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Hartz IV - ein System, das tötet

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Sag mal Edy, hast du das Wissen, dass es so ist, oder versuchst du hier Panik zu verbreiten?

Solltest du konkrete Beispiele haben, dann raus damit, solltest du aber nicht so genau wissen, dann informiere dich vielleicht doch besser. 😉
Deswegen war ja auch ein Fragezeichen dahinter, da ich es nicht weiß. 😉

Vergiss bitte nicht: es weihnachtet. 🙂

Ich muss weg. 😀
 
Das habe ich hier gelesen,
ich habe noch nie Hartz4 bekommen, weil die als ich es mal beantragte meinten, mein Sohn muss für mich zahlen.🙄:mad:
Dann wäre dein Sohn aber sehr reich. Tja, dann...ich wollte die Anzahl mit den Bewerbungen nur richtig stellen, da ja hier noch Einige mitlesen.
 
Dann wäre dein Sohn aber sehr reich. Tja, dann...ich wollte die Anzahl mit den Bewerbungen nur richtig stellen, da ja hier noch Einige mitlesen.

Man muss nicht reich sein, die rechnen alles ab, was man über 1300 Euro netto verdient.

Wegen der Menge der Bewerbungen gibt es doch bestimmt eine einheitliche Vorgabe. Geht ja nicht, dass einer 20, der nächste nur 3 Bewerbungen schreiben muss.
 
Ich denke dieses Wirtschaftssystem ist Ausdruck einer Maßlosigkeit. Es muss immer mehr sein, nie ist es genug. Aber wo es viele Reiche gibt, muss es auch Arme geben, sonst wären die Reichen ja nicht reich. Reichtum ist ja etwas relatives, mehr besitzen als der Durchschnitt.
 
Man muss nicht reich sein, die rechnen alles ab, was man über 1300 Euro netto verdient.
Hier hätte ich mich an deiner Stelle nochmals schlau gemacht. Die Sachbearbeiter wiegeln viele Anspruchsberechtigte mit diesen Aussagen ab. War bei meiner Bekannten ähnlich.

Wegen der Menge der Bewerbungen gibt es doch bestimmt eine einheitliche Vorgabe. Geht ja nicht, dass einer 20, der nächste nur 3 Bewerbungen schreiben muss.
Es ist von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter verschieden. Der Durchschnit liegt ca. bei 10, für manch wenige "unsympathische Hartzer" sind es eben 20. Es liegt im Ermessen des Sachbearbeiters wieviel er sehen will. 3 Bewerbungen fordern sie oft, wenn der Hartz4ler eine Weiterbildungsmaßnahme besucht, wobei sie meines Wissens keine Bewerbungen in dieser Zeit fordern dürfen. Er ist in einer Maßnahme, die er zu 100% erfüllen muss.
 
@ Sisandra:
Und wenn Leipzig im Ranking bei den Sanktionen für erwerbsfähige Leistungsberechtigte auch noch vor der "Sanktionshauptstadt" Berlin rangiert, dann bedeutet das im Umkehrschluss: Auch Aufstocker werden sanktioniert und behandelt wie Leute, "die zu faul zum Arbeiten sind". Berlin liegt mit einem Koeffizienten von 4,7 Prozent hier sichtbar hinter Leipzig mit 5,3.
Hartz-IV-Sanktionsstatistik 2012: In keiner Großstadt wird so oft sanktioniert wie in Leipzig – Leipziger Internet Zeitung :: Mehr Nachrichten. Mehr Leipzig.

Panik herrscht schon genug, anhand der Faktenlage. Bei Gott nicht notwendig "-Mache" zu betreiben. 😉
 
Steht übrigens noch einiges mehr Interessante in dem Bericht, der so ziemlich sämtliche "Negativbeiträge" hier bestätigt, wie ich finde:

"Vorurteile gegenüber Arbeitslosen in der Grundsicherung ('Hartz IV') sind in großen Teilen der Bevölkerung weit verbreitet", hieß es darin.

„Die Allensbach-Umfrage zeigt, dass sich in der Bevölkerung Irrtümer gegenüber Hartz IV-Empfängern leider hartnäckig halten", behauptete denn auch Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der BA, unverfroren und gedruckt. "Der vermeintliche Makel 'Hartz IV' und die damit verbundenen Vorbehalte gegenüber Arbeitsuchenden erschwert die Vermittlung ins Berufsleben erheblich.

Die sind zu faul.

Und nicht nur "die Bevölkerung" denkt so. Noch viel tiefer ist dieses Denken in den Jobcentern selbst verankert. Hier gehört es sogar zum Arbeitsinstrumentarium, obwohl das Bundesverfassungsgericht den viel diskutierten Sanktionsparagraphen 31 im SGB am 18. Februar 2010 eigentlich für verfassungswidrig erklärt hat. Das, was man so landläufig "Hartz IV" oder "Arbeitslosengeld II" nennt, ist eine "Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte". Sie sichert das Lebensminimum all derer ab, die sich durch ihrer Hände (oder Köpfe) Arbeit nicht selbst ernähren können. Wer hier kürzt und sanktioniert, greift in die Lebenssicherung der Betroffenen ein.

Doch Politik, Arbeitsagentur und die kooperierenden Kommunen stellen sich einfach taub. Im Gegenteil. Im ersten Halbjahr 2012 wurde ein neuer Sanktionsrekord verbucht, obwohl die Arbeitslosenzahlen im ganzen Land gesunken sind.

Das "Hartz IV"-Gesetzpaket ist ein dicker Paragraphen-Wälzer, der penibel jede Möglichkeit aufzählt, den SGB-II-Empfängern die Leistungen zu kürzen. Alles verfassungswidrig.

Es gibt kein System hinter den Sanktionen. Es wird überall anders sanktioniert. Es herrscht im Grunde reine Anarchie.

Aber nicht nur in Leipzig herrscht die Sanktionswut. Selbst da, wo es dafür eigentlich keine Gründe - etwa einer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit gibt - sanktionieren die Jobcenter drauflos, als gäbe es einen Wettbewerb, bei dem die Jobcenter-Agenten am Jahresende zu einer Sexparty nach Budapest fliegen dürfen.

Das deute, so Schröder, auf reine Willkür bei den verhängten Sanktionen hin.

Hartz-IV-Sanktionsstatistik 2012: In keiner Großstadt wird so oft sanktioniert wie in Leipzig – Leipziger Internet Zeitung :: Mehr Nachrichten. Mehr Leipzig.

Auch wenn das am Bsp. Leipzig festgemacht ist, zeigt es doch, wo genau die Probleme liegen und weshalb hier die Kiritik angebracht ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Firma meiner Frau arbeiten auch viele Leute, die Aufstocker im Rahmen des ALG II sind. Die arbeiten aber auch nur 3 bis 4 Stunden am Tag, damit sie nicht aus dem ALG II - Bezug herausfallen. Sie könnten Vollzeit arbeiten, machen sie aber nicht. Und durch den Personalmangel leisten andere, die einen Teilzeitvertrag haben bis zu 200 Stunden im Monat.

Daher sollten solche Aufstocker auch sanktioniert werden. Mit Vollzeitarbeit wären sie aus dem ALG II heraus. Aber das wollen sie nicht. Sagen sie ja sogar selbst. Ist ja auch viel bequemer. Das Wort soziale Hängematte wollte ich in diesem Zusammenhang aber nicht gebrauchen. Es ist aber die traurige Realität.

Und dann kommt ja noch der beste Gag wegen der angeblich so großen Massenarbeitslosigkeit, die eigentlich nicht mehr existert:

Es gibt ja so Beschäftigungsgesellschaften, die Menschen wieder in die Arbeitswelt eingliedern. Und nun ist es so, dass Gesellschaften die ich kenne, aufgrund Mangel an Arbeitslosen über Zeitarbeitsfirmen Personal akquirieren müssen, da in dem "großen Heer der Arbeitssuchenden" kein Personal zur Verfügung steht. Es gibt keines. Aber der Trägerverein hat Verträge zu erfüllen. Ist doch eine verkehrte Welt.

Mal sehen, was unser Sozialromantiker dazu sagt.
Ich sage doch noch was zu, da kriegt man ja fast Mitleid, wenn man das liest. 😀

Natürlich weißt du, dass das zum Großteil nicht der Wahrheit entspricht, z. B. dass die Arbeitslosenzahlen geschönt werden, eben mit Aufstockern usw.

Was Zeitarbeit bedeutet, brauche ich dir wohl nicht zu erklären, also finde ich schon unverschämt, sittenwidrige Angebote wie ordentliche Arbeitsplätze verkaufen zu wollen. Jeder profitiert davon, außer der Arbeitnehmer.🙄

Dass die Leute Vollzeitarbeit haben könnten, solltest du dann doch auch belegen können...

Ansonsten solltest du mal deiner Kollegin Hannemann lauschen und dich vielleicht mal selber ein bisschen hinterfragen.
 
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