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Vegane Ernährung: Gesunder Trend oder Mangelernährung?

beim chinesen oder inder bekommt man immer auch ein veganes gericht. wenns nicht auf der karte steht, einfach danach fragen.
und vegetarische gerichte stehen auf jeder speisekarte mind. 2 oder 3.
sogar bei uns hier "in der provinz"🙄
gibt ja sogar vegane döner.
 
beim chinesen oder inder bekommt man immer auch ein veganes gericht. wenns nicht auf der karte steht, einfach danach fragen.
und vegetarische gerichte stehen auf jeder speisekarte mind. 2 oder 3.
sogar bei uns hier "in der provinz"🙄
gibt ja sogar vegane döner.

Stimmt, da geht schon Einiges, je nach dem, wo man sich gerade aufhält.

Bei meiner Arbeitsstelle ist es eine kulinarische Wüste. Nebendran gibt es zwar ein Restaurant, das einen relativ günstigen Mittagstisch anbietet, wo auch immer ein vegetarisches Gericht für ca. 4 EUR dabei ist, aber zum einen hätte ich es gern vegan und zum anderen ist es geschmacklich oft nicht mein Ding. Die Alternative ist dann, etwas weiter entfernt, ein REWE und ein LIDL, aber sich da was Veganes zum Mittagessen zu holen, was einen satt macht und auch noch schmeckt, ist richtig hart.

Wo ich wohne wiederum bzw. in einem Umkreis von etwa einem Kilometer davon, da habe ich richtig Glück. Da gibt's dann beispielsweise vegane Onigiri, die ich oft zum Frühstück kaufe, Falafel im Brot, vegetarische (vegane?) Nudel-Box vom Chinesen, vegane Gemüsepizza, vietnamesische Reisnudelsuppe mit Tofu, Tofu-Curry mit viel frischem Gemüse - und alles für jeweils nicht mehr als 3 EUR.

Bei den Nudeln bin ich mir nie so sicher, könnte ja Ei drin sein. Davon sterbe ich zwar nicht, aber ich hätt's halt gern vegan.

Längerfristig möchte dann doch darauf umsteigen, selbst zu kochen. Zum einen weiß ich dann genau, was in der Speise drin ist, und zum anderen ist es günstiger. Und ja, ich koche auch einfach gerne und kann mich dann in kulinarischer Kreativität üben, was wiederum auch den Vorteil hat, dass es wahrscheinlich eine ganz gute Übung ist für einen kleinen, veganen Essensladen, den ich irgendwann später (vielleicht im Rentenalter) mal aufmachen möchte.

Übrigens finde ich die asiatische Küche am veganfreundlichsten. Bei meinem Chinesen/Vietnamesen um die Ecke (jedes Gericht für sagenhafte 3 EUR) ist es besonders flexibel. Auf Wunsch lässt er das Glutamat weg, ergänzt um ein paar frische Chilis und ersetzt das Fleisch im Gericht einfach mit Tofu. Entsprechend hatte ich vorhin eine Pho Bo (vietnamesische Reisnudelsuppe mit dünnen Rindfleischscheiben), allerdings mit Tofu anstatt Rindfleisch, extra Chili und ohne Glutamat. Yum. Und da ich danach immer noch Hunger hatte, bin ich ein paar Meter weiter zum "King of Falafel", wobei der King ein altes Mütterchen ist, welches in einem winzig kleinen Laden in einer ebenso klein bemessenen Küche und einem Gastraum von vielleicht 5 Quadratmetern ganz ambitioniert einen superfrischen und schmackhaften Falafel macht. War heute zum ersten Mal da und habe festgestellt, dass mir jahrelang ein wirklich guter Falafel entgangen ist. Ja, um der veganen Linie treu zu bleiben, habe ich auf die obligatorische Joghurtsoße verzichtet.

Beim Inder habe ich noch nicht so viele Erfahrungswerte bzgl. veganem Essen, werde das aber demnächst mal in Angriff nehmen. Zuletzt war ich bei einem Inder bei mir in der Nähe, von dem ich leider nicht so überzeugt war. Das Papadam, als würziger und knuspriger Snack sehr lecker, ließ ich wieder zurückgehen, weil's einfach nicht knusprig war - noch nie erlebt sowas. Hatte große Hoffnungen bzgl. der Linsensuppe, welche auch gut schmeckte, aber da muss unheimlich viel Sahne drin gewesen sein und der unnatürlich neonrosanen Farbe nach auch Lebensmittelfarbe. Na ja, werde mich mal weiter vortasten.

Deutsche Gerichte finde ich nicht besonders veganfreundlich, weil der "Star der Show" oft ein großes Stück Fleisch ist. Nimmt man das vom Teller weg, hat man kaum noch was zu essen. Beispielsweise sind Königsberger Klopse mein deutsches Lieblingsgericht. Die Klopse lassen sich nicht einfach ersetzen, also in den meisten Restaurants zumindest nicht. Nimmt man aber die Klopse weg, okay, die Soße müsste man eigentlich auch wegnehmen, dann bleibt nicht mehr viel übrig. Das Übriggebliebene ist dann zwar vegan, aber naja, eine Mahlzeit kann man das dann nicht mehr nennen. Ähnliches gilt zum Beispiel auch für ein Schnitzel mit Pommes.

Na ja, soll einfach nur heißen, dass bestimmte Länderküchen von Hause aus mehr oder weniger ihren Fokus auf Fleisch oder Gemüse legen und dementsprechend mehr oder weniger veganfreundlich sind.
 
Melingo

Man sagt auch, dass man den Zustand einer Kultur oder einer Person an ihrer Ernährungsweise ablesen kann.

Schwierig.. Was meint hier "Zustand"?

Ich nehme der Einfachheit halber mal einen älteren Beitrag von mir her, der vielleicht veranschaulicht, was ich meine. Gegen Ende des Beitrags kommt dann gewissermaßen als Resümee das, was vielleicht als Antwort auf deine Frage an mich gesehen werden kann. Also:

Habe mich in der letzten Zeit ein wenig mit Glutamat und Milch beschäftigt, und ich muss sagen, dass es mich sehr stark zum Grübeln bringt.

Glutamat ist angeblich kein "Geschmacksverstärker", sondern ein zusätzlicher Geschmack; umami - der "fünfte Geschmack".

Lässt sich super für die komplette Batterie an Fertiggerichten, Fastfood, Snacks, usw., verwenden, so dass geschmacklich nicht gleich auffällt, dass von der angepriesenen Zutat nur Spuren im eigentlichen Gericht vorhanden sind oder die Qualität sehr gering ist.

Dann gibt es noch natürliches Glutamat, wie es zum Beispiel in Sojasoße, Hühnchen, Tomaten oder Champignons enthalten ist, oder das künstlich hergestellte Glutamat, wie man es zum Beispiel in 20 kg Säcken kaufen kann.

Von Milch habe ich kürzlich gehört, dass es für den Menschen eins der unnatürlichsten und schädlichsten "Lebensmittel" überhaupt ist, und es sich nur so gut verkauft, weil die Werbung so gut ist, und weil es mittlerweile in den Köpfen der Menschen drin ist.

Ich habe da gerade einen sehr langen Text auf notmilk.com teilweise überflogen. Wenn da nur die Hälfte wahr ist... mir wird schlecht.

Rein intuitiv glaube ich, dass Milch vielleicht wirklich nicht als Nahrungsmittel für den Menschen gedacht ist - zumindest nicht in der Menge bzw. der Art und Weise, wie sie heutzutage "gefördert" wird. Dafür würde sprechen, dass Laktose-Intoleranz weltweit der Normalzustand ist.

Laktoseintoleranz

Interessant ist allerdings, dass Kinder/Jugendliche Milch besser vertragen. Mit dem Alter nimmt die Verträglichkeit gegenüber Milch ab.

Jetzt mache ich einen gewaltigen gedanklichen Sprung.

Vielleicht ist die - eventuell als dekadent oder unkultiviert zu bezeichnende - Ernährungsweise einer Kultur ein Indikator für ihren Entwicklungsstand bzw. Mentalität:

Geschmack, aber kein Inhalt (und natürlich immer schnell, schnell, und ganz viel)

Ich gehe nicht mehr vor die Tür, und es lebe Ratatouille!
 
Na ja, soll einfach nur heißen, dass bestimmte Länderküchen von Hause aus mehr oder weniger ihren Fokus auf Fleisch oder Gemüse legen und dementsprechend mehr oder weniger veganfreundlich sind.

Was ist z. B. mit Gaisburger Marsch, Reisauflauf, vegetarische Maultaschen, Rädlesgemüse, Linsen und Spätzle?

Alles deutsche Gerichte.

Wenn man es total vegan will sind hier einen ganzen Haufen Gerichte:

http://www.chefkoch.de/rs/s0/vegan/Rezepte.html
 
Ach solange er gerne ein Cheeseburger isst kann man ihm sein vegan Essen wollen nicht wirklich ernst nehmen.

Cheeseburger sind lecker, keine Frage. Und die goldenen Bögen vom großen M einfach zu verlockend. Besser geschmeckt hat mir im Grunde zuletzt eine gut gemachte Erbsensuppe mit Wienern. Manchmal gibt es sie dort auch mit der Option "ohne Wiener". Dann hätte ich die Suppe auch ohne Wiener genommen. Mir war die Suppe mit Wienern aber einfach lieber, als mir irgendwas Kaltes vom REWE oder LIDL zu holen. Ich sag' ja, ganz einfach ist das nicht - zumindest nicht für mich. Jeder fängt halt mal klein an.

Ganz ehrlich, wenn ich nur die Wahl habe zwischen a) Salat mit Brötchen oder b) Erbsensuppe mit oder ohne Wiener, ob das nun meiner Faulheit oder meiner mangelnden Vorbereitung geschuldet ist, dann würde ich mich immer für b) entscheiden, weil Salat, insbesondere Blattsalat, auch mit Brötchen, immer nur eine Beilage ist, kein vollwertiges Gericht - die "Energiedichte" ist viel zu gering. Ein vollwertiges Gericht ist ein Gericht, welches man im Zweifel auch drei Mal am Tag essen kann, ohne dabei hungrig zu bleiben oder Zeichen körperlicher Schwäche aufzuweisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Tipps, kasiopaja.

Die von dir genannten Gerichte sind mir alle nicht bekannt bzw. habe ich sie noch nie gegessen. Bei meiner hessischen Pflegefamilie gab's die nicht und hier in Berlin sind die mir auch noch nicht über den Weg gelaufen. Vermute mal, dass das alles Gerichte sind, die im süddeutschen Raum verbreiteter sind. Keine Ahnung. Da sieht man aber wieder mal, wie sehr man doch durch das geprägt ist, was man kennt. Eigentlich logisch, durch was auch sonst.

Insofern hat natürlich auch eine stark fleischhaltige Ernährung viel mit Tradition bzw. Gewohnheit und Prägung zu tun, nicht unbedingt mit bewussten Ernährungsentscheidungen.
 
Cheeseburger sind lecker, keine Frage. Und die goldenen Bögen vom großen M einfach zu verlockend. Besser geschmeckt hat mir im Grunde zuletzt eine gut gemachte Erbsensuppe mit Wienern. Manchmal gibt es sie dort auch mit der Option "ohne Wiener". Dann hätte ich die Suppe auch ohne Wiener genommen. Mir war die Suppe mit Wienern aber einfach lieber, als mir irgendwas Kaltes vom REWE oder LIDL zu holen. Ich sag' ja, ganz einfach ist das nicht - zumindest nicht für mich. Jeder fängt halt mal klein an.

Wenn du dann klein anfangen willst fang dann mit vegetarisch an und halte das dann auch durch, alles andere klingt unglaubwürdig. Es ist für mich unvorstellbar das ein mensch der Vegan essen will sich eine Erbsensuppe mit wiener isst.

Das klingt als wenn der Papst eine Rede hält das es Gott nicht gibt.
 
Die schwäbische Küche ist eine reichhaltige und kostengünstige Küche - wie könnte es bei Schwaben auch anders sein - und auch geprägt durch viele fleischlose Gerichte - weil die eben in voriger Zeit kostengünstiger Waren.

Natürlich gibt es auch vieles mit Fleisch - aber auch vieles ohne.

Wie wäre es z. B. mit Reisauflauf oder Kaiserschmaren oder Pfannkuchen mit Gemüse?

Gut die sind nicht vegan - aber immerhin fleischlos.

Oder aber Kartoffelsalat , Schwarzwurzeln, Karottensuppe usw. usw.
 

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