Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Neun Fragen zur Bundestagswahl 2013

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Wirklich gerne habe ich mein "Danke" eben nicht gegeben. Aber es ist so.
Ich war lange Zeit Stammwählerin, aber seit einigen Jahren fällt mir die Wahl immer schwerer.

Rhenus, wer nicht wählt, der unterstützt nach unserem Wahlsystem evtl. die Partei automatisch, die er/sie selber eben nicht wollte.

LG
Landkaffee

Das ist auch immer so ein gern gesagter Satz. 😉

Das setzt aber voraus, dass ich jemand meine Stimme geben wollte.
Warum dann nicht gleich wählen gehen?

Mir geht es darum, das ich nicht zu faul zum Wählen bin, sondern mich nicht repräsentiert sehe.

Jetzt höre ich die Kritiker sagen: "Wir haben so viele Parteien, irdendeine wird dir doch zusagen können...!"

1. Ist es nicht, weil Spartenparteien, mir zu wenig sind.
2. Müsste, wie ich schon sagte, die 5 % Hürde fallen. Wie es übrigens bei der Kommunalwahl als Bruch der Verfassung, schon geschehen ist!
 
Ich nutze die Gunst der Stunde, der größten Partei beizutreten, Das ist die Partei der Nichtwähler!
Dieser werde ich beitreten und zum ersten Male in meinem Leben, nicht zur Wahl gehen.
Wahl um jeden Preis, nein danke! und hat auch nichts mit Demokratie zu tun.
Manchmal wird unsere Demokratie dadurch gestärkt, dass man sich versagt.
Dass man zeigt, dass man nicht so unbedeutend als "Souverän" mitspielt, wo wir lediglich alle 4 oder 5 Jahre, wie die Schafe die ihren Metzger selbst wählen sollten, zur Wahl geschickt werden sollen, um ansonsten ignoriert zu werden.
Eine Partei der Nichtwähler könnte nur dann für Aufmerksamkeit sorgen, wenn eine bestimmte Stimmenanzahl ( zb. in Relation zur wahlfähigen Bevölkerung ) vorhanden sein müsste damit eine Wahl überhaupt für Gültig erklärt werden könnte. Da dies aber nicht der Fall ist und zumindest eine Partei jedesmal zum Wahlsieger erklärt werden kann, wird man über dich Nichtwähler maximal, bis zu 3 Sekunden nach Bekanntgabe des Wahlergebnis, nachdenken. Also bedeutend kürzer als deine Anstrengung dauerte überhaupt darüber Nachzudenken, ob du diesmal wählen gehst oder zu Hause bleibst. 😀
 
Interessant, vielleicht sogar notwendig, fände ich die Beseitigung oder zumindest Herabsetzung der 5%-Hürde. Diejenigen, die im Moment einfach nur aus dem Grund nicht wählen gehen, weil die Partei, die ihre Meinung am ehesten vertreten würde, absolut keine Chance hat, diese Hürde überhaupt zu nehmen, als auch diejenigen, die nur deshalb eine der großen Parteien wählen um die Chance zu minimieren, dass die Seite an die Macht kommt, die sie nun überhaupt nicht dort sehen wollen, würden dann vielleicht doch zur Urne gehen. Die Vielfalt möglicher Koalitionen wäre auf jeden Fall erheblich größer und kleinere Parteien hätten die Möglichkeit, ihr eher theoretisches Politisieren auch mal im real life auf Alltagstauglichkeit zu testen. Es würde jedenfalls mächtig Bewegung in die politische Landschaft bringen und das ist meines Erachtens dringend nötig.
 
Eine Partei der Nichtwähler könnte nur dann für Aufmerksamkeit sorgen, wenn eine bestimmte Stimmenanzahl ( zb. in Relation zur wahlfähigen Bevölkerung ) vorhanden sein müsste damit eine Wahl überhaupt für Gültig erklärt werden könnte. Da dies aber nicht der Fall ist und zumindest eine Partei jedesmal zum Wahlsieger erklärt werden kann, wird man über dich Nichtwähler maximal, bis zu 3 Sekunden nach Bekanntgabe des Wahlergebnis, nachdenken. Also bedeutend kürzer als deine Anstrengung dauerte überhaupt darüber Nachzudenken, ob du diesmal wählen gehst oder zu Hause bleibst. 😀

Nicht unbedingt,

es könnte auch möglich sein, dass sich das Verfassungsgericht meldet und den Gesetzgeber auffordert, weil die Repräsentanz nicht mehr gegeben ist, das Wahlgesetz zu reformieren.

Z. B. es ermöglichen, dass der Wähler Einfluss auf die aufgestellte Liste der Parteien nehmen kann, dass die 5 % Hürde, wie bei der Kommunalwahl wegfällt, was faktisch eine etwa 3 % Hürde schafft. Diese ist aber je nach der Wahlbeteiligung beeinflussbar.

Es könnte ein Mehrheitswahlrecht eingeführt werden.

Eine Mehrfachstimme ermöglicht werden, die gesplittet werden kann, damit ich eine Koalition wählen kann.
Um nur wenige Möglichkeiten zu nennen.

Es könnte festgeschrieben werden, dass alle Parteien sich in den Medien gleich ernstgenommen fühlen.
Kleine Parteien werden nicht eingeladen, um sich darstellen zu können, da lädt man lieber großspurige Journalisten ein, die rumschwafeln und Wahlergebnisse anscheinend bereits kennen, bzw. sie beeinflussen.
Warum also wählen?

Es findet nicht alles meine Unterstützung, doch vieles wäre denkbar.

Und dein Argument, dass sich Politik sich nur 3 Sekunden um die Nichtwähler schert, ist faktisch falsch, sonst wären die teuren Kampagnen nicht da.
Nicht die zahlreichen Aufrufe wählen zu gehen.
Warum werden keine Wahlprognosen mit Einschluss der Nichtwähler gezeigt?

Man hat gewaltigen Schiss davor!
Die Europawahl wird als erstes auf den Prüfstand kommen. Das sage ich voraus.
 
Die Auswirkungen klingen gar nicht so schlecht! Natürlich dürfte dann ein 50 Jähriger der noch nie wählen war genauso frustriert sein wie jemand dessen Partei nicht über 5% kommt, denn eine Reform wie die Beispiele die du nanntest, ist ja leider nicht in Sicht! Wohl zu wenig "Nichtwahlbeteiligung". Aber das steht dann auf einem anderen Blatt und gehörte nicht zur Ausgangsfrage! Endlich hab ich mal einen ausführlichen Grund zum Protestwählen durch Nichtwahl von dir gelesen! Das warst du mir in unserer letzten Diskussion darüber, schuldig geblieben. Jetzt kann ich zumindest deine Beweggründe besser verstehen! Vielen Dank! 🙂
 
Eine gerechte Welt gibt es nicht und wird es nicht geben - that's life...


Wozu sollten sich die Parteien denn noch reformieren, wenn sie nicht gewählt werden?

Weil Parteien nach unserem Wahlgesetz und Grundgesetz nicht einen Selbstzweck unterliegen. Was sie aber vergessen haben.

Ja, ein kleines Verständnisproblem - dies scheint mir jedoch eher nicht bei den Wählern zu liegen!

Wenn Nichtwähler die Demokratie abwählen, werden sie sich mit dem Gedanken anfreunden müssen,
zukünftig wirklich ALLES schlucken zu müssen - sehr traurig.

Nicht die Nichtwähler sorgen dafür, sondern die, die sich so verhalten als gehen sie in einen Laden... Sagen "ach, gefallen tut mir aber hier nichts aber kaufen werde ich trotzdem“! „Weil, sonst kann der Laden nicht überleben!“

Eine bessere Demokratie bzw. eine bessere Politik kann bei dieser Strategie nicht rauskommen,
dafür eine (noch!) Schlechtere - nun denn...🙄

Prost Mahlzeit.

Da sind wir halt verschiedener Meinung über die Wirkung.

Ich möchte zudem niemanden davon abhalten zur Wahl zu gehen. Sagte ich mehrfach...
Ich sage lediglich, warum ich und viele mit mir, nicht zur Wahl gehen.

Denn anders als z. B. dir, ist "wählen um jeden Preis", für mich keine Option.
Denn ich erniedrige mich nicht noch schlechter Politik, Vetternwirtschaft, Verflechtung zur Wirtschaft und Industrie, die faktisch keine Steuern zahlen, noch die Legitimation meiner Stimme zu geben.
Damit sie damit wohlmöglich ihr Versagen kaschieren können und sagen: "seht her, wir haben es doch alles richtig gemacht"!
"Der Wähler liebt uns!"

Demokratie lebt vom Mitmachen, richtig, doch welche Konsequenzen zogen Parteien daraus, dass ihnen nicht nur die Wähler fortlaufen, sondern massenhaft die Mitglieder?
Also sollte man doch in erster Linie Parteien kritisieren, die eine innerparteiliche Demokratie mit Füßen treten.

Man darf ruhig Nichtwähler kritisieren, die nicht wählen gehen, doch dann darf man auch jeden kritisieren, der von "Demokratie" sinniert, der nicht in einer Partei ist, der da nicht mitstimmt und die Richtung und deren beschlossene Einhaltung überwacht.
Denn Konsequenzen für Betrug am Wähler gibt es nicht!
Nicht einmal den Mitgliedern gelingt es, bis auf Einzelfälle abgesehen, eine vorgegebene Richtung oder Personalpolitik zu bestimmen.

Wie sollte z. B. bei der SPD über einen Kanzlerkandidat abgestimmt werden, wenn dieser schon über einen erlesenen Kreis im Hinterzimmer gekürt, in der Presse vorstellt, und jeder Delegierte mit einem klar vorgeben Ziel in die Wahlversammlung geht.
Und wen soll man wählen, wenn kein Gegenkandidat aufgestellt wird und Wahlenthaltungen (Nichtwählen), von dir als "undemokratisch" empfunden wird?

Mal eine Frage:
Sollten deiner Meinung nach die Parteien tun, was Wähler wollen, oder die Wähler was Parteien tun wollen?

 
Im Moment wird ja wieder drüber geklagt, das "der Wahlkampf ja langweilig sei". Und da frage ich mcih, warum man nicht bei Wahlen eine Art Marktwirtschaft einführt.
Zum Beispiel an den Wahllokalen Bierzelte, Geisterbahn und Kettenkarusell familienfreundlich aufbaut und dazu Treffpunkte der Parteien. Und dort könnte man seine Stimme und seine Zweitstimme quasi meistbietend anbieten bzw. die Parteien müßten Angebote für die Stimmen machen. Das könnte mit Bargeld ( Erststimme 50 Euro, Zweitstimme 50 Euro, Zweitstimme der Frau, macht zusammen 150 Tacken bar auf die Kralle. ) aber natürlich auch mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs abgegolten werden. ( Erststimme eine Microwelle, Zweitstimme ein kostenloser Besuch im Bordell, Tankfüllung etc. )


Ja, und am Ende wären alle irgendwie zufrieden.....😀
 
Die Auswirkungen klingen gar nicht so schlecht! Natürlich dürfte dann ein 50 Jähriger der noch nie wählen war genauso frustriert sein wie jemand dessen Partei nicht über 5% kommt, denn eine Reform wie die Beispiele die du nanntest, ist ja leider nicht in Sicht! Wohl zu wenig "Nichtwahlbeteiligung". Aber das steht dann auf einem anderen Blatt und gehörte nicht zur Ausgangsfrage! Endlich hab ich mal einen ausführlichen Grund zum Protestwählen durch Nichtwahl von dir gelesen! Das warst du mir in unserer letzten Diskussion darüber, schuldig geblieben. Jetzt kann ich zumindest deine Beweggründe besser verstehen! Vielen Dank! 🙂

Oh, dann ist mir das entgangen... sorry!😉

Doch! Die Reformen liegen bereit. Sie sind ja Bestandteil europäischen Wahlrechts.
Genauso, wie eine Partei gegründet wurde, um es der CSU und CDU gleichzutun.
Doch die SPD-Neoliberalen, lassen das nicht zu.
Es sind Leute wie Steinbrück, Steinmeier, Schröder, Schmidt usw., die genauso gut in der CDU, Karriere hätten machen können.
Die zudem die große Koalition anstreben.

Weißt du, es gibt eine Strategie in der Politik, ich nenne sie "Eisenbahn spielen".
Wenn du etwas nicht aufhalten kannst, dann setz dich vorne drauf und lenke!
Genau das, ist aus Willy Brandt's SPD geworden!
Die SPD ist geentert worden, von wirtschaftsfreundlichen Neoliberalen.
Hunderttausende sind abgesprungen, als sie erkannten, wer wirklich die Weichen stellt.
Die sollte man nicht beschimpfen.
Man sollte die beschimpfen, die da lenken!
Die ihre Gesinnung für Posten verkaufen und verraten, die nun mit den Wölfen heulen, als wären sie nie anderer Meinung gewesen.

Da nenne ich nur als Gegenbeispiel Cristian Ströbele, der sich nie verbiegen lassen hat, dem man den Listenplatz entzog und darauf das Direktmandat gewann.
Wie war das möglich?
Es war möglich durch die Wählerinnen und Wähler, nicht zuletzt die Nichtwähler, die das genau registriert hatten.

Vielleicht sollte man Listenplätze ganz streichen?
Es wäre ein Anreiz als Wähler das (mit)zu bestimmen.
 
Im Moment wird ja wieder drüber geklagt, das "der Wahlkampf ja langweilig sei". Und da frage ich mcih, warum man nicht bei Wahlen eine Art Marktwirtschaft einführt.
Zum Beispiel an den Wahllokalen Bierzelte, Geisterbahn und Kettenkarusell familienfreundlich aufbaut und dazu Treffpunkte der Parteien. Und dort könnte man seine Stimme und seine Zweitstimme quasi meistbietend anbieten bzw. die Parteien müßten Angebote für die Stimmen machen. Das könnte mit Bargeld ( Erststimme 50 Euro, Zweitstimme 50 Euro, Zweitstimme der Frau, macht zusammen 150 Tacken bar auf die Kralle. ) aber natürlich auch mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs abgegolten werden. ( Erststimme eine Microwelle, Zweitstimme ein kostenloser Besuch im Bordell, Tankfüllung etc. )


Ja, und am Ende wären alle irgendwie zufrieden.....😀

Ja, stimmt! :daumen:
Daran hatte ich nicht gedacht, doch das gibt es schoooon... Nur diskreter...😉

Denke an "Ich fahre sie zur Wahl"! Oder der Kandidat lädt sie drei Tage nach Berlin ein...
Wahlpräsente...
Manche Stimme ist sehr billig zu haben.

Weißt du, ich hab mich immer gefragt, warum am Tag der Arbeit (1. Mai) ausgerechnet Maikirmes sein muss.
(Das hält die Demo überschaubar!) 🙂
 
Wie sagte Michael Moore doch mal einen richtigen Unterschied zwischen Demokraten und Republikaner gibt es eigentlich nicht. Aber er wählt eben die Demokraten.

Nach dem Prinzip ist wahrscheinlich dann Obama auch zum Friedensnobelpreisträger gewählt worden. 😀 Sah ja auch schön aus.

Hauptsache man wählt, dann ist man auch ein guter Demokrat. Es ist auch wichtig diese Illusion auf eine rechtmäßig gewählte Politik aufrechtzuerhalten. Wo würde man sonst hinkommen?

Natürlich wählt Schramm. 🙂 Schließlich gibt es in diesem Forum Telepathen, die das ganz genau wissen. 😀

Also bitte quälen gehen (äh wählen), denn es ist unverständlich, dass man diese vom Wählerauftrag getriebenen Politiker nicht wählt. So kann eben auch die Wahlpflicht zum Masochismus verkommen.
Damit unsere Bundestagsabgeordneten ihren finanziellen Interessen auch nachgehen können, ist es wichtig, dass sie beruhigt schlafen. Das können sie nur, wenn die Wahlbeteiligung entsprechend hoch ist.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben