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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Das ist so ein alter Trick, die Armut in Deutschland mit der in anderen Ländern zu vergleichen und so zu relativieren. Alles, was man damit aussagt ist, dass der (westliche) Kapitalismus unfreie Märkte nach Strich und Faden ausbeutet.

Was ist westlicher Kapitalismus und welcher Kapitalismus macht das nicht?

Es ist vielmehr eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt soviele Arbeitslose und Niedrigverdiener zu haben.

Das ist sehr richtig! :daumen:


Noch was: Das BGE wäre mMn schon finanzierbar, allerdings müssten Unternehmen und Reiche höher besteuert werden, und das will ja keiner, weil das sind ja innovationshemmende Maßnahmen 😀

Nein, absolut nicht!
Das könnte zudem das BGE nicht leisten.
Das ist übrigens der Grund, warum Die Linke nicht für ein BGE ist. (Von wenigen Personen mal abgesehen)
Sie möchte ja die höhere Besteuerung des Reichtums.

Ich denke, es ist falsch ein BGE mit allem zu befrachten, was hier im Staat schief läuft.

Wenn man an Überreichtum will, dann muss man die Besteuerung generell ändern...
Doch das könnte man doch auch ohne BGE tun. Aber die Schwäche in den Sozialsystemen bliebe, weil das zusätzliche Geld wieder in Kreisläufe versickern würde, die nicht der Volkswirtschaft dienen.
Zudem muss sich die Denkweise in den Köpfen vieler ändern, als wären Sozialgelder unnütz verschwendet und nicht wirtschafts- und staatsdienlich!
Es bleibt zu 100% Bestandteil der Binnenwirtschaft, während Überreichtum asozial Geld hortet, nicht selten Steuern hinterzieht oder in andere Volkswirtschaften verbringt.


Den Menschen würde es sehr viel besser gehen, keine Frage. Aber ich bin da doch eher keynesianistisch:Wenn alle Menschen wieder am Produktivitätszuwachs beteiligt werden würden, bräuchte man ein BGE überhaupt nicht. Was bleibe, wäre das Arbeitslosigkeitsproblem(geringer als momentan), das ist aber auch ein Problem der 4. industriellen Revolution, das man kaum in den Griff kriegen wird.

Darüber muss ich bitter lachen...
Gerade dieses System geht doch vom Gegenteil, also Arbeislosigkeit als Normalzustand, aus!

Und wann war das denn jemals so, dass alle Menschen am Produktionszuwachs beteiligt wurden und vor allen Dingen wie und in welcher Höhe?

Schau dir doch einfach mal an, wie der Reichtum sich nach dem Krieg verteilte...
 
Haha, da hast du wohl nicht gemerkt, dass das mit dem Innovationshemmnis ironisch gemeint war 😉

Gut, westlichen Kapitalismus gibt es nicht, dass war eine dumme Formulierung.

Und zum Letzten: Ich meine gerade die Zeit nach dem Krieg, also das sogenannte Wirtschaftswunder. Eine Schere zwischen Arm und Reich wird es in einem kapitalistischen System immer geben. Allerdings wurde dieses Problem in den letzten 40 Jahren durch verschiedene Entwicklungen, also Deregulierungen, Schuldenexplosion... potenziert. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Planwirtschaft, aber die GEschichte hat gezeigt, dass die Menschen in einem solchen Wirtschaftssystem deutlich ärmer sind als im Kapitalismus.
Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass wir natürlich nicht im waschechten Kapitalismus leben. In einem solchen wäre keine Bank systemrelevant und es gäbe auch keine Zentralbank, die übrigens eine Idee von Marx war.
 
Haha, da hast du wohl nicht gemerkt, dass das mit dem Innovationshemmnis ironisch gemeint war 😉

Gut, westlichen Kapitalismus gibt es nicht, dass war eine dumme Formulierung.

Und zum Letzten: Ich meine gerade die Zeit nach dem Krieg, also das sogenannte Wirtschaftswunder. Eine Schere zwischen Arm und Reich wird es in einem kapitalistischen System immer geben. Allerdings wurde dieses Problem in den letzten 40 Jahren durch verschiedene Entwicklungen, also Deregulierungen, Schuldenexplosion... potenziert. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Planwirtschaft, aber die GEschichte hat gezeigt, dass die Menschen in einem solchen Wirtschaftssystem deutlich ärmer sind als im Kapitalismus.
Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass wir natürlich nicht im waschechten Kapitalismus leben. In einem solchen wäre keine Bank systemrelevant und es gäbe auch keine Zentralbank, die übrigens eine Idee von Marx war.

Warum sollte ich das nicht gemerkt haben... ?
Nur du springst beliebig kreuz und quer durch Begrifflichkeiten, die aber nicht unbedingt was mit dem BGE zu tun haben.
Du flüchtest in eine Nostalgie, die uns aber absolut nicht weiter hilft, weil sich die Form der Wirtschaft und Werteschöpfung total geändert hat.

Konkret ging es um die Vorbedingung, die du nanntest und eben nicht richtig ist.

Mein "Nein, absolut nicht!", bezog sich also auf deine Aussage von notwendigen Vorbedingungen.
Das BGE erfordert keine Vorbedingungen der Reichenbesteuerung, es benötigt nur eine Umstellung.
Es wäre schön, wenn es eine solche Besteuerung gäbe... nur es ist töricht immer mehr Hürden vorzuschieben und notwendige Reformen mit Worthülsen und „geht aber nicht“, vorgeschoben, selbst zu blockieren.

Denn bevor es eine Reichsteuer geben kann, muss ja erst einmal eine gerechtere Besteuerung stattfinden.
Das im Ausland liegende Schwarzgeld reicht übrigens für unseren Staatshaushalt!!!
 
Ich hatte eigentlich nur eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes gemeint.
Das Problem mit der Steuerflucht werden wir aber nicht in den Griff bekommen, genau für diese Klientel schafft die Politik schon seit Jahren die passenden Schlupflöcher.
 
Wenn der Kapitalismus reibungsfrei funktionieren würde, gäbe es eigentlich keine Probleme. Die Kapitalistem (Quandt, Rockefeller, Zuckerberg...) haben riesige Vermögen. Bar würden diese durch die Inflation allmählich weniger werden, also Investieren sie in Autobauer, Forschung und Dienstleistungen, damit die entsprechenden Firmen expandieren können.

Der Zustand heute ist jedoch, dass die Kapitalisten derart abartig viel Geld haben, dass es ihnen egal ist, ob da ein paar Milliarden wegfallen. Zusätzlich ist die Inflation so gering, dass ohnehin fast nichts wegfällt. Folge ist, dass sie sich auf ihrem Geldberg ausruhen können. Auch die Firmen expandieren nicht mehr mit ihren Überschussen. Siemens hat 18 Mrd Barvermögen, VW sogar über 40 Mrd. Geld von Überschüssen was einfach rumliegt und eigentlich ausgegeben werden müsste.

Und dann kommt noch der Missbrauch der Börse für die Spekulation. Die Börse ist ursprünglich nicht als Casino gedacht, sondern als Interface zwischen Kapitalisten und Unternehmen. Jetzt ist es nur noch ein risikoreicher Spielplatz, an den sich kein Kapitalist mehr 100% ranwagt (die Vermögen werden gestreut).

Das Ende vom Lied ist, dass sich das Geld einseitig bei denen ansammelt, die es nicht mehr ausgeben. Es wurde ja schon die Abgeltungssteuer eingeführt, jedoch ist die bei den derzeitigen Nullzinsen ineffektiv. Außerdem interessiert es einen Millardär wie gesagt nicht ob sein Vermögen um 1 Mrd schwankt. Negativzinsen wären die Rettung, aber dafür müssten wir das Bargeld aufgeben...
 
Die Deflation kommt nicht von ungefähr. Die EZB kämpft verzweifelt dagegen an, denn anscheinend erkennt niemand, dass das auch mit dem lohndumping zusammenhängt
 
Die EZB hat alleine keine Chance, wenn die Kapitalisten sich weiter so mit ihren Investitonen zurückhalten. Allein die Bevölkerung von Deutschland haben ein Vermögen von über 5 Billionen (von denen 80% bekanntlich auf die oberen 10.000 entfallen). In Spanien und Italien sogar noch mehr. Insgesamt kommt man bestimmt auf 20 oder 30 Billionen € potentielles Investitionsgeld.

Vergleich das mal mit der Investitionssumme der EZB von 1 Billion über 2 Jahre.
 
Es ist inzwischen so schlimm, dass manche Ökonomen schon von Helikoptergeld als potentielle Lösung sprechen.
 
Traurig aber wahr. Die EZB hat es immer noch nicht geschafft große Investitionswellen auszulösen.

Viel Geld der Wohlhabenden schimmelt auf Bankkonten vor sich hin. Gerade die Deutschen investieren kaum. Etwa 75 Prozent der Gelder sind auf Sparbüchern, Tagesgeldern und Girokonten angelegt und bringen dort kaum Zinsen. Bestenfalls in einen Bausparvertrag oder in eine Immobilie investieren Deutsche.

Ich sehe auch das Ende der Niedrigzinsphase noch lange nicht in Sicht, warum auch? Japan kämpft seit über 10 Jahren gegen die Deflation. Ab wann geben die Deutschen ihr Geld WIRKLICH aus? Vermutlich nie. Selbst bei Negativzinsen lagern sie es lieber unterm Kopfkissen....
 
Ich denk mal es ist dieser dämliche Zeitgeist "Es könnte ja noch viel Schlimmer kommen als es eh schon ist". Selbsterfüllende Prophezeiung halt, wenn alle ihr Geld ausgeben würden, müssten sie keine Angst haben kein Geld mehr ausgeben zu können. 🙂
 
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