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Wan fängt es an, dass jemand Opfer ist und was sollte er tun es nicht zu sein?

Ich finde es gut, dass Darkside den Beitrag von Tuesday beantwortet hat. Das zeigt mir, dass er uns Überlebende doch ernst nimmt.
Es gibt tatsächlich aktuell zwei Überzeugungen, für die ich vehement varbal kämpfe und tatsächlich unangenehm werden kann, wenn man versucht, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Die eine Überzeugung ist, dass duchs Schweigen Täter gedeckt werden. Ich bin auch ein Mensch und nehme es mir raus, bei diesen Themen Genervtheit zu zeigen.
Dass ich polarisiere, ist denke ich, auch für jeden sichtbar. Na und, kann ich nicht so sein, wie ich bin? So provokant, so kritisch? Ist doch mein Recht.

Dass Darkside sich an meiner Person stört, habe ich von Anfang wahrgenommen.

Darum fand ich seine Beiträge eben nicht sachlich. Ich verstehe immer noch nicht, warum er Beiträge von Menschen kommentieren muss, die er unsympathisch findet und versucht gerade diese zu überzeugen.

Und noch was, manche Menschen versuchen sich hier als Richter, Ärtze, Therapeuten. Dabei können sie mit ihren Beiträgen ernsthaft schaden.
Woher meint so ein Darkside tatsächlich beurteilen zu können, ob ein Threader eine verzerrte Wahrnehmung besitzt und zum Arzt muss? Ist er ein psychiatrischer Gutachter?

LG,
KoreFe

sorry, ich verstehe nicht , das du aus darksides worten liest, das er dich unsymphatisch findet...er beschrieb nur wie er dich wahrnimmt.darin lag meiner meinung nach keinerlei wertung oder antisymphatie.

er hat versucht mit dir zu kommunizieren,ich finde du überreagierst hier total und nimmst da etwas zu persönlich.er hat nichts gegen deine person geschrieben.
 
Hallo KoreFe und Hallo Darkside,
wenn ich euch beide hier so lese, habe ich den Eindruck ihr fühlt euch jeweils durch den anderen angegriffen, und müsst euch verteidigen. So wie ihr schreibt, empfinde ich es auch schwierig für jeden von euch den anderen zu verstehen, ihr habt, so mein Eindruck, eine Art zu schreiben, die zum Teil auch für mich, wäre sie an mich gerichtet provozierend wirken kann. Nicht alle un nicht jeder Beitrag, doch einige würde ich, wenn ich nicht von außen draufsehe als Angriff empfinden können. Doch das empfinde ich auf beiden Seiten so. Vielleicht ist das der Grund, dass ihr beide das Gefühl habt, der/die andere will etwas aufzwingen?

Nur ist hier gerade unter der Überschrift "Wann fängt es an, dass jemand Opfer ist und was sollte er tun es nicht zu sein?" ein Steit entbrannt, der eher zeigt wie wird jemand zum Opfer und ein anderer zum Täter ohne dass es deren Absicht war/ist, das ist gerade mein Eindruck.

Oder kann jeder von euch noch darstellen, was es mit der Fragestellung zu tun hat?

Ich frage dies, weil ich gerade darüber nachdenke, was ist hier eigentlich los und was ist da passiert?

Ja es gibt, gerade von euch hier lauter Threadeinträge, da sehe ich den Zusammenhang zum Thema nicht mehr. Ich habe immer wieder drüber weggelesen, in der Hoffnung ihr könntet es auch mal stehen lassen oder einen eigenen Thread aufmachen. Vielleicht würde auch ich dann mehr meinen Eindruck mitteilen, doch hier ist es nicht mein Thema, weshalb ich eure Diskussion ignorierte.
Vielleicht, falls ihr es überhaupt wollt, schreiben dann auch noch andere etwas, wenn das Thema auch anderen klar wird?

Ich finde es schade, dass ihr gerade eine Diskussion führt, die außerhalb der Fragestellung zu sein scheint.
Vielleicht solltet ihr die Überschrift wechseln?

Danke für's Lesen

Einen Schlichtungsthread für solche Fälle, wo Diskussionen vom Thema abweichen, weil sich einige aneinader vorbei zu schreiben scheinen und eigentlich OT schreiben, vielleicht eine gute Idee

Mittendurch

Ps Ich habe jetzt nicht noch einzelne erwähnt, die sich zum Klärungsversuch noch eingeschaltet haben
Eigentlich könnte die Diskussion weiterlaufen, aber mir fehlt echt der Zusammenhang zum Thema, habe aber auch das Gefühl, durch solche OT - Auseinandersetzungen werden manche Threads kaputt geschrieben und die Threadersteller ziehen sich zurück
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mittendurch;

Du hast vollkommen Recht. Entschuldige, dass ich mich hinreissen lassen habe.

Leider kann ich noch keine Beiträge verschieben oder löschen. Oder weiß nicht wie es geht?

Wenn das jemand kann, können die wegen mir weg. So eine große Hoffnung ist nicht in mir, dass wir mit Darkside schaffen die Auseinandersetzung zu klären.


Lieben Gruß,
KoreFe
 
Mittendurch. Du hast gefragt, wann es anfängt, dass jemand zum Opfer wird und was er dagegen tun kann. Genau darum geht es doch in der Auseinandersetzung.

Hier werden verbale Schläge ausgeteilt, also haben wir zwei Betroffene. Und jeder geht anders mit der Situation um.

Lasst uns doch einfach mal an der Stelle versuchen rauszufinden, woran es liegt und wie wir damit umgehen können.

Ich persönlich empfinde bei Darkside eine gewisse Härte und Unverständnis und ich kann den Standpunkt von KoreFe sehr gut verstehen. Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

Darkside stellt sich dankenswerterweise der Diskussion und ich zumindestens habe ein paar Dinge in seinem Posting entdeckt, die ich für nachdenkswert halte. Und die gemeinsame Auseinandersetzung ist das, was jeden von uns in die Handlung setzt und damit aus dem Opfersein rausholt.

Wenn du meinst, dass du diese Diskussion nicht in deinem Thread willst, ist das deine Entscheidung und damit habe ich auch kein Problem. Aber dann lasst bitte die Beiträge verschieben, nicht löschen.

Tuesday
 
Löschen lassen wollte ich es nicht.

Das war mein Eindruck, den ich beschrieb:

...Nur ist hier gerade unter der Überschrift "Wann fängt es an, dass jemand Opfer ist und was sollte er tun es nicht zu sein?" ein Steit entbrannt, der eher zeigt wie wird jemand zum Opfer und ein anderer zum Täter ohne dass es deren Absicht war/ist, das ist gerade mein Eindruck.

Oder kann jeder von euch noch darstellen, was es mit der Fragestellung zu tun hat?

Ich frage dies, weil ich gerade darüber nachdenke, was ist hier eigentlich los und was ist da passiert?...

Mein Eindruck hier ist das hier oft aneinander vorbei geschrieben wird oder sich gegenseitig etwas vorgeworfen wird, was die Schreibenden für sich selbst vielleicht auch mal hinterfragen sollten. Was es mit ihnen zu tun hat?

Ich kann die Reaktion beider Seiten sehr gut verstehen....
 
Ich hoffe es ist okay, wenn ich mich hier zum ursprünglichen Thema äußere...
Ich sehe ehrlich gesagt keinen so große Bedeutung in dem Wort "Opfer". Ist es im Grunde nicht egal, wie man das nennt?
Für mein Verständnis bin ich ein Opfer, solang ich in einer Situation bin, aus der ich aus eigener Kraft nicht rauskomme, sei es aus körperlicher Unterlegenheit, aus Abhängigkeit, falschverstandener Loyalitat oder aus Angst. Wenn ich aus der Situation raus bin, bin ich kein Opfer mehr, auch nicht, wenn ich noch mit den Folgen des Opferseins kämpfe. Aber das Wort "Überlebender" mag ich auch nicht.
Das sind für mich Menschen, die knapp am Tod vorbei geschrammt sind, sei es durch Unfall oder Krankheit oder sonstwas. Mein Bruder hat die Situation nicht überlebt, ich schon- aber ich habe trotzdem nicht das Gefühl, knapp am Tod vorbei gekommen und demzufolge ein Überlebender zu sein. Ich weiß nicht, wie ich mich nennen würde, vielleicht "traumatisiert"? Der Zustand, in dem ich mich befinde, hat meiner Meinung nach auch nichts mit krank zu tun, auch wenn das oft so hingestellt wird. Und auch wenn ich in Behandlung bin, bin ich deswegen doch nicht krank. Oder? Schließlich würde man auch niemanden, der zum Zahnarzt, Logopäden, Ergotherapeuten usw. geht als krank bezeichnen.
Mir geht's zwar manchmal beschissen, aber ich bin nicht krank, nicht verrückt und auch kein Opfer!
Ich bin bloß ein Mensch, der versucht, sein Leben auf die Reihe zu kriegen, wie auch immer.
liebe Grüße
Bowie

Mir ist es seit zwei Jahren voll bewusst, dass ich knapp am Tod vorbei geschrammt bin. Und genau das traumatisiert/(e) mich. In meiner Einrichtung beschimpfen sich Jugendlich oft als Mobbopfer. Darum ist es für mich sehr negativ besetzt. Überlebende ist aber für mich persönlich sehr zutreffend, weil es aussagt, dass ich etwas, nämlich Gewalt überlebt habe.

Wir beschäftigen uns gerade mit dem Substantiv "Opfer". Was ist mit dem Verb "opfern"? Es soll von dem Lateinischen "offere- darbieten, als Gabe überreichen" stammen. Woher kommt opfern | Workherkunft von opfern | http://www.wissen.de/wortherkunft/opfern
In diesem Zusammenhang fühle ich mich als Gabe meiner Mutter für die Wolllust meines Vaters.

LG,
KoreFe
 
Ich noch mal...
dein letzter Satz hat mich ein bißchen geschockt- du schreibst, du fühlst dich als Gabe deiner Mutter für die Wollust deines Vaters.
Natürlich kenne ich deine Geschichte nicht, aber meinst du wirklich, daß deine Mutter das so wollte? Denn eine "Gabe" ist ja was, was man gern gibt, wie ein Geschenk.
Wie gesagt, ich kann nur von mir ausgehen, meine Mutter konnte mir auch nicht helfen, weil sie selbst Opfer war- im wahrsten Sinne des Wortes-, und weil sie gefangen war in ihrer Ohnmacht, eingefroren, wie ich auch. Aber ich bin mir ganz sicher, daß sie das alles nie wollte, nicht für sich und auch nicht für mich.
ganz liebe und mitfühlende Grüße
Bowie

Ja, so empfinde ich das mit meiner Erzeugerin. Wir oder sie (unsere Erzeuger) hatten ein Riesenhaus mit nem noch riesigerem Garten, einen Pool, ein Gewächshaus. Sie wollte das nicht aufegeben und hat uns Kinder dafür hergegeben, geopfert. Er veranstaltete auch oft irgendwelche Sexpartys, er war/ist(?) Sex bessesen. Sie wusste es und dass er mich anpackt. Meine Schwester hat er nicht sex., aber emotional missbraucht. Sie war wie eine Bedienstete für ihn.

Das Bittere ist, dass unsere Erzeuger den Eindruck der allerliebsten Eltern nach Aussen vermittelt haben. Mich haben sie maßlos verwöhnt, damit der MB eben nicht auffliegt. Ich finde solche Menschen einfach nur perfide und sie haben mich gezeugt. 🙁
 
So wie du es beschreibst, ist "Überlebende" wohl das richtige Wort für dich. Das zeigt mal wieder, daß da auch jeder sein eigenes Empfinden hat und man nichts verallgemeinern kann. Für mich selbst finde ich es nicht so passend, weil ich eben nie das Gefühl hatte, dem Tod nah zu sein. Ich habe eigentlich auch nie daran gedacht, mich umzubringen, egal wie dreckig es mir ging. Ich habe keine Ahnung warum das bei mir so war, und bei meinem Bruder ganz anders. Wahrscheinlich hatte ich nie den Mumm dazu, da hatte mein Vater vielleicht recht.
Daß "Überlebender"für mich nicht passt, liegt vielleicht auch daran, daß das Wort "Opfer" für mich nicht so negativ besetzt ist wie für dich. Wobei ich ja "Opfer " auch nicht (mehr) auf mich beziehe.
liebe Grüße,
Bowie


Ja, es gibt Suizid. Aber es gibt auch Kinder, die bei einer VG vor Schmerzen sterben oder in meiner Magersucht wäre ich auch fast...

Auch dir mein Beileid wegen deinem Bruder...

LG,
KoreFe
 
Ach Mensch, KoreFe- meine auch! :wein: Das Leben kann echt S**** sein!
Fühl' dich ganz doll von mir gedrückt,
liebe Grüße,
Bowie

Dankeschön, ich drücke dich ganz doll zurück *hug*

Ja, das Leben ist S****, aber wir können unseres besser machen! Kopf hoch, zum Glück sind nicht alle Menschen so wie unsere Erzeuger. Es gibt ein Paar Wenige, die cool sind und der Rest interessiert uns nicht 🙂

:blume:


Ganz liebe Grüße,
KoreFe
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe es ist okay, wenn ich mich hier zum ursprünglichen Thema äußere...
Ich sehe ehrlich gesagt keinen so große Bedeutung in dem Wort "Opfer". Ist es im Grunde nicht egal, wie man das nennt?
Für mein Verständnis bin ich ein Opfer, solang ich in einer Situation bin, aus der ich aus eigener Kraft nicht rauskomme, sei es aus körperlicher Unterlegenheit, aus Abhängigkeit, falschverstandener Loyalitat oder aus Angst. Wenn ich aus der Situation raus bin, bin ich kein Opfer mehr, auch nicht, wenn ich noch mit den Folgen des Opferseins kämpfe. Aber das Wort "Überlebender" mag ich auch nicht.
Das sind für mich Menschen, die knapp am Tod vorbei geschrammt sind, sei es durch Unfall oder Krankheit oder sonstwas. Mein Bruder hat die Situation nicht überlebt, ich schon- aber ich habe trotzdem nicht das Gefühl, knapp am Tod vorbei gekommen und demzufolge ein Überlebender zu sein. Ich weiß nicht, wie ich mich nennen würde, vielleicht "traumatisiert"? Der Zustand, in dem ich mich befinde, hat meiner Meinung nach auch nichts mit krank zu tun, auch wenn das oft so hingestellt wird. Und auch wenn ich in Behandlung bin, bin ich deswegen doch nicht krank. Oder? Schließlich würde man auch niemanden, der zum Zahnarzt, Logopäden, Ergotherapeuten usw. geht als krank bezeichnen.
Mir geht's zwar manchmal beschissen, aber ich bin nicht krank, nicht verrückt und auch kein Opfer!
Ich bin bloß ein Mensch, der versucht, sein Leben auf die Reihe zu kriegen, wie auch immer.
liebe Grüße
Bowie

Danke dir für diesen Beitrag, da alles längst vorbei ist, ich mich auch den Tätern entgegenstellen konnte, als ich dazu endlich groß, stark und reif genug war, fühle ich mich nicht als Opfer. Doch Überlebende, das bin ich schon, nicht nur aufgrund von Gewalterfahrung, aber eben auch. So richtig bewusst, wurde es mir erst im letzten Jahr durch die nächtliche Atemnot, verschiedenster Art.
Einst Opfer gewesen zu sein, erscheint mir immer noch sehr schwierig zu sehen, vielleicht liegt es einfach daran, wie das ganze damals war. Vielleicht liegt es daran, wie der Überlendsmachanismus ist/war.
Vielleicht liegt es einfach daran, wenn das ich nicht mehr als ich da ist, sondern....

Ich fühle mich nicht mehr als Ofer, weil ich schon oft gezeigt habe, dass ich mich schützen kann.
Weil ich inzwischen weiß, was ich bei Flashbacks tun kann.
Ich fühle mich einfach nicht mehr so ausgeliefert.

Ich fühle mich auch nicht krank, wenn mal etwas nicht ganz so geht, dann habe ich einfach das Gefühl, ich muss alte Wunden versorgen, eben Verletzungen behandeln, die zuvor nie Aufmerksamkeit bekommen hatten, die versteckt werden mussten, die angeblich ich mir zufügte (Aussage Mutter).
Meien Mutter, die ist nicht die hilflose Person, die nur nichts unternehmen konnte, sie hat selbst eine extrem aktive Rolle in dem ganzen was damals war. Obwohl sie oft hilflos tat, war sie e nie. Das hat es so nschwierig gemacht ihr die Verantwortung zurückzugeben, die sie hatte. Das ist sicher auch oft der Grund die Mutter als Täterin zu entlarven. Sie kann sich so gut verstecken hinter ihrer "Führsorglichkeit", hinter ihrere eigenen "Hilflosigkeit"....
Oft kehrt sich dann auch noch das Mutter - Kindverhältnis um, das Kind glaubt für die Mutter sorgen zu müssen, sie schützen zu müssen, alles zu tun, damit ihr und vielleicht auch den Geschwistern Schutz geben zu müssen....
Da verdreht sich alles in einer solchen Familie, da wird "das Opfer zum Täter gemacht" und "der arme Täter und die arme Täterin zum Opfer".

"Traumatisiert" ist sicher richtig, denn das bleibt da sicher nicht aus und die Folgen sind da auch sehr unterschidlich und doch oft sehr ähnlich.

Doch was wir hier an der Diskussion immer wieder erkennen, wird der Begriff Opfer, nicht immer so klar benutzt und sehr Unterschiedlich gehandhabt.


Danke nochmal allen, die was dazu beigetragen haben
Mittendurch
 

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