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Das Modell Familie am Ende?

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Tsunami,

fast hätte ich dir im ersten Halbsatz deiner Replik an Nordrheiner einen Erkenntnisfortschritt attestiert. In der Tat sind wir nämlich durch unsere Geburt auch in ganz bestimmte Lebensbedingungen hineingeboren. Schon die Tatsache, dass wir entweder als Mann oder Frau geboren werden, wird unseren weiteren Lebensweg bestimmen, zumindest insoweit unsere biologischen Möglichkeiten betroffen sind.
Zudem bestimmen die sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen, in die uns das Leben stellt, unsere weitere Entwicklung zu einem erheblichen Teil. Insofern sind wir von Anbeginn an nicht wirklich frei, und für viele von uns stellt sich im weiteren Lebenslauf die Aufgabe, diese Voraussetzungen moderierend zu gestalten und uns von gegebenen Zwängen zu lösen, soweit dies möglich.
Ich muss nicht für Nordrheiner antworten, aber deine Frage an ihn, können wir uns alle stellen, und ich liefere dir meine Antwort gleich dazu: Nein, wir sind nicht so frei und wissend, wie wir gerne sein möchten.
Wenn Du dir den Wissenszuwachs, der sich ständig ereignet, vor Augen führst, musst Du dir zwangsläufig eingestehen, kaum etwas zu wissen.
Nein, ich eröffne kein neues Thema im Thema, aber gerade dieser ständige Wandel, dem wir alle ausgesetzt sind, dem wir uns nicht entziehen können, macht es geradezu zwingend notwendig, dass es ein paar Konstanten in unserem Leben gibt.
Zu diesen Konstanten gehört etwa die Familie, gehören halbwegs stabile Beziehungen, eine soziale Einbindung und ein eigenes Werte-und Orientierungsmuster, von dem wir uns leiten lassen. Ohne dem werden wir beliebig und im engeren wie im weiteren Sinne haltlos und orientierungslos auch.

Burbacher

Burbacher,

im Großen und Ganzen stimme ich deinem Beitrag zu. Nur sehe ich es gleichfalls so, dass Haltlosigkeit und Orientierungslosigkeit immanente und essentiell wichtige Bestandteile unseres Lebens sind, um zu lernen und zu wachsen. Dienlich dem, dass wir uns selbst finden und ein Leben, das wir leben können und wollen. Ein demütiges Leben, ein mutiges Leben und ein frohschaffendes. Ein Leben, welches zu uns passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Darf ich mal eine Frage in die Runde werfen:

Wie ändert man eine Gesellschaft? Selbstverständlich kann man sein Beitrag leisten, aber mehr auch nicht. Man kann zwar seine eigenen Familienvorstellungen haben, aber wie ändert man eine Konsumgesellschaft die die familiäre Atmosphäre gefährdet. Nur weil man es selber anders macht. Ist die Gesellschaft doch nicht geheilt?
Ich stelle die Frage, weil ich beim Überfliegen der Beiträge so ein Satz gelesen haben
 
wie kommst Du darauf, dass andere nicht Single sein dürfen und sich fügen müssen?
Weil sonst die beiden eklatanten, von dir herauf beschworenen Gesellschaftsprobleme eintreten.
Wenn Single sich nicht fügen, treten die von mir "beschworenen" Gesellschaftsprobleme auf?
Die Kausalität meiner Aussage hast Du umgedeutet, aber nicht verstanden.

Wenn aber jeder nach seinem Gusto entscheiden darf, was genau möchtest du dann? Das habe ich jetzt immer noch nicht begriffen. Wertschätzung der Familie durch Singles? Das ist doch albern. Ein Fussballfan eröffnet auch keinen thread und bittet jeden nicht Fussball begeisterten, er möge diesen Sport bitte unbedingt wertschätzen. Da kommt man ja nicht umhin, demjenigen den Vogel zu zeigen.

Nunja, wenn du egoistischerweise von anderen erwartest, sie möchten doch bitte etwas wertschätzen das ihnen im Grunde schnurz sein kann und auch ist, schon.

Ich bin nicht verheiratet und habe keine eigenen Kinder. Das sind die beiden wesentlichen Aspekte die mir seit jeher wichtig waren. Das sich jeder ohne größtmöglichen Stress verdünnisieren kann wenn das Ding nunmal kaputt ist.
Alle anderen Dinge, wie Patchwork, Zusammenziehen, Vermögenswerte gemeinsam anschaffen, waren optional. Das kann wenn die Situation entsprechend ist, muss aber nicht unbedingt sein.

So hatte ich mir dies im Prinzip seit jeher gedacht, und damit bin ich auch recht gut gefahren.

Das ist mal eine Aussage. Endlich mal jemand, der klar bekennt, dass er sich selbst der Nächste ist und der zu seinem Egoismus und zu seinem Mangel an Verantwortung steht. Deine Partnerin, die Du lieber nicht heiratest, kann sich darauf verlassen, dass sie sich im Ernstfall - wenn Du etwas als kaputt erklärst - verdünnisierst.
 
Darf ich mal eine Frage in die Runde werfen:

Wie ändert man eine Gesellschaft? Selbstverständlich kann man sein Beitrag leisten, aber mehr auch nicht. Man kann zwar seine eigenen Familienvorstellungen haben, aber wie ändert man eine Konsumgesellschaft die die familiäre Atmosphäre gefährdet. Nur weil man es selber anders macht. Ist die Gesellschaft doch nicht geheilt?
Ich stelle die Frage, weil ich beim Überfliegen der Beiträge so ein Satz gelesen haben

Liebe Kareena,

Gesellschaften haben sich nach meiner Kenntnis immer nur unter Zwang geändert. Das ist wie in der Schule. Wenn es keine Klassenarbeiten gäbe, würden die meisten nie ihre Hausaufgaben machen und lernen. Und obwohl es Klassenarbeiten gibt, die sogar ganz konkret z.B. für den kommenden Montag, angekündigt werden, lernen einige erst am Sonntagabend. Das hat etwas mit Einsicht und Reife zu tun. Und beides lässt sich nicht erzwingen.

Einsicht kommt von Einsicht nehmen, sich etwas ernsthaft anschauen mit dem Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Einsicht geht eine Tätigkeit voraus, die ernsthaft ausgeübt werden will, wenn sie Nutzen bringen soll.
Ist Einsicht gefordert, schrecken einige zurück, weil sie die ernsthafte Tätigkeit nicht wollen. Das ist wie mit Schülern, die sich untereinander die Frage stellen: Warum soll ich überhaupt lernen?
 
Das ist mal eine Aussage. Endlich mal jemand, der klar bekennt, dass er sich selbst der Nächste ist und der zu seinem Egoismus und zu seinem Mangel an Verantwortung steht. Deine Partnerin, die Du lieber nicht heiratest, kann sich darauf verlassen, dass sie sich im Ernstfall - wenn Du etwas als kaputt erklärst - verdünnisierst.

Ach je, Nordrheiner, das klingt schon wieder so negativ. "Ernstfall" hin oder her - du scheinst stark zu verschätzen, was eine Heirat bewirken kann oder nicht.

Es gibt nun mal Menschen, die sich in Ketten legen und sich dennoch trennen. Und dann wiederum gibt es Menschen, die sich alle Freiheiten gewähren und dennoch bis zu ihrem Lebensende zusammenbleiben.

(Alle Angaben ohne Gewähr.)
 
Liebe Kareena,

Gesellschaften haben sich nach meiner Kenntnis immer nur unter Zwang geändert. Das ist wie in der Schule. Wenn es keine Klassenarbeiten gäbe, würden die meisten nie ihre Hausaufgaben machen und lernen. Und obwohl es Klassenarbeiten gibt, die sogar ganz konkret z.B. für den kommenden Montag, angekündigt werden, lernen einige erst am Sonntagabend. Das hat etwas mit Einsicht und Reife zu tun. Und beides lässt sich nicht erzwingen.

Einsicht kommt von Einsicht nehmen, sich etwas ernsthaft anschauen mit dem Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Einsicht geht eine Tätigkeit voraus, die ernsthaft ausgeübt werden will, wenn sie Nutzen bringen soll.
Ist Einsicht gefordert, schrecken einige zurück, weil sie die ernsthafte Tätigkeit nicht wollen. Das ist wie mit Schülern, die sich untereinander die Frage stellen: Warum soll ich überhaupt lernen?

Naja wenn es um Lernen geht. Tut man das meistens aus Neugier. Wenn mich etwas Interessiert und ich Neugierig bin fällt es mir leichter das Wissen aufzunehmen. Wenn man für die Klausur lernt. Klar kann man gute Ergebnisse erzielen. Aber oft bleibt das Wissen dann nicht hängen. Man lernt nicht für sich selbst. Sondern man will eine gute Note haben. Also vermittelt man dadurch fragwürdige Werte. (meine Meinung)
 
Das ist mal eine Aussage. Endlich mal jemand, der klar bekennt, dass er sich selbst der Nächste ist und der zu seinem Egoismus und zu seinem Mangel an Verantwortung steht. Deine Partnerin, die Du lieber nicht heiratest, kann sich darauf verlassen, dass sie sich im Ernstfall - wenn Du etwas als kaputt erklärst - verdünnisierst.

Tippfehler in meinem Beitrag 1064. Es müsste im letzten Satz heissen: "...dass Du Dich im Ernstfall - wenn ...."
 
Darf ich mal eine Frage in die Runde werfen:

Wie ändert man eine Gesellschaft? Selbstverständlich kann man sein Beitrag leisten, aber mehr auch nicht. Man kann zwar seine eigenen Familienvorstellungen haben, aber wie ändert man eine Konsumgesellschaft die die familiäre Atmosphäre gefährdet. Nur weil man es selber anders macht. Ist die Gesellschaft doch nicht geheilt?
Ich stelle die Frage, weil ich beim Überfliegen der Beiträge so ein Satz gelesen haben

Exzellente Frage.

Jeder verändert diese Gesellschaft, permanent - durch Gefühle, Gedanken, Wörter und Handlungen. Vieles davon mag klein oder nichtig erscheinen, aber ist es nicht, weil es sich alles aufsummiert.

Ich denke nicht, dass es die Aufgabe eines Menschen ist, diese Gesellschaft oder Welt zu verändern, noch nicht mal seine Möglichkeit. Und dennoch tust du es immer zu einem gewissen Teil, ob du willst oder nicht.

Solltest du glücklich sein wollen und ein bisschen (oder mehr) die Welt verändern wollen, dann halte dich an Mahatma Gandhi, der mal sinngemäß sagte:

Sei du selbst, was du dir für diese Welt wünschst.


Eine bessere Chance wirst du in diesem Leben nicht bekommen.
 
Exzellente Frage.

Jeder verändert diese Gesellschaft, permanent - durch Gefühle, Gedanken, Wörter und Handlungen. Vieles davon mag klein oder nichtig erscheinen, aber ist es nicht, weil es sich alles aufsummiert.

Ich denke nicht, dass es die Aufgabe eines Menschen ist, diese Gesellschaft oder Welt zu verändern, noch nicht mal seine Möglichkeit. Und dennoch tust du es immer zu einem gewissen Teil, ob du willst oder nicht.

Solltest du glücklich sein wollen und ein bisschen (oder mehr) die Welt verändern wollen, dann halte dich an Mahatma Gandhi, der mal sinngemäß sagte:

Sei du selbst, was du dir für diese Welt wünschst.


Eine bessere Chance wirst du in diesem Leben nicht bekommen.

Ja das ist wahr. Der Mensch beeinflusst die Gesellschaft, aber irgendwie ist das trotzdem wenig. Denn es zeigt sich höchstens im Umfeld eine Veränderung. Aber sonst....😕
 
Ja das ist wahr. Der Mensch beeinflusst die Gesellschaft, aber irgendwie ist das trotzdem wenig. Denn es zeigt sich höchstens im Umfeld eine Veränderung. Aber sonst....😕

Das ist einfach nur eine Frage der "Mechanik". Es wäre vielleicht auch nicht gut, wenn du oder irgendein anderer Mensch auf dieser Welt zu viel beeinflussen könnte. Manche Menschen sagen, dass Macht korrumpiert. Ich glaube das zwar nicht, aber es ist nicht ganz auszuschließen.
 
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