Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Neun Fragen zur Bundestagswahl 2013

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Schramm war eloquent - wie immer,
ich liebe diesen Mann...

Die Wahlkampfkostenerstattung - oder Parteienfinanzierung - scheint schon länger keine Rolle mehr zu spielen
Parteienfinanzierung (bis 1994: Wahlkampfkostenerstattung)
?
Erstattung erhalten sie halt, so oder so. Und - im Zweifelsfall- demnächst durch ein Wahlrecht der 16jährigen...
Mir - und ich traue da anderen durchaus mehr Fachwissen zu - erschließt sich dennoch nicht, warum ich nicht wählen gehen sollte, nämlich meiner Stimme der Partei zu geben die sich - vordergründig - da vor der Wahl und in einer Opposition🙂rolleyes🙂 "versprechend", meiner Prioritäten annehmen wollen würde, geben zu wollen, als ganz auf (m)eine Stimm-Abgabe verzichten zu wollen...?
Ich versuche mich als Demokrat zu begreifen und der Sinn von "Nicht-wählen-gehen", entzieht sich mir - nach wie vor - komplett.

Dann will ich mal erbarmen und dir einige Gründe, es gäben viel mehr, nennen.😉

Ja das ist gesplittet, die Kostenpauschale gibt es ja mehrere Jahre lang, auch anteilig der erzielten Stimmen.
Unter einer gewissen Stimmenzahl gar nichts!

Das heißt, sie merken es schon, wenn die Stimmen ausbleiben.
Dazu kommen indirekt die Mandatsgelder, wenn die fehlen, dann kommt auch weniger (Spenden der Mandatsträger) in die Parteikasse. Kommen weniger Gelder in die Parteikasse, werden auch weniger staatliche Erstattungsgelder gezahlt.
Weil Parteien sollen sich nicht ausschließlich aus Wahlkostenerstattung finanzieren, obwohl... das ist jedoch ein anderes Thema.

Das Problem ist wohl, dass meine Ansprüche etwas höher sind, bevor ich eine Partei wähle.
Ich wähle keine Hartz Partei, keine radikale Partei, wobei ich die LINKE mit einbeziehe, wegen ihrer teils radikalen Steuerpolitik und ihrem Versagen in der Berlin-Koalition.
Zumal ihre Strömungen innerhalb der Partei, unberechenbar sind.
Obwohl ich da politisch die größte Schnittmenge sehe... 😱

Dann wären wir bei den Kleinparteien, die letztlich sehr laienhaft sind und lediglich Sparten bedienen.
Nur um doch meine Stimme abzugeben, das wäre mir zu wenig.

Zudem fehlt mir als Teilsouverän und Demokrat die Möglichkeit tatsächlich etwas abzustimmen.
Die Kandidaten werden von den Parteien aufgestellt, damit könnte ich noch leben, doch wird sich politisch so gebunden, dass es so wie in den Kommunen kommen wird, dass die Parlamentarier nichts mehr zu bestimmen haben und nur noch abnicken werden.

Diese Bundesregierung, mit Zustimmung der SPD und Grüne, haben das Land finanziell so gebunden und verschuldet, dass mehrere Generationen das teuer zu bezahlen haben.
Und das wird diese Generation schon spüren wenn, es um Sozialkassen und Renten gehen wird.

Ich höre immer wieder: "Die Steuern sind noch nie so gesprudelt wie heute..."
Das sind jedoch Taschenspielertricks.
In Wirklichkeit ist daran die Inflationsrate und das Wirtschaftswachstum gekoppelt.
Bleibt das Wirtschaftswachstum aus, dann ist Hängen im Schacht.
Zudem ja auch Fakt ist, dass die Staatsverschuldung noch nie so hoch war und sich der Finanzminister aus den Sozialkassen bediente!

Wer das alles nicht wahr haben möchte, soll sich doch mal die Frage stellen, wie viele Abgeordnete die Papierflut lesen, die sie abstimmen. Wie viele Gesetze von Lobbyverbänden und Industrie geschrieben und auch abgestimmt werden.
Wie viele die Hartz-Gesetze gelesen und verstanden hatten und trotzdem zugestimmt hatten. Weil auch großer Druck ausgeübt wurde, ihnen keinen sicheren Listenplatz zu geben.

Ich nutze die Gunst der Stunde, der größten Partei beizutreten, Das ist die Partei der Nichtwähler!
Dieser werde ich beitreten und zum ersten Male in meinem Leben, nicht zur Wahl gehen.
Wahl um jeden Preis, nein danke! und hat auch nichts mit Demokratie zu tun.
Manchmal wird unsere Demokratie dadurch gestärkt, dass man sich versagt.
Dass man zeigt, dass man nicht so unbedeutend als "Souverän" mitspielt, wo wir lediglich alle 4 oder 5 Jahre, wie die Schafe die ihren Metzger selbst wählen sollten, zur Wahl geschickt werden sollen, um ansonsten ignoriert zu werden.

Man muss meiner Meinung nach, wohl seinen politischen Verstand sehr vergewaltigen, um den Argumenten der Politiker und den Wahlbefürwortern, unwidersprochen folgen zu können, dass es um wirkliche Demokratie gehen soll.

"Gelebte" Demokratie?
Dann führt sie eher ein Eigenleben... 🙂
Demokratie wäre, wenn wir über Europaverfassung, EU-Beitritte, Euro oder weitergehende Staatsverschuldung, dubiose Rettungsschirme, die weit in die folgenden Generationen reicht, tatsächlich entscheiden können...
Stattdessen, wie hier schon geschrieben wurde, Aufblähung der Zahl der Parlamentarier und Verwaltung.

Du weißt doch, du gibst deine Stimme ab und bist Sprachlos!

Und Demokratie ist nicht wirklich Demokratie, nur weil und wenn man zur Wahl geht, es gehört viel mehr dazu.
Es gehört dazu, dass man dem Wahlversprechen und dem Wählerwillen folgt. Das Parteien sich unterscheiden, dass sie für das stehen wozu sie gewählt werden.

Mir gibt es keinerlei Befriedigung, dass ich lediglich in der Wählerliste abgehakt wurde.
Sonst kann ich gleich einen Wahl-Dauerauftrag erteilen...
 
Ich verstehe Nichtwähler nicht (im Gegensatz zu ungültig Wählern, die wenigstens ausgewiesen werden und somit einen echten Protest vornehmen).

Nichtwähler müssen ja enorm zufrieden mit der aktuellen Politik sein!🙄

Ich bin auch frustriert von Politik und Parteien und finde mich bei keiner der großen Partei vertreten.
Wobei es für mich klar ist, dass alle beteiligten Parteien im Rahmen der Koalitionsverhandlungen Federn lassen müssen. Dabei gehen zwar jede Menge Wahlversprechen den Bach runter, aber wie sollte man sich sonst innerhalb einer Koalition auch einigen??
Wirklich vertreten fühlen würde ich mich nur von einer Partei fühlen, der ich selbst angehöre (Parteibuch) bzw. in der ich mich engagiere.

Aber - ich werde dennoch wählen gehen und diesmal für eine kleinere Partei stimmen.
Nicht mal so sehr weil ich diese ganz toll finde oder mich von dieser besonders gut vertreten sehe, sondern weil es für mich zum einen Sinn macht, Engagement und Politik an der Basis mit meiner Stimme anzuerkennen - und zum zweiten, weil wir mal wieder eine Partei brauchen, die der Stachel im Fleisch der Großen ist (das was die Grünen vor 25 Jahren waren, was denen aber im Laufe der Jahre verloren gegangen ist).

Würden das alle "Nichtwähler" tun, so wäre möglicherweise die eine oder andere kleine Partei plötzlich sogar mehr als nur ein Stachel und diese "Protestwahl" wäre für die Großen (die jedes Maß und jede Vernunft verloren zu haben scheinen) ein echtes Problem!


Erteilt der Demokratie bitte keine Absage!

Auf dem Sofa sitzen und meckern hat noch nie etwas verändert - das steht fest!

(Wobei NICHTS ja nicht richtig ist - die großen etablierten Parteien und die gesamte rechte Ecke (die gehen übrigens geschlossen zur Wahl!) profitieren natürlich von Nichtwählern!)
 
Ja, zu goldig...:daumen:

Hingehen und durchkreuzen, als wenn man zu dumm wäre, richtig zu wählen...

Würden das alle "Nichtwähler" tun, so wäre möglicherweise die eine oder andere kleine Partei plötzlich sogar mehr als nur ein Stachel und diese "Protestwahl" wäre für die Großen (die jedes Maß und jede Vernunft verloren zu haben scheinen) ein echtes Problem!

Dir ist aber schon klar, dass die Nichtwähler aus allen Parteien kommen und sogar Parteimitglieder sind.
Es kommt doch keiner mehr zu den eigenen Versammlungen. Die Mitgliederzahlen sinken drastisch.
Die SPD z. B. hat sich halbiert.
Die Einen gehen also nicht wählen, weil sie ihrer eigenen Partei nicht schaden wollen und wenn die Nichtwähler wählen gingen, würden sich die Stimmen wieder egalisieren und verteilen.
Gar nichts würde sich ändern, weil die Ursachen nicht beseitigt wären.

Die Parteien müssen sich reformieren und bewegen, nicht der Nichtwähler!
Wer das nicht versteht, sollte wählen gehen...🙂
Und möglichst schauen, dass seine Partei über die 5% kommt, was für mich wieder so eine Sache der Ungerechtigkeit ist.

Die Stimmen sollten nämlich gleiches Gewicht haben und nicht verloren sein.
Während die CSU durch einen Trick überhaupt die 5% Hürde schafft.
Alles gerecht?
 
Eine gerechte Welt gibt es nicht und wird es nicht geben - that's life...

Die Parteien müssen sich reformieren und bewegen, nicht der Nichtwähler!
Wer das nicht versteht, sollte wählen gehen...🙂

Wozu sollten sich die Parteien denn noch reformieren, wenn sie nicht gewählt werden?

Ja, ein kleines Verständnisproblem - dies scheint mir jedoch eher nicht bei den Wählern zu liegen!

Wenn Nichtwähler die Demokratie abwählen, werden sie sich mit dem Gedanken anfreunden müssen,
zukünftig wirklich ALLES schlucken zu müssen - sehr traurig.

Eine bessere Demokratie bzw. eine bessere Politik kann bei dieser Strategie nicht rauskommen,
dafür eine (noch!) Schlechtere - nun denn...🙄

Prost Mahlzeit.
 
Wirklich gerne habe ich mein "Danke" eben nicht gegeben. Aber es ist so.
Ich war lange Zeit Stammwählerin, aber seit einigen Jahren fällt mir die Wahl immer schwerer.

Rhenus, wer nicht wählt, der unterstützt nach unserem Wahlsystem evtl. die Partei automatisch, die er/sie selber eben nicht wollte.


LG
Landkaffee
 
Ich bin zu faul zum Wählen, als Parteimitglied🙄, da aussichtslos, außerdem sehe ich weit und breit keine Demokratie.

Wird doch immer finsterer alles...
 
Eine gerechte Welt gibt es nicht und wird es nicht geben - that's life...



Wozu sollten sich die Parteien denn noch reformieren, wenn sie nicht gewählt werden?

Ja, ein kleines Verständnisproblem - dies scheint mir jedoch eher nicht bei den Wählern zu liegen!

Wenn Nichtwähler die Demokratie abwählen, werden sie sich mit dem Gedanken anfreunden müssen,
zukünftig wirklich ALLES schlucken zu müssen - sehr traurig.


Eine bessere Demokratie bzw. eine bessere Politik kann bei dieser Strategie nicht rauskommen,
dafür eine (noch!) Schlechtere - nun denn...🙄

Prost Mahlzeit.


Dafür ein Danke!

Darüber hinaus denke ich, Engagement besteht nicht darin, andere anzuklagen oder ins schlechte Licht rücken zu wollen.
Erst lesen, dann denken und fühlen, dann wählen.
Etwas ungewohnt ab und zu, mag sein.


LG
Landkaffee

CE: Bitte nicht alles persönlich nehmen. *Schweissabwisch*
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstes verstanden.
Das mit dem Trick gerade nicht.
Bitte um "Nachhilfe".


LG
Landkaffee

Dann rechne die Stimmen der CSU bei einer Bundestagswahl als eigenständige Partei, wie das bei anderen Parteien auch ist.
Man sieht daran, wie ungleich die Macht in Deutschland verteilt ist!
Faktisch gesehen, zählen CSU Stimmen mehr, als die anderer Parteien, obwohl das Wahlgesetz das verbietet.

Der Trick besteht darin, eine gemeinsame Liste mit der CDU vor der Wahl eingegangen zu sein.
So könnte theoretisch die SPD das mit der Linkspartei machen. Die Eine kandidiert im Westen, die Andere im Osten.
Interessantes Rechenbeispiel...😀 😉

Das bedeutet, dass die CSU lediglich bei 6,5 % (Bundestagswahl 2009) lag. Übrigens mit einem Minus von 0,9 %.
Hält die Tendenz an, so käme sie irgendwann unter die 5 %.

Jetzt nur mal theoretisch... wen repräsentieren die Parteien wirklich? 🙂

Gehe ich von den Wahlberechtigten aus, kommt die CSU auf 4,5 %!
Die CDU auf 19 %, Die SPD auf 16 %, die FDP auf 10,1 %, die Grünen auf 7,4 % und die Linke auf 8,2 %. 😀
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben