs, pflege regelmäßig Kontakt zu meinen Kollegen (bin ja in Elternzeit) ... ich lade mir so oft es geht alte Freunde oder Familienmitglieder ein ... ich versuche, Dinge für mich zu tun, Hobbys nachzugehen ... Also - da ist nicht so vielmehr drin ... solange jemand da ist - oder ich Action habe, geht das auch - da trauere ich nicht so viel ... (wobei meine Eltern auch oft über meinen Mann sprechen - und damit eben auch wieder in den Wunden rumrühren ... und irgendwie hab ich auch immer noch oft das Bedürfnis, über das Geschehene zu sprechen, weil eben nie wirklich die Gelegenheit da war, Dinge mit meinem Mann direkt zu klären ... weil so vieles ungeklärt ist).

Jedenfalls: sobald ich zur Ruhe komme, kommt auch die Trauer wieder hoch ... oder eben durch solche Auslöser wie dieses Schreiben heute.

Eine Therapie mache ich übrigens. Schon seit längerer Zeit. Aber alle 2 Wochen mal ne Stunde sprechen hilft eben nicht sooo viel gegen den Schmerz. Das hilft mir, mich neu auszurichten, meine Entscheidung zu stärken. Aber eben nicht, die Traurigkeit zu überwinden. Deshalb frage ich hier nach Tipps für solche Situationen, wo mich die Trauer so überwältigt, wo ich nicht verzeihen kann, wo ich immer denke, es müsste sich doch alles ändern ...

Weggeben kann ich den Kleinen nur sehr selten mal. Meine Eltern wohnen ein STück weg und haben nicht sooo viel Zeit. Meine Kollegen müssen ja auch alle viel arbeiten ... Enge Freunde habe ich hier noch nicht, weil ich erst vor nem reichlichen Jahr hergezogen bin und viel mit dem ganzen Streit und der Verantwortung, die auf mir lastet, zu tun hatte.
Und jemand Fremdem möchte ich ihn noch nicht anvertrauen ...
 
Ich finde, das klingt alles sehr eigenartig ..... und kein halbwegs intelligenter Mann, und das scheint er ja doch zu sein, verhält sich so, ohne, dass etwas vorgefallen ist ...... will dir nicht zu nahe treten, aber hast du ihn vielleicht zu sehr bedrängt?
 
Naja, es wird aber auch nicht helfen jeden Tag 5 Stunden über den Schmerz zu reden. Kann man sehen wie man will, aber im Endeffekt muss man damit umgehen, reden ist auch nur eine Richtungsangabe bei der Therapie damit man damit umgehen kann.

Ich sag mal so, du bist nicht die erste der das wiederfahren ist, und auch nicht die letzte. Trennung ist schei*e, fühlt sich schei*e und klingt auch meist noch schei*e. Ist halt schei*e, schei*e, schei*e. 😀

Aggressionstherapie hab ich auch nicht vorgeschlagen, um überschüßige Energie oder Wut loszuwerden, sondern dich einfach mal auszulassen. Nicht unbedingt der Umstände wegen. Zum Beispiel ich gehe schwimmen und joggen, und oft denk ich dann über gewisse Lebensumstände nach und kann sie auf andere Weise reflektieren, als wenn ich zu Hause auf dem Sofa sitze oder nachts im Bett liege. Dafür gibt's auch bestimmte Mechanismusgründe, aber darüber weiß ich nichts genau.
Ich habs nur vorgeschlagen, weil es manchmal hilft nicht die Schuld irgendwem zu geben sondern einfach nur Schuld loszulassen.

Auch gibt es bestimmte Vereine, die mit Betreuung zusammen einhergehen. Auch Schwimmvereine, da musst du mal gucken ob es sowas bei dir in der Nähe gibt.

Wenn das mit dem Kontakt zum Vater zur Zeit nicht funktioniert, dann kannst du daran nichts ändern. Lass deine Tür offen, eher für den Sohn als für dich, und gut ist. Wenn er nicht an sich ranlassen möchte, ist das nicht dein Bier und es ist sein eigenes Verschulden, nicht deins. Und wenn er soviel Kraft in die investiert dir zu schaden, weißt du was da hilft? Lächeln und gehen. Einen besseren Tipp gibt es nicht. Man kann es so vergleichen: Er ist blind, und möchte dich mit Kraft herunterdrücken. Aber er sieht nicht wo du stehst, aber er denkt er wüsste es. Also steh nicht an der Stelle, wo er dich erwartet. Dann hat er auch keine Kraft gegen dich.

Verzeihen heißt nicht vergessen. Das musst du wissen. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, aber du kannst deine Gegenwart immer bestimmen und eine Richtung geben. Dein Kind hat keinen schweren Start ins Leben gehabt, erzähl doch nicht so einen Unsinn. Solange es dem Kind an nichts fehlt, geht es ihm wunderbar und super. Nur weil ein Mensch DICH enttäuscht muss es nicht das Ende allen Guten von deinem Sohn sein. Da tust du ihm Unrecht für.

Aber lass deinen (Ex-)Mann deinen (Ex-)Mann sein. Mach dein Ding, geh deinen Weg.

Sieh es als eine Lektion an, aus der du nicht nur Erfahrung sondern auch einen Menschen mitnimmst.
 
Ja, ich habe ihn bedrängt, dass er mit in der Wohnung einzieht, für die er den Mietvertrag mit mir unterschrieben hat. Weil wir vereinbart hatten, dass wir die Miete gemeinsam zahlen - und ich sie allein nicht mehr zahlen kann ...

Und ja - ich habe ihn bedrängt, dass er sein Studium beendet oder sich Arbeit sucht ... weil ich die Kosten allein nicht stemmen konnte und kann.

Ich hab ihn auch bedrängt, dass er mich finanziell oder wenigstens praktisch beim Organisieren der Erstausstattung fürs Baby unterstützt.

Wenn er mit irgendwas nicht klarkam, hätte er mit mir darüber reden können ... das tat er nicht ... er hat so getan, als wäre alles gut, hat mich ignoriert, als ich ihm immer und immer wieder gesagt habe, dass ich das alles allein nicht schaffe.

Er ist der Meinung, dass es normal ist, dass der Ehepartner einem Unterhalt zahlt, weil man nicht arbeiten möchte ... und ich konnte das eben nicht.

Also - ich war ganz sicher nicht immer nett und liebevoll zu ihm ... aber ich hatte eben irgendwann keine Kraft mehr dazu. Deshalb habe ich mich ja getrennt. Ich sage nicht, dass er an irgendwas allein Schuld hat - um Schuld gehts mir gar nicht.

Ich will das nur hinter mir lassen. Endlich wieder glücklich sein, mir einen Partner suchen, mit dem ich Familienleben haben kann.

Mir geht es nicht drum, ihn schlechtzumachen oder ihm was Böses zu tun. Ich wünsche ihm sehr, dass er sein Leben auf die Reihe kriegt ...

Ich lasse mich nur deshalb scheiden, weil ich seine Ignoranz und die übermäßig große Verantwortung, die ich in der Beziehung hatte, nicht ertrage.
 

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