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Bedingungsloses Grundeinkommen

Status
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Wenn das BGE kommt, kündige ich und genieße mein Leben, lasse mein Studium platzen.

Wenn du meinst... 🙂
Das ist doch sehr unlogisch, weil du könntest das doch jetzt auch schon.
Und was wäre falsch daran, wenn deine Kapazität frei würde, ein anderer deinen Studiengang belegen könnte, du vielleicht doch nicht untätig bliebst und etwas zum Wohle der Menschheit machen würdest, wozu jetzt nicht der Wille oder die Bereitschaft da ist dafür Geld zu für den Lebensunterhalt zu geben.

Fakt ist doch, dass die Menschheit sich nicht weiter entwickelt und nur immer hochtechnisierter wird.
Allerdings für den Preis, dass wir wichtige Dinge und Geschicklichkeit verlieren werden.

Letztlich wird das BGE zu einem Totalzusammenbruch des Sozialsystems führen, weil es DIE sozialistische Idee überhaupt ist.

Oh! Was lehren die denn heute in den Schulen? 🙄 😀
Die "sozialistische Idee" ersetzt die Ausbeutung durch das Individuum (besser Kapital) durch die Ausbeutung des Einzelnen durch den Staat!

Im gewissen Sinne hast du aber Recht, denn bei einem reinen B. Grundeinkommen, werden die Sozialsysteme ja sukzessive ersetzt.
Daher sind weder (Beitrags) Zahlungen wie bisher notwendig, noch würde es ein Paket sein, was alles (Wohlstand) ersetzt.

Zudem ist doch interessant, dass gerade Wirtschaftsliberale durchaus dafür sind.
Insoweit sollte man mal von so eingefahrenen Denkweisen wegkommen... Frei nach einem Baumarkt: "Geht net, gibs net"!!!

Zudem, wer hat denn bestimmt, dass es gerecht sein soll, aufgrund der Geburt und spitzeren Ellenbogen ein Recht auf Wohlstand und Arbeit zu haben.
Die Welt gehört doch allen Menschen.
Wenn wir beide privilegiert sind, ist das doch nicht unser Verdienst, wenn es auch möglich gewesen wäre in der Sahelzone geboren zu sein.


Anzunehmen, das jeder Mensch gleich ist. Das jeder Mensch gut ist und ein wertvoller Teil der Gesellschaft sein möchte. Die Annahme ist in meinen Augen aber falsch.

Worin siehst du denn, dass dies ein Ziel des B. Grundeinkommens wäre?
Diesen Anspruch erhebt doch niemand.

Das Problem wird ganz einfach sein, dass immer weniger AN immer mehr BGE Empfänger tragen müssen und irgendwann kippt dieses System.

Das ist völlig unlogisch, weil sie ja selbst BGE Empfänger sind!
Und das jetzige System ist doch längst gekippt.
Man will es nur (noch) nicht wahrhaben.

Arbeit lohnt sich ja jetzt schon kaum noch, die Steuerlast ist bereits enorm, die Löhne stagnieren seit Jahren, die Belastung der AN wird stetig höher und sie werden nicht mal an der gestiegenen Produktivität beteiligt.

Das genau ist ein Argument für das BGE!
Löhne könnten wieder frei verhandelbar sein und die Sozialsysteme würden vom Faktor Arbeit weitgehend abgekoppelt.
Arbeit und Entlohnung würde sich auspendeln und das wegen der Entlastung der Lohnnebenkosten auf einem günstigeren Niveau, was erheblichen Wettbewerbsvorteil bringen würde.

Darum will Finnland das ja auch!

Die zukünftige Situation wird sich durch Rationalisierung, Globalisierung und Automatisierung noch verschlimmern, immer mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen.

Und?
Ist das unabwendbar Gott gewollt?
Wer kauft denn dann Waren und Dienstleistungen?


Man muss sich vor Augen halten, woher all das Geld kommt, das unser Staat ausgibt. Man muss volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Mechaniken beachten, die in unserem System quasi Gesetz sind. Zum Beispiel Saldenmechanik.

Sorry, große Worte, doch verstehst du sie?😉
Die Bundesregierung (Bundesanstalt für Arbeit) hatte längst eine Studie in Auftrag gegeben und danach funktioniert es!
Es rechnet sich für den Staat!

Hier mal ein Chart, dass einigen vielleicht die Augen öffnet in Bezug auf unseren aktuellen Arbeitsmarkt:

Anhang anzeigen 28260

Anhang anzeigen 28261

Denkt ihr, dass System kann funktionieren, wenn diese Entwicklung aufgrund des BGE extrem zunimmt?

Was meinst du denn, aus den beiden Grafiken zu herauszulesen? 🙂

Schon aktuell funktioniert vieles nur noch, weil wichtige Investitionen ausbleiben und man die Renten gekürzt hat, verspielt hat, Leistungen kürzt (Agenda 2010 usw). Die Arbeitslosenzahlen sind unfassbar dreist manipuliert, das lässt sich sogar aus den offiziellen Daten ablesen (was alles herausgerechnet wird usw).

In Deutschland lohnt es sich für viele kleine Unternehmer kaum noch, weil deren Belastung zu groß und die Risiken zu hoch sind. Ohne genug Kapital und Marktmacht geht nichts mehr, das werden wir spätestens sehen, wenn unser Mittelstand austrocknet - die Chinesen schlafen nämlich nicht.

Und genau deshalb muss Arbeit sich flexibel und innovativ gestalten ohne dass Menschen dabei ausgebeutet werden und verarmen!
Man könnte Leistungen anbieten, die bisher nicht bezahlbar sind.

Was Finnland schon seit 2012 hat wird bei uns kommen... Wirtschaftsstagnation.
Wenn wir nicht die ruinösen Zinsen hätten, die Generation der hohen Renten, sähe es bei uns längst schon so aus, denn der Staat ist seit Jahren massiv dabei, Geld aus breiten Bevölkerungsschichten nach oben zu verlagern.

Nur wenige Überreiche, die zudem mit ihrem Kapital flüchten, sind nicht in der Lage eine Volkswirtschaft aufrecht zu erhalten.

So betrachte ich die Agenda 2010, als Umverteilung von unten nach oben, damit sich der Staat kurz und heftig an den gefüllten Beitragskassen bedienen konnte.
Die Macher wussten jedoch, dass sie damit diese Kassen zerstören... Darum ist es Fakt, dass das Grundeinkommen in irgendeiner Form kommen muss.
Kam ja auch in Form des Mindestlohnes. Da die nicht reicht im Alter muss die Sozialhilfe das leisten.
Und das wird nicht finanzierbar sein, wenn man nicht komplett zum BGE umsteuert.
 
"Zudem, wer hat denn bestimmt, dass es gerecht sein soll, aufgrund der Geburt und spitzeren Ellenbogen ein Recht auf Wohlstand und Arbeit zu haben."

LOL
Du bist ein ulkiger Typ. 😀

Wer hat denn bestimmt das es gerecht sein soll, dass jemand der sich den lieben langen Tag seinen Wanst in der Sonne verbruzelt, den gleichen Wohlstand verdient hat?

Dein Kommunismus kommt genauso wenig wie dein BGE. Es sei denn du machst bei letzterem arge Abstriche - wie bei dem Modell der Finnen, dass einem Mindestlohn näher kommt als einem BGE.
 
Ich finde das eh am besten, würde doch auch völlig ausreichen. Existenzängste beseitigen ohne irgendwelche Anreize zu zerstören.

In meinem Königreich wäre Jeder von Geburt an automatisch Angestellter des Volkes und Miteigentümer des Staates und erhielte als Grundgehalt, bzw. Beteiligungsanteil das, was für ein menschenwürdiges Dasein in sozialer Sicherheit und einem bescheidenen Wohlstand erforderlich ist.
Gesundheitsvorsorge, Alterssicherung, Bildung, Kommunikation und öffentliche Verkehrsmittel wären für alle Bürger frei verfügbar.

Für diese Versorgungsleistung der Gemeinschaft würde von Jedem als angemessene Gegenleistung gefordert, dass er sich seinem Alter, seinen Talenten und seiner gesundheitlichen Verfassung entsprechend in angemessenem Umfang am Erhalt des Gemeinwohls auf sozialer, ökologischer und kultureller Ebene beteiligt.

Es gäbe keine Arbeitslosen mehr.

Befreit von diesem direkten Austausch zwischen Staat und Individuum wären Bürger in dem Maße, wie sie die Versorgungsleistung der Gemeinschaft mit finanzieren, weil sie ihren Lebensunterhalt durch eine Erwerbsarbeit oder andere Einkommensformen bestreiten und statt ihrer direkten Leistung zum Gemeinwohl, einen angemessenen Teil ihres Einkommens an die Gemeinschaft als Einkommensteuer abführen, damit davon andere Menschen die Aufgaben im Rahmen des Gemeinwohls erledigen können.

Alle Zusammen würden den Bedarf der Gemeinschaft über eine zweite Steuer mit finanzieren die immer dann anfällt, wenn Zahlungsmittel für eine Leistung oder eine Ware den Besitzer wechseln.
 
"Zudem, wer hat denn bestimmt, dass es gerecht sein soll, aufgrund der Geburt und spitzeren Ellenbogen ein Recht auf Wohlstand und Arbeit zu haben."

LOL
Du bist ein ulkiger Typ. 😀

Ich weiß!
Man liebt mich dafür... :blume:
Und war es nicht so, dass man über die ersten Klimaschützer auch lachte und heute die Deiche gar nicht hoch genug bauen kann?

Wer hat denn bestimmt das es gerecht sein soll, dass jemand der sich den lieben langen Tag seinen Wanst in der Sonne verbruzelt, den gleichen Wohlstand verdient hat?

Wohlstand verglichen mit wem?
Millionär?
Spekulant?
Steuerhinterzieher?
Für die Millionen arbeiten gehen, um ihre Gewinne zu generieren oder für diese zu hungern?

Dein Kommunismus kommt genauso wenig wie dein BGE. Es sei denn du machst bei letzterem arge Abstriche - wie bei dem Modell der Finnen, dass einem Mindestlohn näher kommt als einem BGE.

Ich finde deine Vergleiche immer köstlich, weil völlig unzutreffend... 🙂

Mindestlohn ist kein Allheilmittel und dient nur dem Schutz vor Dumping und Sozialhilfe.
Er stellt aber keine gerechte Entlohnung dar.

Mal ernsthaft.
Du machst ja nicht einmal den Versuch, das System zu verstehen...

Das BGE k a n n nur eine Minimalversorgung darstellen.
Ich bin etwas enttäuscht, denn du bist ja nicht neu im Forum und so hast du meine Ausführungen dazu mindestens 10 x gelesen.
Man wird nicht reich dabei, allerdings kann man sich dann Reichtum erarbeiten.
Zumindest eher als jetzt.

Ach warten wir doch mal ab, was kommen wird, wenn die ersten mit Mindestlohn in Rente gehen.
Wir sind doch jetzt erst bei denen die noch ein lückenloses Berufsleben hatten, gut verdienten, und dennoch bis an die Schmerzgrenze geschröpft werden...

Gestatte mir bitte mal eine teilweise persönliche Bemerkung.
(Ich erlaube mir das einmal, weil du mich ja auch immer gerne in die kommunistische Ecke stellen möchtest.)
Nur es müsse vermutlich schlechte Lehrer gelehrt haben oder die Schüler gerade "frei genommen" haben, als der Unterschied "sozial" zu "sozialistisch" durchgenommen wurde... 😀

Übrigens, wer nicht sozial sein will, ist unsozial... Schon gewusst? 🙂

Gerade du solltest doch möglichst für eine schnelle Einführung des BGE sein, denn wenn bei dir der "Ernstfall" kommt, dann wirst du sehen, was dir noch bleiben wird.

Jetzt wirst du vielleicht sagen, du hättest vorgesorgt... (ich kenne dich ja nicht persönlich)
Das haben andere auch, sie machten nur den Fehler in Kinder, also in unsere Gesellschaft, zu investieren, was ihnen viel Geld kostete und anderen eben nicht.

Genau bei dieser Ungerechtigkeit, worauf dein Zitat ja auch zutreffend wäre, setzt das BGE an.

Wer hat denn bestimmt das es gerecht sein soll, dass jemand der sich den lieben langen Tag seinen Wanst in der Sonne verbruzelt, den gleichen Wohlstand verdient hat?

Es entlastet die, die Kinder u n d Beruf leben...

Und wer mit einem Grundeinkommen auskommen will, dem sei das nicht zu neiden, weil es Arbeit für alle, (unter der Maßgabe, dass man davon Leben und vorsorgen kann und nicht arm ist oder wird) nicht mehr geben wird.

Es sei allen Neidern doch mal bitte bewusst, dass sie selbst sich doch nicht mit einem bescheidenen Glück zufrieden geben können, sondern sie wollen glücklicher sein als andere!
Darum sind sie dagegen auch wenn es ihnen selbst schadet.

Darum ist es ihnen auch fast unmöglich zu ertragen, dass andere auch eine würdige Lebenssicherheit brauchen.
Und erschwerend kommt vielfach hinzu, weil man selbst eben nicht wirklich glücklich im Leben ist und dann andere für glücklicher hält, als sie tatsächlicher sind.
 
Zudem, wer hat denn bestimmt, dass es gerecht sein soll, aufgrund der Geburt und spitzeren Ellenbogen ein Recht auf Wohlstand und Arbeit zu haben.
Die Welt gehört doch allen Menschen.
Wenn wir beide privilegiert sind, ist das doch nicht unser Verdienst, wenn es auch möglich gewesen wäre in der Sahelzone geboren zu sein.

Danke! Wohlstand ist leider in den allerseltensten Fällen etwas, das die Einzene Person tatsächlich durch ihrer Hände Arbeit verdient hat, oder? Sonst wären Ölscheichs ja wohl die fleßigsten Arbeitsbienen schlechthin.
Soziale Gerechtigkeit ist sowieso eine Illusion, aber man kann der Illusion etwas näher rücken, wenn man zumindest ein bißchen Chancengleichheit anstrebt.
 
Mindestlohn ist kein Allheilmittel und dient nur dem Schutz vor Dumping und Sozialhilfe.
Er stellt aber keine gerechte Entlohnung dar.

Das Modell der Finnen ist eher der Mindestlohn, als ein BGE. Das war das was ich zum Mindestlohn schrieb. Die Charakteristik dessen, oder ob es reicht oder nicht reicht, war hierfür belanglos.

Mal ernsthaft.
Du machst ja nicht einmal den Versuch, das System zu verstehen...

Doch das habe ich. Nur werden diesbezüglich leider nur obskure Varianten zu Tage gefördert, wenn man tiefer nachhakt. Alleine kränkelt es schon an dem Wort "Bedingungslos". Wenn man Arbeit dafür haben muss, was im übrigen leider auch nicht jeder mit noch so viel Anstrengung vorweisen kann, um ein BGE zu erhalten - sehe ich hier leider keine Bedingungslosigkeit.


Das BGE k a n n nur eine Minimalversorgung darstellen.
Ich bin etwas enttäuscht, denn du bist ja nicht neu im Forum und so hast du meine Ausführungen dazu mindestens 10 x gelesen.

Richtig. Und woran es bereits 10x scheiterte, habe ich gerade eben angeführt.
Von daher nützt es auch kaum, 10x das gleiche zu Schreiben wenn du nicht auf entsprechende Kritikpunkte und Rückfragen eingehst.


Ach warten wir doch mal ab, was kommen wird, wenn die ersten mit Mindestlohn in Rente gehen.
Wir sind doch jetzt erst bei denen die noch ein lückenloses Berufsleben hatten, gut verdienten, und dennoch bis an die Schmerzgrenze geschröpft werden...

Was soll passieren? Aufstocker gibt es auch Heute schon zu genüge.

Gerade du solltest doch möglichst für eine schnelle Einführung des BGE sein, denn wenn bei dir der "Ernstfall" kommt, dann wirst du sehen, was dir noch bleiben wird.

Wie würde der Ernstfall bei mir aussehen? 😕

Und wer mit einem Grundeinkommen auskommen will, dem sei das nicht zu neiden, weil es Arbeit für alle, (unter der Maßgabe, dass man davon Leben und vorsorgen kann und nicht arm ist oder wird) nicht mehr geben wird.

Nein, und wenn das Existenzminimum deine Definition von Wohlstand ist, habe ich hierzu auch keinen weiteren Kommentar. "Wohlstand" definiere ich persönlich anders.

Es sei allen Neidern doch mal bitte bewusst, dass sie selbst sich doch nicht mit einem bescheidenen Glück zufrieden geben können, sondern sie wollen glücklicher sein als andere!

Es geht gar nicht um Neid, sondern um die Charakteristik des BGE - was im übrigen jetzt immer noch unklar ist. 🙂

Darum ist es ihnen auch fast unmöglich zu ertragen, dass andere auch eine würdige Lebenssicherheit brauchen.

Weshalb schreibst du jetzt so unrelevante Dinge? Wo hat jemand geneidet? Wohlstand wächst nicht auf Bäumen, sondern muss erwirtschaftet werden. Natürlich kann diesen dementsprechend nicht jeder in der gleichen Form haben, denn nicht alle haben selbiges geleistet.

Da wir aber nun geklärt haben, dass du unter Wohlstand lediglich die Grundversorgung meintest, die im übrigen gewährleistet ist, sind hierzu auch keine Fragen offen. Denn gegen eine existenzsichernde Grundversorgung bin ich in der Regel nicht.
 
Im Prinzip hängen die BGE-Freunde aber dem Gedanken nach, es werde damit besser gehen - sprich, es würde höher als Hartz 4 ausfallen. Das ist aber gerade nicht anzunehmen. Denn Hartz 4 beläuft sich ja, wenn man alles nimmt, bereits auf knapp 1000 Euro im Monat. Dort allerdings ist gesichert, daß die Leute Wohnung, Krankenversicgerung, sehr bescheidene Rentenansprüche und Taschengeld haben. Wenn man den Leuten den vollen Betrag auszahlen würde, müssten sie sich selbst um ihre Sozialbeiträge kümmern......( was wahrscheinlich sehr viele auch schaffen würden......) Aber es bleiben da Fragen.
Insofern ist der Unterschied zwischen Hartz 4 und dem BGE lediglich der Zwang eine Arbeit anzunehmen.
 
Da möchte ich zustimmen, mike.

Was mich allerdings nach wie vor bei diesem Thema wurmt ist der Umstand, dass es anscheinend sehr viele verschiedene Annahmen und Varianten gibt. Deshalb auch diese flächendeckende Verständnislosigkeit.

Darauf zielt zb. dein letzter Satz ab. Wenn der Zwang eine Arbeit zu haben ist, würde das ja bedeuten das man BGE auch ohne Arbeit erhielte. Dies wiederum schließt doch das aus, was Rhenus uns allerdings über das BGE lehren möchte. Und schließt auch das Modell aus, was die Finnen nun Testweise anstreben.

Wie ist das also genau zu verstehen?
 
Ich verstehe den Ansatz dazu schon: Man sagt, die Arbeit insgesamt wird abnehmen ( das ist wahrscheinlich richig ) und es ist sinnlos, Leute zu etwas zwingen zu wollen, daß gar nicht da ist. ( das berühmte Bäume-wechsel-dich-Spiel: Manchmal hat man Arbeit, manchmal nicht und es hat sie ein anderer ) Also zahlt man einfach einen Beitrag aus, der das Grundbedürfnis deckt - bedingungslos. Tatsächlich könnte der Staat ja dieses Experiment wagen. Wenn´s nicht klappt, weil zuviele keine Lust haben, könnet amn das auch schnell wieder zurücknehmen.
Nur - damit ist kein einziges Problem gelöst - außer das eben wieder mal ein paar tausend Bürokraten auch ins BGE entlassen werden.
Und natürlich ist auch die Finanzierung völlig ungelöst. ( es sollen ja ALLE das BGE erhalten - wobei mir noch niemand plausibel erklärt hat, warum z.B. Winterkorn oder andere Großverdiener Geld geschenkt bekommen sollen )
Nächstes Problem ist der Lohnabstand. Heute arbeiten sehr, sehr viele Menschen in der Nähe von Hartz 4 - aber nicht in Hartz 4. Warum soll jemand dann für ein paar Euro mehr, jeden Tag aufstehen?
 
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